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jetztgehtslos

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Dienstag, 8. November 2011, 16:00

Erste Schritte, große Angst

Erste Schritte, große Angst
Hallo zusammen. Nun ist es auch für mich an der Zeit. Das Davonlaufen muss vorbei sein, die ewigen Verdrängungen und das ewige Verstecken müssen ein Ende haben.

Ich möchte euch meine Geschichte hier kurz mal darlegen, zum Einen, weil es für mich eine gewisse Erleichterung bietet jene Dinge, die ich in den letzten 10 – 15 Jahren mit niemandem besprechen konnte hier mal anonym darzulegen und auch weil meine Zeilen eventuell auch anderen Personen Mut machen könnten. Ich stehe ganz am Anfang diesem Weglaufen endlich ein Ende zu bereiten.

Ich bin 30 Jahre alt und habe es geschafft meine Zahnprobleme mittlerweile über 10 Jahre lang zu ignorieren, zu verstecken, zu verdrängen. Ähnlich wie es in vielen Beiträgen schon geschildert wurde habe auch ich Zahnspangentortouren als Kind erlebt, habe mir als 16jähriger beim Sport einen Schneidezahn abgebrochen und bei einem schlechten Zahnarzt unter großen Schmerzen eine Krone verpassen lassen müssen.
Nach dieser Zeit habe ich dann begonnen Zahnärzte, Gespräche über Zähne konsequent zu vermeiden. Auftauchende Zahnschmerzen behandelte ich selbst mit Medikamenten oder zum Einschlafen, wenn es nicht mehr ging, mit einem Glas Hochprozentigem.

Natürlich nahm das Unheil unverweigerlich seinen lauf, mal hier ein Backenzahn abgebrochen, mal da eine Entzündung. Ich ertrug irgendwie die Schmerzen bis diese verschwunden waren. Zahnarztbesuch kam keiner in Frage. Schon das Vorbeigehen bei einem Zahnarzt löste Angst und Panikgefühle aus. Zahnpastawerbungen habe ich einfach weggedrückt beim Fernsehen. Meine Essgewohnheiten habe ich angepasst (möglichst wenig die Zähne belasten, damit nicht noch mehr wegbricht.)
Beim Lachen musste ich immer darauf achten dass ich den Mund nicht zu weit öffnete, wenn jemand in meiner Anwesenheit Bilder machte achtete ich darauf ja nicht meine Zähne zu zeigen.
Meine vorderen Zähne blieben lange Zeit halbwegs unauffällig. Im letzten Jahr war auch dass nicht mehr der Fall. Die Zähne verfärbten sich langsam, ein Eckzahn unten ist abgebrochen. Ich blieb meiner Strategie aber treu, obwohl ich wusste, dass dies kein gutes Ende nehmen konnte. Mich in den Spiegel zu schauen wurde zunehmend unerträglicher. Der Kontakt mit Freunden immer schwieriger. Jene Freunde, bei denen ich das Gefühl hatte sie bemerken etwas, mied ich zunehmends. Mit meiner Familie hatte ich immer weniger Kontakt.

Bis die Situation dieses Wochenende eskalierte. Ich kam des nächtens nach Hause. In einer Hand das Fahrrad, in der anderen meinen Schlüssel und stolperte so saublöd, dass ich mir zwei Schneidezähne abgebrochen bzw ausgeschlagen habe. Vor genau dieser Situation hatte ich jahrelange paaaanische Angst. Ich reagierte vollkommen irrational, panisch und fühlte mich in einer ausweglosen Situation. Ich habe in dieser Situation beinah meine Existenz aufs Spiel gesetzt, wollte abhauen, weglaufen. Bis mir klar wurde, es geht nicht mehr so weiter.

Am nächsten Tag kontaktierte ich eine sehr sehr gute Freundin, ich erzählte am Telefon von einem Unfall und dass ich einen Zahn verloren hatte und bat sie mir zu helfen. Natürlich war sie im ersten Moment geschockt, als sie bei mir eintraf. Unter Tränen war es dann für mich zum ersten mal möglich langsam darüber zu sprechen. Ich begann auch hier im Forum Beiträge zu lesen und merkte, dass ich nicht allein bin.

Ich habe es geschafft meine ersten Schritte zu setzten. Morgen Vormittag ist mein erster Zahnarzttermin seit Eeewigkeiten. Habe einen ZA gefunden der für seine Arbeit mit AngspatientInnen offensichtlich einen guten Ruf genießt. Schon am Telefon war die Arzthelferin sehr einfühlsam, Sie erklärte, dass wir morgen mal einen Termin haben werden um alles in Ruhe zu besprechen.

