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Omantje

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1

Dienstag, 4. Oktober 2011, 13:14

Neue mit Angst und Asperger Autismus

Hallo zusammen,
Habe grade dieses Forum entdeckt und sehe hier drin evtl die Chance einen Weg aus miener für mich ausweglosen Situation zu finden.
Ich bin 34 Jahre alt und Mama von2 Kindern die beide auch nicht einfach sind (9 Jahre und 7) Der eine ist auch Asperger Autist und der andere hat nur ADHS... ja die Mama (ich) hat einen tollen Genpool vererbt denn ich bin auch Asperger Autistin, wobei ich diesen Teil von mir angenommen habe und damit auch klar komme. Nicht klar komme ich mit manchen Dingen die durch den Autismus hervorgerufen werden und gegen die ich nicht ankomme, ich habe dann das Gefühl der Autismus übernimmt mich. Ich versuche es mal zu erklären:


oh man selbst das lesen hier bereitet mir große Schwierigkeiten und macht mir Magen Probleme.... es führt mir ja auch meine eigene Unfähigkeit zu Tage.
Ich hasse Zahnärzte konnte aber bis vor 9 Jahren meine Zähne halbwegs in Ordnung (vor meinen 2 Kindern) halten, leider seit dem nicht mehr und seit dem wird es auch immer schlechter mit denen... bleibt ja nicht aus. Mein Problem:

... ich bin Asperger Autistin und kann das an mir rum Gefummel wenn ich hilflos da liege nicht ertragen, und wenn ich schreibe das ich es nicht ertragen kann meine ich das ich die Prozedur über mich ergehen lasse aber danach in Streotypen verfalle (Harre ausreißen, rytmisches Schaukeln) und mir bis zu 14 Tage danach dauer übel ist ich kaum in der Lage bin mit anderen Menschen zu komunizieren... ich ziehe mich in mich selbst zurück und kann von Außen nichts mehr aufnehmen. Als ich noch keine Kinder hatte konnte ich mir diese Auszeiten erlauben, nur heute geht das nicht mehr, ich kann nicht über Wochen ausfallen.
Nun wird es nicht besser im Mund und ich fühle mich auch verdammt unwohl damit, ich bin absolut verzweifelt weil ich keine Weg sehe aus meiner eigen gemachten schleife heraus zu kommen.

Angst vorher (schon allein die Angst vor der Angst) Angst während dessen (Schweißausbrüche, Hyperventilieren) und dann die Körperlichen Folgen nach der Behandlung.

Für Tips Anregungen oder eigene Erfahrungen (vielleicht auch jemand mit AS?) wäre ich unendlich Dankbar.

Bitte verzeiht wenn ich komisch geschrieben habe, ich bin selbst beim Tippen jetzt nervös und mein Kopf schwirrt... wenn Fragen sind weil etwas unklar ist oder wirr geschrieben so tut dies bitte.

Ansonsten Danke fürs lesen

Viele Grüße
Omantje
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2

Dienstag, 4. Oktober 2011, 13:24

Hallo liebe Omantje.

Mit deiner Krankheit kenne ich mich leider nicht aus, aber es liest sich nicht sehr prickelnd ;(

Vielleicht fällt dir ja eine Behandlung unter Sedierung oder Hypnose etwas leichter?
- 9.8.2011 Im Forum angemeldet+ Termin vereinbart :zettel:
- 10.8.2011 zweiten Zahnarzt angeschrieben :zahnlos:
- 22.08.2011 erster Zahnarztbesuch überstanden :froehlich: :woohoo:
- 31.08.2011 Wurzelbehandlung + Bestandsaufnahme ;( :schock:
- 2.10.2011 Notdürftiges Abschleifen eines entzündeten BZ beim Zahnärztlichen Notdienst :zahnlos:

- 11.10.2011 Wurzelbehandlung Nummer.2 (Somit sind alle Ruinen wieder heile) :party:
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3

Dienstag, 4. Oktober 2011, 13:36

hallo Omantje,
auch ich habe mich grade erstmal durchgegoogelt was Deine Krankheit angeht.

einen Tipp hab ich auch nicht. Ich könnte mir höchstens vorstellen das Du Dir einen ZA suchst, der vielleicht in Narkose
alles in einem Rutsch macht? Würde Dir das helfen? Selbst wenn das hinterher die von Dir genannten Symptome hervorrufen würde,
so hättest Du das dann vielleicht nur einmal? So brauchtest Du Dir für danach nur einmal für 2 Wochen Hilfe suchen im täglichen Leben
mit Deinen Kids?

ich wünsche Dir so sehr das Du irgendeinen Weg findest.

LG
Sabine
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Omantje

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4

Dienstag, 4. Oktober 2011, 18:42

Hallo, danke für die schnellen Antworten....
Ich möchte gerne vorneweg was sagen und hoffe ich trete keinem auf die Füße.

Autismus ist keine Krankheit, wenn ich das mal so sagen kann, er ist angeboren und geht auch nicht mehr weg, man kann lernen mit seinen Besonderheiten sich einen Platz in der Gesellschaft zu ergattern aber weg geht er leider nicht. Ich selbst fühle mich als vollkommen vollwertiges Mitglied der Gesellschaft und im Normalfall habe ich mein Leben gut geregelt. Aber eben alles was nicht der Norm entspricht bringt mich aus dem Konzept macht mich fertig.

Ich versuche es mal zu beschreiben wie ein Zahnarzt Besuch für mich ist:

Ich komme mit der Situation dem Arzt ausgeliefert zu sein, nicht flüchten zu könne, dem grellem Licht, den Geräuschen und dem Geruch überhaupt nicht zu recht. Ständig passiert etwas, wird man berühr, etc. Es ist grausam. Nach einem Termin bin ich vollkommen neben der Spur, desorientiert und nicht ansprechbar. Ich weiß nicht wie ich die Spannung die so viele Menschen die in und an mir rum doctoren erzeugen beschreiben kann... ich habe den wunsch zu schreien alle weg zu stoßen und nur zu rennen... die Erlebnisse die ich hatte waren traumatisierend.. obwohl ich nicht wirklich schlimmer Erlebnisse hatte. Aber schon ein kleiner schmerz der nicht eingeplant ist, ein ungewohntes Geräusch potenziert die ganze Situation noch.

Mein ganzes Leben ist darauf ausgerichtet nach außen Normal zu erscheinen (gelingt nicht immer)... und so sehe ich nach außen gelassen aus und sage nicht wie schlecht es mir geht und falle eben nach den erlebten in eine Tiefe Kriese


Ich glaube das Hypnose nicht wirklich was bringt bei Menschen mit Asperger, weil ich nicht in der Lage bin mein Umfeld auszublenden, ich nehme alles war.. so dass ich denke das es nicht einfach ist mich in einen solchen Zustand zu versetzen. Narkose könnte ich mir wohl am ehesten vorstellen, aber das muss ich ja Finanziell selber tragen, und ich weiß nicht in wie weit ich das kann... wir sind nicht ganz arm aber es ist eben auch nicht wirklich was übrig.
Hier hat doch bestimmt der ein oder andere Erfahrung mit Narkose oder ähnlichem... Mag einer berichten?
Ich habe Angst ich habe Angst es noch länger zu schieben und ich habe aber noch mehr angst es zu tun und es gibt einiges zu tun....
Minimum 7 Löcher und eine nicht vollendete Wurzelbehandlung.. ich schäme mich so. Und ich will es schaffen! Geht in einem Rutsch überhaupt? Wenn mehr zu tun ist? Kann ich mir fast gar nicht vorstellen... ja einmal würde ich locker in kauf nehmen..... aber allein eine Wurzelbehandlung dauert doch minimum 3 Behandlungen oder täusche ich mich?

So viele Fragen... wäre über Aufklärung dankbar oder aber auch über Verlinkungen zu schon gemachten Erfahrungen.

Vielen Lieben Dank
Omantje
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elc

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5

Dienstag, 4. Oktober 2011, 19:39

hallo omantje :) ,

herzlich willkommen an bord. keine sorge, du trittst niemandem auf die füße :knuddel: .

ich habe mich vor ner ganzen weile mal intensiv mit autismus befasst. daher finde ich es beeindruckend, dass du trotz dieser - ich nenn es mal einschränkung - eine familie gegründet hast und dich liebevoll um sie kümmerst. ich kannte bis heute zwar die asperger form nicht, aber ich kann mir halbwegs vorstellen, wie du dich fühlst, welche schwierigkeiten du meistern musst. kennst du den autisten "birger sellin"? ich habe sein buch mehrfach gelesen (ich will kein inmich mehr sein) und weiß daher, wie schwer es für autisten ist, sich mit ihrer umwelt auseinanderzusetzen. sicher, nachempfinden kann man das als außenstehender fast nicht, aber man hat ein ungefähres bild davon. mein arbeitskollege hat einen autistischen sohn.

ich glaube, du bist die erste hier, die asperger autismus hat. oder zumindest die erste, die es hier offen mitteilt.

ich kann mir vorstellen, dass die kosten der narkose vielleicht von der krankenkasse übernommen werden. denn es gibt auch angstpatienten, bei denen die krankenkasse die narkose bezahlt, wenn ein psychologisches attest vorgelegt werden kann (als beispiel). weißt du sicher, dass deine krankenkasse die narkose nicht finanzieren würde? vielleicht kannst du das vorab klären. es gibt auch noch die sedierung. die ist nicht so tief wie eine vollnarkose.

zur narkose kannst du gern hier schon mal nachlesen: klickmich

da dich der arztbesuch aufgrund des asperger autismus sehr mitnimmt - es ist ja noch mehr stress als bei angstpatienten ohne autismus -, kann es sein, dass evtl. wirklich nur die narkose in frage kommt :konfus: . es sei denn, du möchtest lieber ohne. hast du mal mit dem zahnarzt darüber gesprochen? vielleicht reicht ja auch ein beruhigungsmittel?

ich finde es jedenfalls klasse, dass du an deiner situation was ändern willst. das möchten ja alle hier, die sich im forum anmelden :] . es gibt heute einige mittel und wege, ängste zu bekämpfen oder zu überwinden bzw. behandlungen zu meistern. ein weg wird auch für dich dabei sein.

ich wünsche dir jedenfalls alles erdenklich gute, dass du deine behandlungen in geeigneter form durchziehen kannst. :anbet:
www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11

"Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende." - Demokrit
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Odissi

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6

Dienstag, 4. Oktober 2011, 20:43

Liebe Omantje

Das ist wirklich viel auf's Mal, was Du bewältigen musst.

Hast Du einen normalen Hausarzt oder sonstigen Therapeuten, an den Du Dich jeweils wenden kannst, auch des Asperger Syndroms wegen?
Wenn ja, wäre es eventuell möglich, dass er mit einem Zahnarzt zusammen arbeitet bzw. diesen genau informiert, was das Asperger Syndrom bedeutet und wie man bzw. der Zahnarzt und sein Team am besten damit umgehen könnten?
Du schreibst ja, dass Du Dein Leben recht gut bewältigen kannst. Gibt es gewisse Bewältigungsstrategien, die für Dich hilfreich sind und die Du mit dem Zahnarzt absprechen könntest?

Ich würde auf jeden Fall auch klären
- ob die Krankenkasse die Narkose übernimmt bei einem entsprechenden Zeugnis
- was der ZA gleichzeitig im Falle einer Narkose alles machen kann
- ob es eventuell Alternativen gibt für eine Wurzelbehandlung, sofern die nicht in der gleichen Narkose gemacht werden muss
- wie sich die Narkose auf Dich auswirken könnte

Ich wünsche Dir, dass Du die richtigen Informationen und gute Unterstützung findest, bei welcher alle Beteiligten in Deinem Sinne zusammen wirken.

