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zaffm

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1

Samstag, 19. September 2009, 21:37

Contra zuviel Gefühl

Vermutlich werde ich für die nächsten Zeilen nicht nur Zustimmung ernten, aber so ist nunmal meine Meinung:

Ich halte es für falsch, bei einem Angstpatienten zuviel Empathie zu zeigen. In einem anderen Strang las ich von einer ZÄ, die eine weinende Patientin tröstend in den Arm genommen hat.

Das finde ich absolut falsch und zwar nicht, weil ich ein kaltherziger Unmensch bin, sondern weil es eine negative Erwartungshaltung weckt, Tenor "Ja, es ist alles ganz schrecklich und furchtbar. Du wirst leiden, aber ich leide mit Dir". Diese direkte körperliche Nähe schadet, weil sie unbewußt das Bild des Behandlers beschädigt, der die Situation unter Kontrolle zu haben hat. Ein Pilot kommt ja auch nicht kuscheln, wenn ein Passagier Flugangst hat.

Ich finde es zielführender, eine gewisse sachliche Distanz zu wahren, was nicht bedeutet, daß Patienten nicht weinen oder anderweitig ihren Emotionen freien Lauf lassen dürfen.
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Toni66

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2

Samstag, 19. September 2009, 22:06

Hi,
meine Zustimmung hast du und das ist auch meine Meinung.Ich brauchte jemanden der mich ernst nimmt und mir zuhört.
Und vor allem jemanden der keine dummen Bemerkungen macht wenn er sich das Übel in meinem Mund anschaut.Mittleid wollte ich keins.
Es hat lange gedauert bis ich begriffen habe das nur gemacht wird was ich auch will,das war eine ganz neue Erfahrung für mich, das ich die Kontrolle habe und jeder Zeit die Behandlung abbrechen kann, ein Handzeichen von mir und er hätte aufgehört.
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Kabi

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3

Samstag, 19. September 2009, 22:13

Hallo zaffm,

Ein Forum ist doch dazu da um sich auszutauschen und um Diskussionen anzuregen - einer Meinung werden nie alle sein - das ist auch gut so!

Meiner Meinung nach sollte ein Zahnarzt der sich auf Angstpatienten spezialisiert auf psychologische Weise auf seinen Patienten eingehen können. Seine Angst ernst nehmen und auch mit aufmunternden Worten den Patienten zum Wiederkommen bringen.

Völlig daneben sind Kommentare wie "In dem Alter schon...." und "Putzen Sie überhaupt Ihre Zähne...".
Der ZA sollte offen, ehrlich und sachlich sein. Dass es wehtun wird/kann ist mir bei der Behandlung klar - ich würds halt vorher gern wissen. Ich möchte als Mensch und nicht als Nummer behandelt werden.

Wenn ich weinen muss dann ist es so. Punkt. Ich will nicht vom ZA in den Arm genommen werden, aber ich will nicht das Gefühl haben müssen dass das was Schlimmes ist.

"Das kriegen wir wieder hin" - "Gemeinsam schaffen wir das" - auch wenn das vielleicht typische Floskeln sind die eh jeder hört - aber IN DEM MOMENT will ich genau DAS hören :)

Ich glaube aber dass es kein Patentrezept gibt um einen Angstpatienten zu behandeln - zuviel und zuwenig Empathie - das gesunde Mittelmaß vielleicht...

lg, Kabi
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schlapphütchen

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4

Samstag, 19. September 2009, 22:24

Hmmm.... eine echt interessante Fragestellung...

Ich bin mir nicht so sicher, ob es in dem Zusammenhang überhaupt ein 'richtig' oder 'falsch' gibt. Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass es kein Allheilmittel gibt. Während der eine von seinem ZA lieber ein wenig mehr professionelle Distanz erfährt, braucht der andere vielleicht genau das in-den-Arm-nehmen, um sich gut aufgehoben zu fühlen.

Vielleicht liegt auch hier die Antwort auf die Frage, ob ein ZA Freude daran hat, Angstpatienten zu behandeln... sich eben nicht ausschließlich (wobei ich das keinesfalls in irgendeiner Form schmälern will!) auf einer professionellen, sondern auch auf einer weiteren Ebene mit dem Mensch, der da vor ihm auf dem Stuhl sitzt, zu befassen?!
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andrea4

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5

Sonntag, 20. September 2009, 03:28

Hallo zaffm,

also in den Arm genommen werden will ich auch nicht. Ich brauch' auch eher ein paar aufmunternde Worte: Das wird schon...

