Donnerstag, 24. Juli 2014, 02:15 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

Herzlich willkommen im Zahnarzt-Angst-Hilfe Forum. Du bist derzeit nicht angemeldet. Bitte beachte, dass Du als nicht angemeldeter User nur einige ausgewählte Bereiche sehen und auch nur lesen kannst. Wenn Du alle Bereiche sehen und auch mitschreiben möchtest kannst Du Dich über unser Registrierungsformular kostenlos anmelden. Hier informieren wir Dich ausführlich über die Registrierung. Wenn Du allgemeine Fragen haben solltest, benutze bitte unsere Hilfe-Seiten. Dort wird Dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Solltest Du Dich bereits registriert haben, kannst Du Dich hier anmelden.

JaneDoe

unregistriert

1

Samstag, 30. August 2008, 17:13

1. Wurzelspitzenresektion überstanden

Hallo Foris,

meine erste (und anscheinend nicht letzte :() Wurzelspitzenresektion.

Angefangen hat alles hier mit:
Fortsetzung von: Sonntag und dicke Backe!

Am Donnerstag war es dann soweit.
Ich hatte mir am Vortag einen CD-Walkman gekauft und eine Hörbuch-CD, da ich dachte, dies würde mich bei der Behandlung vll. etwas ablenken.
Obwohl mir von dem ZA ein Beruhigungsmittel verweigert wurde, habe ich am Abend vorher und am nächsten Morgen ein Beruhigungsmittel genommen. Und das war auch gut so, sonst hätte ich die Behandlung nicht durchgestanden.

Erstmal mußte ich trotz meiner Angst eine 3/4 Stunde warten X(, bis ich auf den Folterstuhl 'durfte', und der ZA mir mehrere doch recht schmerzhalfte Spritzen gab. Seiner ZAH hab ich die Hand ganz schön zerquetscht.
Er war etwas amüsiert über den Walkman.
Dann wurde ein Abdruck meines Oberkiefers (der Zähne) gemacht. Nicht angenehm, ab na ja.
Er hatte mir 7 Tage vorher ein Antibiotika verschrieben. Die dicken Dinger bekam ich kaum geschluckt. Nach drei Tagen bekam ich in der Speiseröhre ein Gefühl, als wäre einer dieser Brummer drin stecken geblieben und das Schlucken macht mir die nächsten Tage immer mehr Beschwerden.
Deswegen sprach ich ihn vor der Behandlung (ist eine Wurzelspitzenresektion eigentlich eine OP?) darauf an. Er meinte nur, dies sei eine Nebenwirkung ich ich solle einfach die restlichen Tabletten nicht mehr schlucken :rolleyes:.Also rechnen kann der auch nicht, ich hatte am Morgen die letzte unter Schmerzen runtergewürgt.

Den Walkman auf dem Schoß, die Kopfhörer auf den Ohren, eine Pulsmessklemme (oder so), mit der man angeblich auch die Sauerstoffsättigung kontrollieren kann, auf den Zeigefinger geklemmt und es ging los.

Obwohl ich durch die Spritzen keinerlei Schmerzen bei der Behandlung hatte - ich hätte alles für eine Narkose oder wenigstens eine ordentliche Sedierung gegeben.
Von dem Hörbuch weiß ich nur noch etwas aus dem ersten Satz - es ging um ein Holzbein.
Es hat über eine Stunde lang gebohrt, gefräst, gespritzt, Zeugs sprühte auf mein Gesicht, Kopf weiter nach rechts, noch weiter, Mund weiter auf, noch weiter, Kopf ganz weit in den Nacken, noch mehr nach links, dann nach rechts, nun ganz still halten, usw. Es hat gequitscht, geraspelt, gefräst. Und immer wieder ein, nicht mehr lange, gleich sind wir fertig. Nach dem 3ten gleich sind wir fertig, hätte ich ihn am liebsten nur noch angebrüllt.
Ich war schon fix und fertig.
Dann merkte ich endlich, daß er am Nähen war, wobei er zu seiner ZAH meinte, mit dem 'Garn' wäre etwas nicht ok 8o, und er ließ von mir ab und meinte, dann: Na, war doch gar nicht so schlimm, oder. Sie haben das richtig klasse gemacht.
Er habe ein Loch in die Kiefernhöhle gefräst, so daß jetzt eine Verbindung zu den Nasennebenhöhlen bestünde. Ich müsse nun 5 mal täglich Nasentropfen nehmen.
Ich konnte ihm nicht antworten, da ich am ganzen Leib zitterte und mir die Tränen in die Augen schossen. Ich war so fertig, daß ich eigentlich nur noch heulen wollte. Aufstehen aus dem Stuhl war erstmal nicht, Beine wollten mich nicht tragen.
Dann ging es erstmal wacklig zum Röntgen. Die ZAH war richtig besorgt, daß ich ihr umkippe.
Wieder ins Behandlungszimmer, wo mir eine Zahnschiene mit Gaumenplatte als Wundschutz über meine Oberzähne und die Wunde gedrückt wurde.
Danach wurde mir von einer ZAH noch kurz gesagt, dieses Plastikding müsse jetzt in meinem Mund bleiben. Wenn ich etwas essen sollte, müsse ich dieses Ding rausnehmen, auswaschen, den Mund spülen und wieder einsetzen.
Essen ???? :tongue: Das Plasikding selber kurz nach diesem Eingriff aus dem Mund nehmen??? :tongue:
Neben der Ernährung mit Schmerztabletten, habe ich mir am Nachmittag etwas Brühe gemacht, die ich langsam getrunken habe. Mit diesem dämliche Plasikding über den Zähnen und Gaumen gar nicht so einfach. Und dabei immer die Befürchtung, daß etwas in die Wunde gelangen könnte. :rolleyes:
Am nächsten Tag zur Kontrolle in die Praxis. Wieder zittern, wieder warten, wieder eine 3/4 Stunde. :rolleyes:
Die ZAH meinte, ich solle schon mal die Schiene rausnehmen. Auf mein, ich hab schiß, ich weiß gar nicht wie ich das Ding rausbekomme, hatte ich noch nicht raus, war sie nicht begeistert, hat mir aber gut zugeredet und ich bekam das völlig verschleimte Ding raus (ohne Scherzen). Mundausspülen, wieder warten.
Der ZA kam endlich, schaute mir kurz in den Mund, wischte mit einem trockenen riesigen Q-Tip kurz über die Vorderseite des Zahnfleisches des Zahnes (hab ich nicht so recht verstanden, er hat innen am Gaumen rumgeackert und auch dort genäht, daß konnte er so gar nicht sehen), erzähle mir noch etwas davon, wie teuer seine neuen OP-Leuchten gewesen seien, meinte zu seiner Helferin, nun gehts weiter, wieder eine Resektion, das würde ja gar nicht aufhören, er wisse gar nicht mehr, wie viele er schon hinter sich hätte und entschwand.
Nu durfte ich gehen. Leider hatte man vergessen mir zu sagen, wie lange ich diese Gaumenplattendingsbumsschiene im Mund behalten müsse. Also, von zu Hause dort angerufen, noch bis Sonntag ständig, danach nur noch beim Essen. (Ich frag mich immer wieder, was die mit Essen meinen??)

