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Anne_M

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1

Dienstag, 3. Oktober 2006, 15:14

Komplikationen bei Sedierung??? Verflixtes Kopfkino

Donnerstag Termin beim KC fürs Ziehen von drei Praemolaren – unter Analgosedierung - PANIK ;(

Viel Bohren, PZR, und WSR hab ich dank dieses Forums schon tapfer überstanden, alles ohne Sedierung aber dann kam die Extraktion eines Trümmerzahns – und was war? Nervenzusammenbruch

Nicht wegen Schmerzen (die Ex selber hat der KC 1A gemacht), sondern weil ich noch während die Spritze am wirken war und mir Zunge nach hinten kroch, auf einmal das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können. War natürlich Blödsinn, stattdessen hab ich hyperventiliert, total panisch – alle Systeme voll auf Flucht gestellt….(Bin Asthmatikerin, deswegen ist die Angst von „Keine-Luft-kriegen“ für mich so besonders drückend .)

Okay, nu müssen 3 Zähnchen raus um für eine anschliessende KFO-Behandlung Platz im Kiefer zu schaffen – ich hab den KC gewechselt (die alte Praxis hatte nach der Nummer irgendwie ne schlecht Aura für mich), dem Neuen die Story erzaehlt und er schlägt mir Sedierung vor:
Okay, denk ich, das isses. Bohren etc. kann ich jetzt ab, das hab ich mir bewiesen, Kontrolltermine wird ich mit für mich akzeptablem Angstlevel wahrnehmen können, gönn´ ich mir doch mal ein kleines Schläfchen.

Und nun?

Ich hab so furchtbar Angst, dass es waehrend der Sedierung zur Atemdepression kommt, und das beim Intubieren was schief geht und …..Oder, dass die mich in der Aufwachphase nicht mehr an Geräten überwachen und keiner merkt was, wenn ich meinen letzten Schnaufer tue (oder eben nicht mehr …) ;( ;( ;(

Also: ihr Sedierungserfahrenen – ist euch so was mal passiert, dass ihr doch intubiert werden musstet? Könnt ihr mir bitte einfach nochmal sagen, dass es nicht so schlimm ist und dass ein Unterdrückung des Atemreflexes bei korrekter Dosierung und Überwachung nicht geschieht?

Mist, ich glaube ich wäre der Hypnose-Typ gewesen ……

Anne
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karen66

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Beiträge: 1 666

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

2

Dienstag, 3. Oktober 2006, 15:37

RE: Komplikationen bei Sedierung??? Verflixtes Kopfkino

Hallo Anne,

wenn die Angst wirklich so groß ist, und Du ja durchaus schon einiges ohne Sedierung überstanden hast, meinst Du nicht, dass auch ohne schaffen zu können???....Gut, diese Gefühl der Atemnot ist schon ziemlich blöd....milde ausgedrückt........
Ich hatte auch einmal kurz das Gefühl nicht mehr atmen zu können, weil es sich anfühlte, als ob die ganze Zunge angeschwollen war....es ging aber denn doch.....nachdem ich ordentlich Ausspülwasser getrunken hatte, um den Schluckreflex zu testen.
Ich kann Deine Pankik davor schon verstehen...gerade wenn Du Asthma hast.

Ich selber habe keine Erfahrung damit, aber unser Sohn lag schon des öfteren in VN, so mit allem drum und dran.

Er war von so guten erfahrenen Ärzten umgeben, die hochkonzentriert auf jedes kleine bisschen geachtet haben....Er hat es jedesmal gut überstanden.

Du wirst sicher auch in den besten Händen sein.....alles wird überwacht...und Dir wird sicher nichts passieren....

Du wirst doch sicher ein Vorgespräch haben, wo Du alle Deine Befürchtungen noch einmal erzählen kannst....

übrigens.....meine Tante ist auch Asthmatikerin und hat schon etliche OP´s mit VN gut überstanden....

Ich weiss nicht, ob ich Dich ein wenig beruhigen konnte ...ich hoffe es.

