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Agga

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Wohnort: Schleswig-Holstein

1

Donnerstag, 22. Januar 2009, 00:47

Vertrauen zum Zahnarzt?

Umfrage

Warum vertraut Ihr eurem Zahnarzt?

11%

er ist einfach ein cooler Typ (5)

0%

meine Freundin/Bekannte hat ihn empfohlen

19%

die Praxis ist nett gestaltet (9)

19%

die Helferinnen sind auf meiner Seite (9)

6%

er gibt mir Tipps zum richtigen Putzen (3)

9%

ich kannte ihn schon vorher (4)

17%

er fragt mich, ob ich so weit bin (lässt mir Zeit) (8)

9%

er fragt mich, wie er meine Angst mindern kann (4)

9%

er erklärt mir die Instrumente und das Vorgehen in der Behandlung (4)

2%

entweder es passt oder es passt nicht (1)

6%

ich vertraue ihm nicht, gehe aber trotzdem hin (3)

53%

er fragt mich während dessen, ob alles in Ordnung ist (25)

55%

er nimmt mich ernst (26)

32%

er meint wir schafffen das (15)

40%

er lässt sich Zeit (19)

28%

er versteht mich (13)

21%

er will nur das Beste für meine Zähne (10)

4%

es geht immer recht zügig, das spricht für seine Kompetenz (2)

30%

er ist ein ruhiger Typ (14)

2%

er hat viel Energie und gestikuliert viel (1)

17%

er erzählt mir Persönliches (8)

19%

er fragt mich Persönliches (9)

2%

er ist sehr überzeugt von sich, das überzeugt mich (1)

30%

er sagt immer was er grade macht und sieht (14)

2%

etwas anderes (1)

Insgesamt 47 Stimmen
Mich interessiert, ob Ihr bestimmte Dinge festmachen könnt, die das Vertrauen zum Zahnarzt hervorgebracht haben?
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precious

unregistriert

2

Donnerstag, 22. Januar 2009, 11:50

Hey Agga,

Ich finde Deine Frage echt gut :anbet:und sicher für uns als Angstis, die auch ihren Doc ab und zu empfehlen nicht schlecht um detailliert zu überlegen was finde ich dort eigentlich gut, dass ich sagen ich hab Vertrauen in die Praxis.

Ich versuche mich mal an einer Antwort, die aber nicht einfach ist :rolleyes:weil die Sache ne Menge Faktoren beinhaltet, viele Punkte hast du ja schon genannt. Ich denke es geht bei den kleineren Dingen los, wenn ich in der Praxis anrufe oder zum Termin komme, dass ich von den Helferinnen freundlich und höflich begrüßt werde und Fragen, die nicht nur vom Arzt zu beantworten sind (Z.B. Abrechungsfragen) schnell beantwortet werden können. Ansonsten finde es wichtig, dass die fachliche Aufklärung gut gemacht wird, was für mich heißt dass mir sämtliche Methoden, die zur Lösung des Problems möglich wären vorgestellt werden
und mir ganz offen alle Chancen und Risiken einer Behandlung aufgezeigt werden und ich nicht das Gefühl haben muss, dass ich letztendlich das Nachsehen habe, wenn ich mitten in der Behandlung stecke, nicht mehr zurück kann und Probleme auftreten, von denen ich vorher noch nichts gehört habe. Und wie du oben genannt hast, finde ich es auch wichtig dass eine absolute Transparenz darüber da ist, was grade geschieht und der Arzt mir vor oder während der Behandlung genau erklärt was er macht und immer wieder nachfragt wie es mir geht, bzw. ich weiß ich kann mich jeder Zeit melden kann wenn mir etwas unangenehm ist. So kann sich das Gefühl , ausgeliefert zu sein, mit der Zeit verringern bzw. ganz verschwinden. Wenn ich nach dem Termin noch Fragen habe und diese in irgendeiner Form z.B. Mail dem Doc zukommen lasse, finde ich es super wenn sie entweder direkt beantwortet wird oder eine Notiz in meiner Akte ist und der Doc die Frage dann beim nächsten Termin gleich beantworten kann. Beim Thema Fragen finde es auch ganz wichtig, dass ich als Patient auch bei anstehenden Behandlungen bezüglich des HuK´s etc. das Gefühl haben kann, ich kann alles fragen was mir unklar, wichtig ist und ich mich dann nach eingehender Überlegung, unterstützt durch den ZA. für oder gegen eine Behandlung entscheiden kann. Wie oben auch aufgegriffen, natürlich auch, dass ich produktive, sachliche Anregungen kriege wie ich meine Mundgesundheit optimieren bzw. erhalten kann.

