hallo harfe,
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ahh noch ne frage, habt ihr euch jetzt doll verändert? ich meine so mit den neuen zähnen...und musstet ihr erstmal das lachen übebn??? haha, doofe frage..würde mich echt riesig interessieren
lg euer schizzeer
Hallo Schizzer-Liebes,
ich freue mich mit Dir, daß Du so gute Fortschritte machst und Dich schon darauf freust, anderen zu helfen. Ich kann Dich so gut verstehen, daß Du die anderen hier beneidest, die es schon geschafft haben. Das ging mir damals genauso, und ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie das so ist. Du wirst es auch packen, da bin ich mittlerweile ganz sicher!
Ja, was hat sich verändert? Das Lachen, das kommt ganz schnell.
Die wichtigste Veränderung ist, daß ich nicht mehr tagtäglich schon nach dem Aufwachen mit dem dumpfen Gefühl leben muss, daß meine Zähne bröckeln und mir keiner helfen kann. Ich habe vorher nicht realisiert, in welch großem Ausmaß mich die ganze Geschichte seelisch gedämpft hat. Klar, ich war immer ein fröhlicher Mensch, doch in dieser Zeit schlich sich immer mehr Trauer, ja Depression ein. Und dann gab es viel Verdrängung, die kostet auch ganz schön Kraft. Auch die Schmerzen, die ein echter Phobiker erduldet, sind ganz heftig. Mittlerweile weiß ich sehr viel mehr über Zähne, denn nach der Angst kam die Wissbegierde. Ich wollte alles über Zähne, Kiefer, Zahnfleisch, Zahnersatz, Materialien, Techniken, etc. wissen. Sogar Implatationen auf youtube, die für mich früher ein echter Horrorfilm gewesen wären, erregen nun mein gesteigertes Interesse. Allerdings packt mich heute noch im Nachhinein das kalte Grausen, wenn ich bedenke, wie schnell eine Zahnvereiterung den Kieferknochen angreifen und auflösen kann und wie sehr ich mit meiner Gesundheit gespielt habe. Und da kommen wir zum zweiten ganz wichtigen Aspekt: Das gesteigerte gesundheitliche Wohlbefinden, mehr Energie und eine bessere Immunabwehr. Ich habe kaum noch Infekte, viel mehr Power und fühle mich 10 Jahre jünger. Mein Gesicht ist viel schmaler geworden, auch der Hals, weil da irgendwelche Drüsen immer geschwollen waren.
Der nächste Schritt, den ich momentan kaum fassen und formulieren kann, so subtil ist der: Langsam setze ich mich auch mit anderen Ängsten auseinander. Aber was genau da passiert, kann ich noch nicht beschreiben. Ich finde die Dinge, die da rauskommen, gleichermaßen beunruhigend aber faszinierend. So eigenartig das auch klingen mag: ich sehe auch positive Aspekte im phobischen Charakter. Phobiker haben meistens viel Fantasie, sie stelle sich halt alles immer ganz plastisch vor. Da ich Künstlerin bin, finde ich diesen Aspekt, leicht schaudernd, mittlerweile ziemlich spannend. Hoffentlich versteht hier überhaupt jemand, was ich ausdrücken will.
Was sich noch verändert hat: Ich setze Grenzen! Nicht nur einem eventuellen bösen ZA, sondern allen möglichen Leuten. Ich ZEIGE ZÄHNE! Fühle mich nicht mehr dauernd schuldig, war früher in der Familie das schwarze Schaf und Sündenbock. Dem begegnete ich, wie bei Böcken üblich, mit bockiger Sturheit oder mit Wut. Heute setze ich einfach ganz ruhig eine Grenze, und basta! Und plötzlich sind sie alle richtig nett zu mir! Ich hab' eben jetzt einfach mehr BISS!
Den wünsche ich auch Dir. Sei herzlich umarmt
Harfi
25 J. kein ZA!
03/07 4 kaputte Kronen durch Zirkoniumk. ersetzt, 5 Ex 1 WZB 3 Füll. wg. Karies 2 weiße Füll. wg. Optik. Angst überwunden!
09/07 fünf Implantate, 12/07 fünf Kronen auf Implantate
05/08 Amalgam durch Inlays ersetzen lassen
FERTIG! :D