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keks1406

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1

Samstag, 14. Januar 2006, 11:21

Brauch ein bischen Entscheidungshilfe...

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich war Mitte März zum ersten Mal in meinem Leben freiwillig bei einem ZA, den ich hier aus der Liste habe (bin 25). Nach meinem ersten Besuch dort war ich mir auch sicher, dass ich meinen ZA gefunden habe und dort meine Zähne endlich in Ordnung bringen kann. Naja, nun war ich auch insgesamt schon 4 x da, zum Zahnsteinentfernen, Abdruck machen und Röntgen, Schienenanpassung (wegen meiner Kieferverspannungen) und letzte Woche hatte ich eine PZR. Es wurde also noch nichts "großes" mit Betäubung gemacht oder so.

Naja, jetzt mein Problem: Ich fühle mich von meinem ZA zur Vollnarkose gedrängt. Als ich das erste Mal da war musste ich ja so einen Zettel ausfüllen, was für Krankheiten ich hab und so und da war auch die Frage, ob ich eine Behandlung in Narkose in Betracht ziehe. Klar, in Betracht gezogen hab ich es, welcher Angstpatient tut das nicht, aber es war wirklich der letzte Ausweg für mich. Nachdem ich festgestellt habe dass ich mit der Situation im ZA-Stuhl klarkomme und ich auch die Geräusche überlebe hab ich mir gesagt, dass ich es auch ohne VN schaffe, auch wenn es dann viel länger dauert. Ich sagte das meinem ZA, aber immer wenn ich Andeutungen mache dass ich mir bezüglich der VN sehr unsicher bin sagt er sofort , dass er für mich keine andere Möglichkeit sieht, wegen meiner Angst. Ich muss aber dazu sagen dass er selbst in meinem Mund noch garnichts gemacht hat außer rein zu gucken, alles andere haben die Arzthelferinnen gemacht, er hat also strenggenommen keinen Anhaltspunkt dafür, dass meine Angst so groß ist , dass eine VN unumgänglich ist.

Ich bin mir sicher, dass ich es ohne VN schaffe. Im Grunde macht mir der Gedanke an eine VN im Moment mehr Angst als der Gedanke ans Zähneziehen. Ich habe nämlich allgemein Angst vor Ärzten (zu allen anderen Ärzten gehe ich aber, wenn auch sehr ungern), und da ist die Aussicht auf eine VN mit Narkosearzt, Beatmungsschlauch und irgendwelchen Spritzen im Arm natürlich nicht sehr angenehm.... Ich will das einfach nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Ok, lange Rede kurzer Sinn, ich überlege jetzt, ob ich mir eine 2. Meinung einhole, hab mir schon einen anderen ZA hier aus der Liste gesucht und will dort am Montag anrufen und einen Termin ausmachen. Was denkt ihr darüber ? Soll ich das wirklich tun oder doch die VN über mich ergehen lassen? Hab die halbe Nacht nicht geschlafen weil ich an nichts anderes denken konnte. Ich hab einfach das Gefühl der ZA will die VN, weil es für ihn einfacher ist, wenn ich "ausgeschaltet" bin und außerdem verdient er ja daran besser. Und ich glaube nicht dass eine Narkose wirklich medizinisch notwendig ist. Mein WHZ müssen raus (alle 4 ganz da und sichtbar/fühlbar, aber nur die oberen müssen laut ZA zu auf jeden Fall raus) und auf jeden Fall 1 Backenzahn (von dem ist nicht mehr viel da), bei 2 Zähnen im OK ist er noch nicht sicher ob sie entfernt werden oder ob eine Wurzelbehandlung hilft. Und ansonsten halt jede Menge Füllungen in den Backenzähnen (vorne sind meine Zähne in Ordnung, bis auf die Zahnfleischentzündungen). Das sollte doch auch so zu schaffen sein oder? Vor allem wo ich soooo Angst vor einer VN habe und das mir wie eine riesengroße Sache vor kommt.

Tut mir leid dass ich jetzt so viel geschrieben hab, aber ich bin mir einfach so unsicher was ich tun soll und kann kaum noch an etwas anderes denken.... Wäre für eure Meinungen dazu sehr dankbar !

LG, keks
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lucky

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2

Samstag, 14. Januar 2006, 11:33

RE: Brauch ein bischen Entscheidungshilfe...

Hallo keks1406,

Deinem Beitrag kann ich entnehmen, dass Du Deinem Zahnarzt nicht genügend Vertrauen entgegen bringst. Das empfinde ich persönlich jedoch sehr wichtig. Versuche doch noch einmal mit dem Zahnarzt konkret darüber zu sprechen, dass Du es Dir durchaus zutraust, die Behandlung ohne Vollnarkose zu überstehen. Sollte er dann immer noch nicht darauf eingehen, würde ich vermutlich einen anderen Arzt aufsuchen und mir eine zweite Meinung holen. Vorher aber vorsichtshalber mit der Krankenkasse sprechen, ob sie auch den zweiten Arzt bezahlt. Innerhalb eines Quartals könnte ein Wechsel sonst vielleicht zu Problemen führen. Halte Dir die Daumen und hoffe, es entwickelt sich für Dich alles positiv. :]
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perdita

