Hallo noch einmal,
und vielen lieben Dank für eure Antworten. Meine Geschichte war ja gestern noch nicht wirklich am Ende. Also versuch ich mal, sie zum Ende zu bringen.
Nachdem ich damals mich entschlossen hatte, nie wieder zu einem ZA zu gehen, ging mein Leben natürlich auch so weiter. Es folgten eine 6 jährige Partnerschaft, in der ich mich meinem Freund nicht anvertrauen konnte, es folgte eine Ehe, aus der 2 Kinder ( Zwillinge) stammen und momentan lebe ich in einer Fernbeziehung. Dies nun auch seit knappen 7 Jahren. Und wirlich niemals habe ich mich einem Menschen anvertrauen können. Der Bruder meiner besten Freundin ist ZA, auch sehr nett, aber ich kann nicht.
Selbst einen Urlaub in den Süden in diesem Jahr konnt ich natürlich nicht genießen, weil sich das Leben ja nur noch darum dreht, wie ich wen anschaue, wen anlächle oder zu wem ich überhaupt etwas sage. Manchmal denke ich, dass die Menschen um mich herum ( es sind gar nicht mehr viele, weil ich beginne, mich einzuigeln) nichts sehen oder nicht sehen wollen und sagen tut natürlich auch niemand etwas.
Da sitzt man vor einem herrlichen Frühstück und mag nichts essen, aus Angst, dass etwas "fürchterliches" geschehen könnte. Die gleiche Prozedur dann beim Lunch oder beim Diner.
Irgendwann einmal hab ich mit meinem jetzigen Freund angefangen , das Thema anzusprechen. Doch ist mein Freund eher ein kühler Kopf, der nur meinte, da musst du dir einen Dr. med. dent suchen und keinen normalen ZA und wenn es zu teuer wird, dann helf ich dir. ( Ich leb von Hartz4 und solche Sachen wie Urlaub sind nur drin, weil ich eingeladen worden bin ).
Damit war für ihn das Thema erledigt und natürlich habe ich mir niemanden gesucht.
Ich weiß einfach nicht, wie ich es schaffen soll, mich auf die Suche zu begeben.
Allein der Gedanke heute früh, noch einmal hier zu schauen, ließ mich zittern. Und der Gedanke an einen ZA lässt micht nicht nur zittern. Herzrasen und das Gefühl, ohnmächtig zu werden sind nur kleine Begleiterscheinungen.
Aber ich will auch so nicht mehr leben. Irgendwann möcht ich wieder lachen können, in ein Brötchen beißen und viel fröhlicher werden.
Weil ich nicht mehr das bin, was ich einmal war.
Selbst meine Kids schicke ich mit Oma und Opa zum ZA. Aber wenigstens tu ich das, damit ich mir da nicht irgendwann Vorwürfe machen muss. Und glücklicherweise gehen die beiden gerne
Allerdings habe ich mir wenigstens schon mal in der Nacht die Liste der ZA hier angesehen und auch jemanden in meiner Nähe entdeckt. Vielleicht hab ich ja den Mut und beginne, meine Geschichte per E-mail mal an diesen ZA zu richten.
Ganz herzlichen Dank noch einmal für eure Anteilnahme. Was gut tut, ist das Gefühl, nicht allein im "Land des Nichtlächelns" zu stehen.
Nachtmelodie