Deinen Punkt, dass der ZA. von sich überzeugt ist, finde ich im Sinne eines gesunden Selbstbewusstseins auch wichtig. Ich finde es wichtig, dass der ZA. selbst von seiner Arbeit überzeugt ist, (aber nicht arrogant) und souverän damit umgehen kann, wenn ich als Patient auch kritische Fragen habe, und sie als Sorge und Interesse des Patienten an seiner Behandlung werten kann, und entsprechend dem Patienten gegenüber treten kann. Und dass ich als ZA. akzeptieren kann, dass Vertrauen sich bei manchen Patienten erst in einem längeren positiven Erfahrungsprozess aufbaut. An diese Punkten scheidet sich aus meiner Sicht nicht ganz selten noch die Spreu vom Weizen unter den Praxen.

Dann finde ich den Punkt, dass mir die Zeit, die möglich ist auch gegeben wird, wichtig. In meinem Fall sah das so aus, dass ich bei einem Termin fast zusammenklappte der Doc ganz ruhig blieb und meinte: Sie können entscheiden ob Sie weitermachen wollen oder einen neuen Termin wollen“ dadurch war der Druck schon viel weniger. Klar sind auch solche Aussagen wie „ Sie schaffen das“ sehr wichtig, weil sie einem in einer Situation wo man selber das Gefühl hat den Halt zu verlieren, eine (weiß nicht wie ich jetzt formulieren soll) ich sag mal Zuversicht von außen bietet.

Oh je das schon ganz viel, :rolleyes: :D aber letztendlich vermutlich doch nur ein Bruchteil dessen, was an bewussten und unbewussten Erwartungen mitspielt. Manche der Punkte sind auch beobachtbar, aber viele Dinge wie ob mein ZA. elementar an der Gesundheit meiner Zähne interessiert ist, oder der Umgang mit manchen Schwierigkeiten, kann ich nur durch meine subjektive Wahrnehmung begründen und sie sind schwer in Worte zu fassen. Wir alle kennen das alles ja auch aus vielen anderen Situationen: wir stehen Personen gegenüber und empfinden beim einen ein intuitives positives Gefühl beim anderen nicht. Bei ZA´s ist es ja auch so. In meiner Praxis sehe ich einfach die organisatorischen, beobachtbaren Punkte laufen gut und ich hab das intuitive Gefühl, dass mein Doc sehr authentisch ist, sich neben der legitimen Motivation Geld zu verdienen auch sehr bemüht dem Patienten eine gute Leistung zu geben, sich menschlich fair zu verhalten was für mich einfach Vertrauen schafft :]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »precious« (22. Januar 2009, 11:58)

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Agga

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3

Donnerstag, 22. Januar 2009, 21:44

Hi precious,
danke, für die Teilnahme an meiner Umfrage.
Ich sehe es im Grunde genauso wie Du -wenn man sich doch einen Zahnarzt backen könnte...
Allerdings habe ich mal drüber nachgedacht...und bin mir gar nicht so sicher , ob man es wirklich an solchen Dingen festmachen kann? Ganz davon abgesehen, dass ich ein intuitives positives Gefühl (wie beim anderen Personen) noch nie beim ZA´s hatte.
Muss man denn nicht schon vorher Vertrauen haben? Kann der Arzt es denn schaffen ein Vertrauen aufzubauen? Hat er ja eigentlich keine Zeit für?
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flugmaus

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4

Donnerstag, 22. Januar 2009, 22:02

hallo agga, ich denke, die ersten sekunden sind schon ausschlag gebend. sympahie oder nicht.
bei meinem ersten besuch war ich vor der zahnärztin in der paraxis.selbst die arzthelferin hat mich super aufgenommen. als die zahnärztin kam, mich angsthase sah, ist sie gleich zu mir gekommen. sie gab mir die hand,sprach mit mir und meinte sofort, was ich nicht will, wird sie auch nicht tun.sie hat mich gleich mitgenommen und fing dabie an, von ihrem tag zu erzählen.es war so eine richtig vertraute umgebung, sie war nicht so, wie man sich vielleicht einen zahnarzt vorstellt. sie schaffte es sofort, mir vertrauen zu schenken. und nicht nur sie. all die anderen auch. denn ich finde,gerade die arzthelferinnen sind schon entscheidend.
und noch immer ist sie lieb und nett zu mir.manchmal denke ich, sie muss doch auch mal einen miesen tag haben.aber den habe ich bis jetzt weder bei ihr noch bei ihrem personal festgestellt.
Was du wirklich willst, das schaffst du auch!
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precious

