Dienstag, 22. Mai 2012, 13:41 UTC+2

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Lisa-78

unregistriert

1

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:01

Der Grobian ist Schuld ...

Hallo ihr Lieben,

ehrlichgesagt, weiss ich mich hier noch nicht ganz einzuordnen.

Ich bin einerseits noch Betroffene und andererseits habe ich es geschafft nach 13 Jahren wieder einen Zahnarzt zu besuchen.

Hier kommt meine Geschichte:

Jahrelang war ich immer bei dem selben Zahnarzt, den ich gut leiden kommte.
Ein Gefühl von Angst hat mich jedoch immer zum Zahnarzt begleitet.
Dieser Zahnarzt verzog leider nach Schweden und ich bin ein Jahr zu keinem anderen Zahnarzt gegangen.

Nach drängen meiner Eltern machte ich einen Termin bei einem anderen Arzt.
Mein Besuch lief so ab....
Nach einer Stunde warten, wurde ich in das Behandlungszimmer gebracht und bekam schon mal ein Lätzchen um.
Da saß ich nun mit meiner Angst und hörte die Geräusche von dem benachbarten Behandlungszimmer.
Meine Angst wurde immer immer größer.
Nach bestimmt einer halben Stunde kam der total hektische Zahnarzt in das Zimmer.
Er hatte seinen Mundschutz auf und machte auch keine anstalten ihn abzumachen.
Ich bekam noch mehr Angst, da ich sein Gesicht nicht richtig erkennen konnte.
Hört sich kindisch an... ich weiss, aber daß hat mir echt den Rest gegeben.
Er brachte ein "Guten Tag" heraus und fuhr den Stuhl in eine für ihn gute Position.
Ich glaube, zwei Zähne hatten Karies und er gab mir eine Betäubung.
Nach der Wartezeit kam er wieder herein und fing an zu bohren.
Irgendwie bekam ich Schmerzen währen er am bohren war.
Ich versuchte mich bemerkbar zu machen und zappelte auf dem Stuhl herum.
Der Zahnarzt war total entnervt und meinte, er würde nochmal nachspritzen und dann müste ich aber mitmachen.
Mir liefen die Tränen.... er machte weiter.
Ich hatte das Gefühl das ich wieder Schmerzen bekomme und zappelte weiter auf dem Stuhl herum.
Daraufhin legte er sich mit seinem Arm auf meinem Oberkörper.
Das hat mich so fertig gemacht.... ich habe mich so eingesperrt gefühlt, daß ich unter Tränen versucht habe zu befreien.
Der Zahnarzt hatte die Nase voll von meinen Mätzchen und sagte, ich solle nicht so ein Theater machen.
Ich sagte ihm daraufhin, daß ich es nicht mehr aushalten würde.
Er brach die Behandlung ab und sagte ich sollte eine viertel Stunde spazieren gehen und dann wiederkommen.

Ich war einfach nur glücklich, daß er von mir abgelassen hat und bin postwendend nach hause gegangen.
Ich habe dann, die nächsten 13 Jahre mit Niemanden über dieses Ereigniss gesprochen.

Puh... es fällt mir immer noch sehr schwehr darüber zu schreiben und habe warscheinlich auch schon einige Sachen von diesem Tag verdrängt.

Ich habe den Titel leicht geändert und den thread in ZA-Angst verschoben. LG, avivi
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ManGo

Team Moderator

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2

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:09

RE: Der Grobian

Hallo und herzlich willkommen

solche Erlebnisse in der Art haben viele von uns hinter sich. Wenn Du magst, versuchen wir Alle gemeinsam, bei Dir wieder etwas Vertrauen aufzubauen, und klar, dass wir Dir auch bei der ZA-Suche helfen. Dies darf aus rechtlichen Gründen aber nur per PN sein.

Du bist hier richtig, und Du mußt Dich hier auch nicht einsortieren.
Wir helfen Dir, versprochen

...und es gibt keine dummen Fragen, und fragen kostet nix

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de


Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11



"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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MachmirMut

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

3

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:15

Erstmal willkommen bei uns..
Das war absolut kein gutes Erlebnis bei einem Zahnarzt und ist glücklicherweise ist so ein Verhalten auch nur noch selten der Fall.
Über diese Sache zu reden berfreit und es tut gut zu wissen das man mit dieser Angst nicht allein ist.
Schau dich doch mal in unserer Rubrik "Za-Suche"um vielleicht hat ja jemand einen Tipp für dich..
Ich drücke dir dafür fest die Daumen.lg
3M
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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Kleeene

unregistriert

4

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:16

Hey Lisalein,

Puh 13 Jahre schweigen erfordert ne Menge Kraft und Entschlossenheit wirklich nicht reden zu wollen....
Gut, dass du es jetzt trotzdem mal gesagt hast, das von der Seele schreiben hilft einem schon ein ganzes Stück, vlt fühlst du dich grade schon ein bisschen besser? :knuddel:

Und noch besser, dass du trotzdem bei einem Doc warst,.... und jetzt erst mal ein liebes Willkommen !!! :knuddel:

Lies doch ein wenig weiter hier und wir sind immer für dich da!
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avivi

unregistriert

5

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:32

Hallo und Willkommen Lisa,

dass du dich hier noch nicht richtig einordnen kannst, macht nichts.
Für die meisten von uns war die Entdeckung des Forums eine Mega-Überraschung,
größtenteils auch eine Mega-Erleichterung.