Ich befürchte dass nun ein sehr anstrengender Weg vor mir liegt. Ich rechne damit, dass die Hälfte der Ruinen in meinem Mund sowieso unbrauchbar ist. Welche Art der Zahnsanierung für mich in Frage kommt - - - keine Ahnung.
Vor den auf mich zukommenden Kosten habe ich ebenfalls großen Bammel. Keine Ahnung ob und wie ich das auf die Reihe bekomme. Um meinen Beruf weiter ausüben zu können wäre es wichtig dass zumindest meine vordere Front in naher Zukunft irgendwie halbwegs herzeigbar ist. Wie schnell ich hier zu einem Provisorium komme macht mir auch große Sorgen.

Nicht zu reden vom Termin morgen. Ich hab den ganzen Tag nasse Hände, bin unruhig und ängstlich. ABER ICH MACH ES, ICH GEH HIN!! (um dies zu gewährleisten werd ich die Nacht auch nicht allein verbringen und morgen notfalls hingetreten werden zum ZA). Ich hab die Schnauze voll davon soviel Energie dafür zu investieren diese Dinge zu verstecken. Will nicht mehr 10 mal täglich in allen möglichen Situationen daran erinnert werden. Will mich nicht mehr schämen müssen.

Haltet mir die Daumen für Morgen bitte

(wer rechtschreibfehler in diesem text findet, darf sie behalten)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jetztgehtslos« (8. November 2011, 16:05)

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flowery73

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Dienstag, 8. November 2011, 16:15

Huhu Jetztgehtslos :)

ein Herzliches Willkommen :knuddel:

Du hast deine jahrelange Qual und Scham sehr gut geschildert :thumbsup: :] .....und es scheint so, als ob dein Stolperunfall vom WE nun endlich der richtige Auslöser ist, die ganze Sache in Angriff zu nehmen :anbet: :rolleyes: Prima!!! :woohoo:



Für deinen morgigen 1. Termin drücke ich dir gaaaaaanz feste meine Daumen :daumentop: :thumbsup: :daumentop: :thumbsup: :daumentop: .....und ich warte gespannt auf deinen Lagebericht danach. Voraussichtlich wirst du voll stolz sein (und zwar zurecht)

Alles wird gut, wenn man endlich den richtigen Weg (und sei er noch so lang und steinig) eingeschlagen hat!

Wünsche dir ganz viel Kraft und MUT und :goodluck: :puschel2: :puschel2: :puschel2: :puschel2: :puschel2:
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Cyan

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Dienstag, 8. November 2011, 16:48

Huhu,



genauso ging's bei mir auch los... Zahnspange, währenddessen kein ZA, danach ein paar ganz ganz schlechte ERfahrungen beim ZA und mittlerweile seit 10 jahren nicht mehr da gewesen. Die letzte Aktion war ein Zahn, der mir gezogen wurde, bei dem die Betäubung nicht komplett wirkte (weil Entzündung darunter, mittlerweile weiß ich, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Er wusste, dass die Betäubung evtl. nicht wirkt, hat mir das recht lapidar vorher angekündigt. Warum habe ich nicht die Möglichkeit zur VN oder Sedierung bekommen), danach wollte ich da nie nie wieder hin. Zumal der Arzt auch vorher schon unmögliche Dinge gebracht hat. ZA wissen genau wie Lehrer manchmal gar nicht, was sie eigentlich anrichten können! Wie sie einem das Leben versauen können, nur weil sie meinen, unfreundlich und arrogant sein zu können. Dementsprechend wurde der Zahn nie ersetzt. Alle ZA sind bestimmt genau wie der!

Am Wochenende ist mir eine Füllung rausgebrochen. Auch meine Reaktion ähnlich wie Deine...

Ich war mit einem guten Freund Döner essen. Ich wundere mich noch über das harte Stück im Fleisch? Stück Knochen? Egal, bloß nicht über Ekelfleisch nachdenken... Nach dem Essen brach kurzzeitig eine Welt zusammen, es war meine Füllung!!! Darunter klafft ein großes Loch (knapp 1/4 Backenzahn). In ein ähnliches Loch fiel ich auch. Erste Reaktion: auf's Klo gerannt, im Spiegel geguckt, vielleicht irre ich mich ja. Nein natürlich nicht! Scheiße, scheiße, scheiße!

Über meine 2. Reaktion wunderte ich mich selber: ich war so geschockt, dass ich dem Freund das erzählte. Wir waren danach noch Wein trinken bei mir und ich habe ihn tatsächlich in meinen Mund gucken lassen!

Dann habe ich das auch meinen Eltern erzählt. Auch, dass mir ja ein Zahn fehlt, das wussten sie gar nicht mehr.



