Ursachenforschung ...
Hallo Ronny,
so ganz pauschal kann man die von dir gestellte Frage, woher die Angst denn kommt, keinesfalls beantworten. Dafür KANN es zu viele Ursachen geben.
Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn du dir zumindest zusammenreimen könntest, seit wann du diese Angst hast, bzw. ob oder was vorgefallen ist.
Einige kurze Aspekte sind ja schon genannt worden. Auslöser können schlechte Erfahrungen in der Kindheit und auch als Erwachsener gewesen sein. Hier hättest du den Vorteil, dass man diese Ängste leicht durch gute Erfahrungen kompensieren kann. Der Mensch an und für sich prägt sich schlechte Erfahrungen ein, und kann diese "schön malen" wenn ausreichend positive Impulse vorliegen.
Ein anderer Anhaltspunkt sind "Erzählungen" bzw. betitulierte Horrorgeschichten von ZA Erlebnissen. Da manche Menschen dazu neigen, diese Geschichten in den düstersten Farben auszumalen und rüberzubringen, kann sich eine gewisse Hemmschwelle vor einer Behandlung aufbauen, und zu einer Angst führen. Auch hier gilt, dass man diese Erzählungen irgendwann in den Hintergrund schiebt, wenn man selber genug Vertrauen zu seinem ZA aufgebaut hat.
Schwieriger wird es dann schon, wenn die Auslöser tiefenpsychologische Anhaltspunkte sind, die an und für sich gar nichts mit dem ZA zu tun haben müssen. In diesem Fall fällt es sehr schwer, überhaupt einen Zusammenhang mit dem ZA Besuch herzustellen, und im Zweifelsfall können die Ängste so tief sitzen, dass man wohl das beste Ergebnis mit professioneller Hilfe erreicht. Das heißt aber nicht, dass der ZA zumindest in der Lage ist, durch geeignete Behandlungsmethoden, eine Zahnbehandlung an einem durchzuführen. Ich meine damit, dass der angstfreie Zustand sehr viel schwerer erreicht werden kann.
Ja und in der Typisierung der letzte Punkt, den ich nun noch nennen möchte, ist die übertragene bzw. "vererbte" Angst von Seiten der Eltern. Es gibt sehr viele Beispiele dafür, dass Eltern, die selber Angst vor dem ZA haben, diese auf die Kinder schon im frühesten Kindesalter übertragen können. Auch hier gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, und versuchen durch gute Erfahrungen einen Konsens zu finden, mit dem man selber die Angst verarbeiten kann.
Grundsätzlich solltest du immer Vertrauen zu deinem Behandler finden, und dich "gut aufgehoben" fühlen. Je mehr Vertrauen du zu ihm hast, desto einfacher wird es für dich, diese Angst zu verarbeiten und den Zustand "angstfrei" oder "nur noch mulmig" zu erreichen.
Dieses sind nur ganz kurze Anhaltspunkte , eine ausführliche Beantwortung würde wohl die Dimension eines Buches annehmen, wobei es da schon ein paar wenige sehr gute gibt, die viele Fragen beantworten.
Sei lieb gegrüßt von
zoe
Liebe Grüße von *** zoe ***
Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall, sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben. (Mark Twain)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zoe« (22. Dezember 2002, 22:36)