"Betroffene" bist du jedenfalls noch, solange dir die ZA-Angst in irgendeiner Form zu schaffen macht.
Diese Angst in den Griff zu kriegen - dabei werden dir hier unglaublich viele und liebe Menschen helfen können.
Ich wünsche dir, dass du diese Hilfsangebote annehmen kannst,
auch wenn es am Anfang vielleicht zu viel erscheinen mag.
Du bist hier zu nichts verpflichtet, auch längere Schweige-Pausen werden nicht negativ angekreidet.
Wir wollen nur, dass du (genau wie wir) irgendwann die entscheidenden Schritte hinkriegst -
und wir wollen dich dabei mit ganz viel Verständnis und Sensibilität unterstützen.

Liebe Grüße,
Achim
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Lisa-78

unregistriert

6

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:37

Das ist ja super lieb, wie schnell ihr hier antwortet.

Vielen lieben Dank.

Ich glaube ich müste nochmal in der anderen Rubrik schreiben, wie ich zum Zahnarzt gegangen bin.
War am 3.1.07 das erste mal seit 13 Jahren.
Ich habe zwar bis zu der ersten eigendlichen Behandlung etwas länger gebraucht... aber ich habe es geschafft.

Früher habe ich immer gedacht, ich wäre die einzige die so eine Angst vor dem Zahnarzt hat.
Und damit meine ich RICHTIGE ANGST.
Aber ich glaube ihr versteht mich hier... zum Glück.

Ich hatte mal eine Situation... darf man gar nicht sagen...
Einmal hatte ich so schlimme Schmerzen, ich kommte es nicht mehr aushalten.
Ich habe soooo viele Tabletten genommen.
Ich hätte lieber eine Tablettenvergiftung bekommen als mit meinen Schmerzen zum Zahnarzt zu gehen.
Die Angst war einfach zu groß.

Freue mich, daß ich Euch hier gefunden habe.
Danke nochmal für die lieben Antworten.
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Andre111

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7

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:48

Hallo Lisa,
Willkommen hier und hier bist Du bestimmt gut aufgehoben.Wir alle haben unsere Ehrfahrungen gemacht und das was Du schreibst klingt nicht so toll.
Versuche doch mal über die ZA Suche einen einfühlsamen ZA oder ZÄ zu finden die auf Angstpatienten spezialisiert sind.Bei so einem Doc kann man nur die Flucht ergreifen.Es gibt hier im Forum auch tolleZahnärzte/in die sich in ihrer oft kostbaren Zeit sich mit unseren Problemen beschäftigen und auch viele hilfreiche Tipps geben können.
das ist die Traumfrau und der romme9(ich hoffe jetzt ist mir keiner böse!?) :D
Liebe Grüße,Andre
Dank Eurer Hilfe Ich habe FERTIG!!!!
Danke an alle die geholfen haben
ICQ 433515564
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avivi

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8

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:53

@Lisa: In den verschiedenen Rubriken überschneidet sich hier vieles.
In der Rubrik "Berichte von Betroffenen", in der sich dein thread momentan befindet,
geht es meist um die Erlebnisse und Erfahrungen während der Behandlungen.
Im Hauptboard "Zahnarzt-Angst" befinden sich die threads, in denen der Autor akute Unterstützung benötigt.
Je nach dem, wie es inzwischen bei dir ist, kann dein thread auch nach "Zahnarzt-Angst" verschoben werden.
Einfach Bescheid sagen ... ;)

Aber: Genau die Frage hätte ich an dich gehabt: Wie war denn der erste Termin nach 13 Jahren?
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Lisa-78

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9

Sonntag, 10. Juni 2007, 23:14

Nachdem ich bei dem ersten Beratungsgespräch heulend zusammengebrochen bin (wie peinlich) habe ich in der Klinik eine Angst Therapie gemacht.

Die Therapeutin war die erste mit der ich über meine Angst gesprochen habe... daß hat unheimlich weh getan, weil ich ganz viel bei ihr geweint habe.
Aber es war für mich eine Befreiung mit jemanden neutralen darüber zu reden. Bzw. sie war ja der erste Mensch, der ich meine Angst und meinen Scharm erzählt habe.

