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Hamburger

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1

Mittwoch, 23. November 2011, 11:18

Jetzt will ich es auch angehen

Hallo liebe Forumsmitglieder,

vor gar nicht so langer Zeit bin ich zufällig auf dieses Forum gestoßen. Es war mir (wie bestimmt auch einigen anderen) gar nicht bewusst, dass es so viele Menschen mit ähnlichen Problemen gibt wie ich sie habe. Seit einigen Wochen/Monaten denke ich immer stärker, dass es so nicht weitergehen kann. Das heisst genau genommen weiss ich es ja schon lange, aber das Problem ist doch, es auch anzugehen und umzusetzen. Vielleicht ist das in der Psyche ja ähnlich gelagert wie mit dem Rauchen: Jeder Raucher (ich auch) weiss, dass es nur Nachteile hat, schafft es aber trotzdem nicht oder tut sich schwer damit aufzuhören. Aber ich schweife ab, möchte mich nun mal kurz vorstellen:

Ich bin 43 Jahre alt und komme aus Hamburg. Mir ist völlig bewusst, dass an meiner Situation nur ich selbst schuld bin und sonst niemand anderes. Aber das macht alles nicht wirklich einfacher, im Gegenteil fühle ich mich eher erbärmlich und schäme mich für mich selbst und mein Verhalten. Meine schlechten Erfahrungen gehen wie bei vielen zurück in die Kindheit. Ich hatte einen ziemlich fiesen (zumindest betrachtete ich den als ca. 10 bis 12-jähriger so) Zahnarzt, ein recht alter Mann, der immer mit Sprüchen rüberkam wie "Na, nun stell Dich nicht so an" oder so. Als ich einmal Zahnschmerzen hatte, sagte er nur da wäre nichts, ich solle nach Hause gehen. War glaube ich das letzte Mal, dass ich bei dem war. Dann habe ich noch ein paar Anläufe bei Zahnärzten unternommen, die in meiner Erinnerung aber alle insgesamt nicht sehr gut verliefen.

Ein Zahnarzt, ich war wohl so 20-25, hat mir diese lange Nadel von der Wurzelbehandlung ziemlich tief in den Hals fallen lassen. Danach ging ich nicht mehr zu dem. Beim nächsten Zahnarzt (ich muss so 30 gewesen sein) war ich sogar 2-3 mal. Weiss gar nicht mehr so genau, warum ich dann nicht mehr hingegangen bin, vermutlich wegen zu großer Schmerzen bei der Behandlung. Manchmal wirkten die Betäubungen nicht oder nur kaum. Mein letzter ziemlich traumatischer Besuch beim Zahnarzt war vor zimlich genau 5 Jahren. Ein Backenzahn schmerzte so unglaublich (leichte bis mittlere Schmerzen halte ich aus, da habe ich mich dran gewöhnt) und nichts konnte das lindern. Da bin ich direkt nach der Arbeit zum nächstbesten Zahnarzt (ich sah ein Schild auf dem Weg) gefahren. Und klar musste der Zahn gezogen werden. Aber es hat fast zwei Stunden gedauert, der Arzt hat sich förmlich mit den Füßen bei abgestützt, um mehr Kraft zum Ziehen zu haben und immer wieder gegraben und gegraben, weil der Zahn nicht zu packen war. Solche Schmerzen kannte ich vorher nicht. Danach habe ich mir gesagt: "Das machst Du nicht noch einmal mit !"

