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Lottchen

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1

Samstag, 3. November 2007, 14:21

Wie erkannt, dass Angst besiegt werden muss?

Ich hab mal eine Frage, die mich sehr interessiert.

Gab es bei euch ein "Schlüsselerlebnis", was zu diesem Aha-Effekt geführt hat, dass die Angst so nicht weitergehen kann?


Bei mir war es so, dass im Sommer 2006 ein Bericht von einem Mann im Fernsehen kam, der Jahrzehntelang nicht beim Zahnarzt war (aus Angst) und dadurch sein komplettes Gebiss verloren hat und dieses dann mit mehreren Operationen für viel viel Geld wieder hergestellt wurde.

Da saß ich nun vorm Fernseher, selbst schon 4 Jahre nicht beim ZA gewesen und dachte mir "Nein, so kannst du nicht enden." und bekam regelrecht Panik bei dem Gedanken.

Das war so mein Anfang, an dem ich mir meine Angst wirklich eingestanden habe und aktiv wurde (Zahnarztsuche, Internetrecherchen usw.).

Bis zum eigentlichen ersten Termin hat es zwar immernoch 1.5 Jahre gedauert, aber der Anfang war gemacht und ich habe wirklich ungelogen fast tagtäglich an Zahnarzt gedacht (und auch oft davon geträumt), so dass ich schlussendlich gar nicht mehr anders konnte, also endlich zu gehen. Meine Angst vor den Folgen wurde immer größer als die Angst vor der Behandlung.


Wie war das bei euch?


LG Lottchen
Mutmach-Signatur (Zahnarztabstinenz: 5,5 Jahre)

02.11.07 bis 26.02.08 - 5 Termine, 9 Füllungen - kariesfrei!!!

- seit November 2007 halbjährliche Kontrollen erfolgreich gemeistert -

--- HURRA --- am 21.6. alle vier WHZ erfolgreich entfernt!!!!
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Fledermaus

unregistriert

2

Samstag, 3. November 2007, 14:27

meine arbeitskollegin.... letztes jahr ist sie nach mehreren jahrzehten (seit 1988) zum zahnarzt wg wahnsinnigen wochenlangen zahnschmerzen....... es war kaum noch was zu retten; mittlerweile sind die behandlungen so gut wie abgeschlossen!

und vor ein paar wochen musste sich ein bekannter 6! zähne ziehen lassen....

da fing ich dann an zu überlegen! schon mindestens 10 jahre nicht beim zahnarzt - das ein oder andere löchlein hab ich schon entdeckt; von meinen backenzähnen möcht ich gar nicht erst reden... :(

aber im moment wird mir selbst noch schlecht, wenn ich nur dran denke einen zahnarzt zu kontaktieren............. ;(
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Fueldi

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Wohnort: Nordrhein-Westfalen

3

Samstag, 3. November 2007, 14:28

Mein Schlüsselerlebnis war, das mir ein Zahn ausgefallen ist (schäm) und so hab ich dann einen Za gesucht und das Ergebnis war der größte Schock für mich. Es hat dann aber immer noch ein halbes Jahr gedauert, bis ich es endlich gemacht habe.


Andrea
Indem wir vertrauen, lernen wir zu vertrauen!

FERTIG
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perdita

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Wohnort: Stuttgart

4

Samstag, 3. November 2007, 14:31

Hm, meine Abstinzenz hat so etwa sieben Jahre gedauert. Und ich dachte nicht im Traum dran, was daran zu ändern, bis mir eine fette Entzündung an einem Weisheitszahn eine dicke Backe einbrachte. Das Problem war, ich war damals Sängerin und musste am nächsten Tag auf die Bühne, aber so ging das natürlich nicht. Auftritt absagen war auch nicht drin, ich wollte meine Bandkollegen ja nicht um ihre Gage bringen (die wären stinksauer gewesen, zu Recht!). Das war der Punkt, wo mir klar wurde, dass diese Vermeidungsstrategie so nicht weitergehen konnte.

In dieser Situation kam wie vom Himmel geschickt eine Freundin vorbei, die eine ganz tolle Zahnärztin kannte. Die hat mich umgehend dahingeschleift - so schnell, dass mir gar keine Ausrede mehr einfiel - und ich bin ihr heute noch dankbar dafür. :anbet: :anbet:
So kam ich zum ersten Mal im Leben an eine Zahnärztin, von der es keinerlei Vorwürfe gab, und wo ich nach dem ersten Termin - obwohl der auch nicht ganz schmerzfrei verlief, was aber an der Entzündung lag - wusste, bei ihr kann ich alles schaffen. War dann auch so.

