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Brainbug

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1

Freitag, 21. August 2009, 10:05

The first cut is the deepest - ein kleiner Mutmachbericht

Einen schönen Morgen wünsche ich uns Angsthasen & Nicht
mehr Angsthasen, es wird ein etwas längerer Text werden, also lehnt euch zurück
und holt ´nen Kaffee.

Ich bin 29 Jahre alt und war über 10 Jahre nicht beim Zahnarzt. Die Angst
bestimmte mein Leben. Ich habe stundenlang täglich Gedanken an meine Zähne
"verschwendet" und die Gedanken haben sich immer im Kreis gedreht und
meine Angst ist dadurch nur noch schlimmer geworden. Meine Eltern und auch
meine Geschwister haben stets zu mir gesagt: "Nu komm, geh hin. Wir helfen
dir auch" - aber trotzdem habe ich diesen Schritt nicht gehen können. Habe
lieber den Kontakt zu ihnen vernachlässigt, bevor beim Telefonieren oder beim
Besuch das Thema auf meine schlechten Zähne kommt. Mein Bruder sagte bei einer
Familienfeier mal zu mir: "Schwesterherz, es sieht aus, als ob du dir ein
Kaugummi über deine Zähne geklebt hast, wie kann ich dir helfen?" Er
konnte mir nicht helfen. Ich habe lieber gar nichts mehr gesagt. Auch mein
Vater ist ein absoluter Zahnarztschisser, aber er hat seine Angst schon in
meiner Kindheit überwunden und geht regelmäßig alle drei Monate - trotz
Schwitzanfälle und Herzrasen - und auch wenn ich mit ihm sonst über alles reden
kann, dieser Punkt war bei mir so empfindlich, so wund, dass ich absolut dicht
gemacht habe.

Vor 4 Wochen war ich bei meinen Eltern und da mein Bruder bald 40 Jahre wird,
haben meine Mutti und ich uns alte Fotos angeschaut. Auf einem über 10 Jahre
alten Foto lächelte ich mit breitem Mund. Sie legte es zur Seite und sagte
traurig zu mir: "Kleines, schau dir mal das Foto an und dann sieh in den
Spiegel. Du hältst dir immer die Hand vor den Mund, bist ständig verbissen und
traurig und dabei bist du so ein hübsches Kind. Stell dir mal vor, diese Zeit
kommt wieder. Ich lege dieses Foto hier für dich zur Seite, weil ich weiß, dass
es irgendwann ein Bild geben wird, wo du wieder so mit vollem Herzen und voller
Seele wunderschön lachen wirst." Ich mußte weinen. Weinen über mich und
meine Angst. Natürlich wußte ich, dass sie recht hat, dass mein ganzes
Verhalten in Gesellschaft nur daraus ausgelegt war, keine Zähne zu zeigen. Mein
ganzes Selbstbewußtsein war im Keller. Den richtig entscheidenden Schritt tat
dann aber meine große Schwester.

Sie erzählte mir am nächsten Morgen gemütlich und alleine bei einem Kaffee von
einer Bekannten. Diese lag lange Jahre - wegen was auch immer- im Koma. Ihr
Gebiß bestand fast nur noch aus Zahnruinen. Meine Schwester hat eine beste
Freundin und der Schwager ihrer besten Freundin sei Zahnarzt. Er hat das GEbiss
von der Komapatientin wieder hinbekommen. Und das fast ohne Schmerzen. Dann
fragte sie mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte, diesen Wunderknaben mal
kennenzulernen und einfach nur mal mit ihm über meine Ängste zu sprechen. Sie
kommt mit und hält Händchen. All die Panik, all die Angst schluckte ich
herunter und sagte: JA. Dieses JA hat mein Leben schon jetzt verändert. Meine
Schwester machte einen Termin aus. Die Nächte vor dem Termin konnte ich fast
nicht schlafen, ich bin wahnsinnig geworden vor lauter Angst. Doch ich wußte ja
auch, dass es nur ein Gesprächstermin war und mit dem Wissen war ich ein wenig
beruhigt.

Diese Woche Montag war es dann soweit. Der Tag war gekommen. Den Abend vorher
machte mir meine ganze Familie Mut, dass ich es schaffen werde. Meine Schwester
rief abends noch an und sagte: "Nu lass mich nicht im Stich. Der Arzt
weiß, was für ein Schisser du bist. Es wird morgen nichts gemacht. Lass mich
nur nicht die 100 km umsonst fahren." Ich versprach es ihr. Und ich hielt
mich daran. Für 15 Uhr war der Termin angesetzt und den Montag erlebte ich wie
in Trance. Und dann war ich da. Der Geruch der Praxis umspielte meine Nase und
ich wollte nur noch weg. WEG! Aber es ging nicht. Meine Schwester war bei mir
und streichelte meinen Arm. Ich sah in ihre (und da wir uns sehr ähnlich
schauen) und auch meine Augen und sah, dass auch sie Angst hatte. Der Zahnarzt
holte uns von der Rezeption ab. Seine Begrüßung war wie folgt:
"Schwestern?" Ich konnte nicht sprechen. Meine Schwester sagte:
"Ja - die Schisserschwestern..." Wir gingen in ein Behandlungszimmer
und er fing nach kurzer persönlicher Vorstellung an zu erzählen: "Wißt
ihr, es gibt in dieser Welt eigentlich keine Helden. Soldaten, die im Krieg
sind - auch sie haben Angst und können nicht weg. Hier ist kein Krieg, aber
hier werden die echten Helden geboren. Weil Sie (und er zeigte auf mich) sich
Ihrer Angst stellen." Ich hatte eine lange Litanai vorbereitet, warum ich
Angst habe, warum ich so lange nicht da war. Doch er fragte nicht. Sondern schlug
mir vor, mich einfach auf den Stuhl zu setzen und er guckt sich alles mal an.
Ich fühlte mich überrumpelt zwar, aber wenn ich ehrlich bin, war es genau das
richtige. Warum alte Ängste wieder hoch kommen lassen? Ich habe mir ja lange
genug darüber Gedanken gemacht! Er nahm nur seinen Spiegel und fuhr einmal in
meinem Mund damit hin und her. Dann sagte er erstaunt: SOVIEL Zahnstein. Das
hat er fast noch nie gesehen. Über den Zustand meiner Zähne sagte er nichts.
Was auch gut war in dem Moment, denn ich war so am zittern. Ich wollte meine
Beine, meine Hände ruhig halten, doch es ging nicht. Dann sagte er: bevor wir
da mal den Status quo festlegen können, muss erst einmal der Zahnstein weg. Er
holte seine Zahnarzthelferin und sagte zu ihr, ob sie den Zahnstein mal bitte -
wenigstens von hinten entfernen könne. Ich fühlte mich zwar überrumpelt aber
hatte auch schon fast mit meinem Leben abgeschlossen. So sehr raste mein Herz.
Wir gingen gemeinsam in ein anderes Zimmer. Meine Schwester ging natürlich mit.


