Montag, 21. Mai 2012, 17:45 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

dijay

unregistriert

21

Freitag, 10. November 2006, 19:43

Hi,

ich habe die letzten Beiträge hier erst jetzt gelesen und gebe einfach mal noch meinen Senf dazu.

Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass ich hier im Forum erzählen durfte, was die Ursachen meiner Angst sind und da auch sehr nette und hilfreiche Reaktionen darauf kamen.

Ich hatte zu Anfang meiner Auseinandersetzung mit meiner Angst keine wirkliche Ahnung, warum ich eigentlich Angst hatte. Ich war erstmal nur froh, dass ich es überhaupt schaffte, wieder zum Zahnarzt zu gehen.

Bei mir passierte dann aber etwas ganz komisches, oder vielleicht sogar etwas verständliches. Ich bekam nämlich immer mehr eine Ahnung davon, was bei mir der bzw. die Auslöser der ganzen Geschichte waren.
Ich hatte plötzlich Erinnerungen an Dinge, die ich jahrelange erfolgreich verdrängt hatte. Mein Unterbewusstsein hat mir sozusagen die Erlaubnis gegeben, dass ich mich jetzt mit dem auseinandersetze, wofür mir so lange die Kraft fehlte. Das musste bei mir einfach mal raus und ich hatte zu dem Zeitpunkt nur das Forum als Anlaufstelle. Das war meine Art mich der Vergangenheit zu stellen und mir Platz zu schaffen für positive neue Erfahrungen, weil ich die alten erstmal loswerden konnte.

Liebe Grüße
Doro

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dijay« (10. November 2006, 20:39)

  • Zum Seitenanfang

Leguankonterfei

unregistriert

22

Montag, 13. November 2006, 12:13

HuHu,

bei mir war das ähnlich: In ganz frühen Zeiten, wo ich vor Angst vor dem Zahnarzt fast gestorben bin, war mir gar nicht bewußt, wieso ich so panisch war. Aber seit dem ich mich an das Erlebnis als Kind erinnere und somit den Grund meiner (Über)- Reaktion kenne, kann ich mich mit meiner Panik besser verstehen und auch mit meinem Zahnarzt darüber reden. Dazu kommt, dass ich seit etlichen Jahren wieder regelmäßig hingehe und dadurch, dass die Behandlungen entweder schmerzlos oder nur wenig schmerzhaft waren, auch so eine Art Desensibilisierungstherapie gemacht habe, so nach dem Motto: Sogar der Schisser Leguankonterfei geht zum Zahnarzt, legt sich in den Stuhl und läßt die Behandlung machen, ohne all zu sehr zu zetern oder zu zicken, grimassieren oder grunzen muss ich schon, aber der Zahnarzt kennt das ja. Bis dahin war es aber ein langer Weg, im Nachhinein gesehen für mich der richtige, aber wie einige meiner Vorredner schon erwähnten, sieht das ja in Punkto Panik bei jedem anders aus.

Viele Grüße,
Leguankonterfei
  • Zum Seitenanfang

phoenixx61

unregistriert

23

Mittwoch, 11. Juli 2007, 16:13

RE: Hattet Ihr ähnlich prägende Schlüsselerlebnisse beim ZA?

Also bei mir bohrte der Zahnarzt im Alter von 12 nur ein Mal. Auch nachdem der Schmerz dann weg war - weil in den 70ern auch im Westen oft nur ohne Betäubung gebohrt wurde bin ich da noch Jahrelang hingegangen. Dann zog ich um in einen anderen Stadtteil. Und damit kam dann auch die Phobie.

Mein damals "neuer" ZA war lieb und nett und ich ahnungslos. Mit 25 (nachdem bislang alles okay gewesen war, selbst einen anderen Zahn hat er mir ohne Probleme gezogen) ging ich mit starken Schmerzen dorthin. Er erklärte mir, das sich unter der Wurzel eine Zyste gebildet hätte und der Zahn nun raus musste. An diesem Punkt wäre ich besser gegangen!

