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Lucy

unregistriert

1

Dienstag, 3. Januar 2006, 15:27

Der Teufelskreis wird immer schlimmer

Hallo!

Ganz lange war ich nun schon nicht mehr auf dieser Seite. Leider ist mein Internetzugang immer wieder defekt, so dass ich nur selten das Netz nutzen kann. Aber heute versuch ich mein Glück.

Vielleicht sollte ich noch mal kurz was zu meiner Geschichte schreiben. Ich habe schon seit ich Kind bin Angst vor dem Zahnarzt. Meine Zähne sehen schlimm aus und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Erst kurz vor Weihnachten ist mir wieder ein Stück Schneidezahn abgebrochen, als ich einen zu harten Keks aß. Ich hab so geheult.

Meine Zähne sind sehr schlecht. Unten geht es noch, da sind nur die Backenzähne kaputt, aber oben sind schon 1 Schneidezahn, 1 Eckzahn und ein paar hintere weggebrochen.

Ich bin jetzt 32 Jahre alt, seit ich 18 war, war ich mit meinem späteren Mann zusammen. Doch dieser verließ mich vor 2 1/2 Jahren u.a. auch, weil ich mich meiner Angst nicht stellen konnte oder wollte. Daran knabber ich immer noch, denn ich liebe ihn auch nach all der Zeit noch. Leider habe ich auch in der Firma meines Ex-Mannes gearbeitet, so dass ich nach der Scheidung arbeitslos wurde. Nach 1 Jahr ALG wurde mein Antrag auf AlG2 abgelehnt, weil ich nicht "bedürftig" bin. Nun bin ich seit 3 Monaten nicht mehr krankenversichert. D.h. selbst, wenn ich meine Angst überwinden könnte, kann ich nicht zum ZA , weil ich nicht versichert bin. Im Moment lebe ich allein von meinem Ersparten, was ich mir während meiner Ehe für meine Altesvorsorge angespart habe. Natürlich könnte ich davon den ZA bezahlen,zumindest ein bißchen, aber dann hätte ich nichts mehr, könnte weder die Miete zahlen, noch meine Lebensmittel.
Einen Job zu bekommen ist mit den Zähnen auch nicht einfach, da man einfach ungepflegt aussieht. Ich kann verstehen, dass man "so eine" nicht einstellt. Aber es ist zum verzweifeln. Im Moment weiß ich wirklich nicht weiter. Ohne Job keine Krankenversicherung, ohne Versicherung kein Arztbesuch, und ohne Arzt keine Behandlung. Und ohne Bahndlung keine Chance im Job. Obwohl ich Abitur habe wollte man mich nicht mal für die Kasse in einem Supermarkt haben.
Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Leider habe ich auch niemanden, mit dem ich über meine Ängste sprechen könnte. Weil niemand versteht.

Zum Glück hab ich meinen Hund, der mich ein bißchen aufbaut. Ohne sie hätte ich schon längst alles aufgegeben.

Habt ihr einen Tipp, wie ich diesen Teufelskreis unterbrechen kann?

Danke für's Zuhören und liebe Grüße,

Lucy

P.S.: Falls ich mich mal nicht melde, ist wieder was mit dem Netz kaputt.
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karen66

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Wohnort: Niedersachsen

2

Dienstag, 3. Januar 2006, 15:58

RE: Der Teufelskreis wird immer schlimmer

Hallo Lucy,

ersteinmal schön, daß Du Dich hier gemeldet hast. Es hört sich wirklich ganz schön ausweglos im Moment für Dich an.
Aber hier kannst Du Deinen Kummer immer loswerden und hier wirst Du ganz sicher verstanden.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß man so fallengelassen wird. Es muss doch eine Möglichkeit geben, Dir da rauszuhelfen.

Wäre es nicht für Dich möglich, einmal einem ZA aus der Liste eine mail zu schicken und Dein Problem zu schildern? Vielleicht sind solche Situationen ja nicht unbekannt und Dir könnte geholfen werden.

Und was ist mit dem Sozialamt? Haben die Dich auch abgeschmettert?
Ich weiss, Sozialamt hört sich schrecklich an, aber man sollte wirklich jede Hilfe in Anspruch nehmen, die es gibt.