Mir war das alles so unangenehm und ich schämte mich wahnsinnig. Ich wußte,
dass ich extremen Zahnstein hatte, dass meine Zähne damit zugekleistert waren.
Meine Zunge hatte gar keinen Platz mehr, weil der Zahnstein fast alles bis nach
unten überdeckte. Sie zeigte mir das Ultraschallgerät, legte es an meine Hand
und drückte drauf. Ein leichtes Vibrieren. Mehr war nicht zu spüren. Aber
trotzdem hatte ich Angst. Sie fing an mit dem Entfernen des Zahnsteins und ich
dachte die ganze Zeit, dass alle Zähne mit abbrechen, weil - ach, weil ich
einfach so etwas dachte. Nach 2 Minuten ging nichts mehr. Ich weinte. Ich
zitterte. Wir warteten den Heulkrampf ab, meine Schwester hielt meine Hand und
dann starteten wir wieder. Der Zahnarzt kam herein und fragte, ob es okay wäre,
wenn er einfach mal ein Foto macht von dem Zustand meiner Zähne. Mir war alles
egal. Ich wollte nur weg. Der Zahnarzt holte seine Digitalkamera. Schoss ein
Foto. Sogar dabei habe ich gezittert. Dann fragte er, wer mein Hausarzt sei.
Ich gab ihm Auskunft. Auf meiner Anmeldung stand auch, dass ich wegen
Depressionen behandelt werde und der Zahnarzt sagte zu mir: "Es kann sein,
dass es zusammenhängt. Die Zahnarztangst und Depressionen. Ist es in Ordnung
für Sie, wenn ich mich mal mit Ihrem Hausarzt kurzschließe, ob wir nicht
einfach vor der Behandlung ein Mittel geben, damit Sie ruhiger sind? Und bei
der Gelegenheit: Sie sehen noch so jung und so zart aus, darf ich Sie bei Ihrem
Vornamen anreden? Sie haben schließlich so einen schönen Namen..." Für
mich war alles okay. Was ich dem Zahnarzt hoch anrechne und einfach toll fand,
war, dass er das Telefon holte, mich nach der Nummer fragte, ich wußte sie
auswendig - auch wenn ich dem Moment eigentlich noch nicht einmal Jahr und Tag
wußte und er telefonierte in meiner Anwesenheit mit ihm. Er erzählte, dass ich
heute das erste mal nach langer Zeit beim Zahnarzt sei und das ich vor Angst
fast wahnsinnig werde. Das sei doch nicht schön. Ob er (mein Hausarzt) mir
nicht etwas verschreiben könne, damit für mich der nächste Besuch erträglicher
sei. Pause. Ja das finde er gut und angemessen. Pause. "Ich soll sie von
Ihrem Arzt grüßen, er ist stolz auf sie, daß Sie sich ihrer Angst stellen. Am
Mittwoch haben Sie einen Termin, da wird er Ihnen etwas geben, damit Sie entspannter
sind." Ich hätte alles dafür gegeben, schon jetzt entspannt zu sein...
Aber noch ging es weiter. Aber nicht lang. Nach weiteren 5 Minuten
Zahnsteinentfernen zitterte ich wieder so, dass nichts mehr ging. Und das
obwohl die Zahnarzthelferin wahnsinnig sanft war, mir meinen Kopf streichelte
und mich für mein - ach so geringes Bemühen - lobte. Ich schämte mich so. Für
mein Verhalten, für meine Zähne. Für alles. Meine Schwester machte für
Donnerstag den nächsten Termin aus. Da sollte es weitergehen mit der Zahnsteinentfernung:
nur die untere Zahnreihe auf der linken Seite und nur von hinten. Und wenn ich
mich gut fühle auch noch Röntgen. Ich nickte alles ab, wollte nur RAUS. Auf dem
Weg raus, fragte meine Schwester wann mein Zug zurückfahre: Ich sagte: "Ich
dachte nicht, dass ich das hier überlebe und habe zurück gar keinen Zug
rausgesucht..." Sie lachte und sagte: "diesen Humor von dir habe ich
vermisst die letzten Jahre..."

Im Zug nach Hause schrieb ich folgenden Text:

17.08.09

Liebe Zahnarzthelferin,

heute war ich das erste mal da. Es war schlimm und auch nicht schlimm. Ich habe
mich so so so sehr geschämt und alles wie einen einzigen Alptraum erlebt.
Obwohl es nicht wirklich weh tat. Ich hatte nur solche Angst, dass wie bei
einer Dominoreaktion plötzlich alle Zähne abbrechen und ich flüchte. Ich weiß,
dass ich selber Schuld bin an der der ganzen Misere und habe mich fürchterlich
gefühlt. Eine junge, realtiv ansehnliche Frau steht da vor Ihnen und sobald sie
den Mund aufmacht, kommt einem das Mittagessen wieder hoch... Ich möchte
vernünftig essen können und auch vernünftig lachen, möchte nicht mehr die Hand
vor dem Mund halten, wenn ich lache. Ein ganz klein wenig stolz bin ich, dass
ich da war, auch wenn ich immer noch sehr, sehr viel Angst habe. Aber das erste
mal seit vielen, vielen Jahren glaube ich, dass es noch schlimmeres gibt, als
ein Besuch beim Zahnarzt. Und wenn ich daran denke, dass am Mittwoch mein
Hausarzt mir irgendetwas gibt, dass ich nicht so zittere, dann werde ich auch
den Donnerstag überleben.

18.08.09

Liebe Zahnarzthelferin,

gestern Abend habe ich meinem Vati noch eine EMail geschrieben. Viele gute
Eigenschaften habe ich ja von ihm geerbt, aber leider auch meine Angst. Falls
so etwas erblich ist. Wahrscheinlich ist es eher Prägung, aber irgendwie fühle
ich mich besser, wenn ich nicht der einzigste Schisser der Familie bin. Und die
Stelle, die gestern vom Zahnstein befreit wurde, fühlt sich - auf jeden Fall am
Zahnfleisch - schon besser an. Kein Wunder, vorher war sie ja mit Zahnstein
zugekleistert. Ein klein wenig freue ich mich schon auch an weiteren Stellen
wieder mein Zahnfleisch zu fühlen. Wenn ich all die kleinen Schritte gegangen
bni, kann ich wieder lächeln. Und ich glaube, es muss wahnsinnig entspannend
und toll sein, über einen Witz zu lachen und dabei an den Witz zu denken, als
wenn man während eines Witzes daran denkte, den Mund nicht zu sehr zu
verziehen, wegen der Zähne. Denn auch den Humor habe ich von meinem Vati
geerbt. Eine seiner wirklich sehr, sehr guten Eigenschaften. Ein Beispiel
gefällig? Als ich meiner Schwiegermutter von der Anwesenheit und Händchenhalten
meiner Schwester beim Zahnarzt erzählte, sagte sie leicht augenzwinkernd:
"Oh, du darfst dir vorerst kein Kind anschaffen, dann brauchst du 10 Leute
zum Händchenhalten..." Was soll man darauf anderes erwidern, außer:
"Zum Glück gibt es Hausgeburten, genug Platz im Wohnzimmer habe ich ja.
Und du bekommst den Ehrenplatz zu meiner Linken..."

