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riesenheulsuse

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1

Mittwoch, 8. September 2010, 02:49

riesen Heulsuse oder besser 100% Kontrollverlust

Hallo,

schon eine Weile treibe ich mich hier als stiller Leser im Forum herum, warum wird sich jeder denken können. Jedes Mal habe ich mir gedacht, ich schau mich einfach mal um und dann schreibe ich selbst auch. Doch nachdem ich hier und da gelesen hatte kam alles wieder hoch und die Heulerei ging wieder los. Ich habe mich dann immer sang und klanglos wieder ausgeklinkt. Einmal habe ich es sogar geschafft mich zu registrieren.

Heute hatte ich mir vorgenommen mich einfach einzuloggen, ein Thema zu starten und drauf los zu schreiben. Doch ich habe es wieder getan, vorher gelesen und Bäche geheult. Gerade war ich drauf und dran wieder auf das große X rechts oben zu klicken. Nein diesmal nicht und schnell ein Thema eröffnet. Ich hoffe ich werde es auch abschicken, ich nehme mir vor es einfach zu tun, sobald ich auch nur daran zweifle. Entschuldigt jetzt schon alle Tippfehler, ich bin zwar ein routinierter Tastenschreiber, aber ich sehe meine Tasten nur noch verschwommen.

Nun bin ich mir nicht sicher an welcher Stelle ich anfangen soll. Ich habe Angst, vorallem vorm ZA, das ist mir klar. Schlimm für mich ist, das ich eigentlich garnicht weiß warum und das ich es nicht einfach durchziehe. Immer wieder sage ich mir: "Mensch zieh es einfach durch, so eine Memme bist du doch sonst nicht!" - es geht einfach nicht, wieder schießen mir sinnlose Tränen in die Augen.

So oft habe ich schon überlegt was genau mir Angst macht, aber ich kann es nicht benennen. Immer wieder suche ich nach Antworten, aber ich kann mir diese Frage einfach nicht beantworten.

Ich fange einfach mal an zu erzählen. Ich bin 26, habe Mann, Kinder und studiere derzeit. Selbst wenn ich nach den Anfängen meiner Angst suche scheitere ich. Als Kind war ich immer beim ZA hier im Dorf. An die Ärztin erinnere ich mich noch sehr gut, wie sie sich neben der Neonsonne über mich beugt und mich durch ein Gesichtsschild aus durchsichtigem Plastik angrinst. In der Schule gab es auch hin und wieder untersuchungen, aber da erinnere ich mich an nichts konkretes.

Mit etwa 11 hatte ich mal einen vereiterten Milchbackenzahn. Besagte Ärztin im Dorf behandelte mich. Ich kann mich nur noch schwer daran erinnern, die Bilder hängen hinter einer Art Schleier. Leider wirkte die Betäubung nicht, aber die Ärztin zog munter weiter als ich sie darauf aufmerksam machte. Unser Nachbar saß im Wartezimmer und rief meine Mutter an, da ich wohl schrie, als wenn ich abgemurkst würde, aber das weiß ich selbst nicht mehr.

Ich ging weiterhin zu besagter Ärztin, welche mir später eine lose Zahnspange verpasste, um den Engstand in meinem Gebiss zu beseitigen. Ich hatte mit der Spange nur Probleme. Sie drückte so stark auf meinen Kiefer, das ich nur Schmerzen hatte, wenn ich sie trug. Ich teilte dies der Ärztin mit, aber sie meinte nur das es drücken müsse.

Die Schmerzen wurden immer unerträglicher, so das ich die Spange immer wieder rausnehmen musste, weil es nicht mehr zu ertragen war. Am Anfang kämpfte ich sehr, denn ich hasste meine schiefen Zähne, besonders den einen. Doch bald ging es einfach nicht mehr, aus permanenten Kieferschmerzen wurden Kopfschmerzen. Doch die Ärztin schob alles darauf, das ich die Spange nie tragen würde und schimpfte mit mir.

Irgendwann habe ich resigniert und das Ding einfach nicht mehr getragen. Die Ärztin schimpfte mich doch eh schon, ich würde das Ding nie tragen, also könnte ich es auch gleich lassen, den Ärger bekam ich ja sowieso. Das war eben die Lösung, die ich mir in meiner kindlichen Naivität zurechtbog. Daran den Arzt zu wechseln habe ich damals als Kind noch nicht gedacht. Meine Eltern bemerkten auch das ich die Spange kaum trage und ich ließ mir Ausreden einfallen, wie ich solle sie nur noch Nachts tragen.

Irgendwann habe ich das mit dem zum Zahnarzt gehen einfach schleifen lassen. Ich habe heute keine Ahnung mehr wie ich das damals angestellt habe ohne das es zuhause auffiel, aber ich habe es irgendwie hinbekommen. So war ich zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr das letzte Mal beim Zahnarzt. Meine Zähne putzte ich immer fleißig, damit ich auch ja keine Schmerzen bekommen würde. Das ging so auch ganz lange gut.

Nach dem Abitur arbeitete ich von zuhause aus, selbständig, ich war durch eine Freundin zu einem prima Job gekommen. Ich konnte mich um Haus und Kinder kümmern und dennoch etwas zum Einkommen beisteuern. In der Zeit bestand mein Tag aus 18h Arbeit, 7 Tage die Woche. Immer zwischen Haushalt, Kindern und PC. Irgendwann machte mein Körper nicht mehr so mit und klagte mehr Schlaf ein, da mir die Auszeiten fehlten. Aber da habe ich mich lange nicht geschlagen gegeben.

Anfangs versuchte ich mich mit Kaffee wach zu halten, aber der hatte in Unmengen eher eine durchschlagende Wirkung. So griff ich auf Cola zurück ... Koffein zum wach bleiben und Zucker fürs Gehirn. Tja der Zucker war leider nicht nur fürs Gehirn, sondern auch für die Zähne, wie sich bald herausstellte. Meine Zähne wurden immer gelber und brüchiger. Irgendwann ging es auch mit Cola nicht mehr und ich brach so richtig in mir zusammen, aber ich ließ es mir nie anmerken. Zu dieser Zeit sahen einige meiner Zähne schon aus wie ein schweizer Käse.

Der Job lief ohnehin nicht mehr so gut, aus wirtschaftlichen Gründen, nicht das ich nicht mehr gearbeitet hätte. Irgendwann hatte ich so ein richtiges Burn Out und legte nur noch Letargie an den Tag und ließ die Arbeit sausen, genau 1 Jahr lang.

Während dieser Zeit hatte ich plötzlich unheimliche Schmerzen, ein Backenzahn machte mir den Ärger. Ich ging wohl oder über zum ZA, dem meines Mannes. Zur Schwester an der Anmeldung konnte ich garnichts sagen. Während der Wartezeit im Vorzimmer liefen mir schon die Tränen übers Gesicht. Ich war mir selbst peinlich und wollte mich zwingen aufzuhören, aber es ging nicht. Ich hatte mich selbst einfach nicht mehr unter Kontrolle. Ich hasste mich dafür, denn ich mag den Kontrollverlust nicht, das ist auch der Grund warum ich so gut wie nie Alkohol trinke. Am liebsten wäre ich gegangen, aber mein Mann war dabei und die Schmerzen waren auch noch da.

Im Behandlungszimmer wurde dann seitens Arzt und Schwester erstmal herzhaft über meine Zähne mukiert. Als wenn ich nicht selber wüsste das sie grauenhaft aussehen. Zuerst stellte mir der Arzt in Aussicht den Zahn erhalten zu können, wenn er aufgebohrt würde und der Dreck weggefräst wäre. Der Zahn wurde unter seine Fräse immer weniger und er meinte dann, das er dann doch raus müsse, aber nicht heute. Im Anschluss an die Behandlung erklärte er mir mit der Schwester und meinem Mann, wie einem kleinen Kind, wozu eine Zahnbürste wäre.

Dann meinte er noch, das man die Zähne in ein Paar Sitzungen wieder hin bekommen würde, er würde das mit mir beim übernächsten Mal gleich anfangen. Er schlug vor das die Schwester gleich noch meine Zähne reinigen solle, so gelb wie die seien hätten sie das nötig und verließ den Raum. Die Schwester begann mit der Elektrobüste und Spezialpaste auf meinen Zähnen rumzurubbeln. Irgendwann gab sie auf und meinte, "Na gut, so dreckig sind die garnicht." In Gedanken vervollständigte ich ihren Satz mit "... sie sind einfach wirklich so arg hässlich.". Ich bekam einen Termin für das Ziehen des Reststummels, ging aber natürlich nicht hin.

Das ging eine ganze Weile gut, dann begann auch noch der Reststummel zu schmerzen. Erst nur selten mal ein wenig, was ich einfach durch eine spezielle besonders eklige Mundspühlung und Irgnorieren überbrückte. Nur bald kamen die Schmerzen häufiger und länger und waren dann bald dauerhaft da. Über Wochen bekam ich die Schmerzen mit kontinuierlicher Steigerung der Schmerzmittel in den Griff. Kein Tag verging ohne das ich Pillen schluckte, wirkten sie nicht mehr beschaffte ich mir ein stärkeres Medikament. Zum Schluss konnte ich nichts mehr machen außer die Wange dauerhaft zu kühlen. Irgendwann gab es nichts stärkeres mehr.

Dann konnte ich vor Schmerz nicht einmal mehr kurz schlafen, ich schlief drei Tage und Nächte garnicht mehr. Als ich dann den ganzen Tag nur noch vor Schmerzen gejammert habe konnte ich es nicht mehr verheimlichen und mein Mann sackte mich und schleppte mich zum Arzt. Der Arzt in der Notaufnahme redete viel von "Das schaffen wir schon und bla ..." was ich ihm eh nicht glaubte.

Aber er gab sich große Mühe mit mir, er war der erste, der mir glaubte das die Betäubung nicht da ist und nachspritzten (sogar 2 Mal) bis es wirklich taub war und dabei hatte ich nur das Gesicht verzogen und herumgefuchtelt. Ansonsten lief der Termin auch ab wie jeder, ich heulte die ganze Zeit und hatte mich nicht unter Kontrolle. Beim spritzen musste ich mich so zusammenreißen nicht reflexartig auf die Spritze zu beißen. Ich hatte überlegt wieder zu diesem Arzt zu gehen, aber es dann schnell verworfen, da ich mir selbst zu peinlich war.

Nach der Behandlung hatte ich große rotblaue Flecken im Gesicht. Ich glaube nicht das ich mich gut genug unter Kontrolle hatte und deshalb nicht auf die Spritze gebissen hatte. Ich glaube eher das der ZA jede Menge Kraft brauchte um mir den Mund aufzuhalten, so das ich daher diese mystischen rotblauen Druckflecken bekam. Wenn ich nicht schon wieder heulen würde, dann könnte ich mich an dieser Stelle über mich selbst amüsieren. Der arme ZA muss wohl am nächsten Tag Muskelkater in den Händen gehabt haben.

Vor 2 Jahren raffte ich mich dann wieder auf und begann zu studieren. Zu der Zeit brachen mir auch noch meine beiden oberen Schneidezähne nach und nach in Stückchen ab. Wär ich mal lieber daheim geblieben, sowas fällt ja nun jedem auf. Ich versuche einfach mit keinem zu reden und allein durchzukommen. Am liebsten ist es mir, wenn ich garnicht hin muss und ersatzweise eine Hausarbeit machen kann.

Gelacht habe ich vor Menschen noch nie ohne vorgehaltener Hand, wegen dem schiefen Eckzahn der jedem gleich geradezu ins Auge fällt. Höchstens mal ausversehen, wonach ich dann meist im Boden versunken bin oder die Flucht ergriffen habe. Heute versuche ich beim Reden den Kopf zu senken, so das niemand auf meine Zähne schauen kann, da ich nur 1,63m bin schauen die meisten eh auf mich herab. Aber am liebsten würde ich garnichts mehr mit Menschen zu tun haben wollen. Ich weiß genau was in den Köpfen vorgeht, in den meisten zumindest. Naja und viele muss man auch nicht lang um einen dummen Kommentar bitten und wenn man es genau nimmt, dann habe ich es für so viel Dummheit auch verdient.

Ich hatte mal einen Bekannten, der war Zahnarzt und er wusste von meiner Angst. Er hat mir ganz ehrlich erzählt das er sich jeden Tag vor solchen Menschen wie mich ekelt, wenn er sie behandeln muss. Wir haben uns gut verstanden und wir mochten uns auch. Dennoch hat er mir ganz unverblühmt erzählt was ein ZA so denkt, wenn er so einen Mund sieht. Aber auch so meinte er zB. "Du glaubst garnicht, was man bei manchen im Mund so findet, wenn die zum ZA kommen. Man kann regelrecht erraten, was sie zuletzt gegessen haben. Das geht von Nudeln bis Lakritze. Auch wenn die Zähne so in Ordnung sind, man geht doch nicht mit Essensresten im Mund zum ZA. Der ZA Besuch kommt ja normalerweise nicht so überraschend." Naja da habe ich mich schon gefragt, das die konkreten Gedanken bei einem Mund wie meinem nur 100 mal schlimmer sein müssen. Aber solche Sachen habe ich immer nur stillschweigend zur Kenntnis genommen.

Meine Zähne habe ich glaube ich nie gemocht. Ich habe vorn einen total schief nach vorn stehenden Eckzahn, der nicht auf dem Kiefer in der Zahnreihe, sondern vorn aus dem Zahnfleisch rausgewachsen ist. Meine Schneidezähne oben sind bis auf die Hälfte runtergebrochen. Ein Backenzahn ist ja weg. Zwei anderer stehen nur noch als Ruine. Die noch stehen haben entweder oben oder an der Außenseite ein riesiges Loch. Einer der Abgebrochenen Schneidezähne hat vorn ein großes Loch, der andere ein schmaleres. Mein verhasster Eckzahn hat vorn auch ein Loch. Naja und für mein komplettes Gebiss kann man sagen: Eine Zahnreihe ist das nicht.

Heute schaue ich mir sogar selbst nicht mehr in den Mund, auch nicht beim Putzen. Wenn ich Lippenstift auflege, dann ziehe ich meine Lippen über meine Zähne, damit ich das Grauen selbst nicht sehen muss. Ich weiß nicht ob man sich vor sich selbst ekeln kann, aber ich glaube ich tue es. Wie kann ich das dann jemandem anders zumuten? Vielleicht sogar stundenlang.

Zum anderen habe ich mich auch einfach nicht unter Kontrolle. Bisher habe ich immer nur geheult, kein Wort rausgebracht und meine Reflexe nicht im Griff und damit mich selbst blamiert. Aber was wenn es schlimmer wird? Ich am Ende noch dem ZA auf die Finger beiße oder noch schlimmer. Es ist ja nicht so das ich das will, ich versuche mich auf dem Stuhl nur zusammenzureißen und denke nur daran das soetwas nicht passieren soll und die Ängste eben und der Kram. Aber was wenn ...

Zum anderen habe ich auch nicht das Geld für so eine Behandlung. Ich bin nur Studentin, mein Mann selbständig und wir sind froh, wenn es jeden Monat zum Leben bleibt. Ich könnte mir wahrscheinlich nicht einmal die günstigste Behandlung leiste, die wohl wäre alles raus und ein Klappergebiss fürs Glas. Abgesehen das ich mit so rausnehmbaren Sachen oder Brückengestellen sicher nicht klarkommen würde. Wäre dann wieder so das ich mich genauso vor mir selbst ekeln würde, wenn das kein richtiger mit nem Stift eingelassener Zahn wäre. Ein Drahtgestell im Mund, nein danke.

Hach wenn ich das manchmal sehe, schlohweiße große gleichmäßige Zähne, wie in der Zahncremewerbung. Aber sowas werde ich nie haben und bis auf die schlechten Grundlagen bin ich ja auch selbst schuld.

Nun glaube ich aber das ich genug geschrieben habe und werde es einfach wegschicken ohne nachzulesen, weil ich mir dann sicher wieder denke, das ich das so niemandem schreiben kann. Zudem muss ich mal ein Handtuch holen und meinen Tisch und die Tastatur trocknen, denn im Griff habe ich mich wieder nicht.
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salti

unregistriert

2

Mittwoch, 8. September 2010, 04:44

oh menno...

...liebe heulsuse und erst mal herzlich willkommen bei uns "Angsties" hier! :)

Ich glaube du hast es bereits selbst bei deinem 1. Beitrag erkannt...

...Selbstmitleid hilft nicht wirklich weiter! ;)

Du bist auf einen guten Weg und ich drücke die die Daumen!! :knuddel:
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riesenheulsuse

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3

Mittwoch, 8. September 2010, 13:17

Ehrlich gesagt ist es eher Selbsthass als Selbstmitleid. Ich bekomm es einfach nicht auf die Reihe. Die Angst vor der Behandlung ist ja das eine Problem. Dazu kommt noch das ich a) die Kosten fürchte und b) das ich nicht weiß zu welchem ZA ich gehen soll. Ich habe einfach eine riesen Hemmschwelle mich da jemandem aufzudrängen, der sich vor mir ekelt. Ich nehme das ja auch keinem übel, es ekelt mich ja auch selbst.

Zum anderen weiß ich das es mindestens 10-20 Termine würden, eh sich etwas tut, am liebsten wären mir 2 und dann ists fertig. Ich weiß nicht ob ich es schaffen würde mich so oft zu überwinden. Ich glaube eher nicht daran. Ein negatives Erlebnis und ich kneife wieder. Vollnarkose wäre eine Alternative, aber davor habe ich genauso Angst. Zum anderen übernimmt ja niemand die Kosten dafür.
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hesa

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4

Mittwoch, 8. September 2010, 13:42

Herzlich willkommen liebe Heulsuse!

Zunächst einmal: Dein Bericht hat mich sehr berührt, in vielen Punkten habe ich mich selbst weider gefunden!

Und dennoch muss ich dir in dem wesentlichen Punkt widersprechen: DU BIST NICHT SCHULD!!!
Wir haben Angst, ja, wir werden durch die Angst gehemmt, ja und aufgrund der Angst wird unser (Zahn-)Gesundheit vernachlässigt, auch richtig. ABER: Diese Angst kommt nicht von irgendwo und Angst ist ein natürlicher Schutzrefelx des Körpers auf Dinge, die ihm scheinbar schaden. Nun ist so ein ZA-Besuch eigentlich ja ein Schritt um dem Körper zu helfen, aber unterschiedliche Erfahrungen haben uns jahrelang vermittelt, dass dem nicht so ist. So wie deine Zahnärztin dich als Kind, der ZA deines Mannes dich als Erwachsene und dein Bekannter als "angeblicher" Freund, o.ä., behandelt haben, so behndelt man niemanden. Das ist respektlos und herablassend und mich würde interessieren, wie diese besagten Personen reagieren würden, wenn man sie so behandeln würde. So was macht mich echt sauer!!! :cursing: Das ist ein Grund, warum wir Heulsusen so sind, wie wir sind! Und so ein Verhalten kann ich nicht akzeptieren!!!! Und DU solltest das auch nicht und vor allem solltest du dir das nicht so zu Herzen nehmen! Diese Menschen sind einfach nur "bah"!!!

Du hast jetzt eine sehr großen und wichtigen Schritt getan, du hast dich geöffnet und lässt andere an deinem Problem teilhaben. Das ist wichtig für jeden weiteren Schritt, meines Erachtens nach sogar Grundvoraussetzung. Diese Angst alleine ertragen zu müssen, das hält man nicht aus und glaub mir, ich/wir hier im Forum, wir wissen das!!!!

Verliere nicht den Mut, es gibt so viele würdevolle Menschen und darunter bestimmt auch einige Zahnärzte!! ;) Und du wirst deinen Weg gehen, bist schon auf dem Weg!

Ich wünsche Dir alles erdenklich gute und ganz viel Kraft und Mut!

Liebe Grüße, Hesa
24.05.10 Anmeldung hier im Forum
25.05.10 Gesprächstermin bei ZÄ - Röntgenaufnahme
02.06.10 2. Gespräch mit ZÄ - Überweisung zum Zahnchirurgen
12.06.10 Gesprächstermin bei anderem ZA zwecks 2. Meinung
07.07.10 Taschentiefenmessung, Abdrücke, Absprache eines OP-Termins
02.09.10 OP
09.09.10 Anpassung Langzeitprovi & evtl. Fäden ziehen

14.09.10 Abdrücke
23.09.10 Anprobe
27.09.10 Einsetzen - FERTIG
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agathe

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5

Mittwoch, 8. September 2010, 14:39

Hallo Heulsuse!

Dein Bericht hat auch mich sehr berührt. Ich kann sehr gut nachvollziehe, wie Du Dich fühlst. Auch ich war nach schlechten Erfahrungen und nicht wirkenden Betäubungen zum letzten mal als Kind beim ZA. Auch kann man mein Gebiss nicht als Zahnreihe bezeichnen. Es ist einen Katastrophe. Aber ich hätte mir damals zwei Zähne ziehen lassen sollen, damit sich die anderen schön in eine Reihe bringen lassen können. Aber ich dachte mir, nee ohne wirkender Betäubung, ohne mich.

Vor einer Woche hatte ich dann meinen ersten Termin beim ZA nach all den Jahren. Ich habe schon beim Abholen des Termins geheult wie ein Schloßhund und als der ZA meine Zähne ansah erst recht. Ich habe mich so furchtbar geschämt und hatte eben auch den Gedanken, wie ekelig es für ihn sein muß.

Trotzdem war er danach sehr freundlich und hat beruhigend auf mich eingeredet. Ich glaube der Wille etwas zu ändern und diesen Schritt zu tun, das kommt bei den ZÄ schon irgendwo an. Wenn ich ehrlich bin schäme ich mich nicht, meinen Tränen freien Lauf gelassen zu haben. Das hat mich befreit. Und DU kannst das auch. Ich stehe auch noch ganz am Anfang und weiß noch nicht was alles auf mich wartet. Aber ist es das nicht wert, endlich lachend durch die Welt gehen zu können?!

Ich wünsch Dir die Kraft und den Mut diesen Weg zu gehen!!! Man kann alles erreichen, wenn man nur will!!! :]
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Schnucki

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6

Mittwoch, 8. September 2010, 15:54

huhu heulsuse,

du bist auf dem richtigem weg! sich damit auseinanderzusetzen und endlich etwas dagegen unternehmen zu wollen, ist der erste und wichtigste schritt!!! :]

hast du hier im unterforum bei Zahnarztsuche schon geschaut? hier werden nur angsthasenerprobte ärzte empfohlen. oder du schaust einfach mal in deiner inet suchmaschine danach.

mit dem richtigem ZAteam ist alles nur noch halb so schlimm. das "hört" sich jetzt sicherlich nur so dahergesagt an, ich meine es aber ganz ernst. ich hätte mir selber auch nie träumen lassen, dass ich sowas mal sage, aber es stimmt :]

lass dir zeit, finde dein eigenes tempo. der eine ist sehr schnell soweit, zum doc zu gehen; bei dem anderen dauert es halt ein bissl länger. ist doch ganz egal.... die hauptsache ist: dass du es jetzt überhaupt angehst!

ich wünsche dir ganz viel kraft und mut :knuddel: :knuddel: :knuddel:

halte uns bitte auf dem laufenden, und wenn es dann soweit ist, stell eine grosse :tuete: auf, damit wir dich alle "begleiten" können.

liebe grüsse :knuddel: , du schaffst das :streichel: :duschaffstdas:

schnucki
am 24. Februar 2010 erster Termin nach ewig langer zeit :redchops: ...

...gefühle tausend Termine, teils :evil: , teils 8o

am 8. Dezember 2010 dann endlich das langersehnte FERTIG :froehlich: :froehlich: :froehlich:
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diabolous

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Wohnort: Wolfsburg

7

Mittwoch, 8. September 2010, 16:49

Hallo Heulsuse....
Ich habe mir deine Geschichte eben durchgelesen und ich muss zugeben ,mir standen die Tränen in den Augen und eine Gänsehaut jagte die andere....
:streichel:


Ich kann mich NUR meinen Vorschreibern anschliessen, denn die haben es auf den Punkt gebracht.

Eins kann ich dir noch vermitteln... Hab den Mut und kontaktiere einen lieben ZA der auf "uns" eingestellt ist,denn da bist du gut aufgehoben. Wenn du meinst einen gefunden zu haben, dann schreib Ihm vorab ne Mail und schildere "deine"Geschichte.

Vielleicht hast Du deinen ZA ja bald schneller gefunden als du denkst.Ich drücke dir sooooo die
:daumentop: :daumentop: :daumentop: :daumentop:


LG
Diab
Glaube nie an Worte, vertraue nur den Taten
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Fleur39

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Wohnort: NRW

8

Mittwoch, 8. September 2010, 17:39

Ach mensch, am liebsten würde ich Dich an die Hand nehmen und sagen: Schau, was mein neuer ZA in 3 Monaten aus mir gemacht hat....Aber leider wohnst Du sehr weit weg. Ich bin mir ganz sicher, dass es auch bei Dir in der Nähe einen ZA gibt, der sich auf Angsties spezialisiert hat und Dir keine blöden Sprüche um die Ohren haut. Starte doch hier eine Suche oder schau Dir selber die HP´s an, denn Du weisst ja selber, dass es so nicht weitergeht.

Glaub mir, ich bin so weit, dass ich mich auf meinen nächsten Termin zum Fädenziehen freue...und ich wusste vorher, dass es viele Termine werden. Aber von Termin zu Termin hatte ich mehr Vertrauen und weniger Angst. Seit letzte Woche glaube ich sogar, dass ich fast angstfrei hingehen kann, denn mein ZA hat mich wieder mal nicht enttäuscht.
26.05.2010: Anmeldung hier im Forum
04.06.2010 bis 15.07.2010 5 Termine Füllungen etc.
01.09.2010: Setzen von 2 Implis (örtl. Betäubung) GESCHAFFT :froehlich:
19.11.2010 Abschleifen für 2 Kronen und 1 Brücke Geschafft! :D
17.12.2010 F E R T I G ! ! ! ! :froehlich: :froehlich: :froehlich:
Juli 2011 Wurzelentzündung, auch die hab ich geschafft!
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Peter58

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Wohnort: Raum Tübingen

9

Mittwoch, 8. September 2010, 18:00

Huhu,

als ich Deine Geschicht gelesen habe musste ich an meine denken.

Es ist jetzt gerade mal 10 Wochen her als ich, genauso wie Du jetzt, vor dem PC saß, mit verheulten Augen und meine Geschichte hier rein schrieb.
Zum ZA gehen war zu dem Zeitpunkt ein Ding der unmöglichkeit. Ich hatte auch eine riesen Scham davor den Mund aufzumachen, konnte mich ja selbst auch nicht im Spiegel anschauen.

Jetzt sitze ich hier mit gerichteten Zähnen, einem Provisorium im Mund und kann es kaum abwarten bis mein ZA wieder aus dem Urlaub zurück ist.
Das mag für Dich jetzt unglaublich klingen, ist aber wirklich so, ich geh jetzt gerne dahin, dank einem klasse Zahnarzt, keine Vorwürfe nichts.

Du findest bestimmt auch den für Dich passenden ZA, ich drück Dir fest die Daumen, bleib jetzt dran, den Anfang hast Du hier gemacht.

LG
Peter
Der Bericht
23.06.10 Hier angemeldet
25.06.10 Mail an ZA geschickt
01.07.10 erstes Beratungsgespräch (geschafft)
08.07.10 EZ / SZ aufgebaut, BZ Ex
15.07.10 Front OK 2 EX
22.07.10 EZ Karies entf,, ein BZ aufgebaut
29.07.10 Zahnst. entf. Zähne poliert, Abdrücke
05.08.10 OK eine Wb
12.08.10 Provi bekommen
:woohoo:
19.08.10 Provi nachgebessert
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lili85

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10

Mittwoch, 8. September 2010, 18:51

Herzlich Willkommen hier im Forum. Mh.... du weißt nicht direkt warum du Angst vor dem ZA hast??? Nun eigentlich hast du schon alles geschrieben was Angst machen kann angefangen von deiner ZÄ, hin zu dem ZA deines Mannes, wo ich ehrlich gesagt aufgestanden und gegangen wäre, so wie er sich benommen hat der ZA, bis zu deinem Bekannten der ZA ist. Dir auch noch sowas dann zu erzählen. Ehrlich, die Leute haben schon im Studium gewusst auf was die sich da einlassen als ZÄ. Klar ist sowas nicht angenehm, wenn Menschen noch Essensreste haben. Aber das kann man problemlos mit Zahnbürste und Zahnseide beseitigen und eine ZA-Angst kann man nicht so leicht beseitigen und schließlich kannst du ja nix dazu. Nicht jeder ZA kann mit Angstpatiente umgehe. Starte doch hier ne ZA-Suche. Bestimmt ist auch in deiner nähe ein ZA der gut mit Angstis umgehen kann. Schreib ne Mail und mach erstmal nur ein Termin zur Beratung. Der rest wird sich schon ergeben, wirst sehen. Wir unterstützen dich dabei.

Alles Liebe

lili
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sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

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riesenheulsuse

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11

Mittwoch, 8. September 2010, 19:49

Hallo, ich danke euch sehr für die Mühe die ihr euch mit mir macht.

Aber zu dem nicht wissen wo die Angst herkommt. Sicher habe ich mal schlechte Erfahrungen gemacht, aber das haben ja zig andere auch gemacht und die gehen trotzdem hin und deren Mund sieht nicht so aus. Nur ich dumme Kuh bekomme es nicht gebacken, ist doch so. Da ist Leuten schon weitaus schlimmeres passiert und sich nicht so angestellt. Der eine hatte einen schweren Autounfall, halb tot, Koma und trotzdem sitzt der wieder hinterm Steuer. Nur ich stell mich so an und das macht mich wütend, denn ich weiß nicht wieso. Es ist ja nicht so, das ich genaue Bilder im Kopf hätte, ich verliere einfach nur die Kontrolle.

Naja wer ZA studiert hat, der wusste, das er anderen im Mund rummachen muss, der wusste sicher auch das es mal hier und da ein Loch und was zu richten gibt. Aber es ist sicher kein ZA davon ausgegangen, das er derart eklige Esszimmer wie das meine komplettsanieren müsse.

Der Gedanke etwas zu ändern lebt ja schon sehr lange in mir, aber ich habs nie über die Bühne gebracht. Eh ich da hingehe fresse ich eher Schmerztabletten bis ich daran sterbe. Damals wär ich auch nie im Leben freiwillig gegangen. Ich weiß nicht, wie ich mich dazu bringen soll. Ich kann ja nichteinmal 1 Minute im Forum lesen ohne loszuheulen, jetzt wieder. Nach 10 Minuten muss ich dann rausgehen, weils nicht mehr geht. Für das lange Posting gestern habe ich sage und schreibe 5 Stunden gebraucht.

Ich frag mich auch wie so ein Beratungsgespräch aussehen soll. Der ZA erzählt und ich bekomme kein Wort raus wärend ich heule. Es geht ja nichteinmal ein "Hallo" ... garnichts. Ich stell mir das als ZA vor, da biste schon so einer, der sich freiwillig Horrorfilmesszimmer anschaut und dann tuste und fragste und die antwortet nicht, sagt nicht hallo, garnichts, klar das der sich auch irgendwann sagt: "Na dann eben nicht.".

Habe auch schon mal überlegt zu nem Psychodoc zu gehen, aber da ist es ja das selbe. Sobald es um das Thema geht bekomme ich keinen Mucks raus und heule los, es geht garnicht. Ich schaffs ja nichtmal am PC die Kontrolle zu behalten. Ich glaub nicht das ich beim Seelenklemptner nur ein Bild malen soll. "Mir reichen Tusche und Pinsel, Wasser habe ich genug."

Ich weiß echt nicht wie das gehen soll.
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lili85

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Wohnort: Würzburg

12

Mittwoch, 8. September 2010, 21:06

Hey jetzt mach dich doch mal nicht so fertig :knuddel: ZÄ sind dazu da um einen zu helfen und haben schon mehr gesehen, als du dir denken kannst. ZÄ sind es gewohnt, dass man nicht gerne zu Ihnen kommt und die allermeisten können auch schon sehr gut mit Angstpatienten umgehen. Wenn du hier ne Suche startest, wirst du nur verständnisvolle ZÄ finden. Die sind nicht gleich von den Socken, wenn man nicht gleich sprechen kann. Sie kenne ja dann schon die Vorgeschichte und ich versprech dir, wenn du einen ZA/ZÄ gefunden hast, der dich versteht und auf dich eingeht, dann schaffst du das auch :] Also dafür das es mit schreiben, sprechen ect. was ZA angeht nicht gut geht, finde ich hast du es toll gemacht, dass du auf unsere Beiträge geantwortet hast. Das ging jetzt bestimmt schneller als 5 Std oder??? Du kannst hier gerne öfters schreiben, dann kommst du auch in "Übung" und wegen einer Mail an einen ZA zu verfassen, können wir dir ja gerne helfen :]

Liebe Grüße

lili
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Jochen

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Mittwoch, 8. September 2010, 22:14

Hallo Riesenheulsuse,

aus meiner jüngster Vergangenheit kann ich Dir einen erprobten Tip geben,
wenn Du einen Termin vereibaren möchtet. Sag einfach, was Dein
Problem ist ... z.B. "könnte länger dauern, weil ich die Nerven nicht
habe". So formuliert wird es jeder verstehen. Bekräftige das 2 -3 Mal weil die
das nicht glauben werden. Aber danach wist Du mit Sicherheit einen Termin
bekommen, an dem der ZA auch die Zeit für Dich hat.



Viele Grüße,

Jochen
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hesa

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Wohnort: NRW

14

Mittwoch, 8. September 2010, 23:17

ich mag das gar nicht lesen, dass du dich hier so schlecht darstellst... ich kenn diese gedanken, hab und hatte sie selbst oft genug, meist in phasen, in denen es mir nicht gut geht, wegen dem was da alles so in meinem mund ist oder eben nicht ist... aber auh ich krieg hier dann jedes mal einen auf den deckel und das zu recht: jeder mensch geht anders mit erfahrungen um und jeder verarbeitet diese anders. ich bin als kind mal fast ertrunken und geh trotzdem gerne schwimmen. ich hatte als kind erst den traum-za, der dann aber auswanderte und dann bin ich zu der alptraum-zä gegangen (was ich da natürlich noch nicht wusste... ;) ) und obwohl meine ersten za-erfahrungen wirklich traumhaft waren, überwiegen die gedanken an die schlechten erfahrungen und hemmen mich jetzt zum za zu gehen... man, wenn das so einfach wär, gäb es dieses forum nicht und du/wir würden nicht ozeane an tränen vergießen, wenn wir das böse wort "zahnarzt" nur denken.... aber wir sind alle hier, um etwas zu ändern. DU AUCH!!!!! alles andere gäbe ja keinen sinn... und auch DU wirst das schaffen. vllt nicht so schnell, wie andere, vllt schneller... das wird man sehen... ich bewundere fleur, die sich zeitgleich mit mir etwa hier angemeldet hat und jetzt quasi fertig ist, während ich es grad mal geschafft hab mich in vn operieren zu lassen um zumindest meine gesundheit zu retten... ich mach mir immer noch ins hemd, wenn ich weiß ich muss zum doc. aber ICH GEHE und darauf kommt es an!

so und jetzt kopf hoch und lass dir auf die schulter klopfen, dass du den schritt gewagt hast und dir hilfe suchen wilst! sei stolz!

ich will dich nicht schimpfen, versteh das nicht falsch, aber ich find es sooooooooooooooooooooooooooooooooo wichtig klar zu stellen, dass hier niemand schuld trägt und wir alle unsere individuellen wege ganz toll meistern. ob noch ganz am anfang, so wie du, etwas weiter, wie ich, fast am ziel wie fleur oder bereits über's ziel hinaus, wie so viele hier!!!

ich hab dich im auge und werd deine weiteren berichte verfolgen! ;)

ganz liebe grüße, hesa :knuddel:
24.05.10 Anmeldung hier im Forum
25.05.10 Gesprächstermin bei ZÄ - Röntgenaufnahme
02.06.10 2. Gespräch mit ZÄ - Überweisung zum Zahnchirurgen
12.06.10 Gesprächstermin bei anderem ZA zwecks 2. Meinung
07.07.10 Taschentiefenmessung, Abdrücke, Absprache eines OP-Termins
02.09.10 OP
09.09.10 Anpassung Langzeitprovi & evtl. Fäden ziehen

14.09.10 Abdrücke
23.09.10 Anprobe
27.09.10 Einsetzen - FERTIG
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ManGo

Team Moderator

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Wohnort: im richtigen Bayern

15

Donnerstag, 9. September 2010, 17:58

Hallo Heulsuse!

Hmmm :knuddel: , ich muss jetzt auch was dazu senfen, und mir ist klar, dass sich das jetzt etwas obergescheit anhören wird, aber vielleicht kann es Dir doch etwas weiter helfen. Fänd ich schön! :]

Wenn ich Dich lese, wird mir fast schwindelig, weil ich richtig spüre, wie es Dich (gerade? oder schon etwas länger?) völlig dreht. Du bist in einem Strudel, von dem Du das Gefühl hast, dass er Dich in den endgültigen Abgrund zieht. Aber da täuscht Du Dich hoffentlich. Du kannst jetzt da sehr schnell raus kommen, und Dich in ein neues Leben spülen lassen.

Schau mal: Du hast panische Angst vor einem ZA-Besuch, genau deswegen sind wir ALLE hier gelandet, und das sind im Moment 7307 registrierte User! Also bist Du damit nicht allein :knuddel: Und, bitte glaub mir, Du bist nicht der extremste Fall, den ich hier gelesen habe, ich denke grad an einen aktuellen Thread, den ich Dir bei Bedarf gerne per PN schicken kann (um ihn öffentlich zu verlinken, hätte ich gern das o.k. der Userin, dafür bitte ich um Verständnis). Wir alle haben uns die Angst nicht ausgesucht, und egal woher die Angst kommt, schleppen wir sie mit uns rum, bis der Strudel irgendwann losgeht, so wie bei Dir.

Also streichen wir mal ab sofort Deine Selbstvorwürfe, haben ja auch schon zahlreiche Vorschreiber geschrieben :anbet:

Und dann fänd ich es wichtig und gut, dass Du anfängst das Problem in Schritten zu sehen. Alles auf einmal ist echt nicht zu schaffen. Leider! Du schreibst, Du schaffst keine 20-30 (?) Termine, weil Du im Moment ja nicht mal einen schaffst. Also denk mal nur bis zum ersten Termin. Und erst dann an weitere Schritte, wie Kosten, Anzahl der Termine, etc. bis hin zu der Frage, was passiert, wenn der ZA mal in Pension geht. (gelesen in Deiner ZA-Suche)

Wenn Du das liest, und Du heulst dann los, dann lass es zu, das hilft, aber sieh es als ein Zeichen, das sich etwas ändert, und zwar zum POSITIVEN :anbet: , und dann vergiss Deine Selbstvorwürfe, Deinen Selbsthass, sondern akzeptiere, dass Dich grad die Angst beherrscht, und Dein Denken und Handeln erheblich beeinflusst, aber Deine Anmeldung hier zeigt doch, dass Du Dich dagegen aufbäumen willst und auch kannst :]

Wir sind alle hier im gleichen Boot. Jeder geht seinen Weg, aber wir können helfen, stubsen, trösten und noch viel mehr. Du weisst, wo Du uns findest :knuddel:

Viel Glück!
wünscht
ManGo

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de/


Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11



"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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riesenheulsuse

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16

Sonntag, 12. September 2010, 00:21

In den letzten Tagen belastet mich mein Problem noch mehr als sonst. Ständig schwirren meine Gedanken nur um das eine Thema.

Im einen Moment würde ich am liebsten losrennen und von jetzt auf gleich alles über mich ergehen lassen, um mein Problem aus dem Weg zu schaffen. Dann bin ich so wütend, das ich nicht weiß wohin ich mich wenden soll, denn auf meine Suche gab es auch noch keine Antwort. Zwar habe ich schon eine Praxis online gefunden, aber ich weiß nicht ob ich dieser vertrauen kann. Eine schöne Webseite mit netten Texten und tollen Fotos kann jeder erstellen.

Ich habe riesen Angst durch einen Besuch beim falschen ZA wieder in ein tiefes Loch zu fallen, weil mir das Teufelchen auf meiner Schulter wieder ins Ohr schreit: "Siehste ich habe es dir doch gesagt, versuch es garnicht erst, es ist überall das selbe."

Im nächsten Moment bin ich wieder so niedergeschlagen, das ich am liebsten alle guten Vorsätze sofort wieder über Bord werfen würde. Dann hätte ich wieder Lust mich wieder tiefer in mein Loch einzubuddeln, aus dem ich erst ein Stück Richtung Tageslicht gekrochen war.

Einschlafen ging bei mir noch nie ohne Gedankenkarussell, soweit ich mich daran wirklich erinnern kann. Aber in den letzten Tagen schlafe ich dann auch noch so schlecht und unruhig, dabei schlafe ich eigentlich wie ein Murmeltier, dem man das Bett stehlen könnte, ohne etwas davon mitzubekommen. Jeden Morgen fühle ich mich wie gerädert und bin den ganzen Tag müde und letargisch.