Aber nun ja, das ist jetzt 5 Jahre her und ich konnte mich nun selbst überzeugen, dass das wohl kein sehr guter Zahnarzt gewesen sein kann. Es muss ja heute auch andere Arten der Beäubung geben, zur Not eben Vollnarkose. Jetzt bin ich an einem Punkt wo ich das alles nicht mehr will, Ihr wisst wovon ich rede: Gelegentliche Schmerzen mit Medikamenten bekämpfen, die dann auf den Magen schlagen, bestimmte Sachen nicht mehr oder nur sehr sehr vorsichtig essen zu können, immer darauf zu achten den Mund beim Reden oder gar Lachen zu verstecken und so weiter. Nicht einmal der vor ca. einem Jahr abgebrochene Schneidezahn hatte mich veranlasst zum Zahnarzt zu gehen. Auch nicht mein 4-jähriger Sohn, der letztens bemerkte: "Papa, Dein Zahn ist ja kaputt, Du musst zum Zahnarzt". Ich habe nur abgewiegelt, meine Frau meinte noch zu ihm: "Papa macht das bald, wenn er genug Geld hat. Denn das ist ganz schön teuer, wenn soviele Zähne kaputt sind." Meine Frau wusste von meiner Angst, auch wenn wir bis dahin so direkt nicht drüber gesprochen hatten. Ich, der doch ein Vorbild für die Kinder sein soll und will, habe mich dann so erbärmlich gefühlt. Trotzdem habe ich am nächsten Tag keinen Termin gemacht, ich traute mich einfach nicht. Das Geld ist zwar auch ein Hinderungsgrund, aber nicht DER Grund. Aber nun hat es kürzlich auch meine Kauseite erwischt. Nicht richtig essen zu können ist schon ziemlich besch... Und dann die ganzen Schmerzmittel auf oftmals nüchternen Magen...

So kann und darf es nicht weitergehen ! Ich will es jetzt endlich angehen und vor allem auch durchziehen !! Ich merke zwar, dass tief in mir noch Zweifel sind, ob ich das alles durchstehen kann, aber ich bin zumindest froh, dass ich den ersten Entschluss es anzugehen nun getroffen habe. DEN einen Antriebsgrund gibt es nicht, es ist wohl ein Mischmasch aus dem, was ich beschrieben habe. Und ich habe aus zwei Dingen Mut geschöpft: Erstens die Erzählungen von Menschen in diesem Forum, die ganz offensichtlich noch eine größere Zahnarztangst haben als ich. Ich habe mir gesagt: "Verglichen mit Anderen, die es dann auch gewagt und geschafft haben, bist Du ja gar kein so hoffnungsloser Fall." Und zweitens meine Frau, die kürzlich von ihrem neuen Zahnarzt (nach Umzug) schwärmte. Verglichen mit dem sei ihr alter Zahnarzt wirklich mies (obwohl der soo schlecht wohl nicht war). Um mir Mut zu machen erwähnte sie auch noch, dass sich nun eine Bekannte (mit ähnlicher Angst) eine Vollprothese unter Vollnarkose für rund 2.500,-- EUR habe machen lassen. Und ich dachte, hey das ist ja sogar bezahlbar.

Gestern Abend habe ich meinen Mut zusammengenommen und mit meiner Frau direkt über dieses Thema gesprochen. Sie wusste wie gesagt von meinen Ängsten, aber so direkt hatten wir nocht nicht darüber gesprochen. Es tat wirklich gut und ich habe sie gebeten, bei ihrem Zahnarzt einen Termin für mich zu machen. Eben rief sie an: Am Montag um 17 Uhr 30 habe ich einen Termin ! Da ich derzeit auch etwas Zahnschmerzen habe, was sie erzählte, ging es wohl recht schnell. Die Zahnschmerzen sind allerdings nicht soo schlimm und allein hätten sie mich in dieser Stärke nicht zum Zahnarzt gebracht. Aber was erzähle ich, ich bin ja noch nicht mal da...

Nun ja, ich bin jetzt zumindest ein ganz klein wenig stolz diesen allerersten Schritt gemacht zu haben. Und als eine Art weitere persönliche Motivation habe ich nun diesen thread erstellt, es hilft mir hoffentlich auch am Montag hinzugehen und vor allem auch danach dran zu bleiben. Auch tat es ganz gut sich mal alles von der Seele zu schreiben. Ich möchte wirklich kein Mitleid oder so, denn das ist auch überhaupt nicht angebracht, da an meiner Situation nur Einer Schuld ist und zwar ich selbst. Wie heisst es so schön: "Jeder ist seines Glückes Schmied." Mut machen ist allerdings erlaubt und erwünscht.