Ich wünsche Dir, daß Du es gut überstehst, mit oder ohne Sedierung...
Ach....ich gehe doch davon aus....Du packst es!!!! :] :]

LG Karen
schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. (ausser Bügelwäsche)

(Morgenstern)
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romme9

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3

Dienstag, 3. Oktober 2006, 16:03

RE: Komplikationen bei Sedierung??? Verflixtes Kopfkino

Zitat

Original von Anne_M
Mist, ich glaube ich wäre der Hypnose-Typ gewesen ……

eine extraktionsindikation wegen bevorstehender KFO-behandlung hat ja dann keine eile. was spricht also dagegen sich noch rechtzeitig auf die absolut nebenwirkungsfreie möglichkeit der hypnose einzulassen?
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SilverPearl

unregistriert

4

Dienstag, 3. Oktober 2006, 16:05

Hallo Anne!

Ist verständlich, dass Du vor der Sedierung Angst hast. Ist aber völlig unbegründet. Es ist richtig, dass es bei zu starken Sedierungen zu Atemdepressionen kommen kann. Jedoch wirst Du ja über Monitor überwacht und der Arzt gibt Dir nur so viel von dem Medikament, dass Du leicht dämmerich bist. Mehr nicht. Das kann ich Dir versichern. Das hab ich selber letzte Woche so erlebt und ich habe über 3 Jahre bei einem Gynäkologen gearbeitet, der jede Woche kleinere Eingriffe unter Sedierung gemacht hat. Und nicht ein einziges Mal kam es zu einer Atemdepression!
Also, nicht so viel Gedanken machen. Wenn Du Dich sonst bei dem KC gut aufgehoben fühlst, dann ist er auch sicherlich in dieser Hinsicht gut!
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Elise

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5

Dienstag, 3. Oktober 2006, 21:51

Monitor?
sowas gabs bei mir nie,ich habe zweimal so eine Sedierung bekommen,das ist ja nicht wie eine Vollnarkose und eine Beatmung ist auch nicht erforderlich.

ICH kann das nur empfehlen.
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ExMaHL

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6

Dienstag, 3. Oktober 2006, 22:37

Natürlich mit Monitor!
Der Arzt muss während der Behandlung die Herzfunktion bzw den Puls überwachen und demnach auch das Medikament dosieren.
Ich hatte jetzt in kurzer Zeit 3 Sedierungen (2 bei meinem Doc und 1 bei einem KC) und jedes mal hatte ich einen Monitor für den Herzschlag.

btw... Nebenwirkungen o.ä. hatte ich nach oder während der Sedierungen nie. Im Gegenteil, wenn ich wieder was grösseres zu tun hab, dann immer nur unter Sedierung. Ausser natürlich die normalen Behandlungen... Unter besonderen Sachen seh ich da nur z.B. Implantate setzen, WSR usw. Die normalen Behandlungen bekomm ich schon so hin.

Grüße
Holger
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sha

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Beiträge: 356

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schleswig-Holstein

7

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 06:31

Hallo Anne,

auch ich hatte eine Sedierung, auch mit Verkabelung. Also es gab ne Blutdruckmanschette, die wurde abgenommen als ich wieder aufstand und so ein Teil an den Finger. Ich hatte auch noch ein Kabel an der Stirn soweit ich weiß, aber ich ich weiß nicht mehr wofür.

Beim Ausschlafen im Raum nebenan hatte ich einen Klingelknopf -und die Helferinnen sind öfter mal reingekommen und haben geschaut ob alles ok ist, aber keine Überwachungungsgeräte, war aber auch nicht nötig, fand ich.
Ich habe allergisches Asthma, bin aber dieses Jahr verschont geblieben, oh Wunder, hab es aber trotzdem angegeben...Ich empfand meine Sedierung schon als heftig, hab wohl geschlafen wie ein Stein, aber es ist nichts passiert und hinterher fühlte ich mich prima.

Sedierung soll sehr kurzfristig wirken, das heisst in der Aufwach-, Ausschlafphase bist Du das Zeug schon weitgehendst wieder los.
Das würde bedeuten, wenn die Sedierung zu tief ist, merken die das schon während der Behandlung.

(Ich bitte um Korrektur, falls das nicht stimmt :] )

Ansonsten würde ich sagen, bitte doch einfach drum, das sie Dich etwas länger als normal überwachen, nur um GANZ sicher zu gehen.