unregistriert

5

Freitag, 23. Januar 2009, 00:11

Hallo Agga,

Zunächst muss ich dazu sagen ja mein Anspruch ist hoch :], wobei ich andererseits auch sagen muss, es sind auch viele Fähigkeiten darunter, die man von sämtlichen Arbeitnehmern in anderen Dienstleistungsunternehmen auch erwartet :],

Zum anderen ich muss mir den Arzt nicht backen- es gibt wirklich solche Ärzte, wie ich schrieb mein Doc passt eigentlich ins Raster- es kostet einen halt manchmal Zeit und Nerven aber wenn ich etwas wirklich will kann ich da auch hart dafür kämpfen ;)

Zum Vertrauen: Klar es gibt so eine Art Vorvertrauen im Sinne von Ich versuche mich ein zu lassen und dem Anderen eine Chance zu geben
sein Können zu zeigen. Aber ich bin schon eher der Typ der erst mal schaut, ein paar kleinere Behandlungen abwartet wenn es geht und ich glaub ich war nie der Typ der einen ZA. ansah und sofort absolutes Vertrauen hatte sondern eher so: scheint ganz okay, schauen wir mal wie er sich über einen längeren Zeitraum bewährt. Aber wenn das Vertrauen mal richtig da ist, dann in der Regel nachhaltig.

Natürlich kann der ZA. nicht mein Vertrauen aufbauen, das ist mein Prozess, und ich erwarte jetzt auch keine psycholgischen Smalltalkrunden, dafür hat keine Zeit und dafür ist er auch nicht da aber ich glaube einfach wie sagte durch eine vorallem sachlich gute Aufklärung und gute Begründung und Souveranität zeigt er mir dass er professionell und kompetent ist und das gibt mir wenn ich das als konstante Verhaltensweise erlebe das Gefühl dass ich vertrauen kann. Klar ist so eine Kriterienliste immer auch eine einengende Zuschreibung das lässt sich schwer ändern. :rolleyes:
Kein einfaches Thema und auch schwer zu formulieren :rolleyes:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »precious« (23. Januar 2009, 00:18)

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change_my_life

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6

Freitag, 23. Januar 2009, 02:21

erst mal danke für die Umfrage Agga

Hmm Precious...mein Anspruch an MEINEN ZA ist auch sehr hoch, Messlatte an Arbeitgebern hin oder her.....ich konnte die letzten Jahre nicht arbeiten, aufgrund meiner Zähne, Scham u.s.w.

Backen?? Nee den hab ich gefunden, einfach so!! Was ein Glückstreffer!!

Vertrauen...vom ersten Augenblick, mitten in der nacht beim Notdienst bei ihm......man war ich glücklich....so was liebes...am phone schon gesagt, ich hab angst, vielmehr mein Mann hat ihm gesagt, die steht hier und zittert wie doof...vor Angst....


Prozess, Angst abzubauen, dauert ewig, war ich auch der Meinung...nur bei diesem Menschen?.....von der ersten Minute an.....und das nach ca 13 Jahren....einfach wahnsinn....Vertrauen PUR...Angst?? von 100% auf ca 2%......hab ihn erlebt, und begebe mich in seine Hände, sowas hab ich echt noch nicht erlebt.

Wünsche euch allen so einen Glücksgriff
Wer Angst vorm Zahnarzt hat, sollte Mut zur Lücke haben
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precious

unregistriert

7

Freitag, 23. Januar 2009, 07:35

Hey change- my-life,

Das freut mich für Dich :] :knuddel:

Ansonsten ich hab mir grade nochmal überlegt, klar die menschlichen
Komponenten lesen sich erst mal sehr hoch. Aber in der praktischen Umsetzung sind sie oft relativ simpel. Manchmal ist es nur ein einziger freundlicher Satz, (wir alle kennen soche Sätze, die wahre Wunder wirken aber nicht Massen an Zeit verschlucken) vor oder mitten in der Behandlung die einem zeigen, der Andere kann sich auch in dem professionellen Kontext, wo er jemand nur kurz sieht einfühlen kann und signalisiert einfach, dass er alles ihm mögliche in der Situation tut, dass der Andere sich wohlfühlen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »precious« (23. Januar 2009, 07:37)