Und Zeitangaben, das dauert jetzt eine Stunde, dann weiß ich wenigstens wie lange ich auf dem Stuhl zittern muss.

Und wenn ich zum Termin komme brauche ich es, dass der Zahnarzt mich freundlich begrüßt und nicht übellaunig ist. Da krieg ich dann sofort noch viel mehr Angst.
Behandlung von Ende November 2008 bis Mitte August 2009

3 Brücken und 2 Implis
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lili85

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6

Sonntag, 20. September 2009, 12:06

Hallo zaffm,

ja also für meinen Geschmack wäre das auch zu viel des guten in den Arm genommen zu werden.Grundsätzlich hast du ja auch Recht, aber vllt hat das ja genau die Patientin gebraucht, weiß man ja alles nicht. Ich finde es generell gut, wenn Ärzte Mitfühlend sind, so schließe ich daraus, dass der Arzt mich und meine Ängste versteht. Zuviel davon ist natürlich auch nicht gut, könnte ja die Arbeit des Behandlers behindern. Man muss halt den Mittelweg finden und der eine braucht halt mehr und der andere weniger Mitgefühl.

Mh... vllt lag es ja auch daran, das die Ärztin ne Frau ist und die Frauen lassen sich ja mal schneller von ihren Gefühlen leiten als Männer. Bitte jetzt nicht Falsch verstehen ja.

Viele Grüße

Lili
Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns,

sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

- Epiktet, 1. Jh. nach Chr. -
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perdita

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7

Sonntag, 20. September 2009, 12:29

Ich glaube wirklich, dass das in den Arm nehmen die absolute Ausnahme ist. Manch einer hat vielleicht auch in der Rolle des Arztes mal das Bedürfnis, Trost zu spenden, ohne dabei die Info vermitteln zu wollen, dass das ja alles so schlimm ist, was auf den Patienten zukommt, sondern vielleicht eher, um die Botschaft rüberzubringen "Es war wirklich heftig, was du hinter dir hast, aber in Zukunft wird alles besser." Natürlich ist immer die Frage, wie es beim Patienten ankommt. Wem es hilft, auf diese Weise getröstet zu werden, find ich das okay. Alles was hilft ist doch erlaubt. Bedenklich finde ich es allerdings für den betreffenden Zahnarzt bzw. in diesem Fall -ärztin, die hierbei doch in gewisser Weise für sich eine Grenze überschreitet, die sie um ihrer selbst willen vielleicht besser wahren sollte. Ich sehe die Gefahr, dass man so als Behandler einerseits schnell zum "Helden" erhoben und schlimmstenfalls emotional sehr vereinnahmt wird, was auf Dauer sicher belastend ist. Auch ist eine gewisse professionelle Distanz oft nötig, um sich selbst zu schützen. Ich arbeite selbst in einem Beruf wo ich oft mit extremen menschlichen Schicksalen konfrontiert werde, würde aber nie auf die Idee kommen, jemanden tröstend in den Arm zu nehmen, und wenn die Leute mir noch so leid tun. Auch keiner meiner Kollegen hat so was je gemacht. Ich finde es riskant, sich im Beruf emotional zu tief auf fremde Schicksale einzulassen; so was sollte man sich für seine engsten Freunde aufsparen. Geht man mit dieser Empathie allzu großzügig um, geht es extrem an die Substanz.

Ich finde es völlig angemessen, dem Patienten gegenüber Verständnis, Einfühlungsvermögen und Kompetenz zu zeigen; ihm das Gefühl zu geben, als Mensch wahrgenommen zu werden, nicht als Diagnose. Was ich als Patient in dieser Situation brauche, ist doch in erster Linie die Gewissheit, dass hier jemand ist, der mir helfen will, mir keine Vorwürfe macht, mich annimmt wie ich bin und die Gewissheit vermittelt, dass ich das schaffen werde. Allein dieses Erleben nimmt doch eine riesengroße Last von den Schultern des Patienten.

