So, bin jetzt vom Termin zurück und rückblickend kann ich sagen: War gar nicht so schlimm, wie ich gedacht habe.
Zuerst mal, um 4 Uhr aufgewacht und vor lauter Nervosität und Angst nicht mehr eingeschlafen. Nach einer halben Stunde kalt duschen dann gegen meinen inneren Schweinehund kämpfend zur Straßenbahn und dann bis zum ZA.
Dann: der erste Schritt in die Praxis, und freundlich begrüßt worden. Die Angst war zwar immer noch da, und insgesamt drei Taschentücher vollgeheult (und das als Mann, ich wäre in diesem Moment lieber irgendwo gewesen als in der Praxis).
Nach ein paar beruhigenden Sätzen ging´s dann erst einmal zum Röntgen (zum Glück konnte ich mich irgendwo festhalten, meine Beine hatten die Konsistenz von Wackelpudding); danach habe ich mich noch ein paar Minuten im leeren Wartezimmer gesammelt, dann ging es ins Zentrum des Bösens (zumindest erschien es mir so): zum ersten Mal seit neun Jahren betrat ich wieder ein Behandlungszimmer.
Der ZA war sehr einfühlend, ich mußte mich nicht gleich auf den Behandlungsstuhl legen, sondern er hat zusammen mit mir die Röntgenaufnahme angesehen und mir erklärt, was darauf zu sehen war.
Und was war´s letztendlich? Kopfkino mit all den Schreckensvorstellungen ade, es sind "nur" zwei Zähne, die raus müssen. Nachdem ich mittlerweile wieder etwas gefestigt war, erlaubte ich dem Doc sogar noch, daß er kurz einen Blick in meinen Mund warf. Diagnose: KEINE

Karies, nur halt jede Menge Zahnstein. Und die erwartete Parodontitis ist kaum vorhanden, das Zahnfleisch ist halt ein wenig angegriffen, aber, O-Ton: "nichts, was man nicht reparieren könne."
Aufgrund meiner Anspannung hat er mir dann geraten, daß man das alles unter Narkose in einer Sitzung hinbekommen könne, Dauer so etwa zwei Stunden.
Ich kam mir vor wie im falschen Film. Ich komme mit den schlimmsten Befürchtungen zum ZA, und der erzählt mir, daß da kaum etwas zu machen sei.
Jetzt muß ich nur noch darauf warten, wann der OP-Termin klargemacht wird.
Fazit bis jetzt: Es hat sich wahrlich gelohnt, und zum Trost an alle: Das, was letztendlich getan werden muß, ist dann oftmals doch weniger als das, was man befürchtet.