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binchen

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1

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 15:10

Viele ZA-Termine – wie habt ihr’s eurem Arbeitgeber beigebracht? (sorry, lang)

Beitrag aus "ZA-Angst" hierher verschoben von jop

Hallo zusammen,

erst mal danke für dieses Forum! Klasse, dass es euch gibt :knuddel:, ich wäre bis vor ein paar Wochen ehrlich gesagt nicht darauf gekommen, nach so einem Forum überhaupt zu suchen (dachte nicht, dass es sooo vielen ähnlich geht wie mir...) - weshalb ich dann erst nach :D meinem ersten ZA-Besuch nach XX Jahren (leider schon zweistellig, genau weiß ich’s nicht mal) auf euch gestoßen bin...
Den größten Bammel (v. a. Scham) habe ich zwar schon halbwegs überwunden. Scham/Angst wäre auch nicht nötig gewesen (nachher ist man eben immer schlauer...), da zwischen meinem neuen ZA und der früheren ZÄ (hat mich wegen jedem Kariesloch zusammengeschissen, beim Bohren gar nicht betäubt, beim Ziehen von 4 gesunden Zähnen [wegen Zahnspange] nicht richtig betäubt, usw. ;() nach meinem bisherigen Eindruck Welten liegen :]. Meine Behandlung hat also schon begonnen, und ich will sie unbedingt durchziehen, auch wenn mir vor dem Ziehen weiterer „Ruinen“ (und den folgenden „Bauarbeiten“) weiterhin die Knie schlottern, obwohl ich jetzt weiß, dass es auch schmerzfrei geht... Naja, ich denke, das kann ich in den Griff bekommen :P, sobald ich auf dem Stuhl liege und die Spritzen bekommen habe, füge ich mich in mein Schicksal (was schon zweimal geklappt hat, wird wieder klappen hoffe ich mal ;-)) und lasse (obwohl ich auf die Geräusche wohl nie stehen werde :rolleyes:) den ZA seine Arbeit machen. Und falls ich doch mal wieder Riesenbammel bekommen sollte oder, was ich nicht hoffe, mal schlechte Erfahrungen mit dem neuen ZA mache, werde ich euch um ein paar „Mutkekse“ bitten :anbet: So weit, so gut...

Jetzt kommen bei mir allerdings ganz andere, neue Ängste bzw. Befürchtungen auf...
Mein ZA hat durchblicken lassen, dass sich das Ganze über ca. 6 Monate hinziehen könnte. Erst mal müssen 5 „Ruinen“ (davon 4 im hinteren UK-Breich, darunter auch 1 WZ-Rest) dringend raus, dann erst kann die weitere Planung beginnen. Was außer Zahnersatz für die Lücken noch so gemacht werden muss, hat er noch gar nicht genau gesagt (wollte mich wohl nicht direkt wieder verjagen). Geschweige denn, dass ich wie manche hier schon einen Terminplan bis ins nächste Jahr bekommen hätte. Bei meinem ZA geht das immer nur Step-by-Step, was mir im Prinzip auch Recht ist.
Ich hatte bisher erst 3 Termine innerhalb gut zwei Wochen. Jedes Mal wenn ich einen Termin habe, muss ich mich überwinden, meinem Vorgesetzten, der das schließlich genehmigen muss, zu sagen, dass ich an Tag X um soundsoviel Uhr wegen Arzttermin gehen muss. Beim 3. Termin ließ die Begeisterung ;-) auf Seiten des Vorgesetzten schon erheblich nach. Muss dazu sagen, dass ich nicht etwa erwarte, bezahlte „Freistunden“ (quasi ohne Abzug vom Zeitkonto) für meine ZA-Besuche zu bekommen, sondern das gerne mittels Überstundenausgleich (mache meistens genügend, auszahlen lassen lohnt eh nicht) und ggf. auch durch einzelne Urlaubstage ausgleichen will, das ist mir die Sache wert.
Leider ist es aber hier so, dass Arztbesuche in der „Freizeit“ (in meinem Fall dann mo-do vor 7:30 oder nach 17:00 [wobei ja jeweils die Anfahrtszeit dazu zu rechnen ist], fr nach 14:00, oder eben im Urlaub) stattfinden sollen. Also zu Zeiten, an denen die meisten (nicht nur ZA) Ärzte doch gar keine Termine (zumindest für GKV-Versicherte wie mich) anbieten. Die meisten meiner Kollegen scheinen das trotzdem (Termine an Urlaubstagen oder nach Feierabend) hinzubekommen, denn es geht praktisch nie jemand früher oder kommt später wegen Arzttermin. Meine sonstigen (wenigen) Arzttermine kann ich damit ja auch einigermaßen vereinbaren. Bloß: Eine Behandlung wie die jetzt bei mir erforderliche lässt sich eben nicht in ein paar Urlaubswochen zusammenlegen, und selbst Termine um 7:00 nutzen mir auch nicht viel, wenn ich danach ein paar Stunden nicht richtig sprechen kann...
Nun habe ich hier gelesen, dass manche von euch sogar bis zu 30 Termine in ein paar Monaten wahrgenommen haben, also durchschnittlich mehr als einen pro Woche!
Deshalb jetzt meine Frage: Wie habt ihr das eurem Arbeitgeber/Vorgesetzten beigebracht?
Weiß jemand von euch, ob man das Recht hat, Urlaubstage und Überstunden für (möglicherweise zahlreiche) Arzttermine zu nehmen, oder ob es da irgendwelche Beschränkungen gibt (wie viele Tage pro Monat?) Es geht mir wie gesagt nicht um bezahlte Freistellung, sondern um unbezahlte, wozu ich im Netz leider nur Links bzgl. Krankenpflege eigener Kinder finde, was meine Problematik nicht ganz trifft...
Ich bekomme langsam Angst, dass mir die ganze Geschichte jobtechnisch noch einen Riesenärger einhandelt, zumal hier die Jobs nicht auf der Straße liegen und ich nichts riskieren kann. ;(
Wie habt ihr das geregelt?