So - nachher geht es weiter mit meinen Erlebnissen vom gestrigen Tag. Nun muss
ich erst einmal Frühstücken^^
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
Erfahrungen seitdem gesammelt in: Zahnsteinentfernung, Bohren, WB, PZR, Zahnziehen, Paradontosebehandlung
und wie die Angst von mal zu mal weniger wird :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ManGo« (22. August 2009, 16:59)

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winnemaus

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2

Freitag, 21. August 2009, 13:01

Hallo Brainbug,

ein wunderschöner Bericht, der ganz vielen hier bestimmt aus dem Herzen spricht. Es ist wirklich toll, dass Du direkt etwas Zahnstein hast entfernen lassen und Du brauchst Deinen Mut auch gar nicht klein zu reden: Ich finde, Du hast Dich ganz super Deiner Angst gestellt und ganz viel Mut bewiesen bei Deinem ersten Termin. Und von Termin zu Termin wird die Angst kleiner werden.

LG :knuddel:
winnemaus

Nach 20 Jahren ohne Zahnarzt von September 08 bis Juli 09 unzählige Termine
3 VN, 6 Füllungen, Parodontitisbehandlung, 3 x Ex, Knochenaufbau, 2 Implis und drei Brücken
30.07.09 FERTIG!!!
11.11.09 und 13.01.10 Kontrolltermine - easy, völlig umsonst vorher verrückt gemacht...
nächster Kontrolltermin 5. August 2010
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Olivia

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3

Freitag, 21. August 2009, 14:35

Hallo Brainbug,
danke für diesen wunderschönen Bericht.Damit wirst du vielen ganz viel Mut machen.
Du hast dich so toll deiner Angst gestellt,das verdient ehrliche Bewunderung. :knuddel:
Und damit wirst du auch die weiteren Termine schaffen,da steckt noch viel mehr in dir drin.
Wirklich Klasse,mach so weiter und du wirst Schritt für Schritt deine Angst besiegen.
Schön das du eine so tolle Schwester hast die dich bei der Hand nimmt,ihr seid ein gutes Team :]
Liebe Grüße :knuddel:
Seit Juli 2009 Röntgen+Zahnreinigung, Wurzel und Wurzelkanalbehandlung,19 Zähne Kons-Füllung und 3 Ex ,Besprechung Zahnersatz,HuK genehmigt :D
18.11 abdrücke,abschleifen und provis drauf
25.11 der letzte besuch zur krönung und dann geschafft!!!!!!!!!!! es ist geschafft
:thumbsup:
FERTIG
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Brainbug

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4

Freitag, 21. August 2009, 16:11

Weiter geht es

Am Mittwoch war ich dann bei meinem Hausarzt. Er verschrieb
mir ein Beruhigungsmittel. (Weiß nicht, ob ich den Namen hier nennen darf).
Dieses nahm ich dann am Mittwoch Abend und auch am Donnerstag vormittag. Es
half. Mein Vater (selbst im Medizinbereich tätig) sagte: nach der Einnahme ist
dir alles egal! Das war es nicht. Aber als ich an den Besuch beim Zahnarzt
dachte und auf den Moment wartete, wo mein Herz zu explodieren scheint, blieb
dieser Moment aus. Meine Herzfrequenz erhöhte sich zwar, aber nur unwesentlich.


Schicksalsergeben machte ich mich gestern also auf dem Weg zum Zahnarzt. Eine
Stunde zuvor verabredete ich mich schon mit meiner Schwester. (Sie hatte mir
schon nach dem ersten Besuch versprochen, dass sie immer mitkommt, wenn ich es
möchte. Immer :) Und dieses Wissen hilft mir auch. Angekommen beim Zahnarzt
drückte sie mir einen Knetball in die Hände, damit ich etwas zum malträtieren
habe. Den Ball hatte ihr mein Vater mitgegeben, damit meine Hände etwas zu tun
haben auf dem Stuhl und ich gar nicht zum Zittern komme. Und - ein Wunder - es
half. Ich machte den Mund auf, die nette Zahnarzthelferin vom letzten mal
erstaunte ich beinahe mit meiner Gelassenheit. Natürlich hatte ich Angst,
Schiss und ein mulmiges Gefühl. Aber das große Panikgefühl blieb aus. Fast eine
ganze Viertelstunde schaffte ich es den Mund ohne Pause aufzuhalten. Dann bat
ich um 3 Minuten Pause. Die wurde mir schulterklopfend gewährt. Ich bat meine
Schwester etwas zu erzählen zwecks Ablenkung und so quasselte sie drauf los. Nach
5 mal nachfüllen des Wasserbehälters ging es wieder. Habe bei meinem gestrigen
Besuch glaube ich die empfohlene Tagesmenge an Flüssigkeit auf diesem Stuhl
erfüllt…Die Zahnarzthelferin holte ihre Kollegin, weil sie etwas zeigen wollte.
Panik kam auf. Ich wußte doch, dass ich schlechte Zähne hatte. Aber egal. Dann
sagte die Zahnarzthelferin zu ihrer Kollegin: "Schau mal die Seite an, wo
ich fertig bin. Tolle weiße Zähne unter dem ganzen Zahnstein sind da versteckt.
Stabil, nicht am wackeln und so ein tolles Zahnfleisch..." Ich fühlte mich
so toll! Ich hätte selbst nicht damit gerechnet, dass in meinem Mund überhaupt
noch irgendetwas zu retten ist. Habe im Stillen schon gedacht - für was machen
die den ganzen Zahnstein weg, wenn eh alles rauskommt... Nach dem Zeigen hielt
ich es noch mal eine Viertelstunde aus, dass der ganze Zahnstein weg kam, auch
weil sich die linke Seite irgendwie so glatt und toll anfühlte und weil meine
Zunge Platz hatte. Aber dann war ich am Ende mit meiner Kraft. Die
Zahnarzthelferin streichelte über meinen Arm und lobte mich für meine
Tapferkeit. Sie sagte, dass gleich der Zahnarzt noch mal gucken komme, wenn das
für mich okay wäre. Ich faselte: Röntgen wollten wir doch noch... Und sie
sagte: Klar, wenn Sie sich das zutrauen. Röntgen ist nicht schlimm. Überhaupt
nicht. Das unangenehmste bei der ganzen Prozedur war, dass das Röntgengerät
kurz an meinen langen Haaren stecken blieb.


Wenn ich das jemand erzähle... Wie war der Zahnarzt heute?
Ganz gut, nur meine Haare haben gelitten... Das glaubt mir doch niemand, hihi.
Aber im Nachhinein war es so. Der schlimmste Schmerz war das Ziepen an meinen
Haaren von dem ungünstigen langen Zopf den ich trug. Das ist doch mal toll.




Aber es geht noch weiter: die Entwicklung der Röntgenbilder dauerte ein paar
Minuten und der Zahnarzt kam ins Behandlungszimmer und fragte, ob ich mir für
heute noch zutrauen würde, dass er noch mal reinschaut, wie das alles nun ohne
Zahnstein aussieht unten. Eigentlich war das erst für den nächsten Termin
vorgesehen, da ursprünglich nur die eine Seite des Kiefers vorgesehen war aber
ich durch das ruhighalten 2 Termine auf einmal „ausgehalten“ habe. Ich nickte,
denn beim letzten mal gucken, hatte er ja auch Wort gehalten und wirklich nur
geguckt. Also noch mal auf den Stuhl, Mund auf… Er hielt einen Spiegel hin, ich
wollte nicht gucken, DAS wäre zuviel gewesen in dem Moment. Er fragte mich, ob
es okay wäre, wenn meine Schwester mitgucke. Mir war das nur Recht, denn
schließlich wusste ich ja, dass meine Schwester ihn schon anmeckern würde, wenn
er meine Zähne auf irgendeine Art und Weise beschimpft… UND dann kam der
Moment: viele Fremdworte, Buchstaben, ich hörte sie zwar aber sie drangen nicht
in meinen Kopf. Nach 2 Minuten sagte er: „Super.Fertig.“ Ich setzte mich wieder
in die Waagerechte. Wußte, dass nun die Diagnose kommt und war wieder ganz
zittrig. Dann klemmte er die Röntgenbilder an die Wand und sagte in etwa
folgendes: „Ob sie es glauben oder nicht – auch ich kann es kaum glauben, aber
dieser ganze Zahnstein hat ein wenig Ihre Zähne konserviert. Auf jeden Fall im
vorderen Bereich. Schauen Sie mal, was für schöne Zähne – auf jeden Fall schon
von der Innenseite dahinter zum Vorschein kommen. Dennoch müssen wir ein wenig
etwas machen.“ Ich rechnete eigentlich damit, dass ich Prothesen bekomme, oder
Implantate oder halt – wenn ich nichts mache, in ein paar Jahren ganz und gar
ohne Gebiss rumrenne. Er sprach weiter: „Diesen einen Zahn ganz oben rechts
müssen wir ziehen, aber keine Sorge, das wird nicht schlimm. Was sagen Sie
selbst zu dem Zahn unten links, da wo Ihnen was abgebrochen ist?“ Ich sagte: „Der
muss auch weg!“ Da sagte er: „Ich wette mit Ihnen, dass ich den erhalten kann.
Da bin ich mir zu 99% sicher!“ Ich staunte. Dann zeigte er weiter: „Die
Weisheitszähne sind noch nicht durchgekommen, aber sitzen gut im Kiefer. Also
meiner Meinung nach sollten die drin bleiben. Ganz hinten haben Sie einige
kleine Löcher, aber nichts wildes. Ich muss sagen, nun nachdem ein Teil von dem
Zahnstein schon mal weg ist, haben Sie ein erstaunlich gutes Gebiss.!“ Ich
konnte es nicht glauben und kann es immer noch nicht glauben. Denn ich bin mit
dem Gedanken und dem Gefühl hingegangen, dass bei mir nichts mehr zu retten
ist, dass ich mit 30 eine Prothese bekomme und dann das…! In dem Moment ist mein
Selbstbewusstsein um 300% gestiegen. Er fragte, ob ich mir heute noch eine
Sandstrahlbehandlung für den Unterkiefer zutrauen würde, aber ich war fertig.
Das sagte ich auch. „Für heute ist es für mich genug, wenn Sie wollen, dass ich
nächstes mal mit weniger Angst zu Ihnen komme…“ Er nickte und gab mir seine
Hand zum Abschied. Ich drückte sie. Er sagte: „Na, das geht doch auch kräftiger…“
Ich drückte kräftig. Er fiel vor mir auf die Knie, drehte sich zu meiner
Schwester um und sagte: „Wie halten Sie es bloß mit solch einer starken
Schwester aus…?“ Dann verließ er lachend den Raum.


Ich schwebte ein wenig. Keine Prothese. Eigene Zähne
bleiben. Okay, ich habe immer noch Angst vor den nächsten Terminen, aber in
absehbarer Zeit kann ich wieder lächeln. Ach was heißt lächeln: LACHEN


Meine Schwester ging anschließend mit mir in ein großes
Elektrokaufhaus. Und – keine Diskussionen – kaufte die beste elektrische
Zahnbürste und Dusche, die es derzeit auf dem Markt gibt. Ein Geschenk von
meinen Eltern, einfach dafür, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und
beim Arzt war. Ich habe mich so gefreut.