So, jetzt bin ich fürs Erste fertig und hoffe ich habe nicht zuviel und vor allem zu wirr geschrieben. Ich wünsche allen hier noch einen schönen Tag und vor allem die Kraft, das was sie sich vorgenommen haben in die Tat umzusetzen.

Viele Güße

Der Hamburger
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22.11.2011: Termin beim ZA für den 28.11.2011 machen lassen.
23.11.2011: Anmeldung im Forum.
24.11.2011: Behandlung beim ZA ohne Termin. Alles gut.
25.11.2011: Termin auf den 15.12.2011 verschieben lassen, da 28.11.2011 nur "Zwischentermin"
13.12.2011: Selbst (!) beim ZA angerufen und Termin wegen Grippe auf den 09.01.2012 verschoben.
09.01.2012: ZA-Termin: Bestandsaufnahme
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Puhu78

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2

Mittwoch, 23. November 2011, 14:00

Hallo Hamburger!

Erst einmal: Herzlich Willkommen hier von einer, die schon über ein Jahr still mitgelesen hat und auch viel Kraft aus diesem Forum gewonnen hat :]

Du kannst nicht nur "ein ganz klein wenig" stolz auf Dich und Deinen Mut sein, Du solltest richtig und ganz doll stolz sein, mit Deiner Frau gesprochen zu haben und auch gleich einen Termin vereinbart haben zu lassen! :thumbsup:

Und nun, schieb die schlechten Erinnerungen an die Vergangenheit ganz ganz weit weg und geh am Montag zu diesem ersten Termin. Auch mit einem wahnsinnig schlechten Gefühl so in der Magengegend, denn das ist normal für uns und das kennt auch wohl jeder Angsti nur zu gut. Wichtig ist jetzt hinzugehen und Dir zeigen zu lassen, dass ein Zahnarztbesuch zwar kein Spaziergang, aber dennoch auszuhalten ist.

Für Montag drück ich Dir feste die Daumen und feuer Dich doch auch gleich ein wenig an :duschaffstdas: :goodluck: :anfeuern:

Viele Grüße,
Puhu
07.10.10 1. Termin nach über 15 Jahren ;(
27.10.10 meine allererste PZR :S
05.11.10 Füllungen BZ 8):
11.11.10 zwei BZ Ex ;(
23.11.10 Füllungen Frontzähne OK - schick :D
26.11.10 Füllungen BZ OK
FERTIG 2010 :D
13.10.11 jährl. Kontrolle & PZR ?(
27.10.11 Füllung BZ & Paro OK 8):
04.11.11 Paro UK 8):
10.11.11 Überpolieren :D
FERTIG 2011 :anbet:
16.11.11 komisches Gewächs am Zahnfleisch OK ... oh toll, 'ne Fistel 8| ?(
22.11.11 Kontrolle
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Clownfisch

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3

Mittwoch, 23. November 2011, 17:11

Hallo Hamburger,

dein erster Schritt ist getan und darauf kannst du echt stolz sein.
Und schon einen Termin beim ZA gemacht und du wirst sehen wie gut es dir danach geht.

Wünsche dir auf deinem Weg alles gute und du wirst es mit dem richtigen ZA schaffen.

Gruß Clowni
1.6.2011 Anmeldung im Forum
1.7.2011 Erster Termin beim ZA
13.7.2011 PZR + Röntgen
10.8.2011 Narkosebesprechung
23.8.2011 OP unter VN 14 Zähne ex ;(
24.8.2011 Kontrolle

25.8.2011 Abdrücke für das Provi
29.8.2011 Anprobe der Provi
31.8.2011 Fädenziehen und Provi rein
14.9.2011 Besprechung Zahnersatz :rolleyes:
7.10.2011 Beschleifen der Zähne im OK
10.10.2011 Abdrücke
12.10.2011 Beschleifen der Zähne im UK
01/2012 - FERTIG
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Sanni78

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4

Mittwoch, 23. November 2011, 17:36

Hey Hamburger,
toll, dass du den Weg hierher gefunden und sogar schon einen Termin ausgemacht hast. Denk immer daran, dass es nur
noch besser werden kann und du bald mit einem Lachen in die Zukunft blickst.
Das Forum und vor Allem deine Familie stehen hinter dir und werden dir sicherlich ganz viel Mut machen.
Hier schonmal die ersten Mutpuschel ;)
:puschel2: :anfeuern: :puschel2: :anfeuern:
24.06.11 Anmeldung im Forum
25.06.-03.07. Mail verschickt
12.07.11 Beratungsgespräch
19.07.11 PZR