Ich weiß, dass es keine "richtige" ZA-Angst-Frage ist, aber ich denke mir, dass unter euch doch einige sind, die sich auf dem Gebiet auskennen bzw. Erfahrung haben und mir evtl. Tipps geben können?!
Vielen Dank schon mal vorab für eure Antworten und dass ihr euch bis hierher :zettel: durchgelesen habt. :anbet:

Euer ratloses Binchen
(auf dem Weg von der ZA-Angst zur Job-Angst oder so ähnlich)
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Charlie

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Wohnort: Nordrhein-Westfalen

2

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 16:04

RE: Viele ZA-Termine – wie habt ihr’s eurem Arbeitgeber beigebracht? (sorry, lang)

Hallo Binchen,
also ich habe als dieses Jahr wieder der Ritt losging meinem Arbeitgeber geschildert, was so an Behandlungen kommt und ihm angeboten mir dafür entsprechend Urlaubstage abzuziehen :anbet:
Er wußte was auf ihn zukommt und konnte so planen und fühlte sich auch nicht dadurch beschwert..... :P :P
Zum Glück kann ich die langfristigen Termine nach Feierabend legen... aber was ist schon langfristig.....
ich denke am Besten ist man sucht das Gespräch statt ständig mal einen Termin einzuschieben... ist zwar doof..... aber hat sich bei mir ganz gut bewährt.
Viel Glück und liebe Grüße
Charlie
Schenkt Dir das Leben eine Zitrone, mache Limonade daraus :]:]
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Wiesodasdenn

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3

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 16:16

Hallo Binchen !

Erst einmal herzlich Willkommen. ;)

Grundsätzlich kann Dir der Arbeitgeber die Arztbesuche nicht verwehren. Erst recht nicht, wenn die Stunden wieder ausgeglichen werden, egal in welcher Form. Er ist sogar verpflichtet alles zu tun, damit Deine Arbeitskraft nicht zu Schaden kommt.
Noch dazu gibt es im Betriebsverfassungsgesetz einen Passus, der die Arbeitnehmer dazu anhält sich so zu verhalten, daß er sich nicht wissentlich gesundheitlich schädigt.

Wie Charlie schon gesagt hat, ist der erste Schritt Deinem Vorgesetzen zu erklären was auf Dich zukommt und daß Du versuchen wirst, das möglichst so zu regeln, daß der Betriebsablauf nicht gestört wird. Evtl. solltest du auch nochmal mit Deinem ZA reden, damit er Dir wenigstens einige Termine zur Vorplanung mitgeben kann. Wenn Du ihm die Gründe schilderst wird er das bestimmt auch tun. Auch die ZA wissen um die Probleme auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Wenn Dein Chef damit ein Problem hat, dann war er entweder schon lange nicht mehr beim ZA (dann hat er vielleicht ein Problem und gehört hierher gelotst :D), oder die Firma sucht generell danach, Mitarbeitern das Leben schwer zu machen um sie sozialverträglich los zu werden.

Geh einfach mal davon aus, daß letzteres nicht der Fall ist und sprich mit Deinem Chef.

Bei allen anderen Themen rund um den ZA bist Du hier gut aufgehoben und kannst Dir jederzeit Mut und Rat holen.

Viel Erfolg !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wiesodasdenn« (6. Dezember 2006, 16:31)

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binchen

unregistriert

4

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 16:51

Danke!

Hallo Charlie,

erst mal danke für die prompte Antwort!
ich wusste hier "werde ich geholfen" ;)
Ich denke mir auch, jetzt muss ich meinem Vorgesetzten ankündigen, dass es sich noch länger hinziehen wird, und am besten direkt sagen, dass ich das natürlich per Überstunden "abfeiern" (schöne Feier ;() und Urlaubstage regeln will! Du hast Recht, das ist besser als jedes Mal von neuem betteln. Wenigstens wüsste mein Vorgesetzter dann schon mal Bescheid, dass ich mich in einer längeren Behandlung befinde. Wobei ich wie gesagt die genauen Termine noch nicht kenne und wohl laut ZA auch nicht langfristig genannt bekomme. Ich kann bei meinem ZA zwar spätnachmittags (bis 17 Uhr) Termine bekommen, aber wie gesagt ist das bei meinem Arbeitgeber noch kein "Feierabend". Ich habe auch 40 min Anfahrt zu meinem ZA.
Werde meinen ZA auch nächstes Mal fragen, wie viel Termine es voraussichtlich so ungefähr (eher 15 oder 50 8o?) werden. Jedenfalls habe ich keine Lust, mir deswegen einen neuen ZA (in direkter Nähe meines Arbeitsplatzes, oder mit "besseren" Sprechstunden, falls es das gibt) zu suchen, jetzt, wo ich einen ZA gefunden habe, der mich so nimmt wie ich bin und einfach ganz normal seinen Job macht und zwar ohne mir weh zu tun...
Es ist hier auch nicht einfach, als Kassenpatient überhaupt neu angenommen zu werden, insofern hatte ich schon Glück.
Mein Abteilungsleiter wird zwar sicher erst mal ein langes Gesicht X( ziehen. Ich kenne schließlich auch seine Bemerkungen, wenn ein Kollege mal *einen* Tag krank ist (vielleicht auch für ZA-Termin und will nur nicht darüber sprechen?!) Wir haben hier einen extrem niedrigen Krankenstand, habe selbst bisher kaum krank "gefeiert" (vielleicht 10 Tage in 8 Jahren), also ist man das von Arbeitgeberseite nicht gewöhnt. Dafür kommt's jetzt umso dicker ;(- naja, da muss ich wohl durch. Zum Glück habe ich jetzt schon dank coolem ZA der mich nicht mal ausgeschimpft hat und der neuen Erfahrung "schmerzfreie Behandlung" schon viel weniger Probleme, das Thema Zahnbehandlung zu erwähnen (ging vor ein paar Wochen noch gar nicht, der Stein ist fast durch Zufall ins Rollen gekommen, wäre aber eine eigene Geschichte).
Also, drückt mir die Daumen, dass ich nicht direkt einen Anpfiff/Abmahnung bekomme...

Interessiere mich natürlich auch für weitere Erfahrungsberichte zum Thema "Wie organisiere ich als Vollzeitbeschäftigte/r Dutzende (?) ZA-Besuche in ein paar Monaten", bzw. falls jemand Links/Infos hat, wie die rechtliche Lage aussieht, wäre ich euch sehr dankbar dafür.
Habe echt keine Lust, nachdem ich jetzt an meiner ZA-Angst fleißig arbeite (eigentlich ist es nur noch eine gewisse "ZBA" :rolleyes: Zahnbehandlungsangst, da ich außer Ziehen und Bohren [damals ohne Spritze ;(] die weiteren Behandlungsarten noch gar nicht kenne, vor dem ZA selbst habe ich keine Angst mehr...), Existenzangst aufzubauen...

LG
Binchen
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Charlie

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Wohnort: Nordrhein-Westfalen

5

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 16:59

RE: Danke!

