Hallo juppzupp,
mir wurde vor ein paar Wochen auch ein größeres Kontingent Zähne, nämlich 24 1/2 Stück, unter VN entfernt. Mein ZA arbeitet bei Behandlungen unter VN mit der ambulanten Klinik zusammen, die nur einen Steinwurf weit von seiner Praxis weg und auch für Zahnbehandlungen eingerichtet ist. Mann hatte ich einen Bammel! Und dabei war der so unnötig wie ein zweiter Kropf...
Um 11 Uhr sollte ich da sein. War ich dann auch, mit Watte im Kopf und jede Menge Pudding in den Knien. Nach ein paar Minuten im Wartezimmer gings in den Vorbereitungsraum. Dort mußte ich erstmal einen Striptease hinlegen und das berühmte Zaubererhemdchen anziehen. Kurz darauf lag ich im Bett, hing am Tropf und quatschte mit meinen Leidensgenossen im Zimmer, das lenkte etwas ab. Die OP-Schwester kam und spritzte mir ein Beruhigungsmittel. Gutes Zeug, irgendwie fühle ich mich jetzt cool 8) Ich wurde in den OP geschoben und auf den Zahnbehandlungsstuhl gehievt. Das letzte, was ich hörte, war die Stimme des Amnesthesisten: "Denken Sie an was schönes...". Dann kam ein 3-Sterne-Filmriß und weg war ich. Das nächste, was ich hörte war: "Aufwachen, Sie haben es überstanden!" War ein komisches Gefühl im Brotladen, warum zum Geier war da alles pelzig? Naja, egal, die Zähne waren draußen und sonst noch alles dran. Es ging zurück aufs Zimmer, wo ich noch zwei Stunden unter Beobachtung bleiben mußte. Ich durfte sogar schon einen Tee trinken, wobei man aber einen Lappen zur Hand haben sollte. Kurz nach so einer Aktion geht Trinken nicht ohne Sauerei ab.
Da lag ich nun - und hatte es geschafft!
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Meine neuen Zähne konnte ich auch gleich einsetzen, die schon im Vorfeld der Behandlung angefertigt wurden. Bei mir handelte es sich ja um eine Totalextraktion. Ganz zum Schluß, so kurz vor der Entlassung, wurde mir noch die Kanüle im Handrücken entfernt. Was die Schwester nicht wußte: ich habe dort winzige, fast unsichtbare Härchen. Sie zog das Pflaster ab - JAUUUUL!!! Mann, hat das geziept! Und das war der einzige schmerzhafte Teil der ganzen Behandlung!!!
Das Phänomen der pelzigen Kauleisten klärte sich beim Kontrollbesuch am nächsten Tag auf: mein ZA hat mir nach der Extraktion ein starkes Schmerzmittel gespritzt.
Juppzupp, das machst Du schon!
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Die ganze Behandlung ist bis auf einen kleinen Pieks beim Nadel setzen absolut schmerzfrei. Gegebenenfalls sollte man sich vielleicht den Handrücken rasieren.

Die ersten Stunden nach der OP sind natürlich unangenehm, was auch darauf ankommt, wie Du die VN verträgst. Ich hab darauf Fieber bekommen, aber das war am nächsten Tag schon wieder weg.
Ich habe für diese Zeit ein paar Tips bekommen, die mir sehr gut geholfen haben. NICHT HINLEGEN die ersten Stunden nach der OP. Dadurch wird - so sagte man mir - der Blutabfluss gehemmt und dann gibts erst recht dicke Backen. Leg Dir auch genügend Kühlbeutel bereit, ich konnte damit die berüchtigten Schwellungen fast vollständig verhindern. Kühlen wohlgemerkt - nicht einfrieren! Für genügend Ablenkung sollte natürlich auch gesorgt sein. Ich kam so nach ewig langer Zeit endlich mal wieder dazu, ein Buch zu lesen.
Die ganze Behandlung ist im Grunde genommen gar nicht schlimm, aber ich hab das natürlich vorher auch nicht geglaubt. Ich brauchte danach nicht eine einzige Schmerztablette! Und nach ein paar Tagen, spätestens aber, wenn die Fäden rauskommen, ist die Angelegenheit eh so gut wie vergessen. Mach Dir keinen Kopf, spätestens übernächstes Wochenende hast Du dafür eh nur noch ein müdes Grinsen übrig.
felgenkauer
PS: Vor meiner OP hab ich mir hier viel zu viele Mutkekse zusammenstibizt, und jetzt hab ich noch einen ganzen Sack voll davon rumstehen. Ich hoffe, die sind nocht gut! <rüberschieb>
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)