Danach hatte ich erstmal einen Termin zur Zahnreinigung.
Das war ein Gefühl, überhaupt erstmal jemanden meine schlechten Zähne zu zeigen.

Bei dem ersten Zahnarzttermin habe ich gekniffen.... ganz viel geweint und nur mit dem Arzt geredet.

Bei dem zweiten Termin habe ich mir ganz artig Wurzelreste entfernen lassen.
Da es für mich so ein RIESEN Schritt war, habe ich mir als Belohnung ein Wasserbett gekauft.
Haltet mich nicht für bescheuert, aber ich brauchte irgendwie eine Motivation.
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MachmirMut

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10

Sonntag, 10. Juni 2007, 23:24

Bescheuert ist das überhaupt nicht..
Ich hatte mir vor emeinemersten Termin gsagt wenn du das wirklich durchziehst machst du in diesem Jahr mit der Familie Urlaub im Centerparc..und ich konnte buchen :D
Und wenn man einen schwierigen Termin ( den das sind diese Termine nun mal für uns) überstanden hat braucht man auch mal eine Belohnung oder ein Lob von Freunden, Familie oder ruhig von der netten Dame an der Supermarktkasse..
Zu dem eigenen Stolz etwas vorherscheinbar unüberwindbares zu schaffen kommt di e Erleichterung einen Anfang gemacht zu haben.
Ich finde das klasse. Und ein Wasserbett soll ja sehr gesund sein,hat mir eine Freundin gesagt.. ( ist nur ärgerlich wenn es leckt:D )
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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Lisa-78

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11

Sonntag, 10. Juni 2007, 23:37

Es stehen mir ja noch ganz viele Termine bevor, vor denen ich auch ganz schön Angst habe.
Aber ich versuche das zu schaffen.

Drei Termine habe ich schon überstanden.... daß macht mir Mut.

Danach belohne ich mich immer mit Kleinigkeiten.
Irgendwie macht mich das ganz schön Stolz.
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MachmirMut

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12

Sonntag, 10. Juni 2007, 23:53

du hast schon drei Termine hinter dir??
klasse :anbet: :anbet:

und man sollte viel öfter auch mal auf sich selber stolz sein..
Mit der Belohnung hat es bei mir nicht so geklappt ( bin da immer sehr unschlüssig) dafür habe ich dann immer ganz viel Lob von meinen Frunden bekommen, war mir genauso viel wert wie einen Belohnung..
Merkst du den schon eine gewisse Veränderung wenn ich einfach mal fragen darf?
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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Lisa-78

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13

Montag, 11. Juni 2007, 00:08

Veränderung... ich mache mir nichtmehr so viele Sorgen.

Habe mir immer so viele Sorgen um meine Gesundheit gemacht.
Hatte auch immer bei meinen Schmerzatacken Sorge, mich nichtmehr vernünftig um meinen Hund kümmern zu können.

Diese Gewissheit, daß ich nun zu einem Arzt gehen kann, wenn ich es nicht mehr aushalte.... ist einfach schön.

Es ist einfach so befreiend und gibt mir eine ganz neue Lebensqualität.
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MachmirMut

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14

Montag, 11. Juni 2007, 00:28

Zitat

Diese Gewissheit, daß ich nun zu einem Arzt gehen kann, wenn ich es nicht mehr aushalte.... ist einfach schön.


Genauso geht es mir auch..
Die Angst wird nicht von jetzt auf gelich völig abfallen,das wäre auch wirklich zu schön, aber shrittweise wird sie weniger..
du hst sie schon ein klein wenig schrumpfen lassen und dasganz alleine..:anbet: :anbet:

Zitat richtig gesetzt von jop
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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incredible5

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15

Montag, 11. Juni 2007, 06:36

Hi Lisa!

:anbet: :anbet: :anbet: wie Du das bisher schon durchgezogen hast - und ganz allein !!!!
Du kannst echt stolz auf Dich sein!
Und einem Zahnarzt, der sich auf die Patienten legt, sollte man die Praxis zumachen !




(das is von meinem Einstein für Dein Wauwau - der soll sichs schmecken lassen)


Alles Liebe für Dich :knuddel: :knuddel:
Assi
Disarm you with a smile. Smashing Pumpkins



Bitte achtet darauf, daß Ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11
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kaya

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16

Montag, 11. Juni 2007, 11:14

Hallo,

absolut nicht kindisch, wenn der Mundschutz schon Angst einflößt. War bei mir genauso. Konnte da auch nicht wieder hingehen. Hab auch noch niemanden getroffen, der das toll findet, wenn sich fremde Menschen mit "Vermummung" vorstellen. Also, bei mir war da auch gleich alles aus.

Liebe Grüße

Kaya
Liebe Grüße

Kaya
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