Hallo Binchen,
tja da versucht man das eine Problem zu lösen und schon türmen sich andere auf... das ist nicht wirklich schön.... als wenn man nicht schon genug zu kämpfen hätte... aber der Kampf lohnt sich !!!
Der Arbeitgeber zieht dann halt mal ein langes Gesicht - da strengt man sich dann doppelt an... :tongue: :tongue: ... und dann kommt das auch wieder ins Reine !!!!
Überstunden und Urlaubstage sind nicht wirklich die schönste Lösung - aber sie erleichtern das Gewissen... und ich habe es den lieben Kollegen dann auch mal gegenüber erwähnt.... als die "Teilzeit-Kräfte" anfingen während der Arbeitszeit zum Doc zu gehen statt nachmittags.... weil da entstehen dann auch intern schon mal schiefe Ansichten !!!
Wie heißt es so schön - lieber mal drüber reden...
Liebe Grüße
Charlie
Schenkt Dir das Leben eine Zitrone, mache Limonade daraus :]:]
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binchen

unregistriert

6

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 17:11

Danke dir auch!

Hallo wiesodasdenn,

danke auch dir für deine ausführliche Antwort!

Zitat

Original von Wiesodasdenn
Grundsätzlich kann Dir der Arbeitgeber die Arztbesuche nicht verwehren. Erst recht nicht, wenn die Stunden wieder ausgeglichen werden, egal in welcher Form. Er ist sogar verpflichtet alles zu tun, damit Deine Arbeitskraft nicht zu Schaden kommt.

Das beruhigt mich schon mal!

Zitat

Original von Wiesodasdenn
Noch dazu gibt es im Betriebsverfassungsgesetz einen Passus, der die Arbeitnehmer dazu anhält sich so zu verhalten, daß er sich nicht wissentlich gesundheitlich schädigt.

Hoffentlich kann man mir dann von Arbeitgeberseite nicht vorwerfen, dass ich es überhaupt so weit habe kommen lassen, dass jetzt eine längere Behandlung ansteht? Naja, will mal nicht zu schwarz malen...

Zitat

Original von Wiesodasdenn
Wie Charlie schon gesagt hat, ist der erste Schritt Deinem Vorgesetzen zu erklären was auf Dich zukommt und daß Du versuchen wirst, das möglichst so zu regeln, daß der Betriebsablauf nicht gestört wird. Evtl. solltest du auch nochmal mit Deinem ZA reden, damit er Dir wenigstens einige Termine zur Vorplanung mitgeben kann. Wenn Du ihm die Gründe schilderst wird er das bestimmt auch tun. Auch die ZA wissen um die Probleme auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Werde ich beides machen. Der ZA wollte mich wohl nicht überfordern (hat ja schließlich gemerkt, dass ich ein Problempatient bin) und erst mal sicherstellen, dass ich die Behandlung überhaupt begonnen habe. Außerdem muss er wohl auch erst sehen, wie sich alles entwickelt (Wundheilung usw.)
Ich werde auf jeden Fall mal die "Größenordnung" (ca. Anzahl der Termine) versuchen zu klären, die ca.-Gesamtdauer hat er ja schon angedeutet.

Zitat

Original von Wiesodasdenn
Wenn Dein Chef damit ein Problem hat, dann war er entweder schon lange nicht mehr beim ZA (dann hat er vielleicht ein Problem und gehört hierher gelotst :D),

:tongue:

Zitat

Original von Wiesodasdennoder die Firma sucht generell danach, Mitarbeitern das Leben schwer zu machen um sie sozialverträglich los zu werden.

Ja, das ist hier (wie in wohl vielen Firmen heutzutage) schon geschehen, bei einem chronisch Kranken und einer Mitarbeiterin, deren Kinder häufig krank waren. Natürlich wurde keiner der Betroffenen offiziell wegen Krankheit gekündigt, aber es war ein ziemlich offenes Geheimnis, dass das häufige Fehlen der Hauptgrund war. Daher auch meine Bedenken.
Okay, ich will mich mal nicht verrückt machen. Schließlich arbeite ich die entsprechenden Stunden nach bzw. habe sie schon vorgearbeitet (erst mal reichen meine Überstunden noch eine Weile bzw. ich mache eigentlich jede Woche neue, und im nächsten Jahr gibt's auch wieder Urlaubstage).
Außerdem ist es ja ein Unterschied, ob man z. B. zwei Stunden vor Feierabend geht und dafür an einem anderen Tag länger arbeitet, oder gleich öfters ganze Tage fehlt.
Vielen Dank noch mal, dass ihr meine etwas off-topic Frage beantwortet habt.

