Ja, das Schlimmste war, dass es da keine Betäubungen gab - außer natürlich beim Ziehen - also war man bestrebt, die Zähne so lange vergammeln zu lassen, bis sie wirklich raus mussten, da hat man wenigstens 'ne Spritze gekriegt. - Kein Scherz!
Ich kann mir im Nachhinein auch vorstellen, warum die so ungeduldig mit ihren Patienten waren. Es muss denen ja auch unheimlich an die Nerven gegangen sein, den Leuten ständig weh tun zu müssen. Daher sicher auch immer die Vorwürfe und das Gemecker, warum man nicht eher gekommen ist.
Ja, Gottlob, als ich dann in den Westen kam, hab ich mich ernsthaft gefragt, ob man hier so eine ZA-Angst entwickeln kann - alles war plötzlich so einfach im Vergleich zum Osten, aber alles ist eben auch relativ. Und ich weiß aus diesem Forum, dass es selbst hierzulande früher nicht immer und überall Betäubung auf Wunsch gab. Die meisten unserer Betroffenen haben ihr Trauma ja aus der Kindheit, und da war es wohl hüben wie drüben ziemlich ähnlich.
Ich fürchte, jetzt sind wir aber arg vom Thema abgeschweift...