23.08.11 . OP Termin unter VN

30.08.11 Fäden gezogen
13.09.11 Adrücke fürs Provi
16.09.11 Provi rein

15.01.12 alles fertig :]
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Panikangie

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5

Mittwoch, 23. November 2011, 22:52

Hallo Hamburger,
von mir auch noch ein herzliches Willkommen in unserer Gemeinschaft der Angsthasen. :rolleyes:
Du kannst voll Stolz auf Dich sein, den ersten Termin schon in der Tasche und offen über die Angst reden können. :thumbsup:
Jetzt kann es nur noch für Dich vorwärts gehen. Dein Wille und Entschlusskraft alles anzugehen, ist schon der richtige Weg.
Falls Du doch mal Fragen oder Probleme hast, hier findest Du sicherlich immer einen Ansprechpartner der Dir weiterhelfen kann.

Dann drücke ich Dir für Montag erstmal ganz fest die Daumen. :goodluck:
Bin mir ganz sicher Du schaffst das!!!! :duschaffstdas: :duschaffstdas:

Liebe Grüße ;)
Angie
:anfeuern: :anfeuern: :anfeuern: :anfeuern: :anfeuern: :anfeuern:
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Hamburger

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6

Donnerstag, 24. November 2011, 15:18

Jetzt bin ich doch ein wenig mehr stolz auf mich...

Hallo Ihr Lieben,

erstmal vielen vielen Dank für die netten Worte und das Mut zusprechen. Ich hab Eure Antworten gleich heute früh gelesen, das baut einen echt auf ! Es war wirklich eine gute Entscheidung sich hier im Forum anzumelden. :)

Gestern Abend plagten mich noch Zahnschmerzen, erste Schmerztablette früh abends hat nicht wirklich geholfen, musste dann nachts noch Eine nehmen. Dann war wieder Alles gut, aber eingeschlafen erst so gegen 1-2 Uhr. Und um 5 ging der Wecker, dann heute auch noch Dienst, d.h. 6 Uhr 30 bis 18 Uhr. Puuhhh ! Okay, mit längerer Pause. Und die habe ich auch genutzt. Aber der Reihe nach: Hatte heute morgen noch eine Schmerztablett genommen und auch keinerlei Schmerzen mehr, aber dachte mir das kanns ja nicht sein: Die Höchstdosis für die Tabletten erreicht oder knapp überschritten, der Magen dürfte sich auch bald melden, müde... So kann es nicht weitergehen !

Also habe ich kurzentschlossen nach Zahnärzten in der Nähe meiner Arbeit gesucht und bin in der Mittagspause einfach zu einem hingegangen. Praxis sah sehr nett aus und auch die Empfangsdame war nett. Aber beide Ärzte dort gerade in einer längeren Sitzung, es könne sehr lange dauern. Mist, dafür reicht die Mittagspause nicht. Aber ich bin doch nicht soweit gekommen, um jetzt einfach aufzugeben. Die nette Empfangsdame meinte nen Stück weit die Straße hoch ist noch ein ZA (gibt echt sehr viele in der Hamburger Innenstadt). Also ich zu dem hingegangen, auch wenn ich über die Praxis nichts gegooglet hatte. Ich dachte mir egal, wird schon gehen. Und wenn ich jetzt kneife, was ist dann beim nächsten Termin ?

Die Praxis war nicht so schön wie die erste, alles etwas älter, sehr klein. Mein Gefühl war nicht so gut wie bei der ersten, aber nun ja. Dort hatte der Arzt (45-50) aber etwas Zeit, auch wenn es ihm nicht so richtig passte. Ich erzählte nämlich von meinen Schmerzen und dass die Wirkung der Tabletten bald nachlassen würde. Vielleicht hatte er ja auch etwas Mitleid und so nahm er mich kurz vor seiner Mittagspause noch dran. Mit Kälte gleich den Übeltäter lokalisiert (der äußerste Backenzahn unten links) und die Betäubungsspritze gesetzt. Warten. Dann erklärte er dass er die alte Füllung rausnehmen müsse, also bohren. War ja klar dachte ich mir, also los. Ich hatte mich nur kurz bemerkbar gemacht und er hörte gleich auf. Nochmal zwei Spritzen und wieder 2-3 Minuten warten. Nun ging es los und wirklich Schmerzen hatte ich dabei nicht. Klar war es unangenehm, aber weniger schlimm als die Zahnschmerzen, und die sind länger ! Nachdem er die alte Füllung entfernte und alles säuberte, hat er ein Medikament (ich hab was von "Leder" verstanden) reingetan und eine provisorische Füllung. Er sagte es müsse sich jetzt erstmal alles erholen und dann könne der Kollege (hatte ihm ja erzählt, dass ich nicht bei ihm bleiben werde) eine Wurzelbehandlung machen. Nach der Behandlung erschien er mir viel lockerer, aber vielleicht ja auch nur, weil ich lockerer war. :)

Nach insgesamt einer halben bis dreiviertel Stunde war ich dann raus. Natürlich noch alles betäubt, aber mit einem Hochgefühl. Jetzt, zwei Stunden später sitze ich hier auf der Arbeit und bin doch etwas stolz auf mich ! Nun braucht meine Frau morgen wahrscheinlich nicht schimpfen, dass sie die halbe Nacht nicht schlafen konnte, weil ich so rumgewühlt habe... :D

Ich denke ich werde den Termin am Montag (der ZA an meinem Wohnort, ca 40km von hier) verschieben. Das war nämlich nur so ein "Zwischentermin" (wegen meiner Schmerzen) bei dem es hieß ich solle Zeit mitbringen. Regulärer Termin wäre erst Mitte Dezember gewesen, aber dann hat der Arzt garantiert auch mehr Zeit für mich. Ich glaub aber ich werde das Alles jetzt erstmal sacken lassen und morgen entscheiden.

Nun ist das schon wieder so ein langer Text geworden. Aber das musste ich jetzt loswerden...

Viele liebe Grüße

Der Hamburger
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22.11.2011: Termin beim ZA für den 28.11.2011 machen lassen.
23.11.2011: Anmeldung im Forum.
24.11.2011: Behandlung beim ZA ohne Termin. Alles gut.
25.11.2011: Termin auf den 15.12.2011 verschieben lassen, da 28.11.2011 nur "Zwischentermin"
13.12.2011: Selbst (!) beim ZA angerufen und Termin wegen Grippe auf den 09.01.2012 verschoben.
09.01.2012: ZA-Termin: Bestandsaufnahme
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Clownfisch

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7

Donnerstag, 24. November 2011, 18:49

Hy

Wow was soll ich da sagen, so mutig wäre ich nie gewesen einfach zu einem ZA zu gehen. ;(
Deshalb freue ich mich für dich das du durch das Forum es geschafft hast deinen Zahnstatus zu verbessern. :D
Und du wirst jetzt jedesmal etwas mehr an Lebensfreude wieder bekommen.

:thumbsup: :thumbsup: :bravo: :thumbsup: :thumbsup:

Gruß Clowni
1.6.2011 Anmeldung im Forum
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25.8.2011 Abdrücke für das Provi
29.8.2011 Anprobe der Provi
31.8.2011 Fädenziehen und Provi rein
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Hamburger

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8

Freitag, 25. November 2011, 12:17

Hi Clownfish,

danke für die netten Worte. Vor zwei Wochen hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das einfach so mache. Aber wahrscheinlich hat es auf irgendeine Art bei mir im Kopf "Klick" gemacht. Anlaß waren im Prinzip ja auch die Schmerzen, die ich zu dem Zeitpunkt zwar nicht hatte von denen ich aber wusste, dass sie wiederkommen würden.