Mehr fällt mir leider auch im Moment nicht ein, aber ich bin sicher, daß es für Dich eine Möglichkeit gibt.

Ich wünsche Dir wirklich sehr, daß für Dich mal wieder bessere Zeiten anbrechen werden. Versuche, Deinen Kampfgeist zu mobilisieren und nicht aufzugeben.
Schreibe bitte mal, ob Dir es gelungen ist.
Ich wünsche Dir wirklich alles alles Gute!!! :knuddel:
schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. (ausser Bügelwäsche)

(Morgenstern)
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lucky

unregistriert

3

Dienstag, 3. Januar 2006, 16:12

RE: Der Teufelskreis wird immer schlimmer

Hallo Lucy,

tut mir alles sehr leid. Wenn Dein Mann Dich wegen Deiner Angst verlassen hat, war es wahrscheinlich nicht der Richtige. Vielleicht könntest Du ja einfach mal zu einem ZA zur Beratung. Eventuell biete sich ja eine Möglichkeit, die Behandlung in Raten abzuzahlen. Ich würde erst einmal einen ZA aus der Liste heraussuchen, ihm vermutlich per e-mail meine Probleme schildern. Komplette Offenheit wird dabei oberstes Gebot sein. Wenn der erste Schritt getan ist, gibt es hoffentlich für Dich wieder eine erfreuliche Zukunftsperspektive. Halte Dir ganz fest die Daumen, dass alles so klappt, wie Du es Dir wünschst.
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perdita

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

4

Dienstag, 3. Januar 2006, 16:15

Hi Lucy,
sei herzlich willkommen bei uns :knuddel:
Ja, ich weiß, dass es Zahnärzte gibt, die auch Ratenzahlung annehmen. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit für dich. Meist haben die das auch auf ihrer Homepage, vielleicht solltest du mal zielgerichtet danach suchen.
Liebe Grüße
perdita

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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Lucy

unregistriert

5

Dienstag, 3. Januar 2006, 16:33

Hallo!

Ja,von Ratenzahlung hab ich auch schon gehört,aber so wirklich viel bringt mir das nicht. Zum einen ist eine Arztbehandlung, egal von welchem Arzt, ohne Krankenversicherung viel zu teuer. Zum anderen hab ich ja keinerlei Einkommen, sprich, ich muss von meinem Geld, was ich habe, leben. D.h. ob ich nun Ratenzahlung mache oder alles auf einmal bezahle,kommt für mich auf's selbe raus.

Sozialhilfe bekomme ich auch nicht. Natürlich nicht, wenn ich schon nicht für AlG 2 bedürftig genug bin.
Meine einzige Möglichkeit besteht darin, entweder einen Job zu finden, oder aber mein Geld auszugeben, bis ich nichts mehr habe, um dann endlich bedürftig zu sein. Aber es tut weh, das Geld, was man jahrelang angespart hat, zu verschleudern, um endlich "bedüftig" zu sein.

Ach, das ist echt schwierig. Ich weiß ja noch nicht, mal,wie mich eine Zahnbeahndlung kosten würde. Sicherlich ein Vermögen. ?(

Danke für euern Zuspruch!
Lucy
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Lyandra

unregistriert

6

Dienstag, 3. Januar 2006, 17:41

Hallo Lucy,

keine schöne Situation in der Du da bist :knuddel:

Da hilft es Dir auch nicht viel, das ich Dir jetzt einfach nur sagen möchte, das es immer eine Möglichkeit gibt. Das klingt jetzt nach alter Binsenweisheit, aber aus meiner Erfahrung ist da durchaus was dran.

Ich denke Du wirst Dich erkundigt haben, leider ist es tatsächlich so, wo noch Geld da ist, muß das erstmal aufgebraucht werden. Aber gleichzeitig gibt es auch da Beträge, die nicht angegangen werden, hast Du das gecheckt?
Wie sieht es mit Unterhalt von Deinem Mann aus?
Hast Du einen Ansprechpartner, der Dir vielleicht helfen kann? Sei es bei Recherche behilflich sein, oder beim Erkundigungen einziehen? Ausschließlich Beratungen bei den Behörden würde ich mit Vorsicht genießen, die sind selber manchmal erstaunt welche Theorien ihre Kollegen so in die Welt setzen (sagt die Erfahrung im Falle einer Freundin).