Als Fazit würde ich vielleicht sagen: Mitgefühl ja, Mitleid nein.

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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milly

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8

Sonntag, 20. September 2009, 21:10

hi

ich denke,jeder wie er es braucht.

mein letzter erfolglose za termin zum entfernen des weißheitszahnes,war schon heftig und der kc streichelte immer meinen arm...für mich war das schon beruhigend und ich konnte mir sicher sein das er auch wirklich aufhört und nicht noch versuche startet.

ganz davon abgesehen finde ich das ein wenig mitgefühl oder trost nicht schaden kann,wobei ütertrieben ist für mich auch nix.

ein gesundes mittelmaß-----

das wäre schön
Lg Milly
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ZartesReh

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9

Sonntag, 20. September 2009, 23:46

Also ich hatte eine seeeeeehhhhhhhr "liebe" ZÄin die mich zwar nicht in den Arm genommen hat aber bei der ich mich so gefühlt habe und trozdem hat sie profesionell und gut gearbeitet. Z.B. ich habe Probleme wenn mir ein Abdruck gemacht wird und das hat grundsätzlich sie gemacht und dabei beruhigend neben mir gesessen. Die ZÄin die ich dann als Vertretung bekommen sollte hat sich weder bei mir vorgestellt als ich sie das 1. Mal gesehen geschweige denn das sie ihren Mundschutz abgenommen hat. Und dann musste ich mir auch noch einen ziemlich blöden Kommentar über den Zahn den sie behandeln sollte anhören.
Fazit die Praxis sieht mich nie wieder.
Der ZA oder die ZÄin müssen ja nicht gleich mit einem weinen aber das letzte was ich gebrauchen kann ist einer der so komisch ist.
Schönen Sonntagaben von der ZA geschädigten Alex
namas te
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Quersumme

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10

Montag, 21. September 2009, 10:04

Ein Pilot kommt ja auch nicht kuscheln, wenn ein Passagier Flugangst hat.

Gutes Beispiel - da ist was dran!


Ich möchte auch nicht von meinem ZA in Arm genommen werden, dass wäre mir glaube eher unangenehm. Ich finds einfach gut, wenn ich mich da wohl fühle, in dem mal n nettes Wort fällt, dass reicht mir schon, Hauptsache ich hab die Behandlung gut überstanden. :rolleyes: Danach will ich eh nur noch schnell weg... :D Wenn mir der ZA aber sagt: *Haben sie gut mitgemacht!* ...baut mich das natürlich auch ein wenig auf. :rotebacke:

Aber sonst zaffm, bin ich ganz Ihrer Meinung! :] (Schreibe hier natürlich nur für mich!)

Andererseits gibts auch Menschen, die sowas einfach brauchen und wenn der Arzt das genauso handhabt, warum nicht? Jedem selbst überlassen...
Mai 2009 - März 2010

* viele Termine nach 18 Jahren Zahnarztabstinenz
* 2 Brücken / 1 Implantat

Das Elend hat endlich ein Ende... :D
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Alatariel

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11

Montag, 21. September 2009, 10:58

Ich bin auch der Meinung zuviel Nähe ist nicht gut. Für mich persönlich brauche ich jemand, der Verständnis zeigt, mir aber doch gewissermaßen in den Po tritt. Bin sehr froh solch einen Doc gefunden zu haben.

LG Ala
04/09-05/09 - Fehlschlag Praxis LB
10.06. - 1. Termin neue Praxis Stuggi
06/09 bis 02/10 - diverse Termine zur Sanierung

23.03. - KFO Nr. 3 zur Beratung -> endlich ein KFO gefunden
19.04. - Beratung KC in Heidelberg
23.05. - Wechsel zu KFO in HD wegen Zusammenarbeit mit KC
27.05. - Spange kommt rein!!
:bravo:
12.07. - erster Kontrolltermin *hibbel*
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Brainbug

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12

Donnerstag, 24. September 2009, 10:57

Pro Gefühl

Hallo Zaffm, im Allgemeinen wird hier im Forum geduzt, deswegen bleibe auch ich bei diesem Beitrag bei der "Du" Anrede. Ich vertrete die Gegenposition.
Du hast dich ja selbst als ZA/ oder zumindest in Zahnmedizin tätiger Mensch geoutet. (Contra VN...)
Bei meinem ZA habe ich das erste mal im Leben das Gefühl, selbst die Situation unter Kontrolle zu haben! Deswegen finde ich folgendes, was du geschrieben hast, einfach sehr anmaßend:
Diese direkte körperliche Nähe schadet, weil sie unbewußt das Bild des
Behandlers beschädigt, der die Situation unter Kontrolle zu haben hat.

