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zoe

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 2 325

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

1

Montag, 17. März 2003, 23:46

Herkunft meiner Angst

Umfrage

HERKUNFT MEINER ANGST

170%

Ich hatte schlechte Erfahrungen bei einem ZA in der Kindheit (bis ca. 14 Jahre), ... *** (172)

13%

Ich kann mich an keine Begebenheit erinnern. (13)

59%

Meine Eltern sind mit mir unregelmäßig zum ZA gegangen. (60)

47%

Meine Eltern haben auch Angst vor dem ZA. (47)

33%

Meine Angst hat sich durch erzählte Horrorgeschichten von ZA Besuchen anderer entwickelt. (33)

29%

Mir ist in meinem Leben etwas wiederfahren, von dem ich ahne, daß es sich auf "ZA" transferiert hat. (29)

10%

Ich habe schlechte Erfahrungen überhaupt bei einem Mediziner als Erwachsener gemacht. (10)

33%

Ich habe schlechte Erfahrungen überhaupt bei einem Mediziner als Kind / Jugendlicher gemacht. (33)

88%

Ich hatte schlechte Erfahrungen bei einem ZA als Erwachsener. (89)

105%

Ich hatte schlechte Erfahrungen bei einem ZA als Jugendlicher (14-18 Jahre), ... *** (106)

21%

Sonstiges (21)

Insgesamt 101 Stimmen
Also ... Umfrage zum Thema ZA Angst ... Klappe: die zweite ...

Wieso habe / hatte ich Angst vor der Zahnbehandlung ?? Gibt es Gründe dafür und bin ich mir deren bewusst ??

In der Hoffnung auf möglichst viele Umfrageteilnehmer ..

Liebe Grüße, ** zoe **


Anmerkung: Leider hat man bei den Umfrageoptionen nicht so viel Platz, wie man manchmal gerne hätte .. manche Optionen enden mit ... *** , dafür ist der folgende Textlaut zu setzen ... deren ich mir bewusst bin.
Liebe Grüße von *** zoe ***

Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall, sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben. (Mark Twain)
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Chibi AK

unregistriert

2

Mittwoch, 28. Mai 2003, 17:37

Ich habe mich nie als Angstpatienten gesehen, da ich, wenn auch widerwillig und mehr als schlecht gelaunt immer hingegangen bin; