... und das obwohl ich mir nicht sicher bin ob ich mich dazu zählen kann. Wozu? Zu den Zahnarztangsthasen.
Ich habe hier bisher nur wenige Beiträge gelesen aber mir ist schon auf anderen Seiten aufgefallen dass die meisten die sagen sie haben Panische Angst vor dem ZA bereits seit 10 oder 20 Jahren nicht mehr dort waren.
Das ist bei mir nicht der fall. Geht auch garnicht. Vor 20 Jahren hatte ich nämlich noch garkeine Zähne.
Mein letzer ZA besuch ist jetzt ca. 1,5 h her.
Und wieder einmal fühle ich mich in meiner Angst bestätigt. Bis vor ungefähr einer halben stunde bin ich noch heulend am Laptop gesessen und habe dabei festgestellt, dass der Zahnarzt bei dem ich gerade war angeblich schon auf Angstpatienten spezialisiert ist und wieder einmal frage ich mich - Bekommen Zahnärzte das
Unsympathengen mit ihren Abschluss oder haben sie es schon und wählen deshalb diesen Beruf?
Warum genau ich Angst vor ZA habe kann ich garnicht sagen. Ich mag alle ärzte nicht besonders, aber keinen so wenig wie den ZA. Ich weiß nur dass ich bereits seit der Grundschule höllische Angst vorm ZA habe - warum weiß ich nicht, ich kann nicht sagen ob damals irgendwas vorgefallen ist. Und meine Eltern haben mich auch nicht zum ZA geschickt wenn ich gesagt habe 'Ich will nicht' daher bin ich dann eben nicht mehr gegangen. Solange bis ich vor etwa 3 Jahren zahnschmerzen bekam. Also gut, Termin bei der hiesigen Zahnärztin gemacht. Dann wurden ein paar zähne gebohrt und gefüllt, was ansich nicht weiter schlimm war, ich hatte ja ne betäubung bekommen, das schlimme war mehr die panik die ich während der gesamten behandlund hatte. Nach jedem Termin war ich durchgeschwitzt und am nächsten tag hatte ich vor lauter Zittern muskelkater. Dann kam die meine erste wurzelbehandlung. 1 woche sollte ich mit dem provisorisch zu gemachten zahn rum laufen ehe gefüllt werden sollte. Am zweiten tag bekam ich höllische schmerzen. ZA von mama anrufen lassen - ZAH hat gesagt es sei normal und hat ein Schmerzmittel empfohlen. Das blöde mittel hat aber leider nur ca. 1-2h gewirkt und nehmen durfte ich nur alle 6h eine. Und nach einnahme hat es dann 2h gedauert bis es gewirkt hat. Die Woche war die reinste hölle und die schmerzen haben nicht nachgelassen, sie wurden immer schlimmer. Als ich dann wieder beim ZA war stelle die ZA fest: das ganze hat sich entzündet, der zahn muss nun doch raus. Na toll - eine woche unter höllischen schmerzen - und wofür? für nix.
Ich bekam gleich einen neuen Termin, mit der ankündigung, dass nach dem röntgenbild zu urteilen da wohl auch eine wurzelbehandlung fällig sei. Habe darauf gleich protestiert: eine Wurzelbehandlung will ich nicht mehr.
Beim nächsten Termin stellte die ZA dann (für mich zum glück) fest dass der zahn ohnehin nicht mehr zu retten ist und hat wieder gezogen, dass alles übrigens ohne mich darüber zu informieren, dass eine Lücke nicht bleiben konnte. Sie gab mir wieder einen Termin mit der ankündigung dass wohl eine WBH fällig sein werde. Zu diesem Termin bin ich erst garnicht erschienen. Ich weiß nicht mehr welche ausrede ich gerade hatte um nicht zu gehen, aber ich ging nicht.
Der Zahn der dort behandelt werden sollte, hat ein loch und das war mir auch die ganze zeit egal. Aber er tut ja nicht weh, zumindest nicht solange ich nicht gerade auf ein Korn oder sowas beiße, also hab ichs eben ignoriert. 2 Jahre lang. Kurz vor meiner zwischenprüfung brach er mir dann beim Apfelessen ab. Tat aber immernoch nicht weh, nach dem nochmal ein stück raus brach konnte ich sogar ganz gut damit kauen. Also gabs für mich immernoch eine ausrede nicht nochmal zum ZA zu gehen. Tja, doch jetzt hatte der Zahn doch angefangen zu schmerzen, nicht wirklich schlimm, aber doch ziemlich deutlich spürbar. Und wir fahren bald in den Urlaub - was wenns im Urlaub schlimmer wird?