Die Nasentropfen nehme ich jetzt ganz brav, hab auch meine dicke Backe eine Zeit gekühlt (nicht sehr lange, mir fällt der Arm ab, wenn ich die ganze Zeit den Waschlappen halte), habe immer noch starke Schluckbeschwerden sogar nur bei Wasser (ein richtiges Brennen ist es mittlerweile und immer noch das starke Gefühl, daß etwas in der Speiseröhre ist), habe das Gefühl, die Backe wird mehr anstatt weniger 8o und ist sehr warm, versuche, nicht mehr soviel Schmerzmittel zu nehmen und das Drücken, Spannen und Ziehen noch eine Weile zu ignorieren.
Mir ist immer noch was schwummrig.
Bekomme das ganze Geschehen nicht aus dem Kopf, und ich habe wirklich schlimme Angst, daß sich irgendetwas entzündet. Genügend Löcher hab ich ja nu, innen (Kiefernhöhle/Nasennebenhöhle) und außen im Mundraum. :(

Die Quintessenz ist, daß dieser ZA mich nur noch einmal zum Fäden ziehen sehen wird (soweit bis dahin alles normal verläuft. Bitte, lieber Gott!!!) und er absolut keine Ahnung von Angst/Panikpatienten hat.

Dieser, bei vollem Bewußtsein (trotz meinem heimlich genommenen Beruhigungmittel) vorgenommene Eingriff war HORROR und hat nicht gerade dazu beigetragen, meine Panik vor Zahnärzten zu mildern.
DAS GEGENTEIL IST DER FALL X(l!!!!!!!

Im Moment kann ich nur sagen: ICH HASSE DIESEN MENSCHEN

Jetzt hab ich diesen Horroreingriff hinter mir und habe immer noch Angst und als Dreingabe 'tolle' Albträume!.
Von wegen Erleichterung X(

Mir ist nur zum Heulen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JaneDoe« (30. August 2008, 17:18)

  • Zum Seitenanfang

Froschi

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 3 792

Wohnort: Baden-Württemberg

2

Samstag, 30. August 2008, 17:17

Ach du Scheiße....komm mal her :knuddel:

Das schreit nach einem anderen ZA würd ich sagen. :rolleyes:
Magste mal ne Suche aufgeben?! :anbet:
Keiner ist so verrückt,dass er nicht einen noch Verrückteren findet,der ihn versteht.

F.Nietzsche
  • Zum Seitenanfang

perdita

Team Moderator

Beiträge: 21 984

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

3

Samstag, 30. August 2008, 17:20

Amüsiert über den Walkman? 8o :(

Ich schließ mich Froschi an: Such dir unbedingt 'ne andere Praxis!
Gute Besserung und schnelles Abschwellen! :knuddel:

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
  • Zum Seitenanfang

JaneDoe

unregistriert

4

Samstag, 30. August 2008, 17:38

Ohhhh jaaa, dieser ZA
(übrigens ein Dr. med. Dr. dent. Facharzt für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie, Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und Paradontologie)
sieht mich nur noch für die Nachsorge, für weitere Behandlungen sicherlich nicht noch einmal!!! X(

Durch Zufall oder Fügung (wolle eigentlich den ZA meines Bekannten anrufen und hatte eine andere Praxis am Telefon) habe ich von einem ZA hier in der Nähe erfahren, der sich auf Angst- und Panikpatienten spezialisiert hat.

Seine ZAH hat allen Ernstes vorher bei dem ZA meines Bekannten gearbeitet und nun zu diesem gewechselt.
Sie hat längere Zeit mit mir gesprochen und mir erklärt, daß ihr Chef die Patienten erst kennen lernen möchte, quasi ein Schnuppergespräch, in dem er alles über den Patienten erfahren möchte. Auch, ob man noch ergründen kann, woher diese ZA-Angst kommt..
Dann überlegt er mit dem Patienten zusammen, was möglich ist und was nicht.

Leider ist er nu in Urlaub. Aber am 15.09. habe ich einen Gesprächstermin bei ihm. Hoffentlich ist er mir einigermaßen sympathisch und auch kompetent, so daß ich mich bei ihm verstanden und aufgehoben fühlen kann.

Denn es stehen noch einige 'Zahnprobleme' bei mir an :rolleyes:
  • Zum Seitenanfang