Der Behandler hat die Situation unter Kontrolle und dadurch, dass er menschlich ist, dass er empathisch ist, wird sein Bild beschädigt? Harter Tobak. Ich glaube nicht, dass du dich besonders gut in Angstpatienten einfühlen kannst. Weißt du, wenn andere Erfahrungen als nur positive die Zahnarztbiographie eines Menschen gestalten, ist dieses verstanden werden - auch durch körperlich Nähe - wichtig für den Angstabbau. Wenn zuvor die einzig körperliche Erfahrung mit einem ZA darin bestand, dass man die Hand heben sollte, wenn etwas weh tue - und diese kleine Kinderhand dann einfach runtergedrückt wurde, ist es sehr wichtig, dass dieses Gefühl durch Konditionierung mit anderen - nunmehr positiven Erfahrungen - verlernt wird. Und das geht nur durch auch körperliche Nähe. Nicht nur unbedingt in den Arm nehmen, sondern auch Tränen wegwischen, sanft über die Wange streicheln, Hand halten, zärtlichen Zuspruch! Durch Hirnareale, die zuvor mit ZA-Angst verknüpft waren, kommen mir Phrasen eines Gedichtes in den Sinn. Ganz bekomme ich es nicht mehr zusammen, vielleicht kennt es ja jemand im Forum hier.
Einsam fühle ich mich, wenn ich eine Hand suche und nur Fäuste finde.
Das erste mal in meinem Leben finde ich beim Zahnarzt keine Faust, sondern eine offene Hand, eine Hand - die durch die Empathie, das Einfühlungsvermögen, Zärtlichkeit, Anteilnahme und Mitgefühl - mir das Gefühl vermittelt - mich in ihr einzukuscheln zu können - ohne Angst zerdrückt zu werden. Und nach jeder Behandlung, nach jeder "Einkuschlung" in diese Hand, lasse ich ein wenig meiner Angst in dieser.
Ich weiß nicht, ob ich das nach einem Besuch bei dir auch behaupten könnte...
Ein Pilot kommt ja auch nicht kuscheln, wenn ein Passagier Flugangst hat.
Ich habe lange gebraucht um zu wissen, dass der Pilot beim Zahnarzt ICH bin und ich bin sehr verwundert, dass nicht noch mehr User über diese grausame Formulierung von dir gestolpert sind. Ich bestimme den Kurs, wo es lang geht - ich bin der Pilot - auch wenn ich ein Pilot mit Flugangst bin, komme ich früher oder später ans Ziel!
Ich hoffe, du denkst über meine Worte mal in einer ruhigen Stunde nach und vielleicht überdenkst du ja auch deine Ansichten. Es würde mich freuen.
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
Erfahrungen seitdem gesammelt in: Zahnsteinentfernung, Bohren, WB, PZR, Zahnziehen, Paradontosebehandlung
und wie die Angst von mal zu mal weniger wird :)
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ZartesReh

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13

Donnerstag, 24. September 2009, 16:00

@ Brainbug:

Vielen Dank für deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele und ich hätte es nicht so gut ausdrücken können.
namas te
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perdita

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14

Donnerstag, 24. September 2009, 16:45

Zitat

... ist es sehr wichtig, dass dieses Gefühl durch Konditionierung mit anderen - nunmehr positiven Erfahrungen - verlernt wird.


Darin gehe ich völlig mit dir konform.

Zitat

Und das geht nur durch auch körperliche Nähe.


Darin allerdings nicht. Ich habe meine Angst nachhaltig auch ohne "Körperkontakt" durch den Behandler verlernt und meine, dass Verständnis und Akzeptanz, Lob und Motivation vollkommen ausreichend sind. Das bezeugen auch viele Beispiele hier im Forum. Ich bin ziemlich sicher, dass nicht jeder unserer Ehemaligen, die ihre Phobie inzwischen überwunden haben, vom ZA in den Arm genommen wurde.