Abends – zu Hause angekommen, tat mir der Kiefer minimal weh
von den Vibrationen vorhin beim Zahnsteinentfernen, aber nicht schlimmer als
ein kleiner Muskelkater. Ich rief bei meinen Eltern an, erzählte
freudestrahlend mein Erlebnis des zweiten Besuches und bedankte mich für ihr
Geschenk. Mein Vati fragte, ob ich ihm nicht mal ein Foto rüberschicken könnte.
Oh, oh – dachte ich. Ein Foto. Erst mal schloss ich es aus, weil ich Angst
hatte. Ich hatte über ein Jahr meine Zähne nicht selbst betrachtet und
verschloss immer noch die Augen vor der Wahrheit, denn: was man nicht sieht,
ist ja nicht da… Später ging ich ganz schnell auf und ab vor dem großen Spiegel
in meinem Flur. Und dann tat ich es: ich lächelte im Vorübergehen meinem
Spiegelbild zu. Ganz schnell, nur eine Zehntelsekunde. Und ich sah keine
schwarzen Stummelzähne, wie sie die ganze Zeit in meinem Kopf als Bild vorhanden
waren, sondern – hm – Zähne. Noch mal lächelnd durch den Flur laufen, dieses
mal eine halbe Sekunde Blick auf meine Zähne. ..Hey- das soll ich sein? Ich
nahm all meinen Mut zusammen und blieb stehen und verzog den Mund so, dass ich
meine Zähne sehen konnte. 2 Zahnarztbesuche und ich sah schon ganz ansehnlich
aus. Natürlich ist noch viel Zahnstein vorne und Verfärbungen, aber nicht
dieses Frankensteingebiss, was ich eigentlich erwartet hatte. Ich machte den
Mund auf, ging näher an den Spiegel und staunte, wie schön doch meine Zähne von
innen aussehen. Der Bereich, der frei ist von Zahnstein. Wie jedes andere
Gebiss auch. Mir plumpste das zweite mal an diesem Tag ein Stein von meinem
Herzen. Wenn ich daran denke, dass beim nächsten Termin der Zahnstein von vorne
entfernt wird, dann kann ich nicht anders, als mich ein klein wenig darauf zu
freuen. Vor einer Woche noch wäre ich jede Wette eingegangen, dass ich niemals –
wirklich niemals – einen Termin mit Vorfreude entgegen sehe. Und doch ist es
so. Nächste Woche Montag kann ich noch ein wenig mehr lächeln, denn dann sind
meine Vorderzähne unten schon ganz ansehnlich. Daraufhin machte ich ein Foto
für meine Eltern. Das erste Foto seit zig Jahren, wo ich meine Zähne in die
Kamera zeige. Und auch wenn dieses Foto noch nicht dem Bild entspricht, welches
meine Mutter als Vorlage für mein Ziel genommen hat, so spiegelt es doch einen
Etappensieg wieder. Ein Etappensieg des Superzahnarztschissers, der
bald vom Podium der Angsthasen heruntersteigt und sich in die Reihen der
gewöhnlichen Angsthasen wiederfinden möchte. Strahlend lächelnd, natürlich…
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
Erfahrungen seitdem gesammelt in: Zahnsteinentfernung, Bohren, WB, PZR, Zahnziehen, Paradontosebehandlung
und wie die Angst von mal zu mal weniger wird :)
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mausibausi83

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5

Freitag, 21. August 2009, 16:28

Das hast du echt Prima hinbekommen

mache weiter so du packst das schon :woohoo:

Ist echt ne tolle Leistung,und man schätzt die diagnose selber immer so schlimm ein,als es im nachhinein ist.

lg Mausi
Vom 14.6.09 - 15.01.2010 in behandlung gewesen,habe Brücken und eine krone bekommen usw
23.07.10 Halbjährliche kontrolle :alles bestens :D
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Hanseat

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6

Freitag, 21. August 2009, 18:54

Hi Brainbug,

ich habe schon sehr viele Berichte im Forum gelesen aber ich schreibe nur selten etwas dazu. Deine Beiträge sind toll geschrieben und man kann richtig mitfühlen. Ich finde es ganz ganz große Klasse, in welcher kurzen Zeit Du schon solche Fortschritte machst. Dazu muss man Dir einfach gratulieren! :anbet: Ich drücke Dir fleißig die Daumen, dass es so positiv für Dich weitergeht. Auf die Berichte freue ich mich schon jetzt. Behalte einfach Deine Kraft, Mut, Ausdauer und Deinen Elan. Ich bin sicher, dass Du in der richtigen Praxis gelandet bist und vor allem Deine ganze Familie hinter Dir steht. Das ist nicht selbstverständlich. Bestimmt verlierst Du jetzt von Termin zu Termin ein wenig von Deiner Angst und wirst bald ein wunderschönes Lächeln haben - das wünsche ich Dir von ganzem Herzen! :knuddel:

LG Hanseat
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mimohanest

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7

Freitag, 21. August 2009, 23:06

Hallo Brainbug!

Den ersten Teil Deines Berichtes habe ich heute morgen gelesen, bevor ich meinen Zahnarzttermin hatte. Mir sind die Tränen gekommen...
Jetzt nach lesen des 2. Teils kann ich nur sagen, dass das ein Bericht ist, den jeder lesen sollte. Weil er einfach klar wiederspiegelt, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist, Dass es Menschen gibt, die einen lieben und unterstützen. Dass es Zahnärzte mit Mitarbeitern gibt, die Mensch sind, die sich in die Patienten einfühlen können, die aus einer Berufung einen Beruf gemacht haben und Verständnis haben und helfen wollen. Dass manche "Probleme" nur Kopfsache sind und es oftmals gar nicht so schlimm ist, wie man sich selbst das ausgemalt hat.

Ich wünsche Dir herzlichst, dass auch die weiteren Behandlungen so positiv verlaufen und Deine Familie weiterhin immer zu Dir steht.

Liebe Grüße
Monika
Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen (Aristoteles)
Anfang - hier anmelden! ;)
29.04. - 27.11.09 16 Termine "neue" ZA-Praxis
u.a. Antibiotikabehandlung, PZR, PA-Behandlung in 2 Sitzungen, Abdrücke OK und UK, 4 Front-Zähne EX im OK und Provisorium
01.02. Termin ZÄ - geschafft
04.02. 08.00 Uhr Abdrücke und Provi abgeben - 15.00 Uhr holen
19.02. 12.00 Uhr - Gespräch Implantologe
05.03. PZR
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ferdinand

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Wohnort: Rheinland-Pfalz

8

Samstag, 22. August 2009, 00:31

Hallo Brainbug,
was für ein toller Mutmacherbericht- wow sehr gut geschrieben!
Und der Titel "The first cut is the deepest" ist genial.
Ich habe alle diese Horror-Gedanken auch erlebt, was mich abgehalten hat 15 Jahre zum Za zu gehen.
Und seit ich es endlich gewagt habe in Behandlung zu gehen nur gute Erfahrungen gemacht.
Ich freue mich, dass Du es geschafft hast.
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Gipsy

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Wohnort: Nordrhein-Westfalen

9

Samstag, 22. August 2009, 23:46

Eigentlich vermeide ich es, Berichte zu lesen - aus Angst.

Doch hier habe ich mich getraut und das Lesen durch- bzw. ausgehalten.

Und sitze weinend hier, mit all meiner Traurigkeit, Verzweiflung und auch etwas "Sehnsucht" - nach solch einer Erfahrung und einem solchen ZA ...

Viel Kraft weiterhin.

