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Leguankonterfei

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1

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 12:58

Hattet Ihr ähnlich prägende Schlüsselerlebnisse beim ZA?

Beitrag aus "ZA-Angst" hierher verschoben. - jop

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

Erst mal: Seid gegrüßt, Ihr Ängstlichen, aber auch sehr Tapferen!

Auch ich bin seit Ewigkeiten von einer Zahnarztphobie gepeinigt. Das liegt vor allem daran, dass mich ein Zahnarzt in Berlin 1969 (da war ich fünf Jahre alt) mißhandelt hat: er hat mir nichts erklärt, gleich gebohrt, als es weh tat, hat er mich, weil ich weinte, u.a. als "Memme" beschimpft und mich in den Zahnarztstuhl zurückgepresst usw. Ich weiß noch, als ich da wieder raus gewankt bin, geschworen habe: NIE wieder werde ich zu einem Zahnarzt gehen.

Das habe ich dann auch bis ich 20 war, trotz unendlich schmerzender Zahnruinen) ziemlich konsequent durchgehalten. Seit dem gehe ich wieder regelmäßig (die ersten Male habe ich vor Angst gar nicht mehr existiert) hin, habe deswegen auch keine Prothese (aber jede Menge Kunststoff und Keramik im Mund), aber jedesmal, wenn ich in einem Zahnarztstuhl liege, verwandele ich mich wieder zum Teil in das kleine Mädchen von damals und die Angst steigt wieder in mir hoch. Es ist zum Kotzen.

Meine Frage an Euch: Hattet Ihr ähnlich prägende Schlüsselerlebnisse beim Zahnarzt? Oder Habt Ihr die Angst "einfach" so? Ich meine, mal abgesehen von meiner Zahnarztneurose droht ja genug Erschreckendes beim ZA- Besuch: Schmerzen, Scham, Hilflosigkeit, Nicht. Sprechen- Können usw.

Über Antworten wäre ich sehr erfreut,
Viele Grüße, Leguankonterfei
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LadySunshine

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2

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 13:15

Hallo und herzlich willkommen!!!!
Also bei mir gab es auch diese Schlüsselerlebnisse. Und ich hatte in den 80er Jahren meine Kindheit... Hatte auch son ZA, war zwar nicht so schlimm wie bei dir, aber der hat weitergebohrt, auch wenn ich am heulen war und mich beschimpft. Deswegen bin ich bis vor kurzem auch nicht mehr hin. :]
Ich glaube aber auch, dass die Angst entstehen kann, ohne dass es dieses Schlüsselerlebnis gibt. Jeder Mensch ist da anders.

Lg LadySunshine
ICH BIN FERTIG!!!
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Februar/März 2011 ZA Kontrolle
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Sinmara

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3

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 13:23

Aloha Leguankonterfei,
bei mir warens mehrere Dinge, die ineinanderspielten, glaube ich.
Als Kind hatte ich einen super ZA. Der war lieb, unendlich sanft, ein Meister mit der Spritze. Ich bin, wenn ich gegangen bin, gerne hingegangen.
Zähneputzen war aber noch nie wirklich so mein Ding, ich hatte also immer mal hier ein kleines Loch, da ein kleines Loch.
Meine Eltern haben, als ich so 9 oder 10 war, aufgehört, regelmässig mit mir und meinem Bruder dorthinzugehen. Das hatte viele Gründe, die sind aber auch egal.
Ich bin ab da also nur sporadisch hin - meist nur, wenns wehtat - und war immer noch kein Freund des Zähneputzens. Aber Angst hatte ich nicht.
So mit 20 wurden die Zahnprobleme ernster, ich habe mir dann auch ins Gedächtnis gerufen, dass ZA sinnvoll sein könnte und bin hingegangen.
Es folgten einige sehr schmerzhafte Behandlungen, die ich lieber vergessen würde (also ähnliches wie bei dir, nur viel später) und dann setzte diese Spirale ein.
Nicht-hinwollen ->kaputte Zähne ->nicht putzen, man könne ja schlafende Hunde wecken ->kaputtere Zähne ->nicht-hinwollen.....
Mittlerweile gehe ich wieder regelmässig und für meinen Geschmack viel zu oft, ich empfinde ZÄ an sich als nicht schlimm, das, was sie tun auch nicht, Spritzen sind auch nichts, wovor ich Angst habe.
Einzig und allein die Angst vor dem Schmerz (womit ich dann bei so ziemlich allem bin, was du geschrieben hast: Schmerzen, Scham davor, zuzugeben, dass ich es nicht hinkriege, dass ich nicht der tapfere Indianer bin , Hilflosigkeit, weil ich ja nichts ändern kann in dem Moment, der Schmerz ist ja schon passiert - auch wenn ich die Hand heben kann und alle aufhören) ist für mich das Schlimmste.
Ich liege da mit der Erwartungshaltung "Schmerz", dummerweise wird sie manchmal erfüllt. Dass ich in diesem Moment hochsensibel bin, voll auf Abwehr eingestellt und alles um diesen Zahn kreist, intensiviert das nur.
Das ist dieser blöde Gedanke: "Ey Welt, ich habs doch getan, ich gehe hin, um keine Schmerzen zu haben, ich tu doch alles, was ich tun soll und trotzdem tuts weh. Das ist ungerecht!"

