Hallöchen ihr alle!
Ich habe mich hier eben ein wenig durch geklickt, während ich einen Heulanfall hatte, weil ich an meine Zähne gedacht habe.
Vor weg, ich bin erst 19 fast 20 Jahre alt und habe sehr schlechte Zähne. Mir wurden schon ganze 3 Zähne gezogen. Ich habe etwas gezögert hier zu schreiben, aber ich tue es einfach mal, weil ich sonst auch mit niemanden dadrüber reden kann, weil es niemand versteht.
Alles find an als ich damals ein kleines Loch im unteren Backenzahn hatte. Meine Milchzähne hatten sich extrem schnell verabschiedet... Jedenfalls, hatte ich schon dort Angst und habe meine Mutter gebeten das doch bitte auf dem Zettel zu vermerken, damit ich eine Spritze bekomme. Der Zahnarzt war jedoch der Meinung ich bräuchte keine Spritze und das ginge schon. Also find er an. Die Karies reichte aber doch schon so weit rein das eine Wurzelbehandlung nötig war. Ich verspürte riesige Schmerzen und weinte, aber er hörte einfach nicht auf bis es endlich überstanden war..
Von diesem Moment an scheue ich jeden Zahnarzt. Jede Praxis. Jeden Anruf. Einfach alles was überhaupt damit zu tun hat. Ich war schon bei 6 verschiedenen Zahnärzten aber immer habe ich irgendwo schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte eine 2. Wurzelbehandlung im vorletzten Backenzahn oben links. Jedoch habe ich mich irgendwann nicht mehr getraut die Kontrolltermine wahr zunehmen, sodass der Zahn im wahrsten Sinne des Wortes "vor sich hin gammelte". Die provisorische Füllung brach irgendwann heraus und ich rannte gute 3 Jahre mit diesem hohlen Zahn durch die Gegend. Irgendwann wurde auch derselbe Zahn auf der gegenüberliegenden Seite genauso schlecht. Aber ich traute mich einfach nicht, da ich solche Angst hatte. Solche Worte wie "Stell dich nicht so an" bewirken nämlich mal rein gar nichts.
Irgendwann raffte ich mich letztes Jahr (Juni) dann doch auf zum Zahnarzt zugehen, weil der besagte Zahn auf der gegenüberliegenden Seite zu schmerzen begann. Die Zahnärztin war auch eigentlich sehr nett, musste mir den Zahn aber leider ziehen, da er einfach nicht mehr zu retten war. Sie musste ihn teilen und ganz viele Einzelteile aus dem Kiefer holen, weil er schon so brüchig geworden war. Dabei hat sie aber ein großes Stück Wurzel vergessen, welches jetzt immer noch in der Wunde steckt. Im August war ich nochmals beim Zahnarzt weil der letzte Zahn links unten Anfing weh zu tun. Es war ein kleines Loch. Ganz winzig. Ich dachte mit etwas bohren wird das schon. Falsch gedahct.
Meine Zahnärztin hatte Urlaub, also kam ich zu dem Zahnarzt der ebenfalls in der Praxis arbeitet. Ein richtiges *** wenn ich das sagen darf. Er warf mir unschöne Dinge an den Kopf, das ich selbst Schuld wäre an meinen schlechten Zähnen, ich mich nicht so anstellen sollte und öfter in der Praxis "aufkreuzen" sollte, sonst hätte ich bald "gar keine Zähne mehr".
Da musste ich schon ordentlich mit den Tränen kämpfen.. Als er dann auch noch in den Mund schaute und meinte der Zahn wäre nicht mehr zu retten brach eine Welt in mir zusammen. Er wollte den Zahn von der fehlgeschlagenen Wurzelbehandlung und den unteren Backenzahn zusammen ziehen lassen. Jedoch beim Kieferchirurgen, da meine Zähne tief in die Kieferhöhle ragen. Ich brach in Tränen aus und er zeigte nichmal einen Funken Mitgefühl, sondern sagte noch, dass wenn ich meine Zähne behalten möchte ich nach der Zahn-Op direkt wieder kommen solle.
Im September hatte ich dann die Zahn-OP beim Kieferchirurgen. Jedoch wurde aus dem gleichzeitig ziehen nichts, da sich der untere Zahn entzündete, und ich den schon eher gezogen bekommen habe (1 Woche eher). Es tat weh, aber es war aushaltbar. Der andere Zahn musste mich regelrecht aus dem Mund "gefräst" werden, da dieser auch so brüchig war und sonst nicht rauszubekommen war. Jedoch war das ok, ich habe keinen Schmerz verspürt. Nur danach hätte ich vor Schmerzen sterben können. Wie vermutet wurde auch die Kieferhöhle eröffnet, jedoch auch wieder schön verschlossen.
Das war eigentlich eine gute Erfahrung für mich, da meine Kieferchirurgin auch wirklich sehr einfühlsam war und Späße gemacht hat, damit ich etwas lockerer werde, was mir wirklich geholfen hat. Jedoch habe ich jetzt seit einiger Zeit wieder ein großes Loch, es wächst und wächst. Es ist der vorletzte Backenzahn unten links. Er tut wohl bemerkt noch nicht weh, das Loch ist aber doch schon größer. Es befindet sich vorne auf der Ecke. Manchmal ziept es ein wenig, aber das wars. Ich verspüre keinen Druckschmerz oder sonstiges.
Als das Loch noch kleiner war dachte ich mir "Gehst du schnell zum Zahnarzt, dann ist alles halb so schlimm." Jedoch habe ich dieses Jahr mein Fachabitur mit Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, was ziemlich stressig war. War natürlich eine gute Ausrede nicht zum Zahnarzt zu gehen, aber wiederrum war ich wirklich sehr gestresst und hatte auch kaum Zeit.
Nun ist das Loch groß geworden und somit auch die Angst wieder gewachsen. Ich möchte nicht wieder dorthin gehen und gesagt bekommen "Der Zahn ist nicht zu retten." Ich möchte auch keine Wurzelbehandlung, weil ich mich dann immer an dieses Horrorszenario aus meiner Kindheit erinnern muss. Anderer seits weiß ich, dass wenn ich warte wird es einfach nur noch schlimmer. Aber irgendwie finde ich einfach nicht den Mut dort anzurufen und den Termin dann auch wahr zunehmen.. Meist sage ich den dann einfach wieder ab.
Ich habe solche Angst, dass ich bei dem Gedanken an einen Zahnarzt anfange zu weinen, aus reiner Panik das ich wieder solche Schmerzen verspüren muss, aber auch das von dem Zahnarzt solche abfälligen Kommentare kommen.
Könnt ihr mir irgendwie Mut machen?

Ich verzweifel. Ich weiß, dass wenn ich gehe es nur besser werden kann. Aber diese Angst.. sie will nicht weggehen.. sie will sich nicht einmal minimieren.
Meint ihr es wäre eine Wurzelbehandlung vielleicht nötig wenn ich noch keinen Schmerz & auch keinen Druckschmerz verspüre?
Habt ihr Tipps wie ich diese Angst überwinden kann? Wie macht ihr das?
Irgendwie muss es ja mal wieder bergauf gehen. Und ich bin so jung und möchte lachen können - frei heraus herzlich lachen..
Danke schonmal für das zuhören und lesen