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poppea

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8

Freitag, 23. Januar 2009, 11:42

was mein vertrauen zu meinem zahnarzt gestärkt hat, ist eine eigentlich ziemlich heftige diskusion mit einer freundin gewesen. ich hatte das gefühl das ich nicht vertrauen könnte weil ich dachte man würde mir nicht vertrauen. aber das lag einzig und alleine an meinen schlechten erfahrungen die ich schon machen musste. ich habe dann ziemlich viel darüber nach gedacht und denke das ich diesem menschen voll und ganz vertrauen kann, denn auch mir wird da mit vertrauen entgegen getreten.

und als ich dann auch noch offen über diese gedanken dort reden konnte und man mir nichts krumm nahm, da war mir klar hier kann ich vertrauen.

alles medizinische lief da ohne hin immer super.
Wir haben gelernt wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt wie Menschen zu leben.
Martin Luther King
:frosch:
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Agga

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9

Freitag, 20. Februar 2009, 21:27

Also ich weiss nicht wie das gehen soll mit dem Vertrauen! I
ch kann es mir nicht vorstellen, dass es das gibt...und ich war schon bei wirklich vielen, glaube also nicht dass plötzlich der Richtige vor mir steht? Und wie sollte ich es dann auch Entscheiden, wenn es so wäre.

Bisher war ich auch: "Ich vertraue ihm nicht, gehe aber trotzdem hin", tja und jetzt geh ich nicht und frage mich wie dass mit dem Vertrauen sein soll...
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Fayol

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10

Freitag, 20. Februar 2009, 22:20

Hallo,

die Diskussion hier ist ja recht interessant. Weil für mich klar wird, dass jeder anders ist: Der eine fasst "auf den ersten Blick" Vertrauen, die andere geht vorsichtig ran und wartet ab, wie sich "die Beziehung" so entwickelt.

Ich bin eigentlich auch eher der vorsichtige, planende Typ, erst Internetrecherche und möglichst Empfehlungen von anderen, dann der erste Eindruck - Praxisatmosphäre, Helfer(innen), Wartezeit, technische Ausstattung,...- und danach habe ich abgewartet, ob der erste positive Eindruck bestätigt wird.

Mittlerweile habe ich aber eine recht gute stabile Beziehung zu der Praxis entwickelt. Und ich muss ehrlich sagen - wenn jetzt mal etwas daneben ginge, würde ich es meinem ZA und seinem Team höchstwahrscheinlich auch verzeihen. Denn ich finde, man sollte nicht vergessen, dass ich als Angstpatientin auch nicht so einfach zu behandeln bin und nicht immer Übermenschliches von den anderen erwarten kann.

Letztlich habe ich dann auch zu meinem ZA gesagt: "Also ich möchte nicht so gerne in Ihrer Haut stecken und mich behandeln müssen." Er meinte dann: "Das ist Berufsrisiko." und hat gelacht.

Grüße

Fayol
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precious

unregistriert

11

Freitag, 20. Februar 2009, 23:04

Hey Agga,

Könntest Du benennen, was es ist dass Dir das Vertrauen finden so erschwehrt? Bist Du immer in der gleichen Praxis gewesen oder hast Du öfters gewechselt? Manchmal fühlt sich dort wo man ist auch einfach nicht so gut aufgehoben, mir ist es auch schon passiert, dass ich mit zwar rational sagte es ist okay, aber zum Vertrauen ne Menge fehlte. Du musst das nicht öffentlich posten aber vtl. hilft es mal zu überlegen, was fällt so schwer und was könnte helfen, dass Du dich wohler fühlen könntest?