Aber ich Trottel hab zugestimmt und er begann seine Arbeit.

Betäubungsspritze gesetzt und zur Sicherheit noch eine zweite. Alles soweit ganz gut. Als es aber ans Ziehen ging fing der wahnsinnige Schmerz an. Die Betäubung wirkte nicht. Also er noch einmal kopfschüttelnd eine dritte aufgezogen und gesetzt. Nachdem auch die nicht wirkte murmelte er etwas von wegen "dann eben so" und zog mir den Zahn mit wahnsinnigen Schmerzen für mich raus.

Als er fertig war und ich meine Beine aus dem Stuhl schwang.... landete ich auf dem Boden, mir wurde total schlecht und dann wurde es mir schwarz vor Augen und bin irgendwie in einem Krankenhaus wieder aufgewacht!

Dort erzählte mir ein Arzt, ich wäre als Notfall mit dem Krankenwagen eingeliefert worden. Blutdruckabfall ins Bodenlose und ein Intensivbett wäre schon vorbereitet für den Fall das ich nicht aufwachen würde. :(

Seither habe ich es strikt unterlassen auch nur einen Zahnarztstuhl anzuschauen. zwar stellten sich immer wieder mal Schmerzen ein - aber wozu gibts Apotheken? Nur einmal - als es besonders schlimm war ging ich zu einem solchen Pferdedoktor, der mir was verschreiben sollte. Hat er auch - aber mit dem Kommentar, daß er doch soooo tolle Zahnprothesen hätte und ich mir ja alle Zähne sofort ziehen lassen könnte. Ich packte das Rezept und nahm meine Beine sowas von schnell in die Hand!!!!!

:(

Das Ergebnis dieser Angst ist jedoch - nun müssen wohl wirklich fast alle Ruinen raus - aber ich bin hier gelandet und hab schon tolle Tips von Euch bekommen! Also - Angst besiegen und weg mit dem Müll! :)
  • Zum Seitenanfang

dreijahre

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 209

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: *

24

Freitag, 10. August 2007, 14:22

oje... böse geschichten sind wohl schon vielen passiert?!

ich bin als kind immer völlig sorglos zum zahnarzt gegangen. mit dem putzen hab ich das nicht so ernst genommen und meine eltern veralbert. der hat auch manchmal gebohrt aber das tat nie weh und ich war regelmäßig da. bis mir einmal ein stück zahn abbrach und ich zu der vertretung meines eigentlichen zahnarztes musste...

die hat mich angemeckert und beschimpft, schon fast beleidigt, wie man mit seinen zähnen so umgehen könnte, was ich für schlechte zähne hätte und und und... die wollte den zahn schon ziehen, da war ich vielleicht 13 oder so. seit dem hab ich dort eine riesige amalgamplombe. alle anderen füllungen die ich hatte waren aus kunststoff und die haut mir dieses monster da rein. außerdem waren es wahnsinnige schmerzen bei der behandlung.

danach war ich jahrelang gar nicht beim zahnarzt und habe mich dann wieder einem zahnarzt genähert und alles machen lassen. dann bin ich umgezogen und es ging von vorn los! neuer zahnarzt und wieder so ein exemplar erwischt der mir nur angst gemacht hat. klar, er hatte recht: die weisheitszähne liegen blöde und müssen raus. und sonst sind auch einige zähne verfärbt. drei jahre nach diesem horrorbesuch war ich wieder beim zahnarzt und siehe da: die verfärbten zähne sind kein grund zum bohren, die schmerzen kommen angeblich von den empfindlichen zahnhälsen (und die vom zähneknirschen) udn die weisheitszähne.. nun ja, die müssten wirklich raus. und ein paar kleine sachen zum bohren waren schon aber die waren sicher vor drei jahren noch nicht so ausgeprägt!!!
  • Zum Seitenanfang

kiwi1980

unregistriert

25

Freitag, 10. August 2007, 15:19

Hm... prägende Erlebnisse...