Was Jobs angeht ist es im Moment ja allgemein nicht allzu rosig, und bei der Arbeit an der Kasse kann ich mir vorstellen, das die Zähne vielleicht schon eine Rolle gespielt haben. Aber es gibt auch Stellen, wo das völlig belanglos ist. In unserer Firma z.B. werden immer wieder Aushilfen eingestellt, wo Schulbildung, Aussehen etc. kaum eine Rolle spielen. Zuverlässige Kollegen sind die Hauptsache. Diese haben ja auch keinen Kundenkontakt nach draußen. Heimarbeit vielleicht? Einer Umschulung vom Arbeitsamt?

Laß den Kopf nicht hängen, Du findest bestimmt einen Weg. Und irgendwann auch den Weg zum ZA, ohne die Sorge wie sich das Nötigste finanzieren lässt. Zum Zahnarzt hast Du ja schon mal jede Menge virtueller Begleiter gefunden :knuddel:.


LG,
Lyandra
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schlaflose

unregistriert

7

Dienstag, 3. Januar 2006, 18:52

Hallo Lucy,

seit Tagen verschlinge ich die Beiträge hier im Forum ...

zu Deinem Beitrag kann ich vielleicht was antworten...

ich war vor Jaaaaaaaaaaaaaaahren auch mal in so einer ähnlichen Situation...

hatte starke Schmerzen und musste zum Arzt, war aber wg. fehlendem Leistungsbezug nicht Krankenversichert...

Da konnte ich mich freiwillig bei der Krankenkasse versichern,
habe dann monatlich einen Betrag gezahlt und hatte ganz normal meine Karte (öhm...oder war es damaaals noch ein Krankenschein?!?? ;))

Vielleicht geht das auch in Deinem Fall...

Deine Leidensgeschichte ist meiner sehr ähnlich...
ich kann meinen Mann verstehen...
er verachtet mich für meinen Mund... und ich mich auch ...
und wenn ich in den nächsten Wochen nichts unternehme verliere ich meine Arbeitsstelle und werde wohl keine andere bekommen...

Ich möchte so wie Du auch aus diesem Teufelskreis raus kommen
und mal ehrlich...
das hier zu schreiben und sich dazu zu bekennen ist doch schon ein RIESIGER Schritt!

oder?

mir geht es jedenfalls so! und ich bewundere DICH und ALLE anderen hier die SO darüber schreiben können und es teilweise SOGAR geschafft haben...

Ich bin stolz auf Euch und möchte es auch irgendwann mal über mich sein *sfz*

Wenn Du möchtest frage ich morgen bei der Krankenkasse nach
wie das ist ...

Streichel Dein Hund ganz lieb von mir
bis bald vielleicht
~schlaflose~
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RonjaRäubertochter

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8

Dienstag, 3. Januar 2006, 19:39

Ja bitte macht das! Erkundigt Euch bei den Krankenkassen, Lucy, wenn Du noch gespartes Geld hast, kannst Du Dich nicht ersmal mit dem versichern? Und erst mal das machen lassen, was von der Kasse bezahlt wird?

Wäre das nicht eine Möglichkeit?

@Schlaflose + Lucy: Gebt Euch nicht auf!!!!! Euch zuliebe!!!! :knuddel: :knuddel:
Das Leben ist wie ne Schachtel Pralinen, von allem etwas, drei Viertel mag man nicht...und man weiß nie, wo der Schnaps drin ist.
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Lucy

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9

Dienstag, 3. Januar 2006, 19:51

Aber was bezahlt denn die Krankenkasse, wenn man nie zum ZA gegangen ist? Braucht man nicht dieses Bonusheft, damit die was bezahlen?

Ich hab mich mal bei den KK erkundigt, ich müsste 150€ pro Monat einzahlen, um versichert zu sein. Das ist für mich zu viel. Es ist kaum zu glauben, wie schnell Gespartes Geld weggeht, wenn man keinerlei Einkommen hat. Das ist alles im Moment so unbegreiflich für mich, wie ich so tief rutschen konnte. Ich mein, ich hab ganz normal Abi gemacht, dann eine Ausbildung und hab seitdem immer ganz gearbeitet. Und plötzlich ist alles dahin und alles ausweglos. Ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommen kann.
Und vor allem hätte ich nie gedacht, dass ich es einmal als Privileg ansehe, einfach so zum Arzt gehen zu können.