LG
Binchen
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binchen

unregistriert

7

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 17:19

RE: Danke!

Zitat

Original von Charlie
Überstunden und Urlaubstage sind nicht wirklich die schönste Lösung - aber sie erleichtern das Gewissen... und ich habe es den lieben Kollegen dann auch mal gegenüber erwähnt.... als die "Teilzeit-Kräfte" anfingen während der Arbeitszeit zum Doc zu gehen statt nachmittags.... weil da entstehen dann auch intern schon mal schiefe Ansichten !!!
Wie heißt es so schön - lieber mal drüber reden...

Stimmt, das hatte ich schon auch vor, gegenüber Kollegen nicht unerwähnt zu lassen, dass es sich um Überstundenausgleich und Urlaubstage (was so weit für mich okay ist) handelt, nicht etwa bezahlte Arbeitszeit. Will schließlich nicht, dass irgendeiner glaubt, ich würde in der Firma Sonderrechte bekommen. An was man alles denken muss :rolleyes:
Du hast völlig Recht, lieber drüber reden, sonst enstehen noch die wildesten Gerüchte. Habe immerhin auch schon direkt (dem Vorgesetzten und einer Kollegin) gesagt, dass ich die bisherigen Stunden für Zahnarzttermine freigenommen habe. Nicht dass einer denkt ich mach mir ab und zu mal einen schönen Nachmittag. Okay, tue ich ja :tongue: im weitesten Sinne... Hoffe jedenfalls langfristig auf ein schönes Ergebnis... :D

LG
Binchen
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LadySunshine

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8

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 15:39

Hallo binchen,
das Thema habe ich auch shcon hinter mir bzw. vor mir. Ein auch für mich ganz großes Thema. Bin vollzeit angestellt von 9.30-18.00... Mein ZA hat von 9.00-17.00 Uhr geöffnet... Das läßt sich schon mal gar nicht vereinbaren (er ist auch noch 80km entfernt). Nachdem ich den ersten Termin gemacht habe, wäre ich fast abgesprungen, weil ich einfach dachte, es läßt sich mit der Arbeit auf Dauer nicht regeln. Bis jetzt (6 Termine plus 2 bis Weihnachten) ließ sich alles gut mit Überstunden regeln. Unser Büroleiter hat immer sien möglichstes getan, dass ich frei bekomme trotz Engpässen im Personal, ichhabe ihm auch offen gesagt, dass es sich um wichtige Zahnarzttermine handelt. Jetzt im Dezember habe ich sogar Termine, da geh ich morgens zum ZA und arbeite nachmittags wieder, hat letzte Woche z.B. gut geklappt (Betäubung war raus :tongue:), alles mit Überstunden abgeglichen. Ab Januar macht allerdings unsere Chefin unsere Dienstpläne und die is da schon etwas... naja, wie soll ich sagen... rigoroser... Ich habe beschlossen, ihr auch reinen Wein einzuschenken und zu sagen, dass es sich um wichtige Zahnarzttermine handelt (den Chef geht es nichts an, dass man Zahnarztphobiker ist oder lange nicht beim ZA war, das erzähle ich meiner auch nicht).Ich werde ihr entgegenkommen, indem ich vorschlage, dass ich meine Termine auf nachmittags lege, damit nur ein halber Tag verloren geht und nicht gleich ein ganzer.Und möglichst die Termine schnell machen, damit der Chef nicht ins kalte Wasser geschmissen wird. Ich denke, das muss ein Geben und Nehmen sein, wenn dann der Chef noch halbwegs menschlich ist, dürfte es kein Problem sein. Ich wünsche uns beiden viel Glück bei diesem doch etwas heiklem Gespräch... :zettel:

LG LadySunshine

PS: Meinen Kollegen habe ich auch Bescheid gesagt, die wissen jetzt, wofür sie für mich einspringen und sie machen es gern.
ICH BIN FERTIG!!!
11.09.07-04.08.09 feste Zahnspange

Nachkontrollen bis 01.06.10 = KOMPLETT FERTIG!!