Aber immerhin tut "meine Praxis" mit ihren allesamt sehr netten, einfühlsamen Ärzten alles, um mich da irgendwie runterzuholen.
Auch wenn ich alle paar Tage mal in nem Loch stecke und keine Idee habe, wie ich das je hinkriegen soll, wird es nach und nach besser.
Irgendwann....irgendwann gehe ich da ohne Angst vor Schmerzen hin :D

LG,
Ina
Komödie ist gleich Tragödie plus Zeit.
------------------------------------------------------
Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.
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Leguankonterfei

unregistriert

4

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 17:11

Hallo @all,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich wohl im falschen Unterforum geschrieben habe, ich bin da noch etwas unerfahren (war mein erstes Posting in einem Forum).

@LadySunshine: Es ist schon erstaunlich, wie lange einen derartige Erlebnisse als Kind vorausruinieren können. Diese Typen wissen gar nicht, welchen Schaden sie anrichten, nicht nur in der Psyche ihrer jungen Patienten, sondern auch finanziell (auch volkswirtschaftlich gesehen). Ich habe den Eindruck, dass die heutigen Ärzte da sensibler sind, was man allein daran erkennen kann, dass einige Zahnärzte Ihren Angstpatienten Vollnarkosen geben – wie auch der meinige, aber dieses Angebot habe ich noch nicht in Anspruch genommen – mal wieder zu viel Angst...

@Sinmara: Ja, es ist so wie Du sagst: Man liegt da und übt keinerlei andere Tätigkeit aus, als den Schmerz zu erwarten. „Objektiv“ gesehen ist der Schmerz ja vielleicht gar nicht so schlimm, aber dadurch, dass einem das durch einen Zahnarzt „zugefügt“ wird, wird der Schmerz – wenn er denn da ist – hundertmal stärker. Deshalb hatte ich ja bis vor drei Jahren eine Warnung auf meiner Patientenkarte. „Vorsicht, extrem empfindlich!!!“ Weil ich dann die Versicherung gewechselt habe, bekam ich eine andere Karte und dann ist mir dieser Ehrentitel leider abhanden gekommen. Schade eigentlich.

L.G.,
Leguankonterfei

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Leguankonterfei« (19. Oktober 2006, 17:21)

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jop

unregistriert

5

Freitag, 20. Oktober 2006, 08:43

Hallo Leguan....... ;)
Du musst Dich nicht entschuldigen, das kommt immer wieder mal hier im Forum vor, dass ein Mitglied das falsche Unterforum wählt.
Wir verschieben die Beiträge in erster Linie auch nicht, weil jemand etwas "falsch" macht, sondern, damit andere Nutzer den Beitrag leichter finden, was ja bedeutet, dass er öfter gelesen wird und somit auch mehr Sinn hat.
Nix für ungut, viel Spaß im Forum ;)
jop
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LadySunshine