Danke für's Zuhören,

Lucy
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lucky

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10

Dienstag, 3. Januar 2006, 19:58

Hallo Lucy,

habe Dir mal etwas rauskopiert:

Zahnersatz auf eigene Kosten – Zahnimplantate, Kronen und Brücken sind zuzahlungspflichtig.
Maßnahmen, die außerhalb dieser Standardleistungen liegen, sind meist zuzahlungspflichtig oder müssen sogar komplett vom Patienten bezahlt werden. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel:

* Kunststoff- und Keramikfüllungen
* Inlays
* Zahnkronen
* Zahnbrücken

Vor einer solchen Zahnbehandlung erstellt der Zahnarzt ein Kosten- und Heilplan, in dem die geschätzten Kosten für Zahnarzthonorar und Dentallabor aufgelistet sind. Dieser Plan muss auch genaue Informationen darüber enthalten, welche Kosten der Zahnbehandlung von der Krankenkasse übernommen werden, und welche der Patient selbst zahlen muss.

Zahnersatz der in die sogenannte Standardversorgung fällt, wird mit 50 bis 65 Prozent von den Krankenkassen bezuschusst. Verschönerungsarbeiten, wie etwa die Verblendung von Backenzähnen mit Kunststoff oder Keramik, gehören allerdings nicht zur Standardversorgung und müssen komplett privat bezahlt werden.

Wer bei der Kostenfrage auf Nummer sicher gehen will, sollte bei der eigenen Kasse erfragen, welche Leistungen übernommen werden.
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Chris_C82

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11

Dienstag, 3. Januar 2006, 20:16

Hi Lucy,

kann dich total verstehen... Da läuft alles noch so rund und plötzlich ist alles dahin... Kohle weg, Mann weg, Arbeit weg... Ein harter Schlag... Plötzlich findet man sich in einem Teufelskreis wieder und hat das Gefühl jeden Tag weiter nach unten gezogen zu werden...

Das ist vielleicht genau der richtige Zeitpunkt um alles im Leben nochmal neu zu ordnen... Sich mal einen ganz realistischen Überblick zu verschaffen und dann alles step-by-step anzugehen... Nicht alles auf einmal, sondern den richtigen Punkt finden und dann los... Allein, oder mit Hilfe, ganz egal...

Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe eine nette Stelle, die sich mit Lebensproblemen auskennt... Wo du einfach mal hingehen kannst und nen bischen quatschen kannst... Vielleicht gibt es ja doch den ein oder anderen Rat für dich....

Empfehlen kann ich dir die Telefonseelsorge: 0800 - 111 0 111 Die haben oft die ein oder andere Adresse, an die man sich in schwierigen Situationen einfach so mal wenden kann...

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Kraft

MfG

Chris
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." 2. Kor 12,9

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chris_C82« (3. Januar 2006, 20:18)

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janapier

unregistriert

12

Donnerstag, 12. Januar 2006, 18:01

Ohne Einkomen werden die Ersparnisse bald ohnehin aufgebraucht sein. Gib sie lieber für den Zahnarzt aus. An Universitätskrankenhäusern gibt es Studentenkurse, in denen die Behandlung wesentlich billiger ist als beim niedergelassenen Arzt. Die Behandlungsqualität ist hingegen hoch, da sehr erfahrene Ärzte Aufsicht führen.
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karen66

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Wohnort: Niedersachsen

13

Donnerstag, 12. Januar 2006, 18:28

@ janapier

das thema hatten wir vor kurzem.......für Angstpatienten ist das wohl nicht die geeignete Methode, um seine Angst lowzuwerden, es dauert wohl auch wesentlich länger...........da gibt es einige beiträgezu diesem Thema. Die negative Seite war stark am überwiegen.......

