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>SiMoN<

unregistriert

1

Mittwoch, 4. Januar 2006, 02:39

Backenzahnruinen, wie weiter?

Puh, da bin ich...

Hi ihr..

Nach ca. 4 std. stöbern und lesen in jeglichen foren habe ich mich endlich entschlossen euch mein(e) problem(e) vorzutragen, in hoffnung endlich rat zu bekommen.
Eigendlich weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll....
Kurzgesagt habe ich 4 Backenzähne, die absolute ruinen sind. jeweils der letzte vor den weißheitszähnen (Links unten, Rechts unten, Links oben, Rechts oben)
Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll aber es reicht von kompletten Hohlräumen, bis freiliegende nerven, teilweise sind die reste schon mit zanfleisch überwachsen, teilweise entzündet, und so weiter. Es geht seit ca. 3 Jahren nur abwärts und ich weiß nicht mehr weiter. Ich hatte schon immer eine ULTRA oralphobie.
kurz zu mir und meinen letzten jahren...
Ich selbst habe JCA (kinderrheuma) -> medik. behandlung bis ca. 16 mit cortison, enbrel usw.
Meine Eltern lebten seit ich denken kann getrennt, verstritten, usw. Das Sorgerecht wurde meiner Mutter aufgrund von Alcoholmissbrauch ihrerseits entzogen, meinem Vater (erwerbsunfähigkeitsrentner) zugesprochen. Jahrelange Psychologische Behandlung aufgrund der damaligen Fam. Problemen.
angefangen hat es ungefähr mit 16-17, leichte Zahnprobleme ohne folgende Behandlung. Durch schräges Umfeld begann ich zu kiffen, zu kiffen, und nochmal zu kiffen. am Tag locker 6-10gr. (unwichtig) was denke ich half die mit den zahnproblemen verbundenen Schmerzen zu unterdrücken, verdrängen, wie auch immer. Auch das eigendliche "Problem" habe ich somit verdrängt und bis jetzt herausgezögert. Vor knapp 4 Monaten starb mein Vater nach 1wöchigem Krankenhausaufenthalt an Krebs was ich bis heute nicht begreifen kann und ich denke auch niemals akzeptieren kann, aber muss.. Ich lebe noch in der Wohnung meines Vaters zusammen mit 2 Brüdern ( einer Azubi, einer ausgelernt - welcher mich finanziell über wasser hällt). Selbst bin ich noch Schüler mit ALG2 350€~. Da ich selber kein eigenes "einkommen" in dem Sinn habe mache ich mir am meissten Sorgen FALLS ich zum ZA gehen würde, was würde es kosten, zahlt es die KV? auch nach Jahrelanger Behandlungsstille? Ich bin 20, völlig unerfahren in Sachen KV, Selbstbeteiligung usw.
Was ich habe ist einfach nur Angst davor, dass jemand mitbekommt was für schlechte Zähne ich mit mir rumtrage. Egal ob ZA oder Freunde.
Wenn ich nur daran denke zum ZA zu gehen bekomm ich schon schweißausbrüche bis hin zu Panikzuständen.
Ich will und muss aber etwas dagegen tun bevor es ganz zu spät ist.
Mir ist selbst klar dass diese 4 Backenzahnwurzeln unwiderruflich gezogen werden müssen.
Teilweise kamen Gedanken auf wie "örtliche Betäubung durch Cocain, raushebeln mit irgendwas spitzem" was letztendlich zu versuchen der selbstverstümmelung führte (einfach ma die zange genommen, ziehen, ops noch nen fetz mehr abgebrochen....). Wie man's nimmt. Ich weiss nichmehr weiter und hoffe jemand von euch kann mir nen guten rat geben was zu tun ist. Mir wär schon sehr viel geholfen, wenn mir jemand auskunft über die Kosten/ bzw. weitere Vorgehensweisen.
zum thema kiffen...ich hab ca. 3½ Jahre Täglich soviel gekifft, dass es schonmal vorkam dass 6-10 stunden an mir vorbeigezogen sind an denen ich nichts anderes gemacht haben als ferngesehen und gekifft. gekifft gekifft. den lieben langen tag... Ich hab mir fürs neue Jahr vorgenommen, garnichtmehr zu kiffen, was ich bis jetzt mehr oder weniger problemlos durchgezogen habe, und dabei bin ich mir 100%ig sicher, dass ich dies durchziehen werde bis ich total 'trocken' bin.
Was eine Psychatrische Behandlung angeht können mich keine 150 Pferde dazu bewegen, jemals nochmal mit einer dieser Personen unter 4 Augen (oder überhaupt) ein Gespräch zu führen, da persönliche Dinge in meiner Kindheit schon von dem besagten Psychater ausgenutzt wurden, um mich (zur vorbereitung der scheidung meiner eltern) parteiisch zu stimmen, was jedoch voll in die Hose ging.