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6

Dienstag, 24. Oktober 2006, 15:10

Ja, ich find das auch extrem übel, dass man Kinder so behandelt... der erste ZA in einem Leben prägt doch ungemein und doch werden Kinder so unmöglich behandelt... Mein damaliger ZA praktiziert übrigens immernoch... Ich kenne seine Tochter, die ist jetzt auch ZÄ in der gleichen Praxis, die ist supernett, würde gerne zu ihr hingehen, aber da ich diese Erinnerungen habe, würde ich diese Praxis nicht nochmal betreten... Als Kind bleibt sowas einfach haften, wie auch Sinmara sagte, er hat gute Erfahrungen gemacht und die sind auch erstmal hängengeblieben, bis er mal schlechte gemacht hat.
LG LadySunshine
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Nanny

unregistriert

7

Dienstag, 24. Oktober 2006, 17:34

Hallo,

ich hatte kein prägende Schlüsselerlebnisse beim ZA und stehe wohl ziemlich alleine da :rolleyes:Mein erster ZA-Besuch war im Alter von 24 Jahren, ein ZA-Besuch ohne nennenswerten Befund, die ZÄ waren alle OK!

Meine um mich "rührend bemühten" Eltern haben es jedenfalls nicht für notwendig befunden mit mir zum ZA zu gehen. Auch mein gebettel nach einer Zahnspange in der 5. Klasse wurde abgewunken und man hat sich lieber darum gestritten (Sie ware da schon getrennt) wer mit mir hingehen soll und wer zahlt.

Meine Oma, sie hat es sicher nur gut gemeint, hat immer gemeint "Du musst zum ZA" und "der wird Dich sicher auslachen wegen Deiner schiefen Zähne". Das hat dann dazu geführt dass ich mich sehr geschämt habe und seither nicht lache oder nur mit vorgehaltener Hand o.ä. ;(

Das ganze führte dann soweit, dass sich bei mir eine richtig fiese Angst entwickelte, so dass ich nicht mal mehr an einer ZA-Praxis ohne Schweissausbruch vorbeilaufen konnte. Zum einen habe ich mich so sehr wegen meiner schiefen Zähne geschämt, zum anderen habe ich diverse Horror-Geschochten vom ZA gehört die Ihr letztes dazu getan haben.....
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chris

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Wohnort: Baden-Württemberg

8

Freitag, 3. November 2006, 09:18

Hallo,

ich hatte ein ähnliches Erlebnis in meiner Kindheit.
War das erste mal beim ZA mit 4 oder 5 Jahren - etwa 1975.

Mein damaliger ZA bohrte IMMER ohne Spritze - vielleicht war das damals auch so üblich, ich weiß es nicht. Auf jeden FAll tat es höllisch weh. Er hat mich zwar nicht beschimpft wenn ich schrie, aber er hat einfach weitergemacht und behauptet, er mache das ganz vorsichtig.....

Ach, wenn ich daran denke, wird mir heut noch schlecht...

Mit 14 jahren wechselte ich dann zu einem ganz lieben und netten ZA. Bei dem war ich dann ca. 13 Jahre lang, dann zog ich um und jetzt hab ich nach langem hin und her endlich wieder einen guten ZA!!

Aber bei meinen Kindern achte ich besonders darauf, daß die nicht solche schlimmen ZA-Erfahrungen machen müssen wie ich damals...

liebe Grüße
chris
nächste Termine:
19.01.12: PZR
13.10.11: Kontrolle
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Knati

unregistriert

9

Freitag, 3. November 2006, 21:18

Hallo,
bei mir ist es auch die Geschichte mit dem Weiterbohren trotz Weinens und Ausrufens als 10jähriges Mädchen.
Dann kamen im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung zwei ambulante Operationen dazu, wo verlagerte Zähne mit Lokalanästhesie heraus kamen. Der Arzt hat das zwar gut gemacht, konnte aber nicht damit umgehen, dass ich die Aussage meiner KFO wörtlich nahm und zuerst auf der rechten Seite behandelt werden wollte, weil sie das so gesagt hatte. Er fing links an und ich rastete aus, weinte und wurde nicht verstanden. (ich war 14)
Und im Erwachsenenalter geriet ich an einen ZA, der mich in seiner Akte als "schwierigen" Patienten bezeichnete und ein zweiter, der mit der Idee, auf Angstpatienten spezialisiert zu sein, die Megaabzocke betreibt und ich da gerade noch fliehen konnte.
Nun fahre ich 200km zu meiner lieben Doc und erhole mich langsam 8)

Die Schmerzsensibilität wird mich allerdings auch noch begleiten, da kann ich die Angst davor auch nicht einfach wegradieren, bin da noch am Trainieren, was die Schmerzverarbeitung angeht....
Lieb grüßt Knati
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perdita