gruß


einen passenden Link eingefügt von --Snowflake--
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(Morgenstern)
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janapier

unregistriert

14

Freitag, 13. Januar 2006, 10:33

Die Horrorstories habe ich jetzt gelesen. Mit meinen Erfahrungen haben sie nichts gemeinsam. Ich hatte vorher mein Gebiß 17 Jahre lang verfaulen lassen. Angesichts der Kariesruinen fragte mich der Oberarzt, ob ich Zahnarztangst hätte. Ich antwortete mit ausweichend mit "Das ist sicher schwer zu erklären" und ab dann wurde darüber kein Wort mehr verloren, was mir Recht war. Die Studenten waren allesamt sehr angenehme Personen, die ihre Sache gut gemacht haben. Natürlich brauchten sie mangels Erfahrung länger als fertige Zahnärzte, aber dafür kostete alles nur die Hälfte. In der Regel sind die Studenten danbkbar, daß man sich ihnen anvertraut und sie etwas lernen können. Lästern über den Zustand des Patientengebisses u.ä. liegt mit Sicherheit nicht in deren Interesse.

Nach meinem Eindruck ist die Abteilung für Zahnerhaltung stets bemüht, auch die übelste Ruine noch zu retten. Dabei wird mit den modernsten Methoden gearbeitet. Dies spart dem Patienten Geld und Prothesen - ein großer Vorteil.
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romme9

unregistriert

15

Freitag, 13. Januar 2006, 11:24

@japanier,

es ist schön, wenn du dich preiswert behandeln lassen konntest. wie ich aus deinem profil entnehme stufst du dich ja auch nicht als betroffener ein. und so wie du berichtest, wurde über deine angst, nach einer ersten nachfrage "ab dann darüber kein Wort mehr verloren".

wer geld sparen möchte, ist sicher bei zahnkliniken, e-bay oder im ausland recht gut aufgehoben.

hierher in dieses forum kommen die menschen in der regel, weil sie einen zahnarzt suchen, der gut mit ihrer angst umgehen kann.
davon sind leider die studenten und auch meistens die sie beaufsichtigenden assistenzärzte (die noch nichts ausser der uni kennen gelernt haben und oft auch erst relativ frisch mit dem studium fertig sind) weit entfernt, denn in deutschen universitäten und zahnkliniken sind psychologie, hypnose, kommunikationstechnik, NLP, entspannungsübungen und ähnliches kein bestandteil des lehrplans.
das ist schade und wäre, im interesse aller, sicher änderungsbedürftig.
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janapier

unregistriert

16

Freitag, 13. Januar 2006, 13:55

Nun ist ja klar, daß jeder von der Einrichtung positiv beeindruckt ist, die ihm persönlich helfen konnte. In meinem Fall ist das die Uniklinik, in anderen Fällen ein niedergelassener ZA. Ich habe hier im Forum auch schon von anderen gelesen, die ihr ZA-Problem in der Zahnklinik überwinden konnten. Das mag nicht für jeden möglich sein, aber warum diese Alternative gleich völlig ausblenden. Immerhin spielt Geld ja auch oft eine bedeutende Rolle in der Gesamtproblematik.
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romme9

unregistriert

17

Freitag, 13. Januar 2006, 14:27

die in den beiträgen angesprochenen zahnklinken sind keine abteilungen von universitäten, in denen die angstpatienten kostengünstig im studentenkurs behandelt worden sind.
es gibt große gemeinschaftspraxen von niedergelassenen zahnärzten, die sich "zahnklinik" nennen (teilweise sind das reine privatpraxen). dort ist die behandlung aber bestimmt nicht günstiger als in jeder anderen praxis auch.

ich möchte auch gar nicht die behandlung im studentenkurs angreifen, denn es ist enorm wichtig, dass die angehenden zahnmediziner gut ausgebildet werden und das geht nun mal nur, wenn sich ausreichend menschen finden, die sich dort behandeln lassen.
die frage, die sich für die user hier im forum stellt ist nur, ob eine solche behandlung für angstpatienten geeignet ist und da habe ich berechtigte zweifel.