Tut mir leid falls ich euch zuviel von Gott und der Welt erzählt habe aber ich hoffe dass mich jemand versteht und mir wirklich helfen kann..

Danke an euch schonmal im vorraus :)

Gute Nacht mal meinerseits, ich werde so schnell wie möglich wieder reinschauen :)

mfg
Simon
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lucky

unregistriert

2

Mittwoch, 4. Januar 2006, 07:48

RE: Backenzahnruinen, wie weiter?

Hallo Simon

erst einmal herzlich willkommen im Club der "Angstis". Was Du in Deinem relativ kurzen Leben schon mitgemacht hast, ist ja wirklich nicht sehr erfreulich. Aber versuche doch einmal, das Ganze hinter Dir zu lassen. Du bist auf dem besten Weg dorthin. Hast Du mal in der ZA-Liste nachgesehen. Wenn da ein ZA in Deiner Nähe ist, sieh auf der HP, sofern vorhanden, schreib ihm vielleicht erst mal eine offene und ehrlliche e-mail. Aus der Antwort kannst Du dann wahrscheinlich schon ersehen, ob er Dir zusagt oder nicht. Die ZÄ sind auf Angstpatienten spezialisiert und wurden auch vorher darauf überprüft. Die Krankenkassen zahlen in der Regel die Behandlung, bei Zahnersatz gibt es einen festen Zuschuss zwischen 50 - 65 %.Hier im Forum sind immer Leute, die Dir Mut zusprechen. Desweiteren geben Sie Dir Kraft auch durchzuhalten. Wenn DU wirklich willst, schaffst DU alles. Was WIR dazutun können, werden wir machen, versprochen. Außerdem, wenn man das Bedürfnis hat, sich auszusprechen, muss man einfach reden oder schreiben. Das erleichtert ungemein. Also Kopf hoch, ok?
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ischae

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Beiträge: 1 416

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

3

Mittwoch, 4. Januar 2006, 08:48

RE: Backenzahnruinen, wie weiter?

Hallo Simon,

willkommen in der Runde :knuddel:
Es ist gut das Du dir hier deine Probs schon mal anteilig von der Seele geschrieben hast und ich bin sicher, wir werden dich kräftig unterstützen können auf dem Weg zu gesunden Zähnen :]
Zunächst mal ganz zuerst, egal wie lange du nicht bei ZA warst, wenn du krankenversichert bist, übernehmen die KK´s die Kosten für die Behandlungen und wenn Zahnersatz nötig ist auch dafür einen festen Zuschuss, ich vermutet mal für Dich würde auch die Härtefallregelung greifen, das heisst dann das die Krankenkasse 100% der kosten der Regelversorgung beim Zahnersatz übernimmt.
Aber das sind alles Dinge, nicht im Moment noch garnicht anstehen. Zunächst brauchst Du mal einen verständnissvollen Zahnarzt!
Hast Du dich schon mal in der ZÄ-Liste umgesehen?

Liebe Grüße
Inge
Schenk der Welt ein Lächeln und Du bekommst 1000 zurück
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Athene

unregistriert

4

Mittwoch, 4. Januar 2006, 09:11

Hallo Simon, guten Morgen :knuddel:

Alle Achtung! Du hast uns gefunden. Und Dich geoutet. Finde ich klasse.
Und respekt vor Deinem bewegten Leben....
Das ist ja noch gelinde ausgedrückt.
ABER: Wichtig ist das hier und jetzt! Alles andere wird sich dann finden. Was willst Du in der Vergangenheit 'rumgraben. Mach' nen Schnitt und fang jetzt und heute an.
Am besten mit der 'berühmten' ZA-Liste. Da ist bestimmt auch für Dich was dabei! Einfach mal mailen und hören was kommt.
Denn von selbst wird das nicht besser und wenn Du Dich mal so durchgelesen hast, gibt es ganz schön schlimme Geschichten. Und meistens Menschen, die dachten, da ist alles kaputt und verloren. Die haben's geschafft! Jeder kann es schaffen. Wenn er will.... ;)

Ich wünsche Dir viel Kraft für den 2. Schritt und lass' bitte von Dir hören.

Athene
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Chris_C82

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Beiträge: 544

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rheinland-Pfalz

5

Mittwoch, 4. Januar 2006, 17:54

Hi ULTRASchisser,

herzlich willkommen bei der Versammlung der OberULTRASchisser *gg*

Eigentlich wurde ja schon alles gesagt... Guck in die Liste und lies dich hier nen bischen im Forum ein.... Und dann gehen wir das an.. Ok?

Ich wünsch dir viel Kraft, jetzt, da du anfängst dein Leben zu ordnen..

MfG

Chris
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." 2. Kor 12,9
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singasong82

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Beiträge: 61

Wohnort: Baden-Württemberg

6

Donnerstag, 5. Januar 2006, 12:27

Lieber Simon,

Wie die meisten schon sagten, Willkommen bei den Schissern :D. Ich bin auch "erst 23" und war im Dezember nach 7 Jahren (so genau weiß ich das eigentlich auch nicht, aber ich glaube ich war mit 18 das letzte Mal) beim Zahnarzt.

Mannnnooo mann hatte ich eine Angst, kann ich dir sagen. Und ich bin auch hier im Forum gelandet, habe geheult und geheult und hatte einfach nur Angst. Aber ich wusste auch: Wwenn ich jetzt mit meinen Schmerzen nicht zum Zahnarzt gehe, wird es immer schlimmer. Die Leute hier sind klasse, sie haben mir gesagt, dass ich es schaffen kann und das gleiche will ich jetzt dir auch sagen. Mach dir über die Finanzierung erstmal keine Gedanken :D, da kann man immer mit den Zahnärzten reden. Das wichtigste ist erstmal, dass du in der Liste nach einem Zahndoc schaust, der auf Patienten wie dich und mich spezialisiert ist :))

Dann musst du anrufen. Das erste Mal war es schlimm, mit der Angst. Aber ich habe sie überwunden, denn davonlaufen machen die Schmerzen nicht besser und kiffen ist nun wirklich keine (!) Lösung vor allem nicht auf DAuer. Geh bitte zum ARzt.
Im übrigen habe ich heute schon die 3 Behandlung hinter mich gebracht und ich kann dir sagen, dass es mit jedem Mal ein bisschen besser geworden ist. Angst habe ich immer noch, aber meine Zahnärztin nimmt sie mir so gut sie kann und versorgt mich immer mit SPritzen :)).

Auch ich hatte so eine halb Ruine (abgebrochener kaputter Zahn), der Nerv musste gezogen werden und es ist immer noch unklar ob der Zahn zu retten ist, aber ich weiß, dass es gut ist, das ich gegangen bin und ich auchd ie restlichen Zähne retten lasse.

Du wirst es schaffen. Wir fühlen hie ralle mit dir. Geh das Problem an ! Tschakaa ;)
Dez 2005: Nach 6 Jahren ohne Zahnarzt wegen auseinander gebrochenen Zahnarzt erstmals wieder zum ZA
Dez 2005: 1 WZB
Januar 2005 : 2 WZB
April 2007: 2 Füllungen
Januar 2009: WZB Zahn muss raus
Ende Februar 2009: Implantat
April 2009: 1 richtige Untersuchung mit Röntgen und Diagnose nach 10 Jahren!
April 2009 bis September 2009: mehrere Füllungen machen lassen

Mai 2010: zweiter WZB Zahn auseinandergebrochen
Mai 2010: Füllung machen lassen

Oktober 2010: Kontrolltermin
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singasong82

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 61

Wohnort: Baden-Württemberg

7

Donnerstag, 5. Januar 2006, 12:30

Ps: Wer hier einmal gepostet hat :) ist hier ind en Fängen der Leute *g. Du wirst sehen, sie unterstützen dich so lange bist du wieder mit schönen Zähnen strahlen kannst und deine Angst weg oder ganz klein ist !
Dez 2005: Nach 6 Jahren ohne Zahnarzt wegen auseinander gebrochenen Zahnarzt erstmals wieder zum ZA
Dez 2005: 1 WZB
Januar 2005 : 2 WZB
April 2007: 2 Füllungen
Januar 2009: WZB Zahn muss raus
Ende Februar 2009: Implantat
April 2009: 1 richtige Untersuchung mit Röntgen und Diagnose nach 10 Jahren!
April 2009 bis September 2009: mehrere Füllungen machen lassen

Mai 2010: zweiter WZB Zahn auseinandergebrochen
Mai 2010: Füllung machen lassen

Oktober 2010: Kontrolltermin
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>SiMoN<

unregistriert

8

Montag, 9. Januar 2006, 22:51

RE: Backenzahnruinen, wie weiter?

Ok, da bin ich wieder...

Sorry dass es so lang gedauert hat bis ich Antworte, aber ich musste mir alles nochmal ganz in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und ich denke ich hab noch nicht viel geschafft, aber ich hab damit angefangen.

In der Liste ist ein ZA aus meiner Stadt, welcher seit ca. 5 min Post von mir in seinem Emailaccount hat.*stolz bin* Ich hoffe auf eine beruhigende Antwort seiner seits.

Eure Postings sind wirklich überaus aufbauend, was mich im grundegenommen auch wirklich erst ermutigt hat, mich einem ZA anzuvertrauen um es, noch einmal, zu probieren alles in den Griff zu bekommen.
Da es sich so anfühlt als hätte sich eine meiner paar Ruinen richtig kräftig an der Wurzel entzündet (bin zwar leihe aber denke ist so) muss ich einfach kämpfen jetzt...
Mein Herz rast bei jedem Gedanken den ich daran verschwende dass ich bald bei ihm auf seinem Stuhl lieg und er dem geschenkten Gaul das erste mal in die Fresse guckt. hört sich lustig an kommt mir aber schwerer vor als nach 3 Jahren dauerkiffen einfach aufzuhören, obwohl so ziemlich mein ganzes Umfeld regelmäßig kifft....aber seit Silvester ist in dem Bezug -zum Glück- die erste Woche ohne THC vorbei und bin mir sicher, dass ich zumindest das eine Problem aus der Welt geschafft habe. Klar nicht zu früh freuen aber das ist schonmal der beste schritt dorthin.

Ich versuche euch auf dem aktuellsten Stand zu halten!

=) >Simon<
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seni

unregistriert

9

Dienstag, 10. Januar 2006, 00:09

RE: Backenzahnruinen, wie weiter?

Hallo Simon,

schön, dass Du Dir in aller Ruhe noch einmal alles überlegt hast und jetzt wieder hier bist. Von wegen, Du hast noch nicht viel geschafft! Du hast schon eine ganze Menge geschafft - Du hast Dich entschieden, etwas zu ändern und hast bereits eine Mail an einen ZA geschrieben. Na wenn das keine Leistung ist :anbet:! Und Dein anderes Problem versuchst Du auch in den Griff zu kriegen. Ist doch ein super Start ins neue Jahr - mit den guten Vorsätzen.
Ich hoffe für Dich, dass Du bald Antwort vom ZA bekommst und dass es dann der Richtige für Dich ist.
Du kannst Dir jederzeit Unterstützung hier holen, wir helfen Dir :].

LG
seni
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Athene

unregistriert

10

Dienstag, 10. Januar 2006, 09:17

Guten Morgen Simon :knuddel:
klasse, freut mich, Dich wieder zu lesen....
Und? Wohin geht der Weg?
Natürlich immer vorwärts :]
Zürückschauen kannst Du wenn Du Opa bist ;)...
Laß' wieder von Dir hören, wenn sich der 'Neue' gemeldet hat. 2006 ist das Jahr der Taten. Im Dezember schauen wir dann mal, und freuen uns über unser Geleistetes!
Und ein grosses Problem kannst Du wohl schon mal (mit Bleistift :D?) von Deiner Liste streichen...

Alles Liebe für Dich :knuddel:

Athene
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janapier

unregistriert

11

Freitag, 13. Januar 2006, 11:14

Du meinst, die Backenzahnruinen müßten raus, doch nach meiner Erfahrung unterschätzt man die Möglichkeiten der Zahnerhaltung. Ich war auch überrascht, welche Ruinen bei mir wieder aufgebaut werden konnten.
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