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10

Freitag, 3. November 2006, 21:38

Dann reihe ich mich auch mal ein, obwohl das sicher auch schon an anderer Stelle steht.
Wie einige von uns komme ich aus der ehemaligen DDR, und da wurde prinzipiell ohne Spritze gebohrt, egal wie tief und wie lang. Da konnte man die Rückenlehne hochklettern, bis man die Kopfstütze am Steiß hatte, der ZA kletterte mit dem Bohrer hinterher.
Auf Handzeichen oder Schmerzenslaute aufhören? Gab es nicht. Der Arzt wollte es ja so schnell wie möglich hinter sich bringen. War ja schließlich für ihn auch nicht einfach, so wimmernde zappelnde Unglückshäufchen in der Mache zu haben.
Na ja, irgendwie hab ich es ein paarmal geschafft, mich da trotzdem hinzuschleppen, die Angst wurde von Mal zu Mal heftiger. Und irgendwann war es dann mal Zahnhalskaries an einem Schneidezahn, auch ohne Betäubung natürlich, was bei mir eine Vermeidungsstrategie von 6 oder 7 Jahren ausgelöst hat, ich wollte mir das einfach nicht mehr antun lassen. War natürlich ein Trugschluss, aber das sieht man in dem Moment nicht. Glücklicherweise hab ich später durch eine wirklich tolle Zähnärztin wieder die Kurve gekriegt.

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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Mona_85

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Beiträge: 65

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Rheinland-Pfalz

11

Samstag, 4. November 2006, 11:22

Als kleines Kind hatte ich nie Angst vor dem Zahnarzt. Ich weiß noch ganz genau, dass zu uns in den Kindergarten mal eine Zahnärztin kam und uns gezeigt hat, wie man richtig Zähne putzt. Und ich habe mich da freiwillig gemeldet, mir die Zähne mit so einem blauen Zeug einfärben zu lassen um festzustellen, wo es Problemzonen gibt. Null Angst!

Bei mir war das Schlüsselerlebnis ganz eindeutig, als mir meine damalige ZÄ (ich war damals 7 oder 8 Jahre alt) zwei noch relativ fest sitzende Milchzähne mit der bloßen Hand und ohne jegliche Betäubung gezogen hat! Das war auch die einzige wirkliche Zahnbehandlung die ich in meinem Leben bis vor ca. einem Monat hatte.
Ich war dann im Alter von 11 Jahren noch einmal bei dieser ZÄ, hatte wahnsinnige Angst. Sie hat nur nachgeschaut und dann in einem ganz schrecklichem, drohendem Ton gesagt: "In 4 Wochen will ich dich wieder sehen."
Jedenfalls bin ich 4 Wochen später nicht mehr hin. Ich hab`s seit dem 10 Jahre lang geschafft, nicht mehr zum ZA zu gehen.

Aber im letzten Monat war ich öfter beim ZA als vorher in meinem ganzen Leben! 8)
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Duddi

unregistriert

12

Samstag, 4. November 2006, 16:23

RE: Hattet Ihr ähnlich prägende Schlüsselerlebnisse beim ZA?

Hallo
Wow man könnte meinen Du redest von mir !!!
Ich hatte fast das gleiche Schicksal.
Ich war neun und wurde genau wie Du mishandelt er hat gebohrt und es schmerzte höllisch ( Zahn war unter eiter ) und alle Arzthelferinnen hatten mich in den Stuhl gedrückt und den Mund aufgedrückt und er hat weiter gebohrt. Und damals sagte ich mir auch NIE wieder. Ich hab es ganz erfogreich 22 Jahre ignoriert und bin nie in die nähe eines ZA. Aber in denletzten paar Monatenbekam ich dann doch schmerzen hatte 2 riesen Löcher. Und , Gott sei dank, konnte man im Frontbereich nicht sehen, dass ich Angstpatient bin. Also dank dieses Forums hab ich es dann geschafft Angst und Schmerzfrei zu werden.
Bin superglücklich darüber
Liebe Grüße Nicole
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Leguankonterfei

