Erfahrungspunkte:
) und komme aus Hessen,falls noch etwas von Relevanz ist sind Fragen erwünscht. Naja zum Theme, wie ihr euch denken könnt bin ich selbst auch Angstpatient was den Zahnarzt betrifft. Dies liegt wahrscheinlich an meinen schlimmen Erinnerungen aus meiner Kindheit. Bereits mit knapp 5 Jahren begann das Elend, zugleich mit dem Tod meiner Mutter im 3. Lebensjahr die ersten Erinnerungen die ich an mein Leben habe... Bevor bei mir die Milchzähne ausfielen, gingen schon die ersten Zieherreien los, ohne Betäubung und bei jedem Mucks den ich von mir gab mit Schmerzen. Meine damalige Zahnärztin war einfach nur grausam und mein Psychologe ist der festen Überzeugung sie sei größtenteils Schuld an meiner panischen Angst. Sie zog mir die Milchzähne mit dem Argument sie müsse Platz für die bleibenden schaffen und die Milchzähne wären einfach zu verfault. Habe als Baby und Kind leider sehr viel süßen Saft zu trinken bekommen das meine Zahnentwicklung natürlich dementsprechend schädigte. Somit weiß ich leíder nicht ob das begründet war oder nicht, nur das ich es einfach nur grausam in Erinnerung habe. Als ich so langsam in die Pupertät kam sagte sie mir mal sie habe das zur Abschreckung gemacht, damit ich und meine Eltern bzw Großeltern sehen was passiert wenn es so weiter geht. Daraufhin wechselte ich zum anderen Arzt in der Praxis. Diesen fand ich nun seit Jahren recht in Ordnung, ich hatte zwar immer meine Angst aber er wusste genau wenn es brennt bzw in diesem Falle zwickt :-D, dann werde ich mich schon auf den Weg machen und so war es auch. Durch meine Angst war ich zwar auch gute 5 Jahre nicht mehr, kümmerte mich auch nicht allzu sehr um das Thema und redete mir immer ein es würde schon alles gut werden bzw bleiben. Ende letzten Jahres gingen dann die Probleme los, immer stärker werdende Schmerzen sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite. Es dauerte nicht lang, anfang november war es, da brach der letzte Backenzahn in 2 und es blieb nur noch knapp die Hälfte. Ab da begann die Panik, was tun und wohin damit. Habe es fast 4 Wochen mit mir herum getragen und musste mich dann Anfang doch mal wieder bei meinem ZA melden, die ersten 2 Termine sagte ich rigoros ab, jedesmal am Morgen des Termins und meist eine bis eine halbe Stunde vorher, weil dann die Nerven mit mir am meisten durchgehen. Naja sobald die Schmerzen unerträglich werden schleppe ich mich dann doch immer mal hin und bisher war ich auch wieder gut in Behandlung und schien meine Panik zumindest ein wenig überwunden zu haben. Angst und böse Vorstellungen hatte ich bei jedem Besuch doch es wurde besser, da er mir das Gefühl gab mir zuzuhören und meine Angst und Panik zu verstehen. Zumindest bis zum gestrigen Tag
... Davor sollte ich noch erzählen das ich am Samstag beim zahnärztlichen Notdienst war, da der linke untere letzte Backenzahn sehr schmerzte, ich die Nacht damit verbrachte mich ausnahmslos von XXX und kalten Wasser zu ernähren, da dies die einzige Linderung waren. Diagnose war der Zahn ist tot und es hätte sich eine Zyste unter der Wurzel gebildet, dies war der erste Schock, jedoch merkte die Zahnärztin schnell das ich zur Zeit an Mundsoor leide, bedingt durch eine Immunschwäche, die ich durch meine Ziehung des letzten Weisheitszahn davon trug und riet mir dringend davor ab diesen Zahn ziehen zu lassen bevor der Pilz abgeheilt ist. Sie ließ den Zahn offen und am Montag suchte ich meinen Zahnarzt auf, mit der Bitte am nächsten Morgen nochmal vorbei zu schauen, das er sich das dann mal anschaut und man ihn vielleicht nochmal provisorisch verschließen könne. Am Montag willigte er auch noch ein, auch auf die Bitte nicht direkt zu ziehen wegen der Infektion, darauf sagte er ja ist kein Problem wir schauen mal wie wir das am besten machen. Gestern morgen bin ich also zuversichtlich meinen Zahn noch ein paar Tage behalten zu können hin und wollte halt nur das er falls der Druck weg ist für diese Woche nochmal geschlossen würde und dann Anfang nächster Woche (nach Rat mit meinem Hausarzt) den Termin anzusetzen.... Ende vom Lied ist ich habe meinen Zahn nicht mehr, ich wurde nicht mal gefragt, die Spritze wurde gesetzt und ich dachte er würde den Zahn nochmal säubern oder vielleicht noch ein wenig weiter öffnen um zu schauen was da los ist und auf einmal hatte er die Zange in der Hand ... Aphatisch und völlig unter Schock ließ ich es mir gefallen nur habe ich jetzt das Problem, dass das Vertrauen natürlich entschwunden ist und ich kaum glaube das ich das nochmal wiederfind
... Hinterher sagte er mir er hätte ihn sowieso raus holen müssen und ob heute oder nächste Woche wäre doch egal, aber das ist es meiner Meinung nach ganz und gar nicht. Er weiß ja wie viele Gedanken ich mir mache, das ich 2 - 3 Tage mit einer offenen Wunde herum laufen muss und alle 15 - 30 Min panische Angst bekomme das sich die Pilzinfektion ihren Weg in die Wunde bahnen wird und vielleicht alles noch schlimmer macht