ich stelle hier noch mal die gründe, die zu meiner meinung geführt haben, ein. ist ja möglich, dass du das nicht richtig nachvollziehen kannst. vielleicht fällt es dir dann abert leichter meiner argumentation zu folgen:

a) vertrauen
ein angstpatient braucht vertrauen. zum einen in den "menschen" zahnarzt und zum anderen in den "behandler" zahnarzt. beim studentenkurs wird man in der regel als neupatient einem studenten zugeteilt. unabhängig davon, wie dessen handwerkliche fähigkeiten sind und auch unabhängig davon, wie er/sie mit angstpatienten umgehen kann. während des studiums sind diese jungen leute leider noch gar nicht mit dem thema zahnarztangst konfrontiert worden. man kann sich seinen behandler nicht aussuchen. wenn man glück hat, dann gerät man an einen netten, liebevollen behandler. wenn man pech hat ....
b) zeit
eigene erfahrungen zeigen, dass eine behandlung im studentenkurs um ein vielfaches länger dauert als in einer "normalen" za-praxis. warum? um fehler zu vermeiden und um die noch unerfahrenen studenten zu kontrollieren, muss jeder einzelne arbeitsschritt einem assistenzzahnarzt, der den kurs beaufsichtigt, vorgestellt und von diesem schriftlich bestätigt werden. ein solcher assistent betreut diverse studenten. es kann also manchmal mehrere minuten wartezeit geben, bis ein teilschritt begutachtet wird. ist der assistent nicht zufrieden, dann muss nachgebessert werden, wieder schlange stehen zur begutachtung, schriftliche bestätigung und weiter gehts. es kommt vor, dass das legen einer kleinen füllung bis zu 1,5 stunden dauert. allein bei einer einfachen füllung gibt es bei unerfahrenen studenten bis zu 8 zu testierende arbeitsschritte (vorstellen des patienten und der gelanten versorgung, korrekte betäubung, öffnen des zahnes,entfernen der karies, ordnungsgemäße unterfüllung, angeätzte schmelz-/dentinfläche, aufgetragenes bonding, gelegte mehrschicht-kunststofffüllung, fertige politur).
zeitverlängernd kommt hinzu, dass die studenten bei weitem nicht mit der geschwindigkeit arbeiten können, wie ein erfahrener za. dafür fehlt ihnen einfach die routine.
c) umgebung
behandelt wird in den meisten uniklinken in großen, saalartigen räumen, in denen die einzelnen behandlungplätze durch niedrige trennwände abgeteilt sind. ein gespräch und eine behandlung in entspannter umgebung und rücksicht auf das schamgefühl des angstpatienten sind dort kaum oder nur eingeschränkt möglich.
d) intimität
aufgrund der kontrolle der einzelnen arbeitsschritte läßt es sich nicht vermeiden, dass nicht nur der student und sein ihm als "helferin" assistierender komilitone, sondern auch der assistenzzahnarzt (können auch mehrere unterschiedliche sein) und manchmal auch noch der kursverantwortliche oberarzt des öfteren in den mund schauen müssen.
e) kontinuität
je nach uni kann es vorkommen, dass ein student nur ein semester (ein halbes jahr) für "seinen" patienten zuständig ist. dananch kommt dann der nächste student an die reihe.
teilweise ist es sogar so, dass füllungen von studenten in der einen abteilung gemacht werden und zahnersatz (kronen, brücken, prothesen) von einem anderen semster in einer anderen abteilung. und für chirurgische eingriffe kommt man dann noch einmal zu jemand anderem.


der einzige echte vorteil, den eine behandlung im studentenkurs bringt, ist oft eine kostenersparnis beim zahnersatz. sicher nicht zu vernachlässigen aber dass ist für die meisten angstpatienten zu beginn ihres neuen weges kein geeignetes suchkriterium bei der auswahl des zukünftigen behandlers.
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Chris_C82

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18

Freitag, 13. Januar 2006, 14:39

*räusper* Ich möchte nur mal kurz auf das eigentliche Threat -Thema und die schon in aller Breite vorhandene Diskussion zum Thema in speziellen Threats hinweisen...

MfG

Chris
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." 2. Kor 12,9
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karen66

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

19

Freitag, 13. Januar 2006, 14:45

@ chris......manchmal ergibt sich das so.......dieses abschweifen :rolleyes: :rolleyes:

Aber ich hoffe sehr, daß es Dir, liebe Lucy, etwas besser geht und daß Du etwas positiver in die Zukunft blicken kannst....
schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. (ausser Bügelwäsche)

(Morgenstern)
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romme9

unregistriert

20

Freitag, 13. Januar 2006, 15:00

@ chris

du hast ja sooooo recht und damit möchte ich mich auch bei lucy entschuldigen.
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