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

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ManGo

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15

Donnerstag, 24. September 2009, 16:58

bisher haben ja nur Frauen geantwortet. Also antworte ich mal aus meiner Sicht, ob andere männliche Mitglieder dieses Forums das anders sehen,keine Ahnung, kann aber durchaus sein.

Ich war anfangs panisch, zittrig, völlig verkrampft, und auch recht nah am Wasser (in Anwesenheit des ZA hab ich aber nicht geweint). Der ZA wusste das, und ich denke, es war auch sehr deutlich zu spüren. Also hat er mit Erfolg versucht, Ruhe und Verständnis auszustrahlen, und dadurch Vertrauen aufzubauen. Das ist ihm auch zu 100% gelungen.

Keine Ahnung, wie ich reagiert hätte, wenn er mich in den Arm genommen hätte. Aber die Vorstellung, er hätte das getan, verwirrt mich ?( Ich glaube nicht, dass mir das hätte helfen können. Denn ich brauchte diese Mischung aus Respekt, Seriosität und menschlicher Qualifikation. Da passt für mich ein "in den Arm nehmen" nicht dazu.Ich glaube, es hätte meine Angst gesteigert, dass es ganz schrecklich (unheilbar) um mich stehen würde!

....ist aber meine ganz persönliche Meinung :anbet:

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de/


Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11



"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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abc123

unregistriert

16

Donnerstag, 24. September 2009, 17:16

eine nette begrüßung, wenn er den behandlungsraum betritt,
vielleicht auch ein paar persönliche worte, die nix mit zähnen oder bohrer zu tun haben,
ruhiges, sicheres auftreten,
tröstende, beruhigende worte,
die vermittlung des gefühles, dass ich ernst genommen werde,
mich nicht schämen zu müssen wegen meiner angst oder meines zahnstatus,
mal während der behandlung die frage, ob alles ok ist,
eine erklärung bezügl einer behandlung,
vielleicht auch mal ein anerkennendes wort, wenn ich wieder etwas geschafft habe auf meinem weg
- das erwarte ich als angstpatientin (oder ehemaliger...... :rolleyes: ) von meinem zahnarzt.

meiner za-helferin bin ich dankbar, wenn sie mir mal über den oberarm streichelt oder während einer etwas unangenehmen sache auch mal ihre hand auf meiner schulter liegen läßt... :P

ein gutes klima zwischen doc und helferinnen, das ist wichtig für mich. :P

aber eine umarmung von meinem zahnarzt - nein, das würde ich nicht wollen. eswürde mir ganz einfach nicht helfen. und herzlichkeit, verständnis und einfühlungsvermögen kann er auch anders zeigen, nämlich mit worten und seinem verhalten dem patienten gegenüber, vor, während und nach der behandlung. :]

.... ist aber auch meine ganz persönliche meinung 8)
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lili85

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17

Freitag, 25. September 2009, 18:18

Hallo Brainbug,

dein Beitrag gefällt mir sehr gut. :]

LG

Lili
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sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

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Deanna18

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18

Freitag, 25. September 2009, 20:01

Ich unterschreibe bei abc123 :]

Im Endeffekt sollte aber jeder das Glück haben, den ZA zu finden, der genau auf seine Bedürfnisse eingeht. Jeder Mensch ist anders und braucht eine andere Behandlung beim ZA. Manche brauchen die Nähe, auch mal eine Umarmung, manche habens lieber kühl und sachlich, manche nehmen die goldene Mitte ;)

Auch jeder ZA ist da anders - tja, jetzt muss bloss noch jeder Angstpatient oder generell jeder Patient den für ihn passenden ZA finden...
Ich habe meinen glücklicherweise letzte Woche gefunden! :woohoo:
18.09.2009 - erster Termin - Vorgespräch Hypnose
23.09.2009 - Nottermin Schneidezahnfüllung erneuern :thumbsup:
12.10.2009 - Besprechung Röntenaufnahme und weitere Vorgehensweise
05.11.2009 - EX 2 Wurzelreste oben rechts, abschleifen oben
06.11.2009 - abschleifen unten
27.11.2009 - EX 2 Backenzähne VN