Ich habe ALLES erzählt. Von einer Sekunde zur nächsten, habe ich ohne zu zögern ein persönliches Tabu-Thema gebrochen, weil ich so geschockt war. Und die Reaktion der anderen war überhaupt nicht schlimm. Haben natürlich schon gedrängt, weil ich schon mit einem Notfallset aus der Apotheke geliebäugelt habe, mit dem man sich auf Reisen wohl selbst die Löcher PROVISORISCH stopfen kann. Dachte auch, ich warte, bis es weh tut. Aber die anderen haben mich überredet und ich habe mir tatsächlich am Montagmorgen gleich einen Termin geholt. Ich wurde da kurz in die Warteschleife gehängt, weil die Frau einen anderen in der Leitung hatte und überlegte kurz, ob ich das als Zeichen nehmen sollte, wieder aufzulegen. Ich bin tapfer dran geblieben. Das war echt ein großer Schritt für mich!

Fühlt es sich bei Dir nicht auch schon als riesen Schritt an, dass Du es der Freundin erzählt hast? Das war schon mal befreiend für mich. Ich hab das 10 Jahre lang für mich behalten. Was es alleine an Folgeproblemen gab deswegen.... Also, die gar nix mit den Zähnen zu tun hatten, aber weil ich mir einfach nicht in den Mund gucken lassen wollte. Wenn Du magst, kannst Du es in meinem Thread lesen.

Ich denke jetzt einfach, dass es mir übermorgen danach schon viel besser geht. Hoffe ich...! Nachher, wenn ich zu Hause bin, sieht die Welt schon wieder viel dunkler aus. Ich weiß nicht, wie die übernächste Nacht wird.

Aber ich fange an, das Herausfallen der Füllung als Segen zu sehen. Damit habe ich den Schubs bekommen und mir hoffentlich einen guten neuen ZA gesucht. Ich werde spätestens kurz vorher den Impuls des Weglaufens verspüren, aber ich hoffe, ich bleibe stark... Ich würde mich soooo ärgern.



So, und Du freu' Dich über den ersten Schritt, den Du bereits gegangen bist! :knuddel:
04.11.11 Füllung verloren

04.11.11 einem guten Freund und meinen Eltern alles erzählt und das erste Mal einfach so jemanden in meinen Mund gucken lassen

07.11.11 mir einen Termin beim ZA geben lassen

10.11.11 gebohrt und Füllung erneuern lassen. Begriffen, dass nicht alle Zahnärzte Monster sind.

28.11.11 bekomme Beißschiene und Paradontosebehandlung und ein paar Löcher "gestopft"

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jetztgehtslos

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Dienstag, 8. November 2011, 17:04

Ja, die Dinge endlich einmal anzusprechen war ein unglaubliches Gefühl. Natürlich ist es schade, dass es so einen drastischen Auslöser benötigt, aber ich will/kann mich jetzt auch nicht mehr beklagen darüber dass ich es vorher nicht geschafft habe. Will auch die Schuld nicht mehr auf unsensible Zahnärzte in meiner Kindheit schieben. Ich war ja später selbst dafür verantwortlich dass ich es nicht geschafft habe mich darum zu kümmern.

Es wird ein beschwerlicher Weg. Meine Familie, meine engen Freunde irgendwann in nächster Zeit einzubinden ihnen zumindest teilweise davon zu erzählen. Nicht zu reden von dem was beim Zahnarzt auf mich zukommt. Aber zum ersten mal in meinem Leben habe ich das Gefühl dass ich es wirklich angehen will. Meine Hausärztin, welcher ich das Problem heute Vormittag geschildert habe, war so nett mich bis Ende der Woche krank zu schreiben, damit ich mich voll darauf konzentrieren kann. Ich fühle mich beinah euphorisch, obwohl ich natürlich auch jede Menge Angst und Panik in mir verspüre. Aber allein es hier einfach mal anonym zu schreiben hilft mir.

Lass uns einfach hingehen und es endlich in Angriff nehmen.!!
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Cyan

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Dienstag, 8. November 2011, 17:12

P.S. Deinen Namen finde ich äußerst motivierend! Genau das werde ich mir sagen, wenn ich die Türklinke zur ZA-Praxis drücke 8):
04.11.11 Füllung verloren

04.11.11 einem guten Freund und meinen Eltern alles erzählt und das erste Mal einfach so jemanden in meinen Mund gucken lassen

07.11.11 mir einen Termin beim ZA geben lassen

10.11.11 gebohrt und Füllung erneuern lassen. Begriffen, dass nicht alle Zahnärzte Monster sind.