Das schaffst Du ganz bestimmt und Du wirst Dich super fühlen :knuddel:

Ich würde wie Holger auch, diese Art Behandlungen auch wieder in Sedierung machen lassen :] :]

(wegen der "geschwollenen/betäubten Zunge"..Ich habe vor der Sedierung Nasenspray genommen, damit ich da gut Luft holen kann und im Aufwachraum hab ich mich auf die Seite gelegt, damit ich nicht so ein blödes Gefühl im Mund hab. Allgemein fand ich die "fehlende" Zunge aber nicht so schlimm. Versuch das Gefühl ein bisschen zu akzeptieren, dann kann man es leichter ertragen :knuddel:
lg sha

Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe
- bis man sie reden hört.... :P
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Anne_M

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8

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 09:07

Ach ihr,
ganz herzlichen Dank fuer all Eure lieben, aufmunternden Postings - das macht fuer mich wirklich den Unterschied zwischen: Ich kann da nicht hingehen und "Geh hin, man kann das überstehen".

Ob ichs wirklich bringe, weiss ich immer noch nicht ....

Ich meine: sechs Jahre Zahnarztabstinzenz, davon drei Jahre in der Überzeugung, nie wieder hingehen zu koennen (aus Scham) s, im Sommer das Forum entdeckt, drei TAge gelesen, Termin geholt und zum Teil zwei Termine pro Woche ...
und jetzt nach nur einem Vierteljahr 3 gesunde Zähne raus fuer ein Ziel, das erst in zwei Jahren erreicht ist ...


Manchmal denk ich, mein Tempo ist zu heftig und die ganzen Ängste die ich jetzt wieder habe, zeigen mir das ....Wie Romme so irgendwie verlockend schrieb: es ist kein akuter Zeitdruck ... wenn ich mehr mit den Ärzten reden möchte, kann ich das tun....

@Karen: Jaaa, genau das Gefühl meine ich: du denkst die Zunge schwillt an, dann kann man aber bestimmt nicht mehr schlucken und wenn man nicht mehr schlucken kann, kann man bestimmt auch nicht mehr atmen ....

@Sha, das mit dem Spray ist eine gute Idee.... Oh, ich find es so beruhingend, dass der Gedanke mit dem Keine-Luft-kriegen nicht nur in meinem panischen hypochondischen Hirn rumtobt ...

Danke und einen schönen Tag an alle!! :knuddel:
Anne
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Anne_M

unregistriert

9

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 11:31

Gekniffen

Hab abgesagt.

Es ging gar nicht mir - mir kamen beim im Bus rumsitzen die Tränen ... auf einmal hatte ich vor allem nur noch Angst...

Immerhin, ich hab beim KC angerufen, und ihnen gesagt, dass ich zuviel Angst habe, dass ich mich bei ihnen aber sehr wohl gefuehlt habe und wenn ich darf, wieder anrufen moechte, wenn es mir besser geht.

Darf ich.

Irgendwo anders hab ich gelesen, dass man eben nicht erwarten kann, dass Angst, die man ueber Jahre hinweg aufgebaut hat, in Wochen verschwindet. .. Ist wohl so.

Jetzt muss ich das erstmal verknusen und versuchen, es nicht unter "Versagen" abzuheften.

Danke euch allen, ihr seid sehr lieb.
Anne
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Rike

unregistriert

10

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 11:35

...die Angst verschwindet innerhalb von ein paar Wochen? Echt? Vielleicht bei manchen, und die haben dann echt Glück.
Du hast nicht versagt. Du hast es nur dieses Mal nicht geschafft. Jetzt... heulst Du einfach eine Runde. Dann... fragst Du Dich, ob es so nicht fürs erste besser war... und Du für´s zweite einen neuen Termin machst. :knuddel:
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ExMaHL

unregistriert

11

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 11:46

Du... meine WSR haben wir beim ersten mal "abgesagt" weil der falsche Arzt (Gemeinschaftspraxis) behandeln wollte und mir nicht die richtige Sedierung angeboten hat, ich bin vom Stuhl mit fertig vorbereiteten Instrumenten usw aufgestanden und gegangen...
Beim zweiten mal hatte ich wieder Probleme mit einem Insektenstich bzw einer Blutvergiftung... 1 Tag vorher abgesagt...
Das dritte mal hätte ich beinahe abgesagt, weil ich etwas erkältet war und mich meine Angst eingeholt hatte...
Jedes mal fühlt man sich, egal was passiert, als Versager... Man macht sooo viel vor der Behandlung durch udn dann war es umsonst... Ich glaube diese Erkenntnis ist das eigentliche, was einen niederschmettert...

Hey, mach Dir keinen Kopf! Das nächste mal.... DAS wird DER Termin! Dann klappt einfach alles und Du wirst tierisch stolz auf Dich sein! ;)

Liebe Grüße
Holger
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