Hallo Zusammen,
nach einigen Wochen, die ich nun schon hier im Forum mitlese und mir vorallem durch einige Beiträge auch Mut angelesen habe vor einigen Zahnarztbesuchen, hab ich nun beschlossen, mich auch selbst anzumelden. Teilweise, weil ich Fragen und immernoch Panik vor Zahnärzten an sich habe und teilweise natürlich auch, um meine Erfahrungen zu den übrigen dazu zu geben.
Wie wahrscheinlich viele andere hier, hab auch ich mich lange lange Zeit um sämtliche Zahnarztbesuche erfolgreich gedrückt, natürlich zum Leid meiner Zähne, wie sich vor kurzem herausstellte...
Eines Morgens stand ich auf und bemerkte, dass irgendetwas mit meinem Gesicht nicht stimmte, bis ich dann in den Spiegel sah und bemerkte, dass sich wohl ein Zahn bzw. eine Zahnwurzel entzündet haben musste und somit mein halbes Gesicht fast bis auf Augenhöhe geschwollen war.
Bin dann den ganzen Tag damit rumgelaufen, da mir der Mut fehlte, einen Zahnarzt anzurufen, vorallem, da ich mit meinem alten Zahnarzt mehr schlechte als rechte Erfahrungen gemacht hatte und nun auch nicht wusste, zu wem ich gehen sollte.
Meine Mutter nahm sich also ein Herz und rief den Zahnarzt an, den ihre Schwester schon seit Jahren in höchsten Tönen lobt.
Bin dann gegen abend noch dorthin, war nur einige Straßen weiter zum Glück.
Wurde dann geröngt und festgestellt, dass ich eine dicke, eitrige Entzündung mit mir rumschleppte...
Um nicht einen ganzen Roman zu schreiben, einmal den Rest in Kurzfassung...
Zahn wurde aufgebohrt, Medikament rein, so weit so gut... Als nächstes folgte ein Schnitt im Zahnfleisch zur Entlastung der entzündeten Stelle... Bekam dann auch Penicillin verschrieben...
In der folgenden Woche wurde der Zahn zwei mal mit neuem Medikament und das Zahnfleisch mit neuer Watteeinlage versorgt, bis ich dann diese Woche Donnerstag um 8:30 voller Panik bei meinem neuen Zahnarzt auf der Matte stand und mich eine Wurzelspitzenresektion erwartete, über die ich mich natürlich im Vorfeld schon schlau gemacht hatte und die sich alles andere als angenehm anhörte.
Jedoch musste es ja gemacht werden und so ließ ich die eine Stunde andauernde Behandlung über mich ergehen, die im übrigens wirklich alles andere als angenehm war, aber glücklicherweise kaum schmerzhaft.
Nun, 3 Tage später, sitze ich hier mit 3 Nähten über einem der oberen Schneidezähne und einem toten, gefüllten Zahn, nehme immernoch Penicillin und mache mir langsam Sorgen, dass ich meiner Gesundheit damit mehr schade, als ich ihr nutze.
Mein Zahnarzt sagte mir, das Medikament solle ich auch über die Behandlung hinaus weiter nehmen, damit sich danach nicht eine erneute Entzündung ankündigt, bis eben sämtliche Wunden verheilt sind.
Nun merke ich aber, dass mein Magen langsam rebelliert, genauso wie ich merke, dass ich langsam krank werde (Halsschmerzen, insgesamt unwohles Gefühl) und frage mich, ob das wirklich von der längeren Dauer der Einnahme des Penicillin herrührt (immerhin mittlerweile 17. Tag und ich hab noch 10 Tabletten, die ich noch auf nehmen soll) oder ob ich mir selbst einfach nur Panik mache, weil ich immer im Hinterkopf habe, dass sich der Zahn oder die Wunden nun doch wieder entzünden könnten und mir dann noch eine, vielleicht noch schlimmere Behandlung droht als die, die ich gerade so hinter mich gebracht habe...
Deshalb stellt sich mir die Frage, kann die längere Einnahme von Penicillin wirklich krank machen oder mache ich mich nur selbst krank durch meine Phantasien, was da noch alles auf mich zukommen könnte?
Ich hoffe, ich nerve euch net mit meinem Roman und hoffe auch, dass mir irgendwer helfen kann.
Sere