Mein "Geheimrezept" war, dass ich mir einfach die drei für mich wichtigsten Punkte wieder ins Gedächtnis gerufen habe:
1. Immer wieder Schmerzen zu haben und meine Gesundheit dann mit Schmerzmittel zu versauen.
2. Nicht mehr so richtig und Alles essen zu können.
3. Es belastet nicht nur mich, sondern auch meine Familie !

Ich denke auch, dass 3 gute Gründe reichen. Mit zuvielen verwirrt man sich nur. Jemand Anderes nimmt an Punkt 2 oder 3 vielleicht die Ästhetik, also wieder lachen zu können etc. oder was auch immer in welcher Reihenfolge. Für mich zwar auch wichtig, aber eben nicht in den Top 3.

Vor allem Punkt 3 hat dann glaube ich den Ausschlag gegeben. Ich bin eigentlich ein Mann, der voll im Leben steht und es soweit auch immer gut geschafft hat alle Probleme zu meistern. Nur bei diesem Thema kneife ich und gebe auf ? NEIN ! NICHT MEHR !

Gestern Abend habe ich natürlich meiner Frau berichtet. Sie meinte davor schon ich sehe gut aus (na wer hört das denn nicht gern...), was wohl das nicht mehr schmerzverzerrte Gesicht war. Und sie erwähnte noch wie froh sie sei nun nicht mehr drei Kinder zu haben. Unsere beiden (4 und 11) führen nämlich gerade eine Art "Machtkampf" mit jeder Menge Eifersucht. Ich war natürlich noch mehr bestärkt nicht nur das Richtige, sondern das einzig Mögliche/Vernünftige getan zu haben.

Und so soll es auch weitergehen. Ich bin fest entschlossen es dieses Mal bis zum Ende durchzuziehen. ich vermute zwar fast, dass noch einmal der Tag kommt, an dem ich nicht mehr weitermachen will. Aber wenn, dann ruf ich mir meine Gründe wieder ins Gedächtnis und guck mir an, was ich hier geschrieben habe. Dazu soll ja dieses "Tagebuch" auch dienen. Und vielleicht macht es ja auch anderen Mut so wie ich ihn aus anderen Beiträgen geschöpft habe. Respekt wie sich Menschen mit wirklich ausgeprägter Zahnarztphobie (ich dachte ja früher meine wäre schlimm, aber es geht doch noch deutlich schlimmer) ihrer Angst stellen und eine Behandlung angehen.

Genau genommen ist das hier gar kein Forum von Angsthasen, sondern von wirklich mutigen Menschen. Mut ist ja nicht irgendetwas zu tun wie z.B. zum ZA zu gehen. Mut ist, wenn man Angste vor etwas hat, es aber trotzdem tut, weil man weiss, dass es das Richtige ist !

Viele Grüße
Der Hamburger
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22.11.2011: Termin beim ZA für den 28.11.2011 machen lassen.
23.11.2011: Anmeldung im Forum.
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25.11.2011: Termin auf den 15.12.2011 verschieben lassen, da 28.11.2011 nur "Zwischentermin"
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Babingo

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Freitag, 25. November 2011, 21:49

Hallo Hamburger,

Dein bisher gegangene Weg ist wirklich gigantisch und Du hast allen Grund nicht nur ein wenig Stolz auf Dich zu sein, sondern sogar Megastolz. Hast echt einen rasanten Start hingelegt und ich drücke Dir für Deinen weiteren Weg beide Daumen.

Zitat

Genau genommen ist das hier gar kein Forum von Angsthasen, sondern von wirklich mutigen Menschen. Mut ist ja nicht irgendetwas zu tun wie z.B. zum ZA zu gehen. Mut ist, wenn man Angste vor etwas hat, es aber trotzdem tut, weil man weiss, dass es das Richtige ist !
........so sehe ich das auch, nur darf man eines dabei nicht ganz vergessen. Der Mut entsteht aus der Gemeinschaft hier. Glaubte ich z. B. vorher echt allein mit meiner Angst zu sein. Beim Lesen hier im Forum kann man so viel Mut schöpfen und irgendwann sagt man zu sich selbst "Das schaffe ich auch!".

