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sunnymelon

unregistriert

1

Mittwoch, 10. August 2005, 21:12

Angst vor dem Bohren

Hi Leute,

habe ein riesiges Problem das mich schon seit 3 Jahren beschäftigt..
Ich bin jetzt 17 und hab ein riesen Loch im Zahn. Es steht schon so weit dass der Nerv raus muss und es "überkront" werden muss.
Wär ja alles gar nicht so schlimm wenn meine Angst nicht wäre.

Es ist kein Problem für mich zur Mundhygiene zu gehen, röntgen zu lassen etc..
Doch sobald der/die Zahnarzt/ärztin mit dem Bohrer anrückt ists vorbei. Ich brech in Tränen aus, fange an mit schwitzen und schlussendlich geh ich eh wieder heim.
Ich kann das Geräusch nicht ab, das brummen auf dem Zahn.. auch wenns betäubt ist gehts nicht.. :(

Ich habe schon so viel versucht..

Kopfhöhrer nutzen nix, dann hab ich es sogar schon mit Hypnose versucht bei ner ganz tollen Ärztin usw..

Ich weiß auch nicht mal warum ich Angst habe. Es ist NIE etwas vorgefallen wo ich schmerzen hatte oder so.. Ich habe angst VOR den Schmerzen die während der Behandlung auftreten könnten.. AUch wenn mir versichert wird dass nix sein wird


Weiß nicht was ich jetzt noch tun soll.
Gestern hatte ich einen Termin bei einer Ärztin in K. Liegt ne Stunde etwa von mir weg. Die machen das auch in Vollnarkose.. Dachte mir ich lass den Zahn in Vollnarkose machen und dann ist gut. So ists leider ned..
Während der VN kann nur der Nerv gezogen werden und es wird ein Medikament eingesetzt da der Zahn schon entzunden ist.. Bei der nächsten Behandlung wird das Medikament ausgewechselt und später wird dann gebohrt..

Ich weiß ned was ich tun soll.
Könnte jeden Moment in Tränen ausbrechen....

Help me..

Zudem ist mein Mund überall mit Karies überfallen.. :(

Sunny

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sunnymelon« (10. August 2005, 21:14)

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Leuchtkeks

unregistriert

2

Mittwoch, 10. August 2005, 22:18

Hi Sunny,

erstmal willkommen im Hasenstall ;)

Ich mag das Geräusch und den fremden Druck auf den Kiefer auch nicht sonderlich, ist aber dank des kleinen Pieksers vorab eher ungewohnt und "komisch", als wirklich unangenehm oder gar schmerzhaft.

Das Gehirn spielt einem hier nen Streich - man muss einfach zwischen echter Wahrnehmung und "Was-Wäre-Wenn (mir jetzt eine Strassenbahn auf den Kopf fällt)" Panik unterscheiden. Du sagst doch selbst, bisher sei nie was durchgekommen. Warum sollte sich das ändern? Der Denkweise folgend dürfte man auch nicht mehr Fliegen, Bus, Bahn oder Auto fahren. Es köööööööönte ja immer was passieren ;)

Vorschlag: vereinbare mit Deiner ZÄ ein Zeichen. Hebst Du die linke Hand, ist sofort Schicht im Schacht, Auszeit. So behälste die Kontrolle. Aber bitte nur, wenns wirklich unangenehm wird.

Viele Grüsse,
LK
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rainbowms

unregistriert

3

Donnerstag, 11. August 2005, 09:57

Hallo Sunny,

von mir auch ein herzliches Willkommen und fühle Dich :knuddel:.

Natürlich kann Dich hier jeder verstehen und wir können Dir aus unserem mehr oder minder reichen Erfahrungsschatz berichten.

Aus meiner Sicht ist der erste Schritt immer die Angst selbst zu akzeptieren und nach außen zu äußern, das hast Du ja hiermit getan, also erstmal: große Klasse!

Schlimm finde ich es immer, so war es bei mir, dass ich mich selbst für meine Angst schlecht gemacht habe und geschämt habe und mich selbst erstmal klein gemacht habe. Also, so merkwürdig es erstmal klingt: Du darfst Angst haben und egal warum!

Auch ist es wichtig, die Menschen zu finden, die Dich verstehen .... und die gibt es, sogar unter ZAs.

Alles weitere schaffst Du dann schon, ganz bestimmt. Ich konnte nicht einmal irgendein Instrument in meinen Mund lassen, geschweige denn einen Bohrer, aber es geht.

LG
Marion
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Rike

unregistriert

4

Donnerstag, 11. August 2005, 10:18

Hallo Sunny...oh ja, das Bohren ... als hätte man eine bösartige Wespe im Mund... einen mehrspurigen Highway... es gibt wirklich Schöneres. Ich kann ganz sicher nicht behaupten, es wäre inzwischen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen :( :( :( aber auf jeden Fall habe ich hier, mit Hilfe vieler ganz lieber, geduldiger Leute, gelernt, daß sich das, wovor ich so schreckliche Angst hatte vorwiegend in meinem Kopf abspielt. Es hat mir sehr geholfen, daß mein ZA mir alles erklärt hat, was ich wissen wollte - aber mir nix aufgedrängt hat.
Weisst Du, wenn Du jetzt wirklich eine Vollnarkose machen lässt, und der Zahn dann Ruhe gibt ... dann weisst Du noch immer nicht, was Du tun musst, um nächstes Mal halbwegs in Frieden zu einem ZA zu gehen. Der einzige Weg, langfristig, ist die Angst zu verlernen...Wobei ich nicht behaupten will, das sei einfach oder ginge schnell...Leider nicht. Du hast ja schon einiges versucht, und bisher hat offensichtlich nichts wirklich was gebracht. Du bist sehr misstrauisch und hast Angst, das etwas weh tun könnte, das ist ja an sich vollkommen normal. Vielleicht hast Du einfach nicht den für Dich "menschlich richtigen" ZA gefunden? Ist nur mal so ins Blaue gesponnen...vielleicht liege ich ja komplett daneben. Ich weiss nur einfach aus eigener Erfahrung, daß ich mir jahrelang nicht mal vorstellen konnte, zum ZA zu gehen - und jetzt habe ich einen gefunden, mit dem es kein Problem mehr ist... und ich denke, das hängt sehr an seiner Person, bei einem anderen kann ich mir das nämlich immer noch nicht vorstellen. :knuddel: rike
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Medea

unregistriert

5

Donnerstag, 11. August 2005, 10:31

Hi Sunny !

Das kommt mir irgendwie bekannt vor - ich finde auch, dass Bohren definitiv das schlimmste beim ZA ist !

Eigentlich unerklärlich denn es tut schliesslich nicht weh (ich kann "nur" mit einer Wurzelbehandlung + Weissheitszahn ziehen vergleichen) - halt eine reine Kopfsache...
Dieser Druck auf dem Kiefer plus dem "netten" Geräusch :( - wobei ich den Druck unangenehmer empfinde und dagegen helfen auch keine Kopfhörer.

Leider kann ich Dir auch keinen Tipp geben, wie die Angst verschwindet - ausser Augen zu und durch...
Ich versuche mich dabei auf irgendwas anderes zu konzentrieren (so à la autogenes Training) und möglichst ruhig und gleichmässig zu atmen - manchmal klappts...

LG,
Medea
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