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Borg

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1

Donnerstag, 24. November 2011, 20:47

Meine ersten Schritte als hochgradiger Phobiker....

Hallo zusammen,

ich bin der Borg und bin neu hier. Komme aus Köln und bin im zarten Alter von 40 :). Leider habe ich seit meiner Kindheit bereits schlechte Zähne und somit war mir bereits sehr früh klar, dass mich irgendwann das Schicksal ereilen wird, dem ich seit nunmehr mittlerweile 3 Monaten tapfer entgegentrete. Seit meiner frühesten Kindheit bin ich hochgradiger Zahnarztphobiker, was ich einer doppelten Zahnextraktion für meine damals benötigte Zahnspange zu verdanken habe. Seit diesem "Massaker" (was mittlerweile etwa 30 Jahre her ist) habe ich eine regelrechte Phobie vorm Zahnarzt, die sich widerum durch heftige Schwindelanfällen, Panikattacken und extremen Schweißausbrüchen bemerkbar macht. Die Phobie war so stark, dass ich noch nicht einmal in der Lage war, mir Hilfe bei einem Therapeuten zu holen. Das letzte Mal war ich dann auch vor 11 Jahren beim Zahnarzt, wo ich weitere 2 Zähne gezogen und 6 Füllungen bekommen habe. Schon damals hatte ich extreme Panik, musste aber aufgrund eines teilweise abgebrochenen Schneidezahns (Karies) und auf Drängen meiner damaligen Lebensabschnittsgefährtin irgendwie zum Zahnarzt. Bis ich dann endlich dahin bin, haben sich regelrechte Dramen abgespielt. Nach der damaligen Behandlung, die ich komischerweise als eher "easy" beschreiben würde, hatte ich meine Phobie erstmal erstaunlich gut im Griff.

Dann kam es jedoch, wie es kommen musste. Nach einem Jahr brach die Füllung aus dem halben Schneidezahn raus und ich bin erstmal frohen Mutes zu meinem ZA. Der teilte mir mit, dass er den "Bruch" zwar erstmal beheben konnte, er aber dringend zu einer Überkronung der oberen Frontzähne rät, da beim nächsten Bruch, mangels Masse, wichtige in Frage kommenden Haltepunkte verloren gehen könnten. Er erstellte also einen Kosten- und Heilplan und ich musste noch zu einem Gutachter. Danach teilte mir die Krankenkasse ihr OK mit und mein Eigenanteil hätte damals 1800,- DM betragen. Aufgrund meiner damaligen finanziellen Situation hatte ich das Geld aber leider nicht und bei Banken brauchte ich gar nicht erst anfragen....Somit bin ich erstmal den einfachsten Weg gegangen und habe mich einfach nicht mehr bei meinem ZA gemeldet. Es war ja auch erstmal alles versorgt. 2002 ist mir dann links oben ein Backenzahn abgebrochen. Da meine finanzielle Situation sich noch nicht wesentlich gebessert hatte und ich natürlich auch ein schlechtes Gewissen meinem ZA gegenüber hatte, habe ich erstmal nichts unternommen. Ein fataler Fehler!!!