Liebe Grüsse
Odissi
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Matthias

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Wohnort: Niedersachsen

7

Dienstag, 4. Oktober 2011, 20:56

hallo omantje,


eigentlich hat elc schon so ziemlich alles auf den Punkt gebracht und ich kann das nur unterstreichen.
Aber ich dachte mir, da ich inzwischen Erfahrungen mit Narkose und Lachgasbehandlung habe, könnte es dir vielleicht weiter helfen:
Ich habe mir meine Weisheitszähne (alle 4) unter Vollnarkose ziehen lassen. Als Angstpatient regelt das auch die Kasse. - Wenigstens meine. Der Arzt dafür war Profi und machte den ganzen Tag nichts anderes als Zähne ziehen, daher hoffte ich auf Routine und Qualität und das war auch so: Schnell einen Stich in den Arm und das Narkosemittel verbreitet sich. Es steigt ein warmes Kribbeln in den Arm auf und ungefähr auf Höhe der Schulter fallen dir die Augen zu und du bekommst den Satz "Was, wenn es nicht wirkt?" gar nicht mehr zu Ende. Dann wachst du einfach im Nebenzimmer wieder auf und alles ist überstanden.
Und meine Erfahrungen mit Lachgas sind vergleichbar gut. Vor einer Wurzelbehandlung atmete ich 4-5 man tief ein und dann dämmerte ich vor mich hin und fand das Bild an der derart faszinierend, dass ich nicht wirklich mit bekommen habe, was die da gebohrt und gedrückt haben. War mir auf einmal auch total egal. Am Ende atmest du ein paar Minuten Sauerstoff und bist wieder völlig klar.


Vielleicht hilft dir das weiter bei deiner Entscheidung. Und vielleicht kann man ja alles in einer Behandlung regeln. - Ich finde, du solltest mal einen Gesprächstermin mit einem guten Zahnarzt machen. Einfach nur darüber reden und sich mal anhören, was möglich wäre.


Du bekommst das sicher hin!
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perdita

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8

Dienstag, 4. Oktober 2011, 21:17

Hallo Omantje,

und erst mal herzlich willkommen bei uns!
Ich habe die Bücher von Axel Brauns gelesen und weiß daher ein wenig über Autismus aus Sicht eines Betroffenen Bescheid. Die von dir geschilderten Symptome gehören meines Wissens einfach dazu, und ich bin überzeugt, dass du mit einem entsprechenden Nachweis - den du ja zweifellos erbringen kannst - von der Krankenkasse eine Behandlung in Vollnarkose erstattet bekommen wirst. Ich bin wahrlich kein Freund der Vollnarkose, weil sie zur Angstbewältigung bei den sogenannten Normal-Angstpatienten nicht beiträgt, in deinem speziellen Fall sehe ich sie aber als vollkommen gerechtfertigt. Und ich bin der festen Ansicht, dass das sogar unsere geizigen Krankenkassen anerkennen werden.

Den Versuch ist es auf jeden Fall wert. Ich denke schon, dass Autismus bei den Kassen unter den Oberbegriff "Behinderungen" fällt, und Kinder und Behinderte haben nun mal einen Anspruch auf Kostenübernahme für Narkosen. Versuch es unbedingt. Bei allem anderen helfen wir dir gern.

Liebe Grüße,
perdita

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"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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Omantje

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9

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 08:39

Hallo,
danke für die vielfältigen Antworten, ich bin soo froh und fühle mich hier verstanden!


Birger Sellin kenn ich und finde sein Buch beeindruckend, auch beeindruckend das er es schaffen konnte so ein Buch zu schreiben. Axel Braun kenne ich persönlich und finde ihn toll! Ein äußerst charesmatischer Mensch der toll reden kann und sich selbst gefunden hat.



Das mit der Narkose hört sich ermutigend an. Ich habe jetzt bei einem Zahnarzt in Mülheim der zum Großen Teil Menschen mit Behinderung behandelt, einen Termin gemacht für nächsten Dienstag... bibber! Den Zahnarzt macht „Analgosedierung" was auch immer das heißen mag. Kann mir jemand das erklären?


Asperger Autismus ist eine anerkannt Behinderung mit einem GB von minimum 50% wobei ich mich immer gescheut habe einen solchen Ausweis zu beantragen, da ich es falsch finde ihn zu beantragen weil ich mich selbst als nicht soo behindert empfinde.... ich bin gespannt was der Zahnarzt sagt. Ich muss es schaffen meine Probleme zu verbalisieren und nicht zu vertuschen wie ich es sonst tue und dann werde ich mal schauen wie es weiter geht.