Mut ist, wenn man sich seinen Ängsten stellt............eben weil man weiß, dass es das Richtige ist.
Mut ist, einfach weiter zu machen, auch wenn man ganz unten angekommen ist.
Mut ist, Rückschäge nicht als Grund zur Aufgabe zu sehen, sondern zu sagen "Jetzt erst recht!".
Mut ist, darüber zu sprechen was einen bewegt.

Und irgendwann erntet man den Lohn für seinen Mut: Ein Stolzgefühl, welches einfach nicht mehr zu toppen ist.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, mach weiter so...............bin schon sehr auf Deine weiteren Berichte gespannt!

LG
Babingo
.....seit 22.06.2011 auf der Zielgeraden :] :froehlich:
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Hamburger

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10

Montag, 9. Januar 2012, 11:23

Heute ist es soweit: Mein erster richtiger Termin seit Jahren !

Hallo liebe "Mit-Angsthasen",

ich habe mich ja hier im Forum eine ganze Weile nicht mehr gemeldet. Das lag wohl daran, dass der ZA-Termin noch so weit weg schien und ich ihn einfach aus meinen täglichen Gedanken verdrängt hatte. Denn den Termin am 15.12.2011 musste ich wegen einer Grippe leider auf den 09.01.2012 verschieben. So angeschlagen und überhaupt nicht bei Kräften wollte ich da nicht hingehen. Aber nun ist die Zeit natürlich vergangen und mein neuer Termin ist: Heute um 16 Uhr 30 !

Mir ist ziemlich mulmig in der Magengegend, auch wenn ich noch immer weiss, dass es das Richtige ist. Ich weiss ja nicht genau wie es Anderen geht, aber für mich ist es offensichtlich nicht gut, wenn die Zeit bis zum Termin so lang ist. Ich kann mir dann wieder einreden, dass es auch ohne ZA geht. Ich habe ja keine Schmerzen und Alles ist gut... Mein Verstand sagt mir natürlich, dass das nicht so ist, aber irgendein Teil in mir scheint trotzdem dieser Meinung zu sein. Nun ja, ich habe letztes Jahr ja schon geahnt, dass es kurz vor dem Termin so oder so ähnlich sein würde. Die Euphorie, die ich nach meinem außerplanmäßigen ZA-Besuch hatte, ist gößtenteils weg. Ich glaube vor vier Wochen wäre es mir leichter gefallen. Aber jetzt...

Ich bin jetzt froh, dass ich dieses Tagebuch hier angefangen habe. Es bestärkt mich wieder etwas und ich bin auch weiterhin entschlossen das durchzuziehen. Ich muss nachher wohl einfach nur meinen Mut zusammennehmen und mir wieder vor Augen halten, warum ich das angegangen bin...

Liebe Grüße
Der Hamburger
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22.11.2011: Termin beim ZA für den 28.11.2011 machen lassen.
23.11.2011: Anmeldung im Forum.
24.11.2011: Behandlung beim ZA ohne Termin. Alles gut.
25.11.2011: Termin auf den 15.12.2011 verschieben lassen, da 28.11.2011 nur "Zwischentermin"
13.12.2011: Selbst (!) beim ZA angerufen und Termin wegen Grippe auf den 09.01.2012 verschoben.
09.01.2012: ZA-Termin: Bestandsaufnahme
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Panikhexchen

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11

Montag, 9. Januar 2012, 13:07

Hallo Hamburger,

du hast ja was geschafft sei stolz darauf und deinen heutigen Termin schaffst du auch ganz bestimmt.
Mit jeden Schritt den du machst ist dein eigener Erfolg!

Ach ja und überings auch ein Herzliches Willkommen von mit


Drücke dir die Daumen das schaffst du!!!!!



:] lg
Panikhexchen
Seit 12.12.2011 Richtung Ziel unterwegs !!!! :)
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elc

Moderator

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Wohnort: Niedersachsen

12

Montag, 9. Januar 2012, 15:45

hey,

ich drück dir auch ganz fest die daumen, wirst das packen, ganz sicher.

ich finde, du trittst deiner angst wirklich mutig entgegen.

*tschakka*
www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11

"Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende." - Demokrit
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rinchen

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Beiträge: 265

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Südpfalz

13

Montag, 9. Januar 2012, 17:44

schätze mal du hast es schon hinter dir?!?!