Der Satz von Fayol jeder ist anders trifft es wohl genau. :anbet:Es gibt keine Norm wann das Vertrauen anfängt und was normal ist!!!! Es gibt ne Menge User hier die schreiben, bei ihnen wäre das Vertrauen nach dem ersten Blick in den Mund dagewesen, aus meinen Thread z.B. und anderen ging das Gegenteil eines längeren Prozesses hervor. Aus meinen Empfinden finde es im Grunde nur wichtig, dass man sich selber die Zeit die es braucht einfach lässt, auch wenn sie manchmal unendlich lang erscheint. Und ich vermute ein klein Vertrauen ist bei Dir auch schon da, sonst würdest vermutlich Du den Weg zur Praxis garnicht finden?
Wie gesagt jeder hat sein Tempo und eigene Bedürfnisse und wenn es was gibt wobei der Doc helfen könnte? hilft es manchmal auch einfach zu sagen: "für mich wäre das oder das wichtig" (ich weiss es ist nicht einfach zu sagen), Zahnärzte sind aber oft ganz froh, wenn man konkret sagt, was man sich vorstellt, sie haben ja letzendlich auch das Problem, dass jeder Patient wieder mit anderen Bedürfnissen kommt. :]

@ Fayol: ich erlebe es auch so, dass ich wenn ich eine Praxis gut kenne und mich dort wohlfühle, auch kompromissbereiter bin, wenn mal was nicht so gut läuft. Aber dazu braucht es für mich die Vorerfahrung, dass oft auf mich eingegangen wurde und ich weiss ich bin grundsätzlich gut aufgehoben :]

So jetzt schließe ich das Wort zur späten Stunde ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »precious« (20. Februar 2009, 23:10)

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poppea

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12

Samstag, 21. Februar 2009, 01:27

Zitat

Original von Agga
Also ich weiss nicht wie das gehen soll mit dem Vertrauen! I
ch kann es mir nicht vorstellen, dass es das gibt...und ich war schon bei wirklich vielen, glaube also nicht dass plötzlich der Richtige vor mir steht? Und wie sollte ich es dann auch Entscheiden, wenn es so wäre.

Bisher war ich auch: "Ich vertraue ihm nicht, gehe aber trotzdem hin", tja und jetzt geh ich nicht und frage mich wie dass mit dem Vertrauen sein soll...


ich denke das die sache mit dem vertrauen etwas ist, was wachsen muss. ich habe ziemlich lange gebraucht um das selbst zu verstehen.
ich würde sogar sagen das es ein zusammen wachsen war. zuerst musste ich jemanden finden der so relativ sympatisch ist und dann musste ich etwas vorschießen an vertrauen denn mein za will ja auch seine fingerchen behalten:tongue:
na ja und dann kommt die phase der mehr oder minder guten erfahrungen und der weg schlechtere gemeinsam bewältigen zu können. wenn das klappt dann sieht es gut aus. gute erfahrungen wird esmehr und mehr geben weil man gemeinsam aus den schlechteren lernt und wenn das funktioniert dann ist es vertrauen und der za ist der richtige. genau wie meiner.
Wir haben gelernt wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt wie Menschen zu leben.
Martin Luther King
:frosch:
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poppea

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13

Samstag, 21. Februar 2009, 01:29

Zitat

Original von Agga
Also ich weiss nicht wie das gehen soll mit dem Vertrauen! I
ch kann es mir nicht vorstellen, dass es das gibt...und ich war schon bei wirklich vielen, glaube also nicht dass plötzlich der Richtige vor mir steht? Und wie sollte ich es dann auch Entscheiden, wenn es so wäre.

Bisher war ich auch: "Ich vertraue ihm nicht, gehe aber trotzdem hin", tja und jetzt geh ich nicht und frage mich wie dass mit dem Vertrauen sein soll...


ich denke das die sache mit dem vertrauen etwas ist, was wachsen muss. ich habe ziemlich lange gebraucht um das selbst zu verstehen.
ich würde sogar sagen das es ein zusammen wachsen war. zuerst musste ich jemanden finden der so relativ sympatisch ist und dann musste ich etwas vorschießen an vertrauen denn mein za will ja auch seine fingerchen behalten
na ja und dann kommt die phase der mehr oder minder guten erfahrungen und der weg schlechtere gemeinsam bewältigen zu können. wenn das klappt dann sieht es gut aus. gute erfahrungen wird esmehr und mehr geben weil man gemeinsam aus den schlechteren lernt und wenn das funktioniert dann ist es vertrauen und der za ist der richtige. genau wie meiner.
Wir haben gelernt wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt wie Menschen zu leben.
Martin Luther King
:frosch:
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Senna110

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Wohnort: Sittard, sued Limburg, Niederlande

14

Samstag, 21. Februar 2009, 09:19

Ich haben eine Frau Zahnartztin, also hab ich er als sie gesehen.