28.11.11 bekomme Beißschiene und Paradontosebehandlung und ein paar Löcher "gestopft"
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sheepish

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Dienstag, 8. November 2011, 17:39

Will auch die Schuld nicht mehr auf unsensible Zahnärzte in meiner Kindheit schieben. Ich war ja später selbst dafür verantwortlich dass ich es nicht geschafft habe mich darum zu kümmern.

DANKE :D endlich mal wieder jemand, der mir aus der Seele spricht und nicht die Schuld nur bei anderen sucht.:duschaffstdas:

Du bist motiviert und klingst in deinen Posts zuversichtlich. Das finde ich ganz prima und wenn du JETZT schon eine Euphorie verspürst, dann warte mal ab, bis du nach den Terminen ganz stolz aus der Praxis gehst :froehlich:

Du wirst deinen Weg meistern, da bin ich mir sicher und wir sind ja alle immer irgendwie mit dabei :streichel:
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Odissi

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Dienstag, 8. November 2011, 20:48

Manchmal muss es wohl so sein, dass ein Schock aus früheren Zahnarzterlebnissen durch einen noch grösseren Schock überlagert werden muss, damit man sich in Bewegung setzt.

Ich bin nicht ganz an diese Grenze gegangen, aber ich wusste, dass ich kurz davor stand - und diese Vorstellung war irgendwie noch beängstigender als die ganze Angst. Es war wirklich auf den allerletzt möglichen Zeitpunkt, um noch zu vermeiden, dass mein Problem sich ganz von selbst andern gegenüber geoutet hat.

Mein Zahnarzt handhabt das eigentlich so, dass bei ihm grundsätzlich niemand ohne Zahnersatz irgendwelcher Art rausgeht, wenn immer das noch möglich ist. Aber auf jeden Fall ist es so, dass wirklich rasche und gute Hilfe geboten werden kann.

Finde gut, dass Du - ihr alle, die ihr grad in einer ähnlichen Situation seid - Menschen gefunden habt, denen ihr Euch anvertrauen könnt. Das und deren Reaktion darauf wird auch sehr weiterhelfen auf dem noch vor Euch liegenden Weg.

Und damit: Ja, jetzt geht es los!

Liebe Grüsse
Odissi
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Cyan

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8

Mittwoch, 9. November 2011, 12:55

Huhu Jetztgehtslos,

heute ist (war) Dein großer Tag in ein neues Leben, oder? Hast Du es schon hinter Dir? Wie war's? Muss sehr viel gemacht werden? Erzähl' mal!

Ich bin in 24h hoffentlich auch durch mit dem ersten Teil.

Liebe Grüße
04.11.11 Füllung verloren

04.11.11 einem guten Freund und meinen Eltern alles erzählt und das erste Mal einfach so jemanden in meinen Mund gucken lassen

07.11.11 mir einen Termin beim ZA geben lassen

10.11.11 gebohrt und Füllung erneuern lassen. Begriffen, dass nicht alle Zahnärzte Monster sind.

28.11.11 bekomme Beißschiene und Paradontosebehandlung und ein paar Löcher "gestopft"
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jetztgehtslos

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Mittwoch, 9. November 2011, 13:26

hey, bin grad nach haus gekommen
muss mal zur ruhe kommen
aber ich erzähl dann später mehr

nur mal soviel, habs ausgehalten, bin ned weggelaufen und es hat gut getan
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jetztgehtslos

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Mittwoch, 9. November 2011, 15:37

so, jetzt schaff ichs meinen ersten zahnarzttermin nach jahren hier wiederzugeben.
die folgenden zeilen beinhalten leider nicht (.. super nett .. liebevoll .. total auf mich eingegeangen), aber liebe leute, bitte lest euch den eintrag bei interesse trotzdem ganz durch wenn ihr möchtet, auch wenn genau die dinge drinnen stehen vor denen wir alle teilweise angst haben.

Ich habe in Begleitung einer Freundin die Praxis betreten, mich dann aber von ihr verabschiedet, weil ich die ganze Sache allein durchstehen wollte. Nach den üblichen Aufnahmeformalitäten hab ich im durchaus netten Wartezimmer platzgenommen. Es wurden genug Ablenkungsmöglichkeiten geboten und das Ambiente war auch eher wohnzimmerhaft. Meine Anspannung wurde etwas besser dadurch. Da sich der Zahnarzt im Internet und auch durch diverse PatienInnenberichte aus Wien als Spezialist im Umgang mit AngspatientInnen präsentierte war ich zuversichtlich nun langsam an die Sache herangeführt zu werden. Ich füllte den Aufnahmebogen aus, beantwortete verschiedene Fragen zu meine Zahnarztangst. Beschrieb mich selbst als super ängstlich.
Am Telefon war vereinbart dass wir heute mal mit einem Beratungsgespräch beginnen.

so weit so gut.