Ob und was die Kasse bezahlt werde ich nach dem Termin in Erfahrung bringen, Telefonieren ist schwierig da lass ich mich leicht überrollen, also muss ich schauen wie ich das mache und in welcher Form.


Danke euch noch mal!
Omantje
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elc

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10

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 12:24

hallo liebe omantje
Das mit der Narkose hört sich ermutigend an. Ich habe jetzt bei einem Zahnarzt in Mülheim der zum Großen Teil Menschen mit Behinderung behandelt, einen Termin gemacht für nächsten Dienstag... bibber! Den Zahnarzt macht „Analgosedierung" was auch immer das heißen mag. Kann mir jemand das erklären?

erstmal glückwunsch zum termin, das war ein großer und wichtiger schritt.

analgosedierung nennt man auch dämmerschlaf. daher ist sie nicht so tief wie eine vollnarkose. als patient bleibt man ansprechbar, kann also bedingt kooperieren. weiterhin muss nicht künstlich beatmet werden. das schöne ist, dass man sich anschließend an (fast) nichts erinnert.


Asperger Autismus ist eine anerkannt Behinderung mit einem GB von minimum 50% wobei ich mich immer gescheut habe einen solchen Ausweis zu beantragen, da ich es falsch finde ihn zu beantragen weil ich mich selbst als nicht soo behindert empfinde....

deine einstellung verdient echt anerkennung. :]


Ob und was die Kasse bezahlt werde ich nach dem Termin in Erfahrung bringen, Telefonieren ist schwierig da lass ich mich leicht überrollen, also muss ich schauen wie ich das mache und in welcher Form.

nahezu alle krankenkassen sind heute ja auch online im internet unterwegs und haben somit auch e-mailadressen. du kannst so schön schreiben :] , vielleicht kannst du ja eine e-mail verfassen? ich würde dich auf jedenfall unterstützen, wenn du magst.

liebe grüße,

elc
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Omantje

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11

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 16:44

Hi
Danke dir Elc deine Worte bedeuten mir sehr viel und sehr sehr gerne würde ich beim ausformulieren für die Krankenkasse auf dein Angebot zurück kommen. Aber eben erst nach Dienstag.

Mir geht es heute sehr schlecht bin nah am Wasser gebaut, zittere und mir ist kotzübel und das nur weil ich mich mit dem Thema beschäftige. Oh ich kann mich selbst nicht leiden wenn ich mich selbst so überfahre..... und leider bin ich dann auch wenig Handlungsfähig, hab morgen Termin bei meiner Therapeutin, mal sehn was sie dazu sagt.

Am ende ist es auch egal wie ich von der Behandlung nichts mit bekomme..... Hauptsache ich krieg nicht mit wie die Menschen mich berühren und anfassen.
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lili85

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12

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 21:36

Hallo Omantj,

herzlich Willkommen hier im Forum. Als hier über "Krankheit" gesprochen worden ist, habe ich auch gleich gedacht, dass Asperger keine Krankheit ist. Ich habe selber ein Handicap und finde das Wort Krankheit auch nicht passend. Ich sag immer, ich bin krank wenn ich husten und schnupfen habe *gg* Aber ich ärger mich nicht darüber mehr, den schließlich meint es ja keiner böse.

Asperger und Zahnarzt ist keine gute Kombination, dass können wohl viele betroffene berichten. Zahnarztangst an sich ist ja schon schlimm genug. Vielleicht wäre noch Lachgas was für dich. Um weitere Zahnschäden bei dir oder den Kids zu verhindern wäre vielleicht Xylit was. Im Forum steht auch was darüber und wenn du noch fragen dazu hast nur her damit. Kann dir auch per PN Links schicken bei interesse. Ich bin aber erst wieder Freitag abend on.

Ich wünsche dir einen guten Austausch und das du deinen ZA bald findest.

Liebe Grüße

lili
Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns,

sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

- Epiktet, 1. Jh. nach Chr. -
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Omantje

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13

Freitag, 7. Oktober 2011, 19:58

Hi,
danke für die Antwort.. ja ich fühle mich eben auch nicht Krank sondern eher manchmal eingeschränkt.
Ich fühle mich leider immer dazu berufen aufzuklären weil ich mich selbst an diesem Wort extrem Festklammern kann, ich kann dann nicht nix sagen.. meine es aber nicht böse und weiß auch das keine Bösartigkeit dahinter liegt.

