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Jennilein

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1

Donnerstag, 5. Januar 2012, 13:38

Das erste Mal!

Hallo!

Wie soll ichs sagen, wo soll ich anfangen? Zunächst einmal Google danken, dass ich dieses Forum gefunden habe!

Hier und jetzt, spreche/schreibe ich das ERSTE Mal öffentlich, dass ich Zahn>behandlungs<angst hab!! Angst vorm Zahnarzt selbst hab ich nicht. Bis heut hat mich noch keiner verhauen, höchstens schief angesehen, höchstwahrscheinlich mit dem Gedanken: „Sobald ich sie von ihrem Schmerz befreit hab, kommt sie sowieso nichtmehr vorbei!“ .. und ja! Leider war es bis jetzt immer so!

Ich bin nun 24 Jahre jung, Mutter zweier wundervoller Kinder, ich habe einen tollen Verlobten, und doch stimmt mit mir etwas nicht! Ich habe schreckliche Angst davor mich in Zahnmedizinische Behandlung zu begeben!

Ich weiß nicht genau wann das angefangen hat, womöglich wars schon immer so. Ich war in meinem Leben noch nie beim Zahnarzt, ohne das nicht umgangssprachlich „der Hut gebrannt hat!“. Auch nicht als ich noch ein Kind war. Ohne sichtliche Schäden, oder eher ohne erhebliche Schmerzen (der nicht mit Schmerzmittel zu betäuben war) hab ich mich noch nie auf „den Stuhl“ gesetzt! Und nachdem der schlimmste Schmerz behoben war, war ich wieder weg! Manchmal ohne Termin, manchmal mit. Aber den hab ich natürlich nicht eingehalten!

Zum letzten Mal war ich vor 4 Jahren! Aber nur weil mir eines Abends, aufgrund eines total abgebröckelten Backenzahns, meine Backe stark anschwoll. Den musst ich mir gezwunger Maßen dann reißen lassen! Nachdem der Zahn weg war, war ichs auch, und ich kam auch nichtmehr wieder!

Ich bin soo stark eingeschränkt! Zwar hält sich der grobe Schaden bis jetzt noch im hinteren Mundbereich, aber ich kann nichtmehr herzerfüllt Lachen, oder gutes Essen genießen. Auch in meinen sozialen Kontakten schränkt es mich sehr ein! Ohne einen Kaugummi, kann ich mit niemanden der näher an mir steht richtig sprechen, ich habe Angst, dass man etwas sieht, oder riecht! Denn obwohl ich meine Zähne pflege so gut ich kann, ist es durch die Zahnfäule unaufhaltbar, an Mundgeruch zu leiden.

Ich kann meinen Lebensgefährten dann auch gar nicht richtig küssen, weil ich mich meiner Zähne schäme! Und wenn ich an Schmerzen leide, kann ich nicht unbekümmert mit meinen Kindern spielen. Da möchte ich mich eher zurück ziehen und meine Ruhe! Das macht mir neben den Schmerzen auch noch ein schlechtes Gewissen! :(

Aber welcher ist denn nun genau der „Erste Schritt“? Es sich einzugestehen, darüber zu reden, sich eine Therapie suchen, einen Zahnarzt suchen, oder doch erst die erste Behandlung?

Einfach so einen Termin ausmachen, das trau ich mich einfach nicht! Nun habe ich mich überwunden, und einen Termin für eine Therapie bei einer Psychologin ausgemacht. Am 26.01 um 10:00.
Ich hoffe soooooo stark, dass ich diese Angst irgendwann überwinden kann. Aber Eines weiß ich! SO will ich nichtmehr weiterleben!

Jenny
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lili85

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2

Donnerstag, 5. Januar 2012, 19:01

Hallo Jenny,

willkommen hier im Forum. Wünsche dir einen guten Austausch. Das mit dem Psychologen ist doch schon mal ein guter erster Schritt. Ich bin mir aber sich, dass wenn du einen ZA findest, der auf dich eingeht, dann wirst du keine Psychologen brauchen bzw. nicht lange brauchen. Wie wäre es den, wenn du einen ZA der dir zusagt anschreibst? Erzähl ihm von deiner Geschichte und warte ab, was geantwortet wird. Wenn dir die Antwort zusagt, dann lass einen Termin machen, wenn du es nicht schaffst, nur zum Reden und evtl. kucken. Du kannst das :knuddel:

Liebe Grüße

lili
Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns,

sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

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Jennilein

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3

Freitag, 6. Januar 2012, 09:43

Ich danke Dir für deine lieben Worte! :)

Ich wohne in einer relativ kleinen Stadt. Hier gibt es zwar ein paar Zahnärzte, aber keiner davon hat eine HP! Ein paar schließ ich von Haus aus gleich mal aus, da ich da schreckliche Erzählungen gehört, bzw. mit Zwei selber schlechte Erfahrungen gemacht hab!

Die Anderen kenn ich nicht, und um anzurufen und persönlich nachzufragen, fehlt mir zurzeit der Mut! :(
Wien liegt zwar nur eine Stunde Autofahrt von mir entfernt, und dort wären sehr, sehr viele Zahnärzte mit Angstpatientenerfahrung, aber ich hab kein Auto! In meinen Freundes / Familienkreis gäbe es sicher jemanden, der mich zumindest mit der Fahrt dorthin unterstützen könnte, bzw. in der Zeit auf meine Kids aufpasst, jedoch schäme ich mich zurzeit noch zu sehr um mit jemanden aus meinen Familien / Freundeskreis darüber zu sprechen!

Vielleicht kann mir die Therapie helfen, das zu ändern. Wenn ich jemanden hätte, der mir gut zuspricht und mir den rücken stärkt, und mich versteht, ginge es vielleicht besser. Ich bin schon sehr gespannt was mich bei dem Gespräch dort erwartet.

Im Moment fühl ich mich, als würd ich in der Luft hängen. Von allein hab ich einfach nicht den Mut über diesen riesigen Schatten zu springen, ich fühl mich dann wie ein kleines Mädchen, total eingeschüchtert obwohl das eigentlich garnicht meinem Charakter entspricht!

Lg, Jenny
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lili85

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Wohnort: Würzburg

4

Freitag, 6. Januar 2012, 15:28

Hallo Jenny,

na das Forum ist auch dazu da, einem Mut zu machen und das ganze anzugehen :knuddel: Das ist natürlich schade, dass die keine HP haben. Wie wäre es mit einem normalen Brief? Ich wette mit dir, dass es in deinem Freundeskreis auch Leute gibt, die Angst haben. Wir sind damit nicht so alleine wie wir denken, dass Forum ist schon mal ein guter Beweis dafür. Hast du eine sehr gut Freundin oder Freund, dem du deine Angst anvertrauen kannst? Vielleicht kann dir auch die Psychologien einen Tipp geben, zu welchem ZA du gehen kannst. Hast du hier schon eine Zahnarztsuche gestartet? Du schaffst das und wir helfen dir gerne dabei. Vielleicht gibt es ja jemanden hier im Forum, der in der nähe wohnt und dir nicht nur virtuell helfen kann.

Liebe Grüße

lili
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