Hallo Agga,
ich bin neu hier - habe mich erst heute angemeldet, hoffe, ich mache alles richtig ^.^
Während ich hier durchstolpere, habe ich deine Umfrage gesehen. Eine interessante Umfrage - In sehr vielen Punkten kann ich mich wiederfinden. Auch ich könnte viel mehr Punkte ankreuzen, oft greift alles so ineinander - wie Zahnrädchen und dreht sich wie eine Spirale ... und das geht in meinem Alltag ungefähr so:
Ich hoffe, dass ich keine Schmerzen habe - meistens funktioniert das nicht so gut, aber ich versuche das zu ignorieren. Morgens Zähneputzen kann schon unangenehm werden ... schlechter Start in den Tag - dann setzt die Angst schon morgens ein. Manchmal helfen nur Schmerztabletten. Oft fühle ich mich alleine - aber mit Schmerzen bin ich ungenießbar und ich igel mich irgendwie ein. Versuche mich abzulenken, irgendwie und anderen nicht zur Last zu fallen. In dem Zustand unter Leute - unmöglich, aber allein kreisen Gedanken und das macht alles viel schlimmer.
Essen? Oh - ich würde gern normal essen, aber Heißes oder Kaltes geht nicht. Süßes!? Lieber nicht - also lauwarm - möglichst ohne zu kauen. Zwischenmahlzeit? Undenkbar - zwei Mahlzeiten müssen reichen. Meinen Kollegen kann ich beim Essen meist nur zusehen. Kein Kaffee - nur Tee, wegen der Entzündungen und natürlich meinen Nerven ... denn Panikattaken habe ich oft. Zittere, heule, stottere und bin überhaupt ganz komisch - dabei bin ich sonst ganz normal. Dann nehme ich mich nicht mehr an, schäme mich, ekle mich - ich will nicht mehr unter Leute, mich belächeln und auslachen lassen. Obwohl ich glaube, dass sie recht haben - weil ich mir dann lächerlich und blöd vorkomme und ich mich einfach nicht verstehe.
Wenn ich lache (das passiert selten) dann verstecke ich es oder ich unterdrücke das. Eigentlich bin ich nicht so grießgrämig wie alle denken.

Ich würde gern lachen - aber ich kann nicht. Ich habe Angst vor allen Ärzten - aber Zahnärtze sind am beängstigsten. Immer, wenn ich an Zähne denke - macht mich das hoffnungslos, mutlos, ängstlich ... panisch. Ich versuche mich abzulenken - Yoga oder Meditation. Hilft nicht - natürlich versuche ich es trotzdem. Oder fasten. Wer sowenig isst, kann eigentlich nicht so moppsig sein wie ich - aber ich probiere alles aus....
Trotzdem, vor allem nachts kann ich an nichts anderes denken, bin fix und fertig, versuche Möglichkeiten zu finden, einen Arzt oder Geld - irgendwas ... einen Ausweg, irgendwann zitter ich dann in einen unruhigen Schlaf mit Albträumen und am nächsten Tag geht es wieder weiter ... da schließt sich dann mein Kreis.
Ich könnte sagen, die Angst bestimmt mein Leben ... sie grenzt mich ein und nimmt mir jede Kraft, schon mein gesamtes Leben. Das ist sehr zermürbend. Hier habe ich gelesen, wie stark viele sind und wie mutig. Ich bewundere das sehr.
Von Herzen wünsche ich euch alles Liebe und Gute,
Sonntag
eigenen Thread für sonntag erstellt - KLICKMICH - incredible5