Ich hoffe für dich das es nich allzu schlimm war ;(

Aber ich bin mir sicher du hast es geschafft :]
30.12.11 erster Termin in Angstklinik, der ne rießige Liste machte und uns sehr teuer vorkam
12.01.12 Zweitmeinung bei einer Zahnärztin
16.01.12 PZR 10:00
19.01.12 meine allerste WZKB am 23.01 Mediwechsel
30.01.12 WZK gefüllt - dabei 4.Kanal entdeckt
13.02.12 Kunststofffüllung
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zypresse

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Wohnort: in der Bremer Umgebung

14

Montag, 9. Januar 2012, 22:32

Hallo Hamburger,

ja, kann ich nachvollziehen, was du schreibst. Das geht mir auch immer so. hab Ende Dezember meinen Termin für eine Krone gemacht - meine erste - also weiss ich nicht genau, was auf mich zukommt. Ich hab erst 6 Wochen später, also Mitte Februar den Termin bekommen. Und jetzt rückt er ganz ganz langsam immer näher. Aber er ist noch Zeit genug, um mir immer wieder Gedanken zu machen. Grade heute mach ich mich total verrückt, weiss selbst nicht warum. Deine Vermutung, dass ZA-Besuche leichter fallen, wenn die Termine dichter aufeinader fallen, kann ich bestätigen. Dass ist das fast sowas wie "Gewohnheit". Wenn man so lange warten muß, ist das wieder so ungewohnt alles.

Ich hoffe, du hast deinen Termin gut überstanden und alles ist gut gegangen?

glg
Zypresse
Die Angst steht vor der Tür - das Vertrauen öffnet ihr :knuddel:
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Hamburger

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Wohnort: Hamburg

15

Dienstag, 10. Januar 2012, 15:21

Hallo zusammen,

ich war gestern dort. Hätte mir auch nicht verziehen, nicht zum Termin gehen. Mir war schon mulmig, aber da der ZA ja nicht "arbeiten" würde, fiel es mir etwas leichter. Nun ja, ich bin positiv überrascht. Das Praxisteam supernett und auch der Arzt scheint sehr verständnisvoll, keinerlei Vorwürfe oder dergleichen, auch nicht unterschwellig. Bis jetzt glaube ich die richtige Wahl getroffen zu haben, aber das wird sich wohl zeigen.

Aber doch etwas erstaunt bin ich vom Befund. Er muss wohl nur einen Zahn ziehen, die restlichen können wahrscheinlich wieder aufgebaut werden. Außer den 4 Weisheitszähnen fehlen mir schon 4 Zähne und bei weiteren 4 Zähnen ist soweit alles abgebrochen. Aber von diesen weiteren 4 muss wohl nur einer raus. Nun liegt ein bestimmt längerer Weg mit Wurzelbehandlungen, Kronen und dergleichen vor mir. Aber es nützt ja nichts, da muss ich wohl durch. Habe den ZA auch wegen einer Vollnarkose gefragt. Er meinte, das werde nicht so schlimm und Vollnarkose ist überhaupt nicht notwendig. Und ich denke mittlerweile auch, dass es ohne besser ist. Denn nur so kann ich "Routine" bekommen, so dass mir zukünftige die ZA-Besuche nicht mehr so schwer fallen.

Los geht es dann am 23.01. mit Wurzelbehandlung u.a. Er will immer 2-3 Dinge auf einmal machen, sonst würde es wohl "ewig" dauern...

Liebe Grüße
Der Hamburger
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22.11.2011: Termin beim ZA für den 28.11.2011 machen lassen.
23.11.2011: Anmeldung im Forum.
24.11.2011: Behandlung beim ZA ohne Termin. Alles gut.
25.11.2011: Termin auf den 15.12.2011 verschieben lassen, da 28.11.2011 nur "Zwischentermin"
13.12.2011: Selbst (!) beim ZA angerufen und Termin wegen Grippe auf den 09.01.2012 verschoben.
09.01.2012: ZA-Termin: Bestandsaufnahme
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