Gestern hatte ich den 3. Termin bei meiner Therapeutin aber die scheint ein echter Griff ins Klo zu sein, wenn ich bedenke das die suche nach der Frau fast ein Jahr gedauert hat, macht mir das Angst denn wenn ich sie ablehne dauert es wieder 1 Jahr bis ich den nächsten ausprobieren kann.. ich könnte heulen. Meine Hoffnung war die Zahnarztsache mit ihr durch zu sprechen und ein paar Verhaltenstipps und eben auch tips zum Thema: Wie bringe ich meine Problematik richtig rüber, ich kann manchmal sehr schlecht sprechen und lasse mich überrollen.. ich habe da solche Angst vor, dass ich dann Dinge tue die ich eigentlich nicht will, und dass das dann wieder den kompletten Rückzug zur Folge hätte.... und das ist grade das was ich nicht will.

Deswegen stresse ich mich auch so vorher, weil eben davon so viel abhängt ich habe nicht viel Kraft für weitere Versuche sei es bei Therapeuten suche, noch bei Zahnarzt neu aussuchen....

Bei den Kindern bin ich besser, die regelmäßig zum Kinderzahnarzt , haben keine Angst und deren Zähne sind top in Ordnung... aber das lasse ich auch meinen Mann machen.

Gerne würde ich mehr über Xylit erfahren gerne auch per PN.

Danke nochmals
Omantje
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14

Freitag, 7. Oktober 2011, 20:57

hallo,
hättest Du nicht vielleicht eine Vertrauensperson, mit der Du vorher alles genau absprechen könntest und das
auch schriftlich festhältst? Das könntest Du vielleicht im Vorfeld dem ZA zukommen lassen.
Dann würdest Du Dich nicht überrollt fühlen und es wär nicht schlimm wenn Du in dem Moment gehemmt bist und
selber nichts sagen kannst oder magst.
Wär das vielleicht 'ne Option? Ein guter ZA würde darauf eingehen und versuchen es Dir so angenehm wie möglich
zu machen, und zwar innerhalb Deiner Möglichkeiten.

war jetzt nur 'ne Idee :D

LG
Sabine
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bibi

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15

Freitag, 7. Oktober 2011, 23:32

Hallo Omantje,

ich war mal eine Zeitlang als Schulbegleitung für ein zehnjähriges Mädchen mit AS tätig. Von daher habe ich vielleicht im Ansatz eine Ahnung davon wie anders die Wahrnehmung für äußere Reize ist.
Ich muss es schaffen meine Probleme zu verbalisieren und nicht zu vertuschen wie ich es sonst tue und dann werde ich mal schauen wie es weiter geht.
das ist m.E. genau der richtige Ansatz für jeden Angstpatieten, egal ob mit oder ohne AS.
Ich möchte mich gern dem Vorschlag von Zahnarztneindanke anschließen und denke auch, dass es hilfreich sein könnte dem ZA vorab eine Mail zu schicken und deine Problematik zu schildern.

Meine große ZA-Angst war auch in der Angst vor dem Ausgeliefertsein begründet, Hintergrund waren allerdings Missbrauchserfahrungen. Ich hatte wahnsinnig großes Glück und nach Jahrzehnten der Zahnarztabstinenz einen ZA gefunden, der auf mich und meine Bedürfnisse eingegangen ist. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, konnte jederzeit STOPP sagen und alles wurde vorab erklärt, unvorhergesehene Ereignisse wurden ebenfalls sofort erläutert. Auch konnte ich mich in den Behandlungsablauf miteinbringen und sagen was ich wollte und was nicht. Mir hat diese einfühlende Art dieses ZA sehr geholfen.

Es gibt inzwischen wirklich gute ZÄ, die gut mit den Bedürfnissen ihrer Patienten umgehen können. Natürlich ist mir klar, dass es für dich um ein Vielfaches schwieriger ist einen ZA-Termin zu bewältigen als für uns Nicht-Autisten.

Auf jeden Fall drücke ich dir ganz doll die Daumen für deinen ZA-Termin und hoffe, dass du gut mit ihm klarkommst.