Sie sagt, was beste ist fur die Zahnen, und was beste kan gemacht worden.
Meine frau kommt auch bei Sie. Die helferin ist auf gut.

Kommt auch, dass ich eine krankheit haben, wichtig ist. Dass Sie es wissen, wie sie da mit umgehen muss. Ich haben reuma, aber die krankheit meine ich nicht, haben noch eine. Da bin ich 5 jahre zuruck hinter gekommen

LG Senna.
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Dee

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15

Samstag, 21. Februar 2009, 15:39

Hallo Agga,

"ich vertraue ihm nicht, gehe aber trotzdem hin", das hat lange Zeit auch auf mich zugetroffen. Bis ich es dann gar nicht mehr geschafft habe, hinzugehen. Denn dieses "nicht vertrauen, trotzdem hingehen, sich ausgeliefert fühlen, trotzdem durchhalten" hat mich wahnsinnig Kraft gekostet. Und irgendwann hatte ich diese Kraft nicht mehr.

Als dann immer mehr in meinem Mund bröckelte (nach 13 Jahren ohne Zahnarzt) bin ich doch wieder gegangen. Beim ersten Gespräch schien mir die Zahnärztin ganz o.k., ich habe mich auf eine Behandlung eingelassen.... und wurde enttäuscht. Habe den Zahnarzt gewechselt und sogar - auf meine eigene ganz vorsichtige Art - ein wenig Vertrauen gefasst.... und wurde enttäuscht.
Mit den größten Reparaturen war ich zwar durch, aber noch lange nicht fertig mit der Behandlung. Trotzdem habe ich eine Weile gebraucht, ehe ich wieder zu einem ZA konnte. Ich bin der Empfehlung einer Freundin gefolgt, und obwohl sie mich sehr gut und sehr lange kennt, bin ich mit ihrer ZÄ überhaupt nicht klar gekommen.

Drei unterschiedliche Zahnärzte und jedes Mal das Ergebnis: ich kann ihm bzw. ihr nicht vertrauen. Natürlich habe ich auch an mir gezweifelt. Mir fällt es nicht nur beim ZA schwer zu vertrauen, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen. Liegt wohl daran, dass mir in meinem Leben diejenigen, denen ich vertraut habe, am meisten wehgetan haben. Bloß, was fängt man mit dieser Selbsterkenntnis an?

Ich hab mir dann gedacht, ich will keinem ZA mehr vertrauen, ich suche einen, der mich kontrollieren lässt, was immer man als Patient kontrollieren kann ( und wirklich viel ist das ja nicht, egal wie gut im Vorfeld eine Behandlung erklärt wird; irgendwann kommt der Moment, in dem man den Mund aufmachen und den ZA machen lassen muss) :rolleyes: .

Meine jetzige Zahnärztin habe ich über das Internet gefunden, sie schildert auf ihrer Homepage, wie bei ihr die erste Behandlung abläuft, was ihr wichtig ist usw. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, bei ihr kann ich es noch mal versuchen.

Ja, und jetzt bin ich tatsächlich fast fertig :]

Was mir geholfen hat, bei ihr die Behandlung durchzuziehen?
Ganz viele verschiedene Sachen, die auch schon weiter oben genannt worden sind (gute Erklärungen, viel Zeit, nette ZA-Helferinnen, usw.), aber eines war für mich besonders wichtig: Als ich ziemlich zu Anfang erzählt habe, dass ich schon an mir selber zweifele, weil ich nirgends die Behandlung durchziehen konnte, hat sie mir gesagt „tun Sie das nicht, sich in Frage stellen ist gut, an sich zweifeln nicht“. Das fand ich genial: so verpeilt und frustriert, wie ich da saß, hat sie mir nicht erzählt, dass ich ihr vertrauen könnte, sondern mich ermutigt, mir selbst zu vertrauen.

Und das ist dann auch mein Weg geworden: mir und meinen Wahrnehmungen vertrauen, aber auch immer mal schauen, ob mir nicht alte Erlebnisse (sowohl beim Zahnarzt als auch in anderen Lebensbereichen) den Blick auf die gegenwärtige Situation versperren.
So 100%ig klappt das noch nicht, aber es geht immer besser.

Liebe Grüße
Dee
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Senna110

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Geschlecht: Männlich

Wohnort: Sittard, sued Limburg, Niederlande

16

Samstag, 21. Februar 2009, 15:47

Hast pn bekommen, Dee.

LG Senna.
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