Die weitere Historie in Kurzform: Der abgebrochene Zahn fing an zu faulen und es brachen weitere ab. Plötzlich geriet die Situation außer Kontrolle und meine Phobie schlug wieder voll durch, weil immer mehr gemacht werden musste. 2005 fing dann eine Füllung vorne neben dem Schneidezahn an zu wackeln und fiel nach etwa 5 Monaten dann auch raus. Ich hatte natürlich vorher bereits angefangen nur noch so zu essen und zu kauen, dass die Füllung keiner Belastung mehr ausgesetzt war, aber hat das Rausfallen natürlich nur verzögert und nicht aufgehalten (wer hätte das gedacht? :) ). Da die Zahnfront aber noch erhalten war und ich beim sprechen aufgrund jahrlangen Trainings eh nicht viel Zahn zeigte, sah ich noch immer keine Veranlassung zum ZA zu gehen. Mein Horror war zu diesem Zeitpunkt bereits so groß, dass er für mich kaum noch auszuhalten war. Scheinbar war der Leidensdruck aber auch noch nicht groß genug. Somit richtete ich also mein komplettes Leben nach meinen Zähnen aus: Ich lachte nicht mehr, passte auf, dass mir keiner beim Essen zugeguckt hat, sprach nicht mehr viel, stellte meine kompletten Eßgewohnheiten um, ging nicht mehr mit Arbeitskollegen mal essen, etc., etc. Zu meiner Phobie kam nun noch die extreme Scham hinzu. Weiterhin hatten meine Zähne mittelerweile auch ein Stadium erreicht (diverse Füllungen haben sich verabschiedet und weitere Zähne sind abgebrochen), wo ich es nicht mehr meiner momentanen Partnerin verheimlichen konnte. Also war Sie die Erste, der ich mein Herz ausschüttete. Da sie selber großen Schiss vorm ZA hat und auch bei Ihr eine etwas größer angelegte ZA-Aktion anstand, zeigte sie direkt großes Verständnis für meine Situation. Sie setzte mich nicht unter Druck und meinte nur, ich solle die Sache in ganz ganz kleinen Schritten angehen.

Nachdem meine Partnerin dann Ende 2009 mit Ihren Zähnen angefangen hat war ich natürlich auch motiviert, aber der Horror und die Scham waren einfach zu groß. Im November 2010 ist mir dann im Frontbereich rechts oben eine weiterer Zahn teilweise abgebrochen. Meine Partnerin hatte mich zu diesem Zeitpunkt bereits überzeugt, dass Ihr ZA auch der ideale ZA für mich wäre. Schöne angenehme Praxis, die überhaupt nicht nach einer Praxis riecht, super nettes Team und ein ZA der auf Angstpatienten spezialisiert ist und auch Behandlung mit Vollnarkose anbietet. Also fasste ich mir ein Herz und beschloss im Januar 2011 erstmalig den empfohlenen ZA, natürlich völlig unverbindlich :), anzurufen. Tja, leider teilte mir seine Assistenin mit, dass die Praxis jetzt erstmal 3 Wochen wegen Urlaub geschlossen hat. Sofort schoß es mir in den Kopf "Geil, erstmal 3 Wochen Zeit gewonnen!".....leider hatte somit auch der phobische Teufel in mir gewonnen. Da sich die Situation erstmal nicht weiter verschlimmert hatte, habe ich natürlich nicht nach drei Wochen wieder angerufen...Wie man sich denken kann, war das nicht die klügste Entscheidung, denn der im November teilweise abgebrochen Zahn brach weiter ab...

Im Juli hatte ich dann 3 Wochen Urlaub und hatte vorher meiner Partnerin versprochen, mich in meinem Urlaub nun endgültig um die Angelegenheit zu kümmern. Natürlich erst in der letzten Urlaubswoche, damit mein eigentlicher Urlaub auch richtig schön aufgrund Panik und Horror versaut wurde. An meinem vorletzten Urlaubstag habe ich dann all meinen Mut zusammengeklaubt und habe angerufen. Ich erklärter einer äußerst freundlichen und netten Frauenstimme mein Problem und dass ich bereits im Winter schon mal einen Versuch gestartet hatte. Man erinnerte sich sofort und machte mir auch direkt klar, dass das überhaupt kein Problem sei. Leider wäre aber heute der letzte Tag, da wegen Urlaub erstmal 2 Wochen geschlossen ist. In dem Moment dachte ich mir, dass mich hier irgendwer verarschen wollte und suchte nach der versteckten Kamera. Diesmal war ich aber schlauer und bat die nette Dame direkt mich bitte anzurufen, sobald die Praxis wieder offen hat, da das ansonsten nicht klappen wird. Sie notierte sich meine Nummer und ich war natürlich erstmal wieder froh, wieder 2 Wochen gewonnen zu haben. Leider wurde ich nicht vergessen und somit kam der Tag, an dem mein Telefon klingelte und die nette Dame der ZA-Praxis dran war. Ich war sofort schweißgebadet und bekam Herzrasen. Sie meinte dann, ob ich nicht einfach mal unverbindlich vorbeikommen möchte mir die Praxis anschauen und vielleicht auch schonmal mit dem Doc zu sprechen. Keine Behandlung, kein in-den-Mund-gucken, nichts.....einfach nur mal schauen, sich kennenlernen und ein bisschen schnacken.Klang für mich erstmal ungefährlich und somit willigte ich ein. Ich wurde dann noch gefragt, ob ich einen Termin möchte oder ob ich einfach spontan vorbeikommen möchte, wenn ich mich bereit fühle? Da ich den Teufel in mir kannte, bat ich um einen Termin.