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »perdita« (1. Februar 2012, 06:06)
und eine große Tüte Mut
für deinen nächsten Termin, sei es bei deinem alten oder einen neuen ZA:

geschafft
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schön das ich damit nicht alleine da stehe, ich werd mich nachher mal umschauen nach einem neuen in meiner Umgebung, die Notärztin bei der ich war, ist ja auch in meiner Heimatstadt und da fühlte ich mich eigentlich recht wohl. Ich spiele schon seit gestern Abend mit dem Gedanken bei ihr einfach mal anzurufen, meine Lage zu schildern und darauf zu hoffen das ich vielleicht mit ihr nochmal reden könnte. Sie kam mir recht nett und fürsorglich vor, sie bemerkte auch so sofort das ich da recht panisch reagiere und machte mir auch gleich Mut das mein Mund ja noch nicht so schlimm aussähe wie ich mir das selbst ausmale. Nach der letzten Nacht muss ich dir da auch zustimmen, ich denke zu meinem alten werde ich auch nicht mehr gehen außer vielleicht das ich mich vielleicht nochmal aus persönlich aus der Praxis abmelde mit dem Hinweis das man so nicht mit seinen Patienten umgehen solle. Jetzt geh ich mit der Angst zwar wieder auf dem Zahnfleisch ( welch ein Wortspiel
). Hab eben mit meinem Therapeuten mal telefoniert nachdem ich deinen Post gelesen hatte, denn das wusste ich gar nicht das die Möglichkeit eventuell auch bestünde das er mich begleitet und er sagte mir gleich zu, das zum Kontrolltermin entweder beim alten oder das er zu einer Erstberatung zu einem neuen gerne mitkommen würde :-). Der Tip hat mir definitiv schon mal weiter geholfen
. Ich hatte mich letzte Nacht schon mal ein bisschen durchs Foru gelesen und seitdem bin ich auch schon wieder ein wenig beruhigt, ist echt eine tolle Sache das es sowas gibt
. Ich finde das auch schon immer sehr beruhigend mit Leidensgenossen in Kontakt zu stehen und mein Therapeut sagte auch das sei eine ganz gute Möglichkeit Spannungen abzubauen.
beruhigt und freut mich sehr das jemand geantwortet hat, vielleicht kann ich mich ja mal revanchieren.
Da geb ich dir Recht.

geschafft
wahnsinn
Kopfschütteln. Hammer was manche sich rausnehmen.
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Gell, ich finde es auch wahnsinn wieviel Courage man durch dieses Forum hier bekommt. Echt Hammer
Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten und morgen auch nochmal posten wie es mit meiner Angst vor Freitag aussieht. Hätte ich nie geglaubt das man mit so ein paar Zeilen doch soviel Druck abbauen kann![]()


geschafft