Tschakka - ich schaff das !! :woohoo:
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Brainbug

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19

Freitag, 25. September 2009, 23:15

Zur Ergänzung

Ich halte es für falsch, bei einem Angstpatienten zuviel Empathie zu zeigen.
Diese Aussage ist halt für mich ein absolutes "NoGo"... Ich weiss nicht, ob dir Empathie überhaupt ein Begriff ist, oder einfach ein wohlkingendes Wort ...
Es geht mir doch primär gar nicht darum, dass ein Patient in den Arm genommen wird, sondern darum, dass Empathie folgendes impliziert: Anteilnahme & Mitgefühl!
Nun frage ich mich, was falsch daran sein soll, einem Patienten Mitgefühl zu zeigen... Durch Gestik und Mimik mitzuteilen: "Ich verstehe dich!"
Wie soll den bitte eine Vertrauensbasis aufgebaut werden, wenn diese Empathie nicht vorhanden ist? Durch "ich bin der ZA - ich weiss, was ich tue?"
(Pilotbeispiel...)
Wir Angstpatienten benötigen Empathie... wenn diese Empathie durch ein "in den Arm nehmen" verdeutlicht wird - okay
Diese Empathie kann aber auch durch andere Sachen erfolgen, wie Zuhören, genaue Erklärungen, Vermeiden bzw Warnen vor den zuvor - im Kopfkino- schlimmen Situationen...
Das oben genannte Zitat macht mich einfach nur traurig...
In meinem Post schrieb jemand: er hat aus einem Beruf eine Berufung gemacht... Zaffm: was ist "Zahnarztsein" für dich? Beruf oder Berufung?
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
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winnemaus

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20

Samstag, 26. September 2009, 10:27

Jetzt mische ich mich auch mal ein.

Dein Beitrag, Brainbug, spricht mir aus der Seele. Empathie zu zeigen, heißt für mich, als Mensch zu handeln und auch den Patienten als Mensch wahrzunehmen und nicht nur als Kunden. In den Arm genommen zu werden, wäre bei mir während der Behandlung sicher falsch gewesen, dann hätte ich noch mehr geweint als sonst. Aber Anteilnahme, Mitgefühl durch andere Gesten oder Worte zu zeigen, z. B. ein kurzer Händedruck der ZAH, , ein bißchen Tränen abwischen, über den Arm streicheln, "Sie machen das ganz prima und es ist doch schon viel besser als beim letzten Mal" hätten mich doch getröstet und ich wäre mir nicht mehr so als Ware vorgekommen.

Nun ist die Art und Weise, Empathie auszudrücken, sicher sehr vielfältig und sollte vielleicht individuell abgestimmt werden. Ich denke, ein erfahrener ZA (der m.E. nach schon ein Hobbypsychologe sein sollte) kann nach ein paar Praxisjahren schon abwägen, wie er mit seinen Patienten umgehen sollte. Grundsätzlich so auf Distanz zu gehen, halte ich für falsch. Mein ZA ist sehr sachlich und ich bin auch gut damit zurecht gekommen, aber ich hätte mir schon öfters ein bißchen mehr Mitgefühl gewünscht. So war ich doch immer sehr allein auf dem Stuhl, wenn Ihr versteht, was ich meine. Ich bin halt bei ihm geblieben, da er fachlich einfach hervorragend gearbeitet hat und dies eine Vertrauensbasis zwischen uns geschaffen hat.

Grundsätzlch, zaffm, ist mir Dein Beitrag und Deine Meinung auch zu schroff. Aber ich finde es gut, dass Du ehrlich bist und hier Deine Meinung sagst.
winnemaus

Nach 20 Jahren ohne Zahnarzt von September 08 bis Juli 09 unzählige Termine
3 VN, 6 Füllungen, Parodontitisbehandlung, 3 x Ex, Knochenaufbau, 2 Implis und drei Brücken
30.07.09 FERTIG!!!
11.11.09 und 13.01.10 Kontrolltermine - easy, völlig umsonst vorher verrückt gemacht...
nächster Kontrolltermin 5. August 2010
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