Eine traurige Gipsy
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Brainbug

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10

Sonntag, 30. August 2009, 22:20

Mut Ade - Bohren tut weh... (oder auch nicht)

Morgen ist es mal wieder soweit. Von meinem letzten Termin habe ich nicht berichtet, da ich die Woche so im Stress war.
Nunja- morgen werde ich Bekanntschaft machen mit dem Bohrgerät... Der Zahn, den ich selbst schon abgeschrieben habe (und der mich die letzten Jahre mit Grauen an "Nimm 2" zurückerinnern lässt (was lässt da auch so ein blöder Bolschen was an meinem Zahn abbrechen - aber ich glaube verklagen kann man sie dafür nicht...) soll morgen gerichtet werden. Oh Oh - mir wird ganz anders.
Letzte Woche war ich ganz "mutig" - ihr wißt ja, dass meine Schwester Händchen hält und für die letzte Woche hatte ich mir vorgenommen - und es auch durchgezogen - die ersten 15 Minuten alleine auszuhalten. Als sie dann da war, war alles schon fertig. Habe dann noch "zum Spaß" 5 Minuten weiter noch Zahnstein zwischen den Zähnen entfernen lassen, obwohl ich für den Termin eigentlich schon entlassen war. Oben ist nun von hinten alles fertig. Vorne kommt morgen und - BÄH- eine Spritze, da bei dem einen Backenzahn ein Blombe rausmuss, da wo der Zahn auch abgebrochen ist. Nun, da ich mir selbst wieder im Spiegel die Zähne betrachte, habe ich diesen Zahn akribisch untersucht und für mich folgende Diagnose gestellt: Wenn der Arzt es schafft, den Zahn zu retten, ist er ein absoluter Profi. Wenn er es schafft, ihn ohne Schmerzen zu richten (denn es muss ziemlich tief gebohrt werden) ist er ein "Gott in weiß" - und das im positiven Sinn! Und nun ja - wenn er es nicht schafft ohne Schmerzen, dann hat er einen blauen Fleck, da meine Schwester ihn kneift, falls er mir weh tut...
Entweder haben wir dann beide Schmerzen (und meine Schwester ein Problem wegen Körperverletzung, aber ich glaube, man kann auf "Körperverletzung im Affekt" plädieren, oder nicht??? )
Also - bitte drückt mir die Daumen - 15 Uhr ist es soweit...
Melde mich dann morgen abend - evtl. auch schon früher, falls ich einen Anwalt benötige...
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
Erfahrungen seitdem gesammelt in: Zahnsteinentfernung, Bohren, WB, PZR, Zahnziehen, Paradontosebehandlung
und wie die Angst von mal zu mal weniger wird :)
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LadyScared

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Wohnort: Bayern

11

Sonntag, 30. August 2009, 22:46

Ich drücke dir die Daumen für Morgen! Ich versuche 15 Uhr dran zu denken. Mein OP Termin ist 8 Uhr und es könnte sein das ich schlafe, aber ich drücke trotzem vorher schonmal :daumentop:

Du wirst sehen, dass wird üüüüberhaupt nicht wehtun und hinterher vielleicht nur ziepen, wenn überhaupt! Bei mir war es auch tief und es hat nicht wehgetan :bravo:

Du machst das schon und morgen schreibst du einen super Bericht! Hier Mutpuschel: :anfeuern: :anfeuern: :anfeuern:
13.09.08 - Erster Termin. Röntgen + Besprechung -done-
18.11.08 - Füllungen rechte obere Seite (5 Zähne) -done-
25.11.08 - Füllungen rechte untere Seite -done-
02.12.08 - Füllungen linke obere Seite -done-
09.12.08 - Füllungen linke untere Seite -done
10.07.09 - Kontrolle Ruine und anderer Zähne -done-
25.08.09 - Kleine Füllung -done-
31.08.09 - 2 WHZ und Ruine werden entfernt -done-

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Senna110

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12

Sonntag, 30. August 2009, 23:21

Du hast es schon geschrieben, deine geschickten.

Ich haben es heute abend pas gelesen, und ich druecke dich auch die daumen.
Fur morgen mittag, 15 uhr....

LG Senna.
P.S. untschulding fur dass schlechte Deutsche schreiben, Deutsche ist nicht meine Muttersprache.
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Brainbug

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13

Montag, 31. August 2009, 21:21

Stolzer Besitzer eines eleganten Wurzelverlaufes...

Heute war es soweit. Das erste mal - nach vielen, vielen langen Jahren: bohren... Aber nicht nur einfaches - ach, da ist ja ein kleines Löchchen-Bohren - sondern eine Wurzelkanalbehandlung. HUI. Als ich das Röntgenbild sah, wurde mir schon ganz anders. Es ging ja um meinen - dank Nimm 2 - in Mitleidenschaft gezogenen Backenzahn. Aber... mal zur Beruhigung - es hört sich schlimmer an, als es ist!
Nun ja - ich weiß, ihr werdet es mir nicht glauben, aber diese Zahnarztspritzen hätte ich zur Heimanwendung für einige kleine Wehwehchen des Alltags (beim Schneiden in den Finger ratschen, Pickel ausdrücken) auch gerne! Echt! Spray aufs Zahnfleisch - Augen zu - gewartet - da war es schon vorbei. Nach 5 Minuten (in der die Betäubung schon ein wenig anschlug) zur Sicherheit noch eine hinterher.
Kennt ihr Männer, die ganz stolz ihren Geräteschuppen zeigen? "Hier - meine neue Säge von Bosch" - "Hier - mein Superhammer von Metabo?" So einer ist der Doc. Bei ihm war es dann aber die Zauberspritze Nummer 3. Die - soweit ich das mitbekommen habe - denn mein Unterkiefer war taub - noch mal eine kleine Menge Betäubungsmittel - oben,unten,rechts,links und am besten auch noch von der Seite des betroffenen Zahnes verteilten. Ich hätte noch lange mit meiner Schwester weitererzählen können, während wir die Wirkung abwarteten, denn wann hat man denn schon mal die Gelegenheit, sich selbst bei vollem Bewusstsein zuzuhören, wie man wohl redet, wenn man betrunken ist... (Ich glaube nach der Erfahrung heute halte ich lieber das nächste mal bei zuviel Alkoholkonsum dem Mund, hört sich einfach zu lustig an..)
Dann ging es los. Alte Blombe raus, und dann mit einem Pieper gebohrt. Wenn ich das richtig verstanden habe, piept dieses Gerät wie eine Einparkhilfe beim Auto, wenn man zu dicht an den Nerv kommt. Technik, die begeistert. Ich sage doch, Metabo...
Das ganze Bohren hat eine Weile gedauert, tat aber kein bisschen weh. Dank der Superspritzen wohl. Nach einer mir erscheinen Ewigkeit ging es dann zum Miniröntgen. So eine kleine Platte musste ich mir an den Zahn halten, dann Piep, dann fertig. Hatte gerade mal kurz Zeit auf Toilette zu gehen. Nach der Entwicklung der Röntgenbilder stellte der Zahnarzt fest, dass ich eine (Sein Wortlaut) elegant gebogene Zahnwurzel habe und er noch mal kurz ranmüsse. Gleiche Prozedur. Wieder Röntgen. Dieses mal wohl zur vollsten Zufriedenheit. Zum Glück, in mir machte sich schon der Verdacht breit, dass er es genieße mit 2 ansehbaren jungen Damen, eine davon sogar mit eleganter Zahnwurzel in einem Raum zu werkeln...
Langsam konnte ich meinen Mund nicht mehr aufhalten, denn Lob verpflichtet. Nachdem er mich zu Beginn der Behandlung lobte, dass ich soooo toll den Mund aufsperre, gab ich mir die größte Mühe - dieses Verhalten fortzusetzen. Zum Glück kam dann nur noch die Füllung. Allerdings nur Zement. Das muss nun 2 Wochen bleiben, dann kommt da eine Krone drauf.
Nun bin ich wieder zu Hause, die Betäubung ist weg und ich habe Schmerzen. Allerdings nicht bei/in dem Zahn (da höchstens minimal, so als ob ein Minimuskelkater da drin wäre) - aber mein Kiefer. Habe ja knapp 2 Stunden heute meinen Mund aufgehalten (ich erwähnte ja schon meinen obigen Verdacht,hihi) und weiß schon jetzt, dass ich mich nächstes mal lieber für etwas anderes loben lasse, als eine perfekte "Mund weit aufmachen-Haltung"....
Heute hat also keiner einen blauen Fleck bekommen und ich glaube an den Kieferschmerzen trage ich selber schuld... Nun ja, wird morgen hoffentlich schon wieder Schnee von gestern sein. Muss mir dringend ein neues "Lobverhalten" angewöhnen. Vielleicht die Zunge mal ganz ruhig zu halten....Eine eingeschlafene Zunge ist bestimmt besser zu ertragen als ein überstrapazierter, gedehnter Kiefer...
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
Erfahrungen seitdem gesammelt in: Zahnsteinentfernung, Bohren, WB, PZR, Zahnziehen, Paradontosebehandlung
und wie die Angst von mal zu mal weniger wird :)
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LadyScared