Viele Grüße
Bibi
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Omantje

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16

Samstag, 8. Oktober 2011, 09:53

Morgen,
nein leider habe ich keine rechte Vertrauensperson, meinem Mann vertraue und mit dem rede ich auch darüber aber so ganz ist das nicht sein Umgang... er lässt Dinge auf sich zu kommen. Bei meiner Familie stoße ich nur auf Unverständnis, so nach dem Motto... Zähne zusammen beißen dann wird das wohl schon.... wird es aber nicht... auch der Umgang mit Asperger ist nicht wirklich gut. Meine Eltern haben immer versucht mich in ein Normales Muster zu drängen.. jetzt wo ich weiß das ich es nicht bin (habe die Diagnose erst seit 4 Jahren an der Uniklink Aachen bekommen) und das auch ok ist kommt meine Mam und meine Schwester damit gar nicht klar.... sie gestehn mir das nicht ein... ich soll gefälligst normal sein... schade ist nun mal nicht so!
Das aber hat zur Folge das ich mit denen die mir vertraut sein sollten, dies nicht kann weil ich mich immer dort rechtfertigen muss und bei allem mir unterstellt wird ich ließe mich nur hängen.

Das mit der Mail ist eine Gute Idee das werde ich umgehend tun!

danke für die aufmunternden Worte. Die tun wirklich gut.... hier nicht kämpfen oder sich rechtfertigen zu müssen.
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Odissi

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Samstag, 8. Oktober 2011, 18:35

Liebe Omantje

Vielleicht kann Dir Dein Mann dabei helfen, mal mehreren ZA eine mail zu schreiben - die ganze Problematik schildert.

Und dann in einem zweiten Schritt einen Termin bei einem ZA machen, eventuell auch mehr als einem um zu sehen, ob der ZA selbst in dieser Frage für Dich zu einer Vertrauensperson werden kann. Der so was auch in VN macht und Dir auch hilft und Erfahrung hat, wieweit die Krankenkassen in so einem Fall auch für eine VN aufkommen muss und wie Du diesbezüglich vorgehen musst?

Bei mir ist es so, dass mein ZA eigentlich der Mensch ist, dem ich was meine Zahnsituation betrifft am meisten vertraue. Er weiss, wovon er spricht und er ist einfach auch ein Mensch, zu dem ich Vertrauen haben kann. Natürlich ist meine Situation viel einfacher, aber ich hoffe und wünsche Dir, dass Du jemanden findest, zu dem Du volles Vertrauen haben kannst und der ganz genau weiss, wie damit umgehen und der alles, auch jedes kleinste Detail mit Dir abspricht.

Es wäre natürlich schön, Dein Mann könnte Dich dabei immer begleiten.

Es tut mir sehr leid, dass Deine Mutter und Schwester nicht mit dem Asperger-Problem umgehen können. Kann sicher schwierig sein - vielleicht bräuchten sie selbst diesbezüglich Unterstützung durch eine Fachperson oder eine Selbsthilfegruppe für Angehörige. Anderseits - das soll nun ja nicht Dein Problem sein.

Probier doch mal die ersten Schritte für eine Kontaktaufnahme mit Hilfe Deines Mannes. Du bist jederzeit frei, von einem zweiten Schritt abzusehen, wenn Dir ein ZA nicht zusagt.

Liebe Grüsse
Odissi


P.S.
nicht vergessen - elc hat Dir Hilfe beim Formulieren einer e-mail angeboten!
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elc

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Wohnort: Niedersachsen

18

Samstag, 8. Oktober 2011, 18:47


P.S.
nicht vergessen - elc hat Dir Hilfe beim Formulieren einer e-mail angeboten!
;) dazu warten wir aber nach dienstag ab. so, wie omantje kann und mag. :]
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Budgie

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19

Samstag, 8. Oktober 2011, 19:07

Hallo Omantje,

ich hab dir eine PN geschrieben.
LG Petra
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Odissi

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20

Samstag, 8. Oktober 2011, 22:55

sorry, ich hatte ganz vergessen, dass ein Termin bei einem ZA ja schon fixiert ist. :(

Lg
Odissi
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