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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JeyBi

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Wohnort: Niedersachsen

5

Samstag, 3. November 2007, 14:50

Tja, ich gehöre ja zu den Leuchtchen, die ja eine ganze Dekade (insgesamt über 16 Jahre) den Zahnärzten fernblieben. Wie das so ist, solange es im Frontbereich nicht zu sehen war, kümmte mich mein Hinterer Backenbereich (meine Zähne, nicht mein Popo) nicht die Bohne, einfach viel zu viel Angst und Panik. Also die 90iger kamen und gingen, das neue Jahrtausend brach an und langsam fings dann bei mir auch im Front-Bereich an. Anfang des Jahres 2006 bröckelte dann die Hinterwand vom 2.1 weg (erster, linker Schneidezahn). Joo, das wars. Ich war mir die ganze Zeit bewußt, irgendwann gehts nimmer und dann mußte hin. Konnte mit allem leben, mit Schmerzen, mit kariösen Zähnen, aber kompletter Verlust und somit eine Lücke im Frontbereich? Njet, ohne mich. Da war selbst meine Schmerzgrenze erreicht. Meine Schneidezahn war zwar noch da, aber wie lange noch. Also ab Januar '06 intensiver mit dem Thema "Zahnarzt im Allgemeinen wie im Besonderen" befaßt. Ostern 2006 war die Hinterwand meines Haupt-Problemchens dann vollständig verloren und zu allem Überfluß schlug ich mir unbewußt den UK gegen den OK und somit bekam der 2.1 auch noch einen Querriss. Supi, Zahn war noch da, aber alles eine Frage von Zeit, estrem schocking!!! Also ich mich hier im Forum angemeldet und weitere 4 Monate mit Hilfe der Forums-Teilnehmer/inen und mit Selbst-Therapie endlich geschafft meine Phobie in den Griff zu bekommen, den Doc aufzusuchen und es mit ihm zusammen alles wieder in Ordnung zu bringen.
Liebe Grüße von Jey

Der Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit ist die Tat.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JeyBi« (3. November 2007, 14:52)

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ManGo

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Wohnort: im richtigen Bayern

6

Samstag, 3. November 2007, 16:54

wenn ich die Antworten bisher so lese, stell ich fest. Für jeden von uns gibt es einfach diesen Punkt, den ich für mich:

volle Pulle in die Sackgasse, und alle Wände stürzen über Einen (=uns :knuddel:) herein

nenne! ?(

Diesen Punkt kennen wir wohl Alle erst ab dem Punkt, wo er einfach da war 8o, unaufschiebbar :rolleyes: Plötzlich funktionieren sämtliche Verdrängungstaktiken nicht mehr :rolleyes:

Ab da wird es aber sehr unterschiedlich, was "Unser" Verhalten angeht. Von zögernder Annäherung an das Them bis zur radikalen Umkehr 8)!

Jeder muß SEINEN Weg gehen. Wir sollten versuchen, ihn zu akzeptieren, und zu unterstützen!

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de


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"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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Elena

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Sachsen

7

Samstag, 3. November 2007, 20:07

RE: Wie erkannt, dass Angst besiegt werden muss?

Ich hab auch diesen Bericht im Sommer 06 gesehen und dachte so soll es nicht enden. Ich habe aber mehrere Schlüsselerlebnisse , einmal sagte eine Kollegin zu mir als ich herzhaft lachte (und vergaß Hand davor zu halten) na du mußt aber auch mal zum Zahnarzt. Und ein Foto mit meiner Enkelin wo man die hinteren Zahnlücken sieht , ich war entsetzt.. Habe mir vorgenommen wenn meine Sanierung abgeschlossen ist dieses Foto zu wiederholen um den Verlgeich zu haben, vieleicht schenk ich diese 2 Bilder dem Zahnarzt, hihi wie Vorher Nachher Show.



Liebe Grüsse Elena
31.03.07 Kontakt per Mail
23.04.07 erster Termin nach 21 Jahren
3 weitere Termine und am
04.06.07 8 Zähne gezogen
11 weitere Temine überstanden
-endlich 13.November- fertig
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incredible5

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Oberfranken

8

Samstag, 3. November 2007, 21:09

.... sorry, Leute.... bei mir war das mehr ein lapidarer Grund... bin in der Firma gemobbt worden und dachte, jetzt ist eh schon alles egal, sollen sie mich halt rausschmeißen bzw. wenigstens bin ich krankgeschrieben, wenn ich beim Zahnarzt war.... :rolleyes:

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(hab dann übrigens nur 2x für je 2-3 Stunden einen Zettel vom Doc gekriegt für die Arbeit.... Ziel verfehlt?? nöööööööööö......)[/SIZE]
Disarm you with a smile. Smashing Pumpkins



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