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14

Donnerstag, 3. September 2009, 22:44

Haste super gemacht und ich lob dich jetzt einfach mal nicht für's Mund aufhalten! ;) Das mit dem Kiefer kenn ich :rolleyes: Lässt sich leider selten vermeiden. Wie lang hat's denn ungefähr gedauert? Also ich brauchte bei meiner WB damals so eine Mundsperre, damit mein Mund von allein aufbleibt, weil ich irgendwann nicht mehr aufhalten konnte :D

Wünsch dir weiterhin alles gute und freue mich auf weitere mutmachende Berichte! :lob:
13.09.08 - Erster Termin. Röntgen + Besprechung -done-
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25.11.08 - Füllungen rechte untere Seite -done-
02.12.08 - Füllungen linke obere Seite -done-
09.12.08 - Füllungen linke untere Seite -done
10.07.09 - Kontrolle Ruine und anderer Zähne -done-
25.08.09 - Kleine Füllung -done-
31.08.09 - 2 WHZ und Ruine werden entfernt -done-

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Extremangsthase

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15

Montag, 7. September 2009, 14:19

Danke für den sehr lieben einfühlsamen Bericht deiner Erlebnisse. Ich habe ihn eben erst entdeckt und musste gleich erstmal weinen. Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine eigene, aber leider bin ich noch lange nicht so weit wie du. Ich war seit 17 Jahren nicht mehr bei einem ZA, und wäre so glücklich, wenn ich mir wenigstens den ersten Schritt mal trauen würde. Ich fühle mich durch meine schlechten Zähne ziemlich unglücklich und mein Selbstbewußtsein ist dadurch im Keller. Ich bin zwar verheiratet und mein Mann akzeptiert mich so wie ich bin, aber meine Angst hat mich dermaßen eingenommen, dass ich nicht mal mit irgend jemanden aus dem Bekanntenkreis darüber sprechen kann, aber wohl auch aus Scham. Ich finde einfach nicht den Anfang, um den ersten Schritt zu wagen.
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Brainbug

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16

Montag, 7. September 2009, 20:38

Heute fehlt doch was...

Heute beim aufwachen hatte ich irgendwie das Gefühl... heute ist was anders - ich bin aufgestanden, ins Bad gewankt und dann...
ich habe heute das erste mal seit zig Jahren nicht beim Aufwachen mit der Zunge vorsichtig alle Zähne abgetastet, ob sie noch da sind, sondern bin ohne Gedanken an meine Zähne aufgewacht.
Langsam baue ich Vertrauen in sie auf xD
:P
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Brainbug

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17

Donnerstag, 24. September 2009, 11:32

14.09.09

Heute hatte ich sooooooo einen Chaostag... Nachdem ich 2 mal
zu meiner Wohnung mit dem Fahrrad zurückgefahren bin, weil ich wichtige Sachen
vergessen hatte und gerade mal so den Zug bekommen hatte, sass ich total k.o.
im Zug zu der Zahnarztstadt. Und dann - klingelte mein Handy. Meine Schwester
war dran - voll panisch - der Zug sei ausgefallen und sie könnte erst mit dem
nächsten kommen, oder unser Vater würde sie die 100 km fahren - was mir lieber
sei. Fragt nicht, was für ein Teufel mich ritt: ich sagte: "Bleib zu
Hause- ich schaffe es alleine.." Großé Worte des Superschissers...
"Bleib zu Hause - ich schaffe es alleine..." Als ich in der
Zahnarztstadt ankam, ging das Chaos weiter...

Wer ist so dumm und orientiert sich bei den Haltestationen von U-Bahnen an den
Werbeschildern? Ihr kennt nun jemand: ICH!!! Boah - bin ich glatt eine Station
zu spät ausgestiegen und dann habe ich schnell meinen Vati angerufen und mir
von ihm auf meinem Fußmarsch Mut zusprechen lassen. 10 Minuten lang. Konnte
meinen Heulkrampf nur unterdrücken, weil ich an meine arme Schwester gedacht
habe, der es noch viel schlechter ging als mir, weil sie so ein schlechtes
Gewissen hatte. Dann stand ich vor der Praxis. Einen kleinen Moment lang dachte
ich daran, einfach wegzulaufen - so weit, wie meine Beine mich tragen... (im Notfall
auch kriechend, falls ich so den Abstand vergrössere...) Und dann dachte ich:
wenn du da jetzt nicht reingehst, nur weil deine Schwester nicht dabei ist, was
sollst du da als Ausrede bringen... NEIN - geh da rein, sag - deine Schwester
ist nicht dabei, und heute soll nur etwas Kleines gemacht werden... das stehst
du jetzt durch.

Mut sammeln, tief durchatmen, Mut sammeln - klingeln

Tür geht auf

Stufen zählen (es sind 24...)