Au ja, da kann ich als gestandenes "Ostkind" ein Lied von singen... :rolleyes:

Erst letztes Wochenende erzählte ich Joky, wie bei mir damals als die Fehlstellung meines Echzahnes in OK "behandelt" wurde. Glaubt einem keiner, aber die damalige Kieferorthopädin hat den Zahn einfach gelockert und mir einen Holzspatel (ähnlich dem, den die Ärzte benutzen, um in den Mund zu schauen) in die Hand gedrückt und dann musste ich 4 Stunden am Tag mit dem Holzspatel den Zahn nach vorn drücken!!! ?( Ich war gerade 7 oder 8 Jahre alt... Die gute Frau war damals der Meinung, wegen einem Zahn macht sie keine Spange... 8o Tja... und was soll ich sagen? Die Fehlstellung habe ich noch heute und wird nun Ende des Jahres mit Hilfe von Kronen ausgeglichen, soweit dies machbar ist, da ja auch der Gegenzahn im UK verschoben ist! X(

Und dann noch eine kleine Geschichte von Schulzahnarzt: Diese ZÄ hat beim bohren mit ihrer Helferin gequatscht und gelacht und ist dann mit dem Bohrer abgeruscht und hat mir in die Zunge gebohrt! Das tat natürlich weh und der Schreck in dem Moment ließ mich dann herzhaft zubeißen... auf ihre Finger!!! Nachdem sie fertig war mit Anschreien musste ich dann den Stuhl mit dem halb gebohrten Loch verlassen und musste mit meiner Mom am Nachmittag dann zu einer "normalen" Kinderzahnärztin...

Hach ja... die guten alten Zeiten... :rolleyes:
  • Zum Seitenanfang

RonjaRäubertochter

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 2 183

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

26

Freitag, 10. August 2007, 15:21

oh ich möchte es so machen wie Mondgucker, zumal ich lange Zeit nicht wußte, wo meine Zahnarzt-Angst beginnt.

Ich denke ich mir, jetzt weiß ich es, durch eine Wiederholung der Behandlung kam die Erinnerung wieder, also das gleiche Schlüsselerlebnis wieder, und es hat mich beruhigt, dass es wirklich die Behandlung selbst war, und nicht menschliches Fehlverhalten. Zähne, die man nicht betäuben kann, aus welchen Gründen auch immer, ich denke die sind nicht medizinisch zu erklären.

Aber wißt ihr was? Eigentlich isses doch wurst. Es ist doch wurst, wie die Angst kam. Fakt ist, dass sie da ist und wir sollten unsere Energie in die Überwindung oder Bekämpfung unserer Angst investieren.
Ich überlege gerade, ob ich einen Thread starten soll:
Mein schönster Zahnarzt-Termin. Was meint ihr? :D
Das Leben ist wie ne Schachtel Pralinen, von allem etwas, drei Viertel mag man nicht...und man weiß nie, wo der Schnaps drin ist.
  • Zum Seitenanfang

perdita

Team Moderator

Beiträge: 20 422

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

27

Freitag, 10. August 2007, 15:23

Oh, da würde ich aber enorm ins Schleudern kommen! :tongue:

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
  • Zum Seitenanfang

RonjaRäubertochter

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 2 183

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

28

Freitag, 10. August 2007, 15:24

jetzt will ichs aber wissen :tongue:
Das Leben ist wie ne Schachtel Pralinen, von allem etwas, drei Viertel mag man nicht...und man weiß nie, wo der Schnaps drin ist.
  • Zum Seitenanfang

perdita

Team Moderator

Beiträge: 20 422

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

29

Freitag, 10. August 2007, 15:26


www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
  • Zum Seitenanfang