Nach 10 min betrat eine Arzthelferin den Raum und meinte ich solle mitkommen. Dachte mir wir gehen zum Gespräch. Wir erreichten allerdings sofort den Röntgenraum, sie meinte ich solle mich setzten, wir machen ein paar Aufnahmen. Ich war total geschockt in dem Moment. "Machen sie bitte den Mund auf" etc. etc. obwohl ich genau davor seit 10 Jahren Schiss habe, dass fremde Menschen in meinen Mund schauen oder darin herumfummeln. Ich war im ersten Moment ziemlich geschockt, fast gelähmt, herzrasen ....... Dachte mir dann aber: WAS SOLLS IHR DEPPEN (sorry), ES IS EUER VERDAMMTER JOB EUCH RUINEN WIE MEINE ANZUSEHEN, IHR WERDET DAFÜR BEZAHLT!!! mit der Einstellung, und dem Umstand dass die Arzthelferin eh nicht als potentielle Kusskandidatin in frage käme, fasste ich Mut und ertrug es erstaunlicherweise ganz gut. Ich hab mir einfach immer wieder gedacht .. das is euer Job.. wenn euch davor ekelt ... macht was anderes.

Aufnahmen wurden gemacht. Danach meinte die Helferin ich möge mitkommen, wir gingen gleich in den Behandlungsraum! und sie meinte ich möge am Zahnarzsstuhl platznehmen und auf die Ärztin warten.
Jetzt hat es mir gereicht, ich hab gesagt STOOOOOOPP!!! Ich sah schon meine Röntgenbilder am Display aus der Ferne und hatte jetzt sicher keine Lust beim Anblick der Bilder, die sicher scheiße aussehen auf die Ärztin zu warten. Ich fragte, ob irgendwo untergegangen ist dass ich ein Angstpatient sei, ob sie meinen Anmeldebogen nicht gelesen hätte und dass ich jetzt sicher nicht hier am Zahnarztstuhl warte weil ich sonst durchdreh!

Ich wartete dann brav am Stuhl wo die Ärztin normalerweise sitzt. Ich versuchte Mut zu schöpfen und hielt mir immer wieder vor, dass ich sowieso mit dem Rücken zur Wand steht (zahntechnisch) und es nur mehr besser gehen kann wenn ich es allen hier (und im eigentlichen Sinne mir selbst) beweise.

Dann kam die Ärztin. Sie betrat das Zimmer, sah mich an und meinte "So, setzten sie sich hin, jetzt schauen wir uns das mal an"

Zeit für mein zweites STOOOOOOOPPPP! Ich erklärte ihr, dass es mir genau jetzt, in diesem Moment extrem gschissen geht (das is österreichisch und bedeutet .. " kurz vorm heulen oder zusammenbrechen" ;) ) und ich mich als großen Angspatienten sehe. Ich sagte ihr, dass ich es ohne Vorbereitung nicht Schaffe einfach meine Zähne anschauen zu lassen.
Ich verlangte von ihr mir jetzt mal genau zu erklären was wir bei den nächsten Schritten machen.
Kein Reinschauen ohne mein Einverständniss, Kein Rumfummeln ohne Ankündigung (also Zahnarzttechnisches rumfummeln ;) ) etc....

von da an ging es bergauf. Die Ärztin hatte es dann endlich gecheckt und wurde behutsamer und vorsichtig.
Wir gingen Schritt für Schritt die Bilder und Zähne durch. So wie es viele Leute hier schon angemerkt haben. Zähne die man selbst schon total aufgegeben hat, können immer noch gerettet werden lt. Ärztin. Sie hat sich die ganze Sache dann wirklich nur angesehen mit dem Spiegel und wir sind alles durchgegangen.

Sehr erleichternd war, dass sie mir einfach vermittelt hat, es gibt eine LÖSUNG!!!

Die Lösung wird bei mir ned einfach sein, aber das ahnte ich ja. diverse Wurzelbehandlungen, ein paar müssen raus, der Rest wird mit Brücken und Kronen wieder aufgebaut.
Dies hat natürlich alles eine Weile gedauert, aber die Ärzin nahm sich Zeit beantwortete Fragen und erklärte mir alles sehr gut.

Anschließend folgte noch ein Gespräch über die nächsten Schritte, Narkosefreigabe etc etc.
Natürlich war ein niederschmetterndes Erlebnis auch die Präsentation des Kostenvoranschlages. Ich habe zum derzeitigen Zeitpunkt auch noch keine Ahnung wie ich das schaffen soll, aber mir war vorher bewusst dass es sich um eine Große Summe handeln wird und insofern brach ich nicht in Panik aus.
Auch wenn für mich noch nicht geklärt ist, wie ich dass alles berwerkstelligen kann.