Tür aufdrücken

"Meine Schwester ist heute verhindert, ihr Zug ist nicht gefahren.."

"Schön, dass Sie trotzdem da sind... "

Ich bin erst mal kurz auf Toilette gegangen - Zähne putzen, 3 Tränchen
wegwischen, und ganz leise: "... du schaffst es..." vor mir
hergesagt...

Rausgegangen

Dann 5 Minuten im Wartezimmer... boah - waren die lang

Nunja- und dann holte mich die Zahnarzthelferin ab und ich war froh, dass es
los ging...

Als der Zahnarzt hereinkam begrüsste er mich mit: "Wie geht es denn meiner
Hübschen?"

Ich sagte: "Mittel - denn mein Kiefer tut immer noch weh" (das tut er
- aber zu der Erklärung gleich...)

Er hob seinen Mundschutz herunter und sagte: "Hauen Sie mal kräftig, das
bin ich Ihnen schuldig..."

Ich sagte: "Nein, im Ernst..."

Er sagte: "Ja, im Ernst...."

Am liebsten hätte ich ihn geküsst... (er ist 30 Jahre älter...)

Nun ja- und dann hat er mir erklärt... mein Zahnstein war so krass, (dreimal so
dick, wie normale Zähne...), dass sich ganz langsam über die Zeit mein Kiefer
leicht verschoben hat und ich deswegen die Schmerzen habe, weil er von heute
auf morgen wieder in die normale „Grundposition“ gezwungen wird. Praktisch so - als ob eine Frau immer auf
Stöckelschuhen die langsam höher geworden sind - und nun Schmerzen hat, wenn
sie barfuss läuft... und dann hat er 3 oder 4 Minuten lang meinen Kiefer
massiert...mmmhhhh! Das soll ich nun jeden Tag machen und eine Salbe auftragen
und ein wenig mit einer Wärmflasche meine Muskeln entspannen am Abend...

Vertrau ich ihm mal...

Dann fing es an - er fragte, wie weit ich den Mund öffnen könnte ohne Schmerzen
und ich zeigte es ihm. Er sagte: Okay- so reicht es für ihn, sofern er meine
Sitzposition bestimmen könnte...Ach - wie ich sitze ist mir doch egal, sofern
ich hier lebend wieder herauskomme (und hey- ihr könnt anhand meines Postes
sehen, ich bin lebend herausgekommen...) Dann sangt er für mich: "Oh
Darling" von den Beatles. Über diese kraftvolle Stimme erstaunend
verharrend, bemerkte ich fast gar nicht die Spritze. In den folgenden Minuten
fehlte mir meine Schwester sehr… denn es ist ziemlich langweilig alleine die
Wirkung der Spritze abzuwarten. So betrachtete ich die Fotos an der Wand und
spielte ein wenig Mr. Bean… (aber echt nur minimal mit dem Wasserspender, kann
den nun perfekt bedienen…)


Nach ein paar Minuten war die linke Hälfte meines
Unterkiefers taub. Dann kam mein ZA wieder herein, brachte mich in eine – für ihn
angenehme Position – erzählte Geschichten zu den Bildern, lobte mein astreines
Verhalten (ohne Schwesterbegleitung) und entfernte die Zementfüllung vom
letzten mal. Dann erklärte er mir, was er nun als nächstes mache, ein
Malteserkreuz (so nannte er es…) in meinen Zahn verschrauben. Klingt gemein,
aber ist es nicht. Das ganze war nur blöd, weil ich (in meinem dummen Kopfkino)
Angst hatte, dass er eine Schraube rund schraubt. Aber der Herr versteht sein
Fach. Wirklich. Dann kam da noch eine Aufbaufüllung rauf. Und dann war ich
schon entlassen für den heutigen Tag. Muss nun noch HKP bei der KK einreichen.


Ich schwebte ab nach draußen. Wie viele Stufen es waren … -
keine Ahnung.
17.08.09 Erster Termin seit über einem Jahrzehnt :)
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Dschovanny

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Wohnort: Sonstiges

18

Freitag, 25. September 2009, 10:48

Hallo Brainbug



hab mir deine Berichte soeben durchgelesen und was soll ich sagen? Ich hatte Gänsehaut und Pipi in den Augen.

Ich wünsche dir unendlich viel Kraft für die nächsten Termine. Bald kannst du wieder unbeschwert lachen (und ich hoffentlich auch ;-) )

Wir schaffen das! :knuddel:
12.03.09 -Gespräch-fertig :thumbup:
26.03.09 -Zahnstein-fertig :thumbup:
23.04.09 -Parodontosebehandlung-fertig :thumbup:
23.04.09 -WHZ EX li-fertig :thumbup:
23.04.09 -Füllungen Schneidezähne-fertig :thumbup:
14.05.09 -5 Füllungen- fertig :thumbup:
24.09.09 -4 x Provisorium + 1 x Inlay-fertig :thumbup:
08.10.09 -4 x Kronen - fertig :thumbup:
29.10.09 -Knirschschiene -fertig :thumbup:
08.07.10 -WHZ EX re -fertig :thumbup:
--------------------
FERTIG!!!! :party:
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mauselotte

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Wohnort: NRW

19

Freitag, 25. September 2009, 13:35

Ich habe auch mit Begeisterung gelesen, war gerührt und betroffen und angespannt und erleichtert und ängstlich und ermutigt und neidisch und froh und alles gleichzeitig. Ich gratuliere! Für Euch ein mehrfaches: Weiter so! Und ich versuche "einfach", mir ein Beispiel daran zu nehmen.
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Ella123

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Beiträge: 89

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Trier

20

Samstag, 26. September 2009, 21:36

Hallo Brainburg,

ich habe auch ganz begeistert deine Zahnarztbesuche verfolgt.
Sehr mutig und ganz toll geschrieben, da können sich mal alle hier, mich eingeschlossen ein Scheibe abschneiden.

Leider hat aber auch nicht jeder so fürsorgliche Familienmitglieder, die meisten meinen wenn sie das Thema nicht ansprechen würden sie mehr Gutes tun!
Das ist zwar sehr angenehm für den Angsthasen aber eher contrapoduktiv.

Aber letztendlich muss es bei einem selbst Klick machen
Seit Jahren kein Zahnarztbesuch :autsch:
24.09.09 Anruf in einer Praxis
25.09.09 Erstgespräch mit Untersuchung, war schwer, aber geschafft:lorbeer:

09.10.09 Zahnsteinentfernung inkl. PZR + Röntgenbild, war gar nicht schlimm :lorbeer: ,
22.10.09 Zahnfleischkontrolle :)

demnächst WHZ rechts ziehen


...dann irgendwann den fehlenden BZ ersetzen
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