Februar/März 2011 ZA Kontrolle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LadySunshine« (7. Dezember 2006, 15:40)

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JuleSugarbabe

unregistriert

9

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 16:32

hallo binchen,

also ich habe mit der rechten hand des chefs (eine nette dame) gesprochen und ihr das ganze problem geschildert... nach dem ersten termin beim za im gespräch habe ich komischerweise nicht mehr so arg das problem mit anderen über meine angst zu sprechen. jedenfalls leuten, denen ich vertraue. nun ja, bei mir war es teilweise trotz gutem verstecken für die kollegen denke ich schon recht sichtbar. angesprochen hat mich aber niemand... naja, die reaktion war bei mir sehr positiv und sie hat sich gefreut, dass ich diesen schritt gemacht habe. somit bekomme ich auch keinerlei schiefe blicke oder probleme, wenn mal wieder ein termin ansteht.

ich weiß ja nicht, wie offen du mit jemandem bei dir in der firma reden kannst?!? aber das würde dir mit sicherheit ein bisserl mehr verständnis einbringen. auch wenn es im ersten moment schwer fällt, darüber zu reden...

kann dir keinen ultimativen tip geben, sondern nur berichten, wie es sich bei mir verhält.
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binchen

unregistriert

10

Freitag, 8. Dezember 2006, 12:17

Hallo LadySunshine und JuleSugarbabe,

danke auch euch für die netten Antworten. :] Ich habe mit meinem Vorgesetzten geredet, ihm auch reinen Wein eingeschenkt, dass sich die Zahnbehandlung über mehrere Monate erstrecken wird. Er hat es "geschluckt" und fand meinen Vorschlag mit Überstundenausgleich/Zeitkonto gut. :anbet: Er meinte nur, ich soll immer so bald ich einen neuen Termin habe ihn informieren (ist ja normal) und gut ist's. Warum die Behandlung so lange dauern wird, hat er gar nicht erst gefragt. Aber es gibt schließlich auch Nicht-ZA-Angsthasen, die trotz relativ regelmäßiger Kontrollen dann auch irgendwann mal eine Brücke oder Implantate oderso benötigen, und die haben dann auch mehrere oder viele Termine. Insofern wahrscheinlich auch nicht sooo ungewöhnlich. Habe auch gegenüber meinen Teamkollegen angesprochen, dass ich jetzt öfter mal mittags gehen muss wegen ZA-Termin. Inzwischen ist es zum Glück kein Tabuthema mehr für mich.
In Details bin ich nicht gegangen, werde ich wohl auch nicht. Aber es ist schon interessant, was manche scheinbar toughe Leute plötzlich zum Besten geben bzgl.eigener ZA-Ängste. Als ich noch nicht so weit war, das Thema selbst anzusprechen (in der irrigen Annahme, die einzige "Bangebüx" weit und breit zu sein), habe ich Erzählungen/Unterhaltungen zum Thema immer so aufgefasst/ausgelegt, dass manche Menschen zwar schlimme Schmerzen durchgemacht haben (Wurzelbehandlung usw., was ja laut den meisten hier auch kein Drama sein muss), und ZA-Besuche irgendwie unangenehm finden, aber Angst hatte (wie ich mir eingebildet habe) außer mir angeblich keiner. Kaum deute ich an, dass ich leider (wie lange geht natürlich keinen an...) einige Vorsorgetermine wegen früherer schlechter ZA-Erfahrungen und entspr. "Schiss" geschwänzt habe und nun halt öfter hin muss, bekomme ich entsprechendes Feedback von anderen, die solche Gefühle auch kennen und teilweise ähliche Erfahrungen gemacht haben... Tja, hätten wir mal früher darüber gesprochen!
Gesehen haben es bei mir nicht mal die mir am nächsten stehenden Menschen (inzwischen habe ich konkret nachgefragt) , vielleicht weil der Schaden bisher zum Glück auf den hinteren Bereich begrenzt ist (mein ZA meinte jedenfalls, der Großteil sei "in Ordnung" :P - hätte ich nie mit gerechnet, in "Selbstdiagnose" wird entfernbare/r Zahnstein/Verfärbung schnell mal zu großflächiger Karies :rolleyes:), und wohl auch, weil ich natürlich schon länger nicht mehr lauthals mit zurückgelegtem Kopf und weit aufgerissenem Mund gelacht habe... ;(
Danke euch nochmals für die Antworten und drücke dir, LadySunshine, auch die Daumen! :knuddel:

LG
Binchen
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