Mitte August diesen Jahres, war nun also der Zeitpunkt gekommen, vor dem ich mich mein Leben lang gefürchtet habe! Ich kam in die modern ausgestattete Praxis und wurde direkt nett empfangen. Im offenen Wartebereich saß niemand und der Doc kam direkt zu mir und begrüßte mich herzlich. Dann legte er die Hand auf meine Schulter, kam mit dem Kopf näher und meinte "Mach Dir keine Sorgen, ich weiß genau wovon Du redest, da ich selber einen Riesenhorror vorm ZA habe. Ich kann mich ja nicht selbst behandeln. Ich verspreche Dir aber, dass wir Dein Problem in den Griff kriegen und ich Dir die schönsten Zähne Deines Lebens machen! Du brauchst keine Angst haben, denn Du hast weiterhin die Kontrolle und es passiert nichts, was Du nicht willst." Damit hat er sofort bei mir gepunktet und ich hatte komischerweise direkt großes Vertrauen zu Ihm. Norwalerweise vertraue ich noch nicht mal mir selbst.....Hinzu kommt, dass das der erste ZA in meinem Leben ist, der selber raucht, der keinen Wert auf "Herr Doktor" legt und mit dem ich mittlerweile per "Du" bin. Er zeigt mir dann daraufhin die Praxisräume und wies mir einen eigenen Behandlungsraum zu. Er meinte "Das ist jetzt Deiner! Alles was wir machen, außer dem Röntgen, machen wir hier. Das ist also jetzt Dein Raum.". Sofort fühlte ich mich plötzlich wohl in dem Raum. Wir unterhielten uns dann noch eine wenig und er fragte den selbsteingeschätzten Status meiner Zähne ab. Ich meinte nur "Dresden '45", woraufhin er zu lachen anfing. Anschliessend erklärte er mir den Fahrplan, wenn ich mich dann doch dazu durchringen könnte. Da er noch nichts gesehen hat, kann er natürlich auch noch nicht viel sagen. Ich solle mir nur keine Sorgen machen und er würde vorschlagen folgende Termine zu machen: "Röntgen", "nur gucken - nicht anfassen" und dann "Stunde der Wahrheit". Somit lies ich mir also einen Termin fürs Röntgen geben. Bei diesem Termin hatte sich meine Angst bereits um ein vielfaches reduziert und letztendlich passiert ja auch nicht wirklich was. Also hin da und der Termin war tatsächlich total angenehm. Eine Woche später folgte dann "nur gucken - nicht anfassen". Mein Doc meinte, dass er nur mit dem Spiegel in den Mund geht, nichts anstupft und nur guckt. Er müsse halt eine Röntgenaufnahme und ein Sichtbild haben, um eine Diagnose stellen zu können. Hier kam der erste Lichtblick als er meinte, dass er schon wesentlich Schlimmeres gesehen hätte und dass wir das wieder hinkriegen. Näheres dann bei der "Stunde der Wahrheit". Diese fand dann 2 Wochen später statt. Vor diesem Termin war ich natürlich extremst aufgeregt, hatte aber keine Angst. Natürlich hat mich die Stunde der Wahrheit erstmal hart getroffen, aber so ist das ja immer, wenn einem der Wind der Wahrheit direkt ins Gesicht weht: 6 Zahn- und eine Wurzelruine müssen raus, also 7. Dann wird alles, bis auf die vier vorderen Zähne unten, alles überkront und -brückt. Er meinte aber, dass wir erstmal Schritt für Schritt vorgehen und erstmal eine s. g. Basis schaffen sollten. Dies beinhaltet die 7 Extraktionen, nach der Wundheilung dann Zahnreinigung, Parondontosebehandlung und ein Klammerprovisorium für die Front und Provisorien für unten. Danach hat man die Basis geschaffen und kann dann sinnvoll überlegen, wie man das Gebiss wieder aufbaut. Bei dem Gedanken an die 7 Extraktionen kam natürlich wieder der Horror hoch und ich fragte nach einer Vollnarkosenbehandlung. Im Internet hatte ich mich im Vorfeld bereits informiert und wusste, dass da zwischen 900,- und 1500,- € extra auf mich zukommen, da die Kasse ja wie immer nichts übernimmt. Da meine Finanzen sich in den letzten Jahren wieder erholt hatten, war mir das letztendlich egal. Schüttel ich nicht aus dem Ärmel aber in Anbetracht der zu erwartenden Endrechnung dachte ich mir "Das macht den Kohl auch nicht mehr fett." Mein Doc klärte mich auf und meinte, dass für eine Vollnarkose ein externes Anästhesistenteam anreist und ich diese leider auch selber zahlen müsse. Das würde mich dann etwa 330,- € extra kosten. Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört und fragte direkt, wie das denn sein kann? Im Internet ist immer von den drei- bis fünffachen Beträgen die Rede. Er meinte nur, dass man daran sehen könnte, was andere ZA so für sich noch aufschlagen. An dieser Stelle möchte ich all die Golf spielenden Abzocker-Zahnärzte grüßen! Ich freue mich sehr, dass ich nicht bei Euch gelandet bin! Ich bekam also den Narkosebogen, den ich ausfüllen sollte und einen entsprechenden Aufklärungsbogen. Kannte ich schon von anderen OP's. Danch bekam ich die Nummer vom Anästhesisten und ich solle mit ihm vorab ein telefonisches Beratungsgespräch führen und danach wird dann ein Termin gemacht.

