Hallo,
nachdem ich endlich am Freitag mich meinem Problem gestellt habe, nämlich das es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann und ich das Thema Zähne und Zahnarzt nicht mehr verdrängen kann, habe ich mich am Samstag gleich im Internet auf die Suche nach dem Thema Angst und Zahnarzt gemacht. Dabei bin ich glücklicherweise auf dieses Forum gestoßen....Es ist wirklich beruhigend für mich zu sehen das ich nicht die einzige bin.
Ich bin so froh das ich das Thema nun nicht mehr verdränge denn jetzt wo ich beschlossen habe etwas gegen meine schlechten Zähne zu tun fühle ich gleich eine kleine Erleichterung. Ich habe mich dann ja auch gleich am Samstag hier im Forum auf die Suche nach einem Zahnarzt gemacht und habe nette Antworten bekommen

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Nun habe ich gleich heute morgen da angerufen und einen Termin vereinbart mit dem Hinweis das ich sehr lange nicht beim Zahnarzt mit richtiger Behandlung war nämlich seit ca. 10 Jahren und vielleicht erstmal geschaut werden muss was eigentlich alles gemacht werden muss. Glücklicherweise habe ich auch gleich für Donnerstag den 19.01. einen Termin bekommen. Ich glaube viel länger würde ich das auch nicht aushalten.
Alleine wenn ich an meinen ersten Termin denke wird mir schlecht und friere, aber ihr kennst das ja leider sicherlich. Ich habe eigentlich nicht so sehr angst vor den schmerzen sondern eher vor der antwort des zahnarztes wieviele zähne raus müssen und was alles kaputt ist.
Begonnen hat mein ganzes Problem eigentlich so mit 15 Jahren als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Sie haben mir während meiner ganzen Kindheit immer eingeprägt wie wichtig es ist die Zähne zu putzen und so weiter was ja auch eigentlich sehr richtig ist. Als Kind hatte ich auch super zähne und war mega stolz drauf. Als ich dann jedoch in die pubertät gekommen bin, war das Verhältnis zu meinen Eltern leider nicht mehr so gut, was natürlich auch an mir lag, na auf jeden Fall ist mir mit 15 Jahren dann im Kino beim Popcorn essen ein Zahn abgebrochen und ich habe mich nicht getraut es meinen Eltern zu erzählen. Zum jetzigen Zeitpunkt könnte ich mich jedes mal wieder dafür hauen aber damals hatte ich einfach nicht den mut meinen eltern was davon zu erzählen. Wahrscheinlich hätten sie mir nur ne standpauke gehalten ich sollte doch öfters zähne putzen, aber zum zahnarzt hätten sie mich auf jeden fall gefahren. Tja nur leider tat zum damaligen zeitpunkt als der zahn abgebrochen ist nichts weh und da es der hintere backenzahn war hat man ja auch nichts gesehen. Die Verdrängung funktionierte also somit super...
Mit 17 als ich in der Ausbildung war habe ich dann mal meinen mut zusammen genommen und bin zu einer zahnärztin gegangen die war eigentlich auch ganz freundlich nur hat sie mir einfach die röntgenaufnahmen in die hand gedrückt und mir nen kieferchirurgen genannt und zu mir gesagt ich soll mich wieder melden wenn ich beim kieferchirurgen war. Tja wäre ich mal bloß zum kieferchirurgen gegangen aber mit 17 hatte ich leider dann doch was anderes im kopf und man hat ja nichts gesehen. Über die Schmerzen die dann doch leider irgendwann kamen weiß hier ja auch jeder bescheid, aber jedes mal wenn ich kurz davor war mich zu überwinden und zum zahnarzt zu gehen hörten sie auf. Und je älter ich geworden bin desto peinlicher ist mir das ganze und desto weniger hatte ich den mut mir einen zahnarzt zu suchen aufgrund meines schamgefühls und dem gedanken das bekommt der nicht wieder hin. Und inzwischen fehlen mir mit grade mal 24 Jahren schon 4 Zähne....
Und wo ich nun am we gelesen habe das man doch sehr vieles wieder hinbekommt habe ich neuen mut gefasst endlich was zu ändern. Ich habe keine lust mehr auf wöchentliche albträume wo ich sehe wie noch mehr zähne abbrechen und absterben und nur noch ein angedeutetes lächeln. Zumal mir mein aussehen eigentlich schon sehr wichtig ist auch wenn das für außenstehende Personen vielleicht ein widerspruch ist.
Noch 3 Tage und dann bekomme ich die Quittung für meine jahrelange zahnarztabstinenz, richtig ärgern werde ich mich dann wahrscheinlich wenn ich den heil- und kostenplan sehen.
Ich hoffe das ich einem Jahr lachen kann und meine selbstvorwürfe dann auch aufhören. Ích denke wirklich seit mindestens 5 Jahren jeden Tag, was tué ich mir da eigentlich selber an.