Neuzugang, Neuanfang, Hoffnung
Hallo an alle. Begonnen hat meine Zaharztangstkarriere irgendwann 1979 in einer Nach mit tobenden Zahnschmerzen. Damals war ich 5 Jahre alt. Der Zahnarzt war offenbar genau der Richtige um so einen verkorksten Typen wie mich zu erzeugen. Man hielt mich mit 4 Personen auf dem Stuhl fest während der Zahnarzt den Zahn damals zog, Betäubung gabs zwar wirkte aber nicht. Von dem Tag an war mein Verhältnis eher gespalten was diese Zunft anging. Ein weiteres Mal bekam ich dann 10 Jahre später eine Füllung am Zahnhals, was einigermassen ging. Danach war ich bestimmt 12 Jahre nicht mehr, putze sorgsam meine Zähne und hatte damit zumindest ein paar Jahre Erfolg. Dann brachen urplötzlich zwei Backenzähne oben rechts an der Kaufläche einfach weg. Zwei Jahre wartete ich, bis ich dann ging. Erst Röntgenbild und dann kam heraus das auch unten zwei Zähne behandlungsbedürftig seien. Sie begann damals am Oberkiefer und das war so was von problemlos. Was war ich stolz auf mich als ich da meine Kunstofffüllungen drin hatte. Mein Unterkiefer gestaltete sich dann aber ganz anders. Anfangs wirkte die Betäubung und je weiter sie hineinbohrte umso unerträglicher wurde das Ziehen im Zahn. Also Nachspritzen und warten. Nächster Versuch, Ergebnis gleich. So ging das unter Schmerzen weiter bis da irgendwas wie ein füllbarer Zahn war. Der sollte überkront werden, aber ich hatte meine alte Furcht wiederentdeckt und ging nie wieder hin. Das ist nun auch wieder 9 Jahre her. Damals meinte sie ich sei schuld weil ich offenbar nicht ausgeruht genug wäre, dann war ich ein Anästhesieversager und was weiß ich nicht was ich alles verbrochen hatte. Heute dann ein herzhafter Biss ins Brötchen als ich ein sehr steiniges, knirschendes Kauerlebnis hatte. Backenzahn rechts unten, das Übliche. Er war innen angegriffen und hielt der Beißkraft nicht mehr stand. Jetzt befinde ich mich an einem Punkt wo ich entweder in ein paar Jahren nur noch Stumpen im Mund haben werde, oder ich finde einen Arzt der mir wirklich helfen kann. Mein Problem war nie die Spritze, ne für die war ich immer sehr dankbar, auch nicht das Bohrgeräusch oder Vibrieren, mein Problem waren diese manchmal unsäglichen Schmerzen die während dem Bohren im Zahn entstehen, ein furchtbares Ziehen. Dieses hat meine Angst vor dem Zahnarzt dermassen wachsen lassen das ich selbst einen schmerzhaften Weisheitszahn lieber mit Schmerzmitteln bekämpfte, bis dieser in sich zusammenbrach. Ich hatte so zwas das Duell vorerst gewonnen, aber hinten steckt nun dieser abgebrochene Stumpf bündig im Zahnfleisch. Ich habe seitdem nie mehr Zahnschmerzen gehabt, aber mir brechen die Zähne weg und vielleich finde ich doch noch eine Chance da etwas dagegen zu tun.