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Kashia

unregistriert

1

Montag, 14. Februar 2005, 18:17

untypischer Angsthase ?

Hallöchen Ihr lieben,
ich habe Euch zufällig bei meiner Suche nach einem Hausmittel gegen dicke Backen gefunden. Nachdem ich mich ein paar Stunden durch das Forum gelesen habe, habe ich mich entschlossen mal meine Erlebnisse zu schreiben.

Meine Angst begann mit ca. 8 Jahren, nachdem eine Zahnärztin der Meinung war sie müsste mir einen entzündeten Zahn ohne Narkose ziehen. Das alleine war schon Horror. Als sie danach aber auch noch mit dem Finger in die Wunde drückte hab ich mich mit einem kräftigen Biss auf denselbigen bei ihr bedankt und sie nie wieder besucht.
Die nächsten Jahre bin ich immer nur zu einem Zahnarzt , wenn es vor Schmerzen kaum auszuhalten war und dabei hat mich kein Zahnarzt mehr als ein oder zwei mal gesehen.
Als ich 23 war und mal wieder Zahnschmerzen hatte , gab mir eine liebe Arbeitskollegin die Adresse von einem tollen Zahnarzt in Hannover. Sie war selber mal Angstpatientin. Da ich ihn noch nicht kannte probierte ich ihn aus. Und .. es ist der beste Zahnarzt den ich jemals kennengelernt habe. Bisher durfte kein Arzt an meine Zähne ohne mir vorher eine Betäubung zu geben. Mein Superzahnarzt hatte mich irgendwann soweit das er auch mal ohne Betäubung eine Kleinigkeit reparieren durfte. Ich erinnere mich noch genau , er sagte vor der Behandlung "heben sie einen Finger wenn es schmerzt !". Ich bin nur nie soweit gekommen den Finger zu heben.
Leider bin ich dann aus Hannover weggezogen und meine schluderei ging wieder los.
Mittlerweile wohne ich zwar wieder im Raum Hannover , traue mich aber nicht mehr zu ihm hinzugehen. Es ist jetzt ca. 13 Jahre her , das er mir alles ordentlich gemacht hat. Doch nun sind meine Zähne schlimmer als damals.
In dem Ort in dem ich nun wohne gibt es sechs Zahnärzte. Zwei habe ich schon durch.
Bei dem ersten war ich , weil ich schmerzen unter der Krone hatte und den Geschmack von eitrigem im Mund. Nachdem er mich geröntg hatte und meinte er findet nichts schickte er mich unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Zu meinen restlichen Zähnen kam von ihm null Kommentar. Na immerhin krieg ich von ihm Jahr für Jahr eine Postkarte ob ich nicht mal zur Vorsorge kommen möchte. Aber meine Krone gibt seitdem nichts mehr von sich.
Die zweite war eine Zahnärztin , obwohl ich mir geschworen hatte nie wieder zu einem weiblichen Zahnarzt zu gehen. Aber die Schmerzen waren halt mal wieder stärker als ich. Ganze drei mal durfte sie mich sehen. Aber auch nur weil sie auch eine Wurzelbahandlung machen musste. Komischerweise habe ich seitdem neben dem rechten Nasenflügel eine stelle die bei Druck schmerzt.
Als ich dann letztendlich vor 1,5 Jahren wegen Zahnschmerzen in die Zahnklinik bin , wurde festgestellt das bei der Wurzelbahandlung Fehler gemacht wurden. Jedenfalls ist die Wurzel noch da und bereitet Probleme. In der Zahnklinik wurde jedenfalls der betroffene Zahn und der daneben aufgebohrt und ich musste verspechen damit in den nächsten Tagen zum Zahnarzt zu gehen.
Hab ich natürlich nicht gemacht. Das heisst also ich laufe jetzt seit 1,5 Jahren mit zwei offenen Zähnen rum. Da ich auch noch psychische Probleme habe die es mir oftmals unmöglich machen mich zum Zähneputzen zu überwinden möchte ich gar nicht wissen wie es mittlerweile in meinem Mund ausschaut.
Aber lange werde ich wohl nicht mehr warten brauchen , denn meine fehlgeschlagene Wurzelbehandlung meldet sich mal wieder. Und da ich Schmerzen leider nicht lange ertragen kann wird wohl bald der dritte Zahnarzt im Ort mit meinem Besuch rechnen können.
Trotz allem hoffe ich noch das ich vielleicht wieder einen Zahnarzt finde zu dem ich Vertrauen aufbauen kann , vor dem ich keine Angst habe. Zu meinem in Hannover traue ich mich echt nicht mehr hin , das wär mir viel zu peinlich.
Ups , ist jetzt etwas lang geworden , aber vielleicht ist es ja für manche eine Hilfe. Oder ein Beispiel wie man es nicht machen sollte.

Viele liebe Grüße
Kashia
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Zauselfisch

unregistriert

2

Montag, 14. Februar 2005, 22:52

Hallo Kashia,

erst mal herzlich Willkommen hier im Forum.

Nachdem Du Dich ja schon eine Weile durch das Forum gelesen hast weisst Du sicherlich dass Du mit Deiner Angst und Deiner Scham nicht alleine bist und wir werden versuchen Dir zu helfen.

Hast Du denn schon mal in der ZA-liste geschaut ob es einen ZA in/bei Hannover gibt? Vielleicht meldet sich hier ja auch noch jemand, der einen guten ZA in Deiner Region kennt.

Ich kann Dich verstehen, dass Du aus Scham nicht zu Deinem "alten" Zahnarzt gehen moechtest. Aber zum anderen schreibst Du, dass er wohl Erfahrung mit Angstpatienten hat und Du Dich bei ihm wohl gefuehlt hast und er der beste ZA ist den Du kennst? Waere es nicht da einen Versuch ueber seinen eigenen Schatten zu springen und wieder zu ihm zu gehen? Ihn mal anzurufen? Ihm mal eine Mail zu schreiben? Was hast Du zu verlieren? Du kannst eigentlich nur gewinnen, vor allem wenn er immernoch so nett und verstaendnisvoll ist wie frueher.

Viele Gruesse,
Bettina
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Tag&Nacht

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 31

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rheinland-Pfalz

3

Dienstag, 15. Februar 2005, 08:25

hallo kashia, :knuddel:

ich würde versuchen mit dem alten zahnarzt per e-mail kontakt aufzunehmen.

in diese mail würde ich alles das reinschreiben, was du hier im forum veröffentlicht hast. ich finde, du hast hier sehr gut beschrieben wie's dir momentan geht und was für erfahrungen du mit zahnärzten gemacht hast. genau das würde ich den zahnarzt wissen lassen.

gruss

tag&nacht
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Anja977

unregistriert

4

Dienstag, 15. Februar 2005, 12:43

Hallo Kashia!
Kann mich dem was Tag&Nacht geschrieben hat nur anschliessen! Würde es auch wieder bei dem alten Zahnarzt versuchen! Denn bei ihm hattest ja schon damals Vertrauen aufgebaut und bist regelmäßig hin! Wenn Du es ihm per email erklärst, wird es wohl am einfachsten! Glaube kaum, daß er irgendwelche blöden Kommentare abgeben wird!
Viel Glück Anja
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