ICH HAB MEINEN ERSTEN BESUCH UND EINE BESTANDSAUFNAHME GESCHAFFT, das ist für mich ein Erfolg.

Ich verließ die Praxis. Meine Freundin erwartete mich und ich bin mal in Tränen ausgebrochen. Ich war so stolz auf mich dass ich mich durchgesetzt habe beim Arzt. Wie und warum ich mich so habe verhalten können ist mir immer noch ein Rätsel. Für mich war es allerdings eine Art Schocktherapie.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es eigentlich sehr fahrlässig finde vom Arzt sich als Angsspezialist anzukündigen und dann nur auf mich einzugehen wenn ich es wehement einfordere.
Ich denke dass meine Situation, die ein Handeln erzwingt dazu geführt hat, dass ich es schaffe. Allerdings glaube ich dass AngspatientInnen, die nur "kleinere Eingriffe" (die Angst dabei is genau gleich groß) wohl eher in ihrere Zahnarztphobie bestätigt werden und ev zur Nachbehandlung nicht mehr gehen.


Da ich allerdings das Gefühl hatte, dass dort schon gut gearbeitet wird (möglichst viele Zähne retten, dauerhafte Lösung anstreben ...) werde ich, sobald ich z.b. kostentechnisch für mich einen Weg gefunden habe, trotzdem dort bleiben, allein schon deswegen weil ich es denen dort allen zeigen und beweisen will.

Was ich allen anderen hier mitteilen will: WIR MÜSSEN UNS AUCH VOM ARZT NICHT ALLES GEFALLEN LASSEN UND KÖNNEN STOPPPPPP SAGEN und einfordern dass auf uns eingegangen wird.

Für alle Leute in Wien die einen AngstpatientInnenzahnarzt suchen würde ich diese Praxis nicht empfehlen (nachgefragt kann ja über PN werden)

puh,.. hoff das war jetzt irgendwie nachvollziehbar erzählt, hab das alles ziemlich aufgelöst niedergeschrieben... und ich hoffe auch es ist ok dass ich die Geschichte hier schreibe, auch wenn sie nicht ein 100% iges Erfolgserlebnis beschreibt.

(gefundene rechtschreibfehler dürfen wie immer behalten werden.)
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kleineK

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Mittwoch, 9. November 2011, 16:27

also erstmal GLÜCKWUUUUUUUUUNSCH!!!!!
du hast den ersten chritt in dein neues leben gemacht;-)))

hmm also ich find des echt ungewöhnlich das man einen gleich zum röntgen schickt
erstmal, geht man in das zimmer wo normalerweise gleich der arzt wartet oder innerhalb von paar minuten auftaucht!
das man dich gleich zum röntgen schleppt ist echt naja komisch vorallem!!! wenn du sagst und die wissen du bist angstpatient!!!
naja ok

hast du das gefühl du kannst der ärztin vertrauen?
was ich bissel komisch finde ist, das sie gleich nen kostenvoranschlag macht
meiner hat mit mir erstmal alle zähen gesnd gemacht ohne karies und daaaaaaaaaaaaaan kamm die sprache mim ersatz,!

hmmm wieviel zähen müssen bei dir den raus wieviel WB und wieviel ersatz ist bei dir nötig.

na letzten endes kommt es drauf an wie due dich gefühlt hast, hast du dich aufghoben gefühlt?
stehen jetzt noch weitere termine an?
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Cyan

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Mittwoch, 9. November 2011, 16:46

Hallo!!
Hey, Du hast einen riiiiiieeeesiiiigen Schritt gemacht! Du kannst so stolz auf Dich sein. :anfeuern:
Allerdings hört sich Dein Bericht jetzt nicht wirklich ermutigend für mich an... Ich habe auch so 'nen Angst-Arzt im Internet rausgesucht. Vielleicht geht der auch nicht so auf mich ein? Meiner ist allerdings weit weg von Deinem, in Norddeutschland... War denn da auch jemand unfreundlich zu Dir? Hattest Du das Gefühl, dass Dich jemand (wenn auch nur insgeheim) dafür verurteilt?

Aber immerhin ist sie ja dann nachher so geworden, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Deine Reaktion war super und goldrichtig! Es ist Dein Mund, Du bist quasi der Kunde und der ZA ist der Dienstleister. Vielleicht kann ich mich morgen im Falle eines Falles genauso durchsetzen... Wenn die z.B. bohren wollen und meinen, ich brauche keine Betäubung, dann werde ich mich durchsetzen, dass ich eine haben möchte.