Ich weiß echt nicht mehr weiter.
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Lillie84

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17

Sonntag, 12. September 2010, 02:44

Hallo liebe riesenheulsuse,

genauso wie es Dir geht, ging es mir auch jahrelang. Ich hab einfach nicht die Kurve kratzen können und weis auch nicht woher meine schreckliche Panik vom Zahnarzt herrührt... ?(

Jahrelang quälte ich mich mit den Gedanken, dass ich jetzt endlich etwas unternehmen muss, mich durch tausende von Foren und Websiten durchgeschleift, aber die Lösung nicht gefunden!! Dann sind mir wie bei Dir die Schneidezähne quasi weggefault und jeder kann es sehen, wenn ich lache, so dass ich eigentlich nur noch versuche diese zu verstecken, indem ich entweder die Hand vor den Mund halte oder versuche meine Oberlippe nicht allzuweit hoch zu ziehen. Ebenso wie Du bin ich am studieren, aber nächstes Jahr um diese Zeit werd ich mich bewerben müssen und wer will schon eine Mitarbeiterin mit verfaulten Zähnen????? Wenn du schon eine Praxis entdeckt hast, die dich anspricht, dann schreib denen einfach eine E-mail und schreib dir dabei alles von der Seele, dass hat mir sehr geholfen. Ich mußte jetzt einfach was unternehmen..... Hab überall in meiner Gegend nach AngstZahnärzten geschaut und einen gefunden, der wirklich tolle Kritiken erhalten hat. Hab ihm im April ne Mail geschrieben, fand die Antwort wirklich klasse, habs aber nicht übers Herz gebracht in anzurufen... bis jetzt...und glaub mir, nun bin ich echt froh das ichs geschafft hab!!!!! Das ganze Team ist so klasse (kannst ja vielleicht mal meinen Bericht lesen) und ich glaub einfach mit denen werde ich es schaffen und auch irgendwann wieder tolle Zähne haben. Über die Kosten haben wir noch nicht groß geredet, erst einmal werden die Dinge gemacht, die die KK eh übernimmt und dann sehen wir weiter. Werde aber wohl einen Härteanfall beantragen, da ich ja nix verdien. Glaub mir, der allererste Termin ist der schlimmste, aber danach wirst du dich einfach nur noch freuen (es gibt ja auch soviele Hilfen gegen die Angst - Tabletten, Hypnose, Narkose). Sie kennen ja dann dich, deine Angst, deine Zähne und deine Probleme... Durch die Antwortmail von der Praxis wirst du ja schon erkennen können, ob sie auf deine Probleme eingehen und dich verstehen, oder eher nicht... dann mußt du weitersuchen, aber das wirst du schaffen!!!!!

Such dir einen Angstzahnarzt in deiner Nähe und der wird der helfen.... mach es jetzt, den es wird ja auch nicht besser... ich hab mir die ganze Zeit vorgestelllt, wenn ich irgendwann gar keine Zähne mehr hab (nicht mehr reden und essen kann) wird es nicht leichter!!!

Ich drück dir feste die Daumen das du es schaffst :daumentop: und schick Dir gaaaaaaaaaaaaanz viel Kraft. Wir alle standen irgendwann einmal an diesem Punkt.....
"Zeit für ein neues Kapitel"

23.04.2010: ZA eine E-mail geschrieben
06.09.2010: erster Termin (Röntgenbild)

07.09.2010: EX von 5 BZ :huh:
07.10.2010: 2 Füllungen :rolleyes:
04.11.2010: 2 Füllungen
8|
16.11.2010: 2 Füllungen, Wurzelbehandlung ^^
03.01.2010: X Füllungen :rolleyes:
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riesenheulsuse

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Wohnort: Halle/Saale

18

Montag, 13. September 2010, 13:44

Hallo, ich versuche gerade eine Email an einen ZA zu schreiben. Leider scheitere ich immer wieder daran. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Dinge dort beim Namen nennen soll. Mir fällt es sehr schwer die richtige Worte zu finden.

Sollte ich meine Geschichte, wie ich sie euch im ersten Post geschrieben habe mit hineinschreiben oder sollte ich einfach nur schreiben das ich Angstpatient bin, wie sich meine Angst äußert und das ich einen verständnisvollen ZA suche.

Ich habe mir hier im Forum schon ein paar solche Emails durchgelesen, aber ich komme trotzdem nicht weiter.

PS: Danke für die vielen aufbauenden Worte!!!
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angstmami

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19

Montag, 13. September 2010, 13:58

hallo heulsuse!



na schon weiter?.... also die ganze o.g. geschichte erscheint mir zu lange um sie einem zahnarzt zu schreiben.



schreib, dass du angstpatient bist, sehr schlechte erfahrungen gemacht hast, schlechte zähne hast, dich dafür schämst, oft die nerven verlierst und dann weinst etc. und daher einen verständnisvollen zahnarzt suchst, der es mal mit dir versuchen mag - trotz weinen und hysterischen anfällen.



keine sorge, ist nur ein mail, nur ein papier, papier ist geduldig.



ich muss dir sagen, ich bin auch sehr hysterisch, ich weine beim zahnarzt immer, immer, immer, meine nerven liegen auch immer blank und trotzdem funktionieren die behandlungen jetzt ganz gut. dem zahnarzt ist es wirklich egal. mal sagte er "weinen sie nur, manchmal wein ich ja auch" oder andere sachen. jetzt weiß ich, der ist ja auch nur ein mensch.



ich fühle mich auch immer sehr ausserirdisch mit meinem geheule, du siehst aber, du bist nicht alleine damit ;)
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Lillie84

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20

Montag, 13. September 2010, 17:14

Huhuuuu....

also ich hatte meinem Doc auch nicht soooo viel geschrieben, außer das ich panische Angst vor ihm habe und das ich jahrelang nicht mehr bei einem (durch schlechte Erfahrungen) war und dementsprechend meine Zähne aussehen ;( und ich halt gelesen hab, dass er sich um Angstpatienten wie mich kümmert. Er hat daraufhin halt sehr nett geantwortet (auch nicht lang)...

Mach dir mal nicht so einen Kopf, was genau du schreibst ;) viel wichtiger ist es, das du es tust und du dann an der Antwortmail erkennen kannst, ob die Praxis Dir liegen könnte und die auf dich eingehen werden!!!

Viel Glück Dir :)
"Zeit für ein neues Kapitel"

23.04.2010: ZA eine E-mail geschrieben
06.09.2010: erster Termin (Röntgenbild)

07.09.2010: EX von 5 BZ :huh:
07.10.2010: 2 Füllungen :rolleyes:
04.11.2010: 2 Füllungen
8|
16.11.2010: 2 Füllungen, Wurzelbehandlung ^^
03.01.2010: X Füllungen :rolleyes:
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