unregistriert

13

Montag, 6. November 2006, 16:30

Hallo an alle,

ich freue mich zwar über Eure Antworten, bin aber sehr traurig darüber, dass nicht wenige von Euch durch unfähige ZÄ so traumatisiert wurden, dass sie - wohl ein Leben lang - mit Ängsten zu kämpfen haben.Ich kriege aber schon jedesmal innerlich die Krise, wenn der ZA oder die Mundhygiene- Spezialistin diesen Haken in die Hand nehmen, das war das erste Gerät, mit dem mein erster Zahnarzt mich mit fünf [...] behandelt hat. Danach in der Schule kam dann ein mal im Jahr ein sog. Schulzahnarzt, der meine Zähne begutachtet hat und mir eine Liste der kaputten Zähne mit gegeben hat, damit ich sie zuhause vorzeige und ein Termin beim ZA gemacht wird. Diesen Befund, der von Jahr zu Jahr immer umfangreicher wurde, habe ich natürlich verschwinden lassen. So nahm das Unheil dann seinen Lauf....

Liebe Grüße,
Legzuankonterfei

Beitrag editiert von jop - Bitte Nettiquette gegenüber Zahnärzten beachten.
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MrLyle

unregistriert

14

Mittwoch, 8. November 2006, 08:59

Hi zusammen,

ich hatte auch ein Erlebnis, das mich geprägt hatte.

Ich war etwa 8 Jahre alt, als ich das letzte Mal beim ZA war. Damals meinte mein ZA, daß ich eine Wurzelbehandlung bräuchte. Er machte aber keine Röntgenaufnahmen oder dergleichen. Nein er spritzte sofort und legte los.
Insgesamt waren es 14 (!) Sitzungen. Und bei den letzten beiden behandelte er ohne Narkose oder ähnliches.
Ich sollte bei Schmerzen auf den Stuhl klopfen. Ich hatte den Stuhl fast auseinander genommen, doch der ZA hörte nicht auf mit der Nadel in mir rumzustochern. Ich schlug ihm meinen Ellbogen in die Magengrube und er hörte auf. Dabei ließ er aber die Nadel stecken und ich dachte ich krepiere da. :( :( :(

Bei meinem neuen ZA jetzt - es hat 16 Jahre gedauert bis ich wieder zu einem ZA bin - erfuhr ich, daß die Wurzelbehandlung unnötig war! ;( Die Wurzel war wohl angefressen aber nicht kaputt, so daß ich auch die Schmerzen damals voll mitbekam.
Mein neuer ZA ist aber sehr nett und vorsichtig. :)
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Leguankonterfei

unregistriert

15

Mittwoch, 8. November 2006, 13:12

Hallo MrLyle,

es ist kaum vorstellbar, was Du als Kind beim Zahnarzt erlebt hast! Und das, obwohl Du wesentlich jünger bist als ich! Ich dachte immer, dass diese „ein-Indianer-kennt-keinen-Schmerz“- Mentalität der Zahnärzte und deren mangelnde Sensibilität eher ein Phänomen der Mitte des letzten Jahrhunderts ist. Allerdings habe ich hier im Forum gelesen und von Freunden gehört, dass es in der DDR absolut unüblich war, vor dem Bohren eine Lokalanesthesie zu setzen. Da wurden bestimmt viele zahnarzttechnisch mit Ängsten versehen...Aber Du hast ja erfolgreich nach vielen Jahren den Weg zum ZA gefunden! Gratulation!

@jop: Ich dachte, man kann das so schreiben, wenn man den Namen des ZA nicht nennt. Die Behandlung war definitiv entsetzlich! Werde mich aber in Zukunft an die Forenregeln halten!

Lieber Gruß,
Leguankonterfei
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romme9

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16

Mittwoch, 8. November 2006, 13:18

Zitat

Original von MrLyle
es hat 16 Jahre gedauert bis ich wieder zu einem ZA bin - erfuhr ich, daß die Wurzelbehandlung unnötig war!

es ist schlimm zu lesen, was dir in der kindheit widerfahren ist aber die aussage deines neuen zahnarztes kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen. nach 16 jahren kann kein ZA der welt herausfinden, ob damals eine wurzelbehandlung notwendig gewesen ist.
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mondgucker

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17

Mittwoch, 8. November 2006, 18:42

Hallo Ihr Lieben,

bisher hab ich mich mit Absicht aus diesem Treath herausgehalten. Hab mir aber doch mehrmals überlegt, ob ich nicht doch auch meine Horrorstorys hier zum Besten geben soll.

Jetzt hab ich aber die Entscheidung getroffen, dies auch weiterhin nicht zu tun!!

Ich, für meinen Teil denke, es bringt nix, wenn wir uns hier gegenseitig die schlimmen Erlebnisse unserer Jugend schildern.

Fast jeder hat ähnliches erlebt, und wir haben noch etwas gemeinsam:

Wir haben den Weg hierher gefunden!

Lasst uns das Geschehene vergessen, und uns nur auf das Jetzt und die Zukunft schauen. Lasst uns gegenseitig helfen, schildert lieber Eure Erfolge, die helfen weiter!!

Es gibt noch genug Angsthasen hier, und die brauchen Beistand, und keine ollen Kamellen!!


Alles Liebe, mondgucker.
"Wenn Amelie abends die Sterne beobachtete, war sie immer sehr davon überzeugt, dass Gott sich besonders mit dem zweiten von links ziemlich viel Mühe gegeben hatte. " :]
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Leguankonterfei

unregistriert

18

Mittwoch, 8. November 2006, 19:22

Hallo Mondgucker,

also mir hätte es schon sehr geholfen, wenn ich vor etlichen Jahren gewußt hätte, dass es auch andere gibt, die wegen einer Traumatisierung durch einen ZA als Kind einen Besuch desselben immer weiter vor sich herschieben. Wenn man etwas tun will/muss, wovor man große Angst hat, dann muss man ja erst mal diese Angst so weit bearbeiten, dass man überhaupt mal in die Lage kommt, das alles auszuhalten. Ein Gespräch über die Ursache einer Angst ist doch einer der ersten Schritte dahin, mit ihr leben zu lernen. Mir jedenfalls fiel es leichter, zum ZA zu gehen, als ich genau wußte, woher die immense Angst kommt. Es ist für mich einfach eine Tatsache, dass ich nach wie vor, wenn ich beim ZA bin, immer mal wieder Panikattacken bekomme, wenn auch in abgeschwächter Form. Und deswegen sind das für mich keine „ollen Kamellen“ wie Du schreibst, sondern bei jedem Zahnarztbesuch werde ich wieder teilweise zu dem kleinen, ängstlichen Mädchen von damals.

Und: Ich finde schon, dass den Angsthasen hier Mut gemacht wird – selbst ich, obwohl ich hier neu bin, habe es auch schon versucht - oder hast Du den Eindruck, dass dieser Thread die Ermutigungen der neuen Angsthasen irgendwie beeinträchtigt?

Grüße,
Leguankonterfei
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Keeekse!

unregistriert

19

Mittwoch, 8. November 2006, 19:49

Ehrlich gesagt, sehe ich das wie Mondgucker. Ich möchte eigentlich gar nicht die Erlebnisse der Vergangenheit aus der hintersten Ecke meines Gedächtnisses, in die ich sie (mal mehr mal weniger erfolgreich) verbannt habe, herauskramen, denn leider kommen sie zu gegebener Zeit sowieso wieder von alleine hervor.
Ich für meinen Teil halte mich also heraus in dem Bemühen, mich auf die Zukunft zu konzentrieren!
Keks
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avivi

unregistriert

20

Mittwoch, 8. November 2006, 20:10

Hm, das ist vielleicht Geschmackssache, wie man es handhabt.
Ich habe z.B. diesen thread bisher bewußt gar nicht gelesen - weil mir die schlimmen Erlebnisse anderer nicht wirklich was bringen, außer Wut auf unmenschliche ZÄ.
Mag sein, dass es für Einzelne besonders wichtig ist, sich mit den eigenen Schlüsselerlebnissen auseinanderzusetzen.

Ich denke, dieser thread wurde als Umfrage gestartet, um einfach herauszufinden, ob ZA-Angst immer auf bestimmte Schlüsselerlebnisse zurückzuführen ist, oder vielleicht auch ohne solche schlimmen Erfahrungen entstehen/bestehen kann. Und letzteres wird der Fall sein.

Ich persönlich würde auch empfehlen, die Erinnerung an Negativerfahrungen möglichst zu verdrängen - bzw. ihnen durch positive neue Erfahrungen was entgegen zu setzen. Und das ist ja wohl unser aller Interesse und Bemühen.

LG, Achim
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