Diesen Termin hatte ich nun am Montag und ich hatte schon echt gewaltig Schiss! Als dann noch 2 Stunden vor dem mein Termin mein ZA anrief und meinte ich könnte schon kommen, da der vor mir abgesprungen ist, wurde mir ganz anders. Trotzdem habe ich all meinen Mut gefasst und bin mit meiner Partnerin im Schlepptau dahin. Im Vorfeld hatte ich bereits alles vorbereitet, so dass ich mich nach der OP um nichts mehr kümmern musste und in Ruhe vor mich hinsiechen konnte. Ich wurde direkt vom ganzen Team begrüsst und der Anästhesist hat mir noch ein paar Fragen gestellt und dann saß ich auch schon im Stuhl. Dann bekam ich gesagt, dass die Narkose jetzt eingeleitet wird und ich schlummerte sanft ein.... Als ich wieder aufwachte, dachte ich zuerst, ich wäre in meinem Bett. Die ZA-Funzel holte mich dann aber in die Realität zurück. Ich wartete auf einen ensetzenden Schmerz, aber er kam nicht. "Prima!", dacht ich mir und nachdem ich wieder den festen Aggregatszustand hatte, bin ich mit meinem Schatz nach Hause. Da saß ich nun....ich konnte es nicht fassen, dass ich den für mich schlimmstem Teil nun überstanden hatte...und es tat noch nicht mal weh! Na gut, man bekommt ja Schmerzmittel gepritzt und vielleicht wirkten die noch. Ich wartete den restlichen Abend vergeblich auf den einsetzenden Schmerz! Gegen 23:30 Uhr wollte ich sogar noch den China-Mann anrufen, da ich Kohldampf hatte und mir dachte, dass Reis bestimmt schon gehen würde. Der China-Mann hatte aber leider schon zu und somit begnügte ich mich mit Nudelsuppe und Eis :). Die Nacht verlief ruhig, obwohl ich kaum geschlafen habe, weil ich immer noch auf den Schmerz wartete. Tja, auf den warte ich heute, drei Tage später immer noch! Di. und Mi. musste ich dann nur zur Kontrolle hin und heute wurden die Fäden gezogen. Um mir das Ziehen angenehmer zu gestalten, hatte er die Stelle vorher mit Eis betäubt. Als mein Doc dann meinte "Mensch, ich bin so stolz auf Dich! Das Schlimmste haste jetzt überstanden und Du kannst stolz sein, dass Du bis hierhin gekommen bist....egal, wie Du Dich jetzt weiter entscheidest.", spürte ich, wie langsam meine Selbstachtung wieder auftauchte (Für alle Nicht-Phobiker: Ja, natürlich hasst man sich dafür, dass man es nicht auf die Reihe kriegt zum ZA zu gehen. Man kommt sich vor wie ein Vollidiot!) und ich war tatsächlich stolz auf mich! Natürlich werde ich nun auch den restlichen Weg beschreiten, der voraussichtlich bis Frühsommer 2012 geht. Danach habe ich ein komplett neues Gebiss (deutsche Wertarbeit/eigenen Zahntechniker in der Praxis) für den Preis eines neuen Dacia Logans. Ja, richtig gelesen! Alternativangebote liegen locker beim doppelten bis dreifachen Preis! Auch hier nochmal einen schönen Gruß an die Abzockerzahnärzte, die eine Notsituation eines Anderen schamlos für eigene Bereicherungszwecke ausnutzen! Dass mein Doc eine 1a-Arbeit abliefert, darf ich ja seit geraumer Zeit bei meinem Schatz bewundern (Komplettsanierung). Von der Arbeit bin ich völlig begeistert und es wäre mein Traum, wenn mein Gebiss auch mal so aussieht. Jetzt ist mein Doc wiedermal 2 Wochen im Urlaub und ich muss erstmal den heute erhaltenen Kosten- und Heilplam an meine Kasse schicken. Dann folgen erstmal Zahnreinigung und Parodontosebehandlung und damit wird 2011 auch enden. Mit etwas Glück habe ich aber auch schon Weihnachten mein Klammerprovisorium. Mit nur einem Vorderzahn spricht es sich halt schon sehr komisch :)....sieht auch kacke aus :)).