Am Feiertag ists dann schlimmer geworden also hat mein Freund mich ins Auto gepackt und zum zahnärztlichen notdient gekarrt. In der Praxis gings dann los: So jung und schon so viele fehlende Zähne *blabla* Da karies, dort karies, hmm ja dass sieht nicht gut aus.... zahnpflege minus - oh auf der anderen seite siehts schon viel besser aus, wie kommt denn das? (geantwortet hab ich nicht, aber die antwort darauf wäre: da wo der kaputte zahn ist tat so kräftig putzen halt weh)
Und dann wurde ich betäubt und der zahn aufgebohrt, dass er mich dann für die Auszubildende als anschauungsobjekt für schnell vorranschreitenden Karies verwendete half mir natürlich auch nicht besonders.
Zahn gefüllt. Und dann wurde ich mit den worten 'ich konnte den karies nicht komplett entfernen, der nerv ist erreicht und hat auch geblutet, aber wir lassen dass jetzt so und hoffen dass es verheilt, aber wenn der schmerz wieder kommt, dann kommen sie bitte sofort wieder'
Nichts wie raus da, und so wies bei mir eben immer ist hab ich kaum dass ich drausen war angefangen zu heulen. Drinnen hab ichs noch geschafft mich an riemen zu reißen. Mein freund war damit völlig überfordert - wieso heult die jetzt? wir sind doch jetzt drausen! -- Ich weiß es doch selber nicht.
Dummerweise hat der Zahn wieder angefangen weh zu tun. Ich hab mit der - übrigens sehr netten - ZAH telefoniert, die mir erklärte, dass dies bei einer behandlung so dicht am nerv durchaus normal sei und ich am besten einfach noch ein wenig abwarten solle. Solange der schmerz zwischen durch noch aufhöre und kein durchgehender schmerz sei. Bereits eine stunde später wurde der schmerz aber praktisch unerträglich und selbst unter schmerzmittel ziemlich heftig. Also am nächsten morgen krank gemeldet und nochmal zum ZA. Das war dann übrigens heute.
Da ich den schmerz als pochend beschrieb meinte der ZA da müsse eine WBH gemacht werden, das wollte ich aber nicht, also erklärte er mir was genau die WBH eigentlich ist, wie die chancen stehen und so weiter, danach stellte er mir die wahl ziehen oder wbh. Ich wusste noch nicht so recht was. Eine WBH wollte ich nicht, dagegen sträubte sich in mir alles, andererseits hatte er es gut erklärt und vorallem war er der erste der mir sagte dass ich Zahnimplantate brauchte die sehr kostspielig sind. Doch ich behielt im Hinterkopf dass ich Montag in den Urlaub fahre und wenn die WBH nicht hilft ich vill mit den höllischen schmerzen die ich bereits nach der letzten WBH hatte im ausland sitze!
Ich bin dann ne stunde raus um es mir zu überlegen, um 11 sollte ich wieder da sein. Als ich zurück kam teilte ich mit dass ich mich für Ziehen entschieden hatte. Da sagte die ZAH dann leider sei aufeinmal sehr viel los und ob ich wohl um 16 uhr weider kommen könne. Sie drückte mir noch einen Zettel über WBH in die hand und ab nach hause gings. Als ich um 16 uhr wieder kam und bei der entscheidung - ziehen - blieb, sagte der ZA aufeinmal dass er den zahn nicht ziehen würde. Wenn ich keine WBH wollte dann sollte erst der weißheitszahn raus und den zahn der weh tut, der bleibt erstmal wie er ist.
Tja, dann bin ich heim gegangen. Meinen Weißheitszahn, der absolut nicht weh tut und vollkommen gesund ist (nur anscheinend irgendwann ärger machen könnte und auf jedenfall raus muss (wovon meine vorherige zahnärztin trotz röntgenbilder vom gesamten gebiss kein wort gesagt hat)) den bekommt der heute sicherlich nicht! Wegen dem war ich schließlich nicht da!
Mein Zahn pocht nun also munter vor sich hin und ich werde mit
diversen Schmerzmitteln in den urlaub fahren, in der hoffnung zwischen durch nicht selbst zur zange zu greifen. Von Zahnärzten, hab ich jetzt jedenfalls erstmal wieder die schnauze voll.
ganz klein bissi an die Nettiquette angepaßt und Medis editiert - siehe NUBs - incredible
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »incredible« (7. Juni 2011, 18:46)