Also, auch darauf kannst Du stolz sein, dass Du Dich nicht hast unterkriegen lassen!

Oh man, wenn ich doch auch nur schon von meinen Erfahrungen schreiben könnte...! Ich hab gerade wieder schweißnasse Hände, wenn ich an morgen denke.

Habe mir schon mal den Aufnahmebogen ausgedruckt und werde den gleich ausfüllen. Schon mal ein weiterer Mini-Schritt...

Das blödeste ist: ich habe am meisten Angst vor deren Reaktion. Das erste Mal den Mund aufmachen... Ich glaube, ich werde gleich zu Anfang nochmal sagen, dass ich richtig richtig Angst habe... Vielleicht kann ich mich ja überraschen lassen, dass es doch nette Zahnärzte gibt :P

Wenn ich das nur schon mal hinter mir hätte... Bääääääääääähhhhhhh
04.11.11 Füllung verloren

04.11.11 einem guten Freund und meinen Eltern alles erzählt und das erste Mal einfach so jemanden in meinen Mund gucken lassen

07.11.11 mir einen Termin beim ZA geben lassen

10.11.11 gebohrt und Füllung erneuern lassen. Begriffen, dass nicht alle Zahnärzte Monster sind.

28.11.11 bekomme Beißschiene und Paradontosebehandlung und ein paar Löcher "gestopft"
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jetztgehtslos

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Mittwoch, 9. November 2011, 16:57

danke für die glückwünsche
nach der anfänglichen euphorie überkommt mich nun immer mehr unsicherheit. ob ich dort wirklich weiter bleiben soll.

mir wurde dort vermittelt, wenn alles mit narkosefreigabe und so geklärt ist und nochmal das kiefer gecheckt worden ist, kann die ganze angelegenheit in einem erledigt werden unter vollnarkose. (also mal alles reapariert, provisorium drauf)
will grad nicht alles im detail aufzählen. 2mal Wurzelspitzenresektion mittels Laser, ich sag mal 3 - 4 Brücken ... etc. wills grad nicht im detail auflisten. Is auf jeden fall viel zu tun

hab mir, während ich dieses post verfasste zwischenzeitlich noch andere ärzte angesehen in meiner gegend und mir für montag noch einen termin ausgemacht bei einem anderen arzt. allein das telefonat war dort schon einfühlsamer als der ganze termin heute
hab das gefühl ich sollte nicht gleich das erstbeste in anspruch nehmen, auch wenn das jetzt bedeutet, dass es sich noch länger rauszieht ... mühsamer wird ....
ich hoffe meine motivation es anzupacken leidet nicht drunter

seit 9:30 bis jetzt bin ich quasi durchgehend mit dem thema beschäftigt. mich verlassen schön langsam die kräfte. irgendwie wär ein bier was feines :)

puh.
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sheepish

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14

Mittwoch, 9. November 2011, 17:00

Huhuuuuuu und Glückwunsch zum ersten Schritt :]

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob du mit den richtigen Erwartungen dorthin gegangen bist?! ?(

Dass der ZA in den Mund gucken möchte, ist normal, muss er ja auch, sonst kann er keine Beratung durchführen. Dass geröntgt wird ist normal, wie soll er sonst das Ausmaß abschätzen können????

So und jetzt sag ich mal was aus meiner Sicht der Dinge: Ich persönlich halte es für unnötig einen ZA rauszusuchen, der was von Angstpatienten auf dem Schild stehen hat. Jeder ZA, der Einfühlungsvermögen besitzt behandelt dich vernünftig. Und - wie wir wieder mal sehen konnten - nur weil etwas auf dem Schild steht, heißt es nicht, dass er uns demnach behandelt ;)

Dann wage ich mal eine Frage: Ist es hilfreich, wenn uns auch noch jemand so behandelt, als wären wir nicht "normal"? Ist es nicht einfacher, wenn du behandelt wirst, wie jeder andere auch?

Du kannst jedenfalls stolz auf diesen gegangenen Schritt sein und ob du da nochmal hin möchtest, kann dir niemand sagen.............. Jetzt überschlaf das einfach nochmal und dann siehst du weiter. Jetzt nur am Ball bleiben :]
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flowery73

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15

Mittwoch, 9. November 2011, 17:01

Huhu lieber Jetztgehtslos :) :knuddel:

danke für deinen tollen und ausführlichen Bericht :] Sehr schön geschrieben! :duschaffstdas:

Und GLÜCKWUNSCH zum 1. überstandenen Termin :roses:

Du hast das wirklich super gemeistert :lob: und dich vorzüglich durchgesetzt!!! Respekt!!! :thumbsup: :bravo: :duschaffstdas:



Ja, leider ist es so, daß sich quasi jeder ZA "Angstspezialist" nennen darf, denn dieser Begriff ist nicht geschützt (in Österreich wird dies nicht viel anders sein, als hier in D'land)

Aber prima, daß du dich hast nicht unterkriegen lassen und das ganze nun durchziehen willst,

um es dir und denen zu beweisen!!! :aetsch:

Ich wünsche dir maximale Erfolge und :puschel2: :puschel2: :goodluck: :puschel2: :puschel2: und freu mich schon auf weitere Berichte von dir :bravo:
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jetztgehtslos

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Mittwoch, 9. November 2011, 17:01

@cyan

mach dir da keine sorgen, das ist sicher nicht der gleiche wie meiner

und was ich schon sagen möchte, unfreundlich war niemand zu mir und es hat mich auch keiner abfällig behandelt. das war schon ok, nur die vorgehensweise war nicht sehr einfühlsam.

und bezüglich angst haben, dass jemand die ruinen betrachtet. die helferin hat beim röntgen gemein: " so, jetzt haben wir es gleich" und ich hab scherzhaft geantwortet: "gott sei dank, sicher nicht einfach und angenehm mit so einer baustelle zu arbeiten" worauf sie lachend gemeint hat, dass ihr das überhaupt kein problem ist. :)

go for it cyan !!
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ManGo

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17

Mittwoch, 9. November 2011, 17:08


Dass der ZA in den Mund gucken möchte, ist normal, muss er ja auch, sonst kann er keine Beratung durchführen. Dass geröntgt wird ist normal, wie soll er sonst das Ausmaß abschätzen können????



Soweit richtig. Aber eben auch in dieser Reihenfolge. Erst schaut der Arzt, dann röntgt die ZAH, dann bespricht der Arzt das Ergebnis. Hier schaute zuerst die ZAH, find ich ein absolutes "nogo"! :thumbdown:

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de


Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11



"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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kleineK

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Mittwoch, 9. November 2011, 17:10

na dann prost ;)

also ich würde dir raten auf jedenfall ne zweit meinung einzuholen,
es gibt durchaus auch normale zahnärzte die total einfühlsam sind

also geh zu dem wo du dich wirklich 100 % sicher fühlst
achso, wird dann das ganz unter vollnarkose gemacht? also Wb das ganze was gemacht werden muss?
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flowery73

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Mittwoch, 9. November 2011, 17:12

Drehtür ;-)

Zitat

nach der anfänglichen euphorie überkommt mich nun immer mehr unsicherheit. ob ich dort wirklich weiter bleiben soll.

Zitat

hab mir, während ich dieses post verfasste zwischenzeitlich noch andere ärzte angesehen in meiner gegend und mir für montag noch einen termin ausgemacht bei einem anderen arzt. allein das telefonat war dort schon einfühlsamer als der ganze termin heute
hab das gefühl ich sollte nicht gleich das erstbeste in anspruch nehmen, auch wenn das jetzt bedeutet, dass es sich noch länger rauszieht ... mühsamer wird ....
ich hoffe meine motivation es anzupacken leidet nicht drunter

Zitat

und was ich schon sagen möchte, unfreundlich war niemand zu mir und es hat mich auch keiner abfällig behandelt. das war schon ok, nur die vorgehensweise war nicht sehr einfühlsam.

ich mach's mal kurz :D :P ..... eine Zweitmeinung einzuholen ist nie verkehrt :]

Dann drück ich dir nochmals ganz feste für Montag die Daumen :thumbsup: :daumentop: :daumentop: :thumbsup:

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jetztgehtslos

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20

Mittwoch, 9. November 2011, 17:23

danke für eure feedbacks
ihr merkts eh, bin bissl durcheinander :) aber is halt alles aufwühlend für mich gerade.

@sheepish. mir war schon klar dass ich heute zähne zeigen muss, und röntgen notwendig sein muss, war sogar auf mehr eingestellt. nur die vorgangsweise emfpand ich als überrumpelung. ein paar nette sätze vorher, erklärungen was denn heute gemacht werden muss wären für mich hilfreich gewesen und hätten vertrauen aufgebaut. so wie es bei mir war musste ich diese gespräche selbst einfordern indem ich veto einlegte. das war nicht so einfach für mich. natürlich möchte ich im prinzip auch behandelt werden wie jede/r andere auch. aber ich denke, dass bei speziellen patientInnen wie mir gerade in der anfangsphase gespräche und vertrauensaufbau wichtig sind von einer "angstpraxis" hätte ich sowas erwartet.

aber ich bin ja ziemlich neu auf dem gebiet der zahnarztbesuche,

@flowery73, ja mich drehts ;)
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