Warum ich all das schreibe? Weil ich an einem Punkt bin, wo ich mir das einfach mal von der Seele schreiben musste! Vielleicht hilft es ja auch dem ein oder andern Phobiker bei seinem weiteren Entscheidungsweg. Ich war/bin selber einer und will zeigen, dass der erste Schritt der schwierigste ist! Auch ich habe ganz klein angefangen. Wo der "normale" Patient einen Termin braucht, habe ich halt erstmal vier gebraucht, aber das ist genau das, was es ausmacht! Ich habe jetzt 10 Jahre mit mir gekämpft, da kommt es jetzt auf ein paar Wochen nicht an. Das aller Wichtigste, meiner Meinung nach, sind folgende Punkte: 1) Einen verständnisvollen Partner/in 2) Die Wahl des richtigen ZA und auch sehr wichtig 3) sich von nichts und niemandem unter Druck setzen lassen. Mir hat auch sehr geholfen, dass ich ab einem gewissen Punkt (als ich meinen zweiten Termin hatte) gegenüber meiner Arbeitskollegen und Freunden/Bekannten sehr offen mit dem Thema umgegangen bin. Mir war ja bewusst, dass ich nicht über Nacht neue Zähne bekomme, sondern die Veranstaltung länger dauern wird und man die Fortschritte ja irgendwann auch optisch wahrnehmen wird. Das war zwar eun schwerer Schritt für mich aber irgendwie war es auch befreiend, da man sich nicht mehr verstecken musste! Klingt doof, aber das nimmt schonmal eine Riesenlast von Einem!

So, wenn ich Euch bis hierher nicht totgelabert habe und Interesse besteht, halte ich Euch gerne auf dem Laufenden....

Gruß,
Borg
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Odissi

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Donnerstag, 24. November 2011, 21:18

Das ist ein - zwar langer - aber sehr mutmachender Bericht. Kein Wort ist zuviel und ich hoffe, dass ganz viele lesen, was Du geschrieben hast und sich für ihre eigene Zukunft davon leiten lassen.

Und nicht vergessen: Immer hier schön reingucken, sofern jemand nach einem Zahnarzt an dem Ort sucht, wo Deiner arbeitet! :)

Lg
Odissi
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Brina86

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3

Donnerstag, 24. November 2011, 21:39

;)

Also mich konnte bis jetzt noch niemand tot labbern,sorry hat nicht geklappt :D
Der Beitrag ist wirklich sehr interessant,vor allem weil es dann aufeinmal von jetzt auf gleich los ging.
Ich musste auch öfter mal schmunzeln und ich denke genau an solch einem bericht wie deinem sieht bzw liest man mal wieder das man egal wann man geht(klar jeh früher desto besser) es nur besser werden kann auch wenn man einen oder 2 anläufe mehr braucht.

Sher schön geschrieben :bravo:
alles gute wünsche ich dir
23.11 1 termin nach 3j. :rolleyes:
28.11 Röntgernaufnahme,12.12 Besprechung Röntgenaufnahme,nicht gut ;(
12.1 PZR lief super :D
30.1 Kontrolle wegen PZR :thumbup:
17.2 Füllung/kurz(1)
:thumbup:
27.2 Füllung/kurz(1)
:thumbup:
5.3 Füllung/lang(3 auf ein sitz) :thumbup:
12.3 WKB einleiten ;(
19.3 WKB kontrolle ;(
26.3 WKB kontrolle ;(
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4

Donnerstag, 24. November 2011, 21:50

eine ganz tolle Geschichte die so richtig Mut macht.

und natürlich sollst Du weiterberichten.

LG
Sabine
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Borg

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5

Freitag, 25. November 2011, 13:57

Oh, das freut mich, dass Euch mein Leidensweg interessiert :). Ihr glaubt gar nicht, wie befreiend es für mich war, diesen ellenlangen Text zu verfassen. Das hat sich quasi die letzten 10 Jahre alles angestaut und musste jetzt einfach mal raus. Natürlich habe ich nach wie vor immer noch sehr große Angst vorm ZA (klar, ne Phobie über 30 Jahre geht ja nicht über Nacht weg), aber sie ist jetzt irgendwie anders....eher zu überwinden.

Ich habe mir fest geschworen, keinen einzigen Termin abzusagen und immer schön brav hinzugehen, auch wenn es mir mal nicht danach ist. Nachdem der erste Schritt getan war hat mich dann auch der sportliche Ehrgeiz gepackt...ICH WILL ENDLICH SCHÖNE ZÄHNE HABEN!!!

Vor der als nächstes anstehenden PZR und PBH graut es mir natürlich aber ich habe mittlerweile soviel Vertrauen zu Bob (mein Doc :) ), dass ich mir sicher bin, dass es keinen besseren Gefährten für meinen langen Weg durchs tiefe Tal der Zahnsanierung gibt. Man, man, man, hätte ich den Doc vor 10 Jahren kennengelernt, würde mir heute vieles erspart bleiben. Aber jammern nützt nichts, da muss ich jetzt durch!

Gruß,
Borg
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Tamir

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Freitag, 25. November 2011, 16:15

Hallo lieber Borg,
ich finde Deinen Bericht echt sehr schön und ich finde auch richtig, dass Du ihn reingesetzt hast. Jeder Weg ist anders, aber das ist ja das Spannende. Ich habe mir den Frontzahn 11 zum Beispiel mit dem Spülkorb ausgeschlagen (Arbeitsunfall) und war davor 5 Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen... Kannst Du unter Berichte evon Betroffenen nachelesen. Zum Glück war bei mir nur ein Zahn kariös und eine Füllung defekt :anbet:
lg Tamir

Die Welt einfach mal aus einem anderen
"Blickwinkel" betrachten!
:candy:
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shira

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7

Freitag, 25. November 2011, 18:56

Deine Geschichte hat mich sehr an meine erinnert. Der erste Schritt ( nach ca. 30 Jahren ohne ZA) war am schwersten.



Ich habe zum Glück die erste Behandlung jetzt auch hinter mir. Gestern im Dämmerschlaf 6 Backenzähne gezogen, ein Frontzahn ist futsch und trotzdem kann ich mich jetzt lächelnd im Spiegel betrachten. Habe keine Schmerzen und die Schwellungen sind auch schon fast weg.



Drück Dir die Daumen bei Deiner weiteren Behandlung - bei mir geht es im Dez. weiter.
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Babingo

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Freitag, 25. November 2011, 22:14

Hallo Borg,

genau solche Erfahrungen und Berichte braucht dieses Forum, davon lebt dieses Forum.Totgelabert? Nein, hast Du sicher niemanden. Es ist fast so, als würde einem ein Spiegel vorgehalten, ich zumindest musste bei vielen Stellen Deines Textes nickend zustimmen und wurde immer wieder an eigene Erlebnisse bzw. Gedankengänge erinnert.

Ich würde mich sehr darüber freuen wenn wir Dich weiter auf Deinem Weg begleiten dürften, soll heißen: :] schreib weiter :]

Wünsch Dir noch ein schönes Wochenende

LG
Babingo
.....seit 22.06.2011 auf der Zielgeraden :] :froehlich:
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emmi

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9

Samstag, 26. November 2011, 08:21

Hallo Borg,

das ist eine tolle und motivierende Story!
Ich muß mich Babingo anschliessen. Solche Geschichten geben einem den Mut, daß man es selber auch schaffen kann.
Und man langweilt sich übrigens nicht bei keiner Zeile!!!!

Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Weg.

LG

Emmi
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Borg

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10

Samstag, 26. November 2011, 13:43

Mensch, vielen Dank für Euren Zuspruch und Euer Interesse.....da bin ich gleich richtig gerührt ;( !

Das nächste Update, dauert aber leider noch was, da mein Doc, wie gesagt, erstmal im Urlaub ist und ich auch noch auf die Freigabe der Kasse warten muss :(. Jaja, 10 Jahre war man froh nicht hin zu müssen und mittlerweile kann es, trotz immer noch vorhandener großer Angst, nicht schnell genug gehen :). Für mich jedoch ein sicheres Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin! Heute an Tag 5 der neuen Zeitrechnung (lol) kann ich sagen, dass das bisher Schlimmste original das Fäden ziehen war. Normalerweise ist Fäden ziehen Pillepalle (kenn ich von diversen anderen OP's), aber bei mir ist das Problem, dass mein Körper eine unnatürliche Regenerationsfähigkeit besitzt. Klingt erstmal gut, hat aber leider auch Nachteile :(....Mein Doc meinte schon, lass Dir noch nen Adamantitskelett verpassen und dann nenn ich Dich nur noch "Wolverine" :).

Die Problematik war, dass am Tag 1 nach der OP bereits die zwei Löcher der entfernten Backenzähne zu waren ....ebenso die zwei nicht genähten Löcher im OK, wo einzelne Zähne gezogen wurden. In der Front habe ich dann ein 3er-Grüppchen entfernt bekommen und diese Wunde wurde auch genäht. Tja, hätte er mal besser gelassen :tongue: . Beim zweiten Kontrolltermin meinte er nur "Mensch, was hast Du mit meiner Naht gemacht? Die ist weg!". Zuerst dachte ich, der wollt nen Spass machen, aber im Spiegel war tatsächlich nur das winzige Ende des Fädchens zu sehen. Mein Körper hatte bereits das restliche Nahtmaterial absorbiert und die Wunde geschlossen. "Toll, das war einfach!", war mein erster Gedanke, aber denkste! "Das muss ich leider kurz aufmachen und das Nahtmaterial wieder rausholen, ist keine große Sache, ich mach Eisspray drauf.", war die Antwort meines Doc's. Gut, Eisspray kannte ich von diversen Sportverletzungen und fand das ne super Idee. Naja, aus dem Eispray wurde dann eine örtliche Betäubung und das Nahtmaterial wurde operativ entfernt. Mein Doc guckte völlig ungläubig und meinte, dass er sowas in all den Jahren noch nicht gesehen hatte und wie ich das machen würde?. Ich sagte "Keine Ahnung, das ist schon immer so gewesen :)." (Ich werde auch normalerweise nicht krank und ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte Mal ne Erkältung oder Grippe hatte). Letztenendes habe ich aber auch diesen Minieingriff, wenn zwar schweißgebadet, überstanden. Es war zwar sehr unangenehm, aber durchaus locker auszuhalten....war ja auch in 5 Minuten erledigt.

Heute an Tag 5 sieht es in meinem Mund aus, als wäre nie was gewesen und ich kann auch schon wieder einigermassen essen.

Jetzt erstmal 2 Wochen erholen und dann geht es weiter!

Gruß,
Borg
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Waterlady

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Wohnort: Raum St. Gallen

11

Samstag, 26. November 2011, 20:04

Hallo Borg,
Hut ab vor deinem Mut und deinem Willen, das jetzt durchzuziehen :anbet:
Und ich denke auch, das um & auf ist der RICHTIGE Zahnarzt, einem dem man vertrauen kann und der auf den Patienten eingeht, ohne an die grosse Kohle zu denken (wie es aussieht, habe ich auch grad so einen gefunden :D ).

Alles Gute weiterhin und ich werde öfters bei dir reinlesen.
LG Waterlady
1. ZA Besuch: 6.10.2011 (Wurzelbehandlung Teil 1) :thumbup: *geschafft*
2. ZA Besuch: 24.10.2011 (Wurzelbehandlung Teil 2, 1 Füllung + Zahnreinigung) :thumbup: *geschafft*
3. ZA Besuch: 15.11.2011 Frontzähne Sarnierung + Wurzel/Zahnrest ziehen :thumbup: *geschafft*
4. ZA Besuch: 24.2.2012 Provisorium einsetzen für 3 Kronen :thumbup: *geschafft*
5. ZA Besuch 2.3.2012 drei Kronen einsetzen :thumbup: *geschafft* ...und jetzt mal fertig bin vorerst :party:
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jetztgehtslos

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Wohnort: österreich

12

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 11:37

hi
danke für deine story. alle geschichten hier sind wichtig denk ich, egal ob kurz oder lang.

ich hab so das gefühl wir sind beide ungefähr im selben zeitplan und einer ähnlichen situation.
alles gute für die weiteren termine.

bezüglich der kosten der sanierungen ist es auch hier in österreich wahnsinn, welche unterschiede es teilweise gibt.
man is hier als patient (und kunde!) teilweise sehr verloren und ausgeliefert. habe ich so das gefühl.

ich bin jetzt bei einem za gelandet, der mich sogar ermutigt seinen heilkostenplan anderen zahnäzten zu zeigen und zu vergleichen.

viel energie weiterhin
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Borg

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Geschlecht: Männlich

Wohnort: Köln

13

Freitag, 2. Dezember 2011, 23:29


ich bin jetzt bei einem za gelandet, der mich sogar ermutigt seinen heilkostenplan anderen zahnäzten zu zeigen und zu vergleichen.

Jo, das meinte meiner auch...ich solle dann direkt googlen, ob ich es irgendwo günstiger finde. Heute ist auf jeden Fall schon der Bescheid für die Genehmigung des Heil- und Kostenplans für das Provisorium bekommen 8| .....Respekt! Am Montag weggeschickt und heute das OK. Mist, da hatte ich mit ein bisschen mehr Entspannungsphase gerechnet. Die brauch bei jedem Scheiss ewig und drei Tage und das eine Mal in meinem Leben, wo es mir ganz Recht wäre, legen se den Turbo ein. Mein ZA hat dann auch gleich angerufen und meinte, dass das OK von der Kasse da ist und ich am 12.12. für die Abdrücke vorbeikommen soll....Mmh, macht man da nicht erst ne PZR und Parandontosebehandlung? Würde ja Sinn machen....nicht dass ich scharf drauf wäre, steht ja auch noch auffm Plan, aber ich dachte, dass kommt als Nächstes...Naja, mal abwarten. Der Doc selbst ist ja noch im Urlaub und wer Anderes kommt mir eh nich an bzw. in den Schnabel!

Auf das Abdrucknehmen bin ich ja mal gespannt :S .....ich bin mir nicht sicher, ob mein übrig gebliebener, alleinstehender Schneidezahn die Aktion überstehen wird. Ich kriege direkt so Gedanken wie "Hoffentlich reißt der den net mit raus, wenn er den Abdrucklöffel aus meinem Schnabel hebelt!".....Ich gehe aber mal davon aus, dass ich auch das überleben werde.

Naja, dann bekomme ich vielleicht ja sogar noch vor Weihnachten mein Provi...das wäre ja nett :).

Gruß,
Borg
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