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Wohnort: Stuttgart

3

Samstag, 14. Januar 2006, 11:42

Hallo Keks,
wenn du sicher bist, dass du es ohne VN schaffst, dann schaffst du es auch ohne. Und dann solltest du dich auch nicht dazu drängen lassen. Ich würde mir auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen, bzw. dann den Zahnarzt wechseln, wenn ich das Gefühl hätte, er will es sich so einfach wie möglich machen und noch gut dran verdienen. :]
Ich hatte auch einen Riesenschiss als ich mich in Behandlung begeben hab, und bei mir musste megaviel gemacht werden (4 Weisheitszähne, drei Wurzelreste, diverse Löcher :rolleyes:) und das war gut in vielen kleinen Einzelsitzungen zu schaffen. Das Allerbeste daran war, dass ich dabei Schritt für Schritt meine Angst verloren habe, und das ist bei einer Vollnarkose nun mal nicht der Fall.
Also, ich würde dich in jedem Fall bestärken, auf die VN zu verzichten, wenn du es dir ohne zutraust. Das bringt dir auf jeden Fall mehr (auch wenn es dem Arzt nicht mehr bringt :tongue:)

Zu dem Thema gab es kürzlich eine recht interessante Diskussion (da war's allerdings genau andersrum), wenn es dich interessiert: hier ist der Link:
Arzt verweigert Narkose

Also, ich würde auf jeden Fall den ZA aus der Liste anrufen, vielleicht kriegst du dein mutiges Vorhaben auch bei ihm viel besser über die Bühne.
Ich wünsche dir ganz viel Glück dafür!
Liebe Grüße
perdita

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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Biber

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4

Samstag, 14. Januar 2006, 12:29

Hi Keks!
Also, wenn Du es Dir zutraust (und Unsicherheit darüber ist ganz normal und nachvollziehbar), dann mache es ohne VN, in mehreren kleinen Schritten. Spontan finde ich es nicht gut, wenn der ZA solche Signale bei Dir ignoriert und ohne konkreten Anlaß weiterhin auf VN besteht. Das finde ich sehr schade udn würde mich auch etwas mißtrauisch machen.
Eine VN ist ja auch eine größere Belastung für den Körper und sollte nicht wie ein Bonbon verpaßt werden......der Vergleich hinkt jetzt etwas, ich weiß, aber ich meine damit, daß es für VN wirklich knallharte Gründe geben muß - und bei Dir hört sich das jetzt für mein laienhaftes Ohr nicht danach an.
Bleib standhaft und setz Dich durch damit, was DU möchtest!
Alles Gute! Biber
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keks1406

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5

Samstag, 14. Januar 2006, 14:09

Danke für eure Meinungen !

Ich bin mir jetzt völlig sicher, dass ich am Montag einen Termin bei einem anderen Zahnarzt mache, hab mir wie gesagt ja schon einen rausgesucht. Ich hoffe ich bekomme schnell einen Termin um dann endlich zu einer Entscheidung zu kommen, obwohl ich das ja schon habe, ich will nämlich keine Vollnarkose, so einfach ist das, und seit ich mich dazu entschieden habe und jetzt sicher sein kann, dass ich keine VN über mich ergehen lassen muss, wenn ich es nicht will und es nicht unbedingt notwendig ist, geht es mir schon viel besser.

Könnte das denn wirklich Probleme mit der Krankenkasse geben? Ich war ja in diesem Jahr erst 2 x da und es wurde ja nichts großartiges gemacht bis auf die PZR. Ich meine die KK wird ja keine höheren Kosten haben wenn ich jetzt den ZA wechsel, weil doch beim neuen ZA nicht allrs nochmal gemacht werden muss. Und das Röntgenbild könnte doch vom Zahnarzt angefordert werden oder? Und schließlich habe ich doch das Recht mir meinen Arzt frei zu wählen.

Leider glaube ich nicht dass ich es schaffe mit meinem derzeitigen Zahnarzt darüber zu sprechen, und ich denke schon allein das zeigt meinen Mangel an Vertrauen zu ihm und dass ich mich wohl doch nicht so gut aufgehoben fühle wie ich anfänglich dachte... Wenn er jetzt doch in eine Behandlung ohne VN einwilligt, aber nur weil ich ihn sozusagen dazu "überredet" habe, hätte ich auch kein gutes Gefühl bei der Behandlung, glaub ich...

@perdita: es macht mir wirklich Mut, dass du es auch ohne VN geschafft hast, wo doch der Zustand deiner Zähne nicht viel anders gewesen ist als meiner heute... ich danke dir !


Naja, ich wünsche euch jedenfalls noch ein schönes sonniges Wochenende und nochmal Danke,

keks
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perdita

Team Moderator

Beiträge: 20 439

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

6

Samstag, 14. Januar 2006, 16:45

Also völlig sicher bin ich mir natürlich nicht, aber logisch gesehen, müssten doch die Krankenkassen eher froh sein, wenn du den Arzt innerhalb vom Quartal wechselst, schließlich kriegen sie dann noch mal 10 Euro "Notopfer" von Dir :D. (Oder nicht?! Gilt die Quittung auch für einen neuen Doc?)
Ich meine aber auch, dass die freie Arztwahl auf jeden Fall noch gilt.
Aber Versuch macht klug. Wenn du am Montag bei dem neuen Doc anrufst, kannst du das ja gleich mal fragen. Die wissen es bestimmt!
Viel Erfolg, ich drücke dir am Montag die Daumen !
Liebe Grüße
perdita

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »perdita« (14. Januar 2006, 16:47)

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keks1406

unregistriert

7

Samstag, 14. Januar 2006, 19:59

Ja das werd ich auf jeden Fall tun, das Quartal hat ja gerade erst angefangen und ich bin ja noch garnicht wirklich behandelt worden.

Ich war übrigens Mitte Dezember zum 1.Mal beim ZA und nicht Mitte März, wie ich es oben im Beitrag geschrieben hab.Muss wohl etwas komisch gewirkt haben, 9 Monate zum Zahnsteinentfernen.... :tongue: Ganz so viel war es dann doch nicht ;-)

Schönen Abend noch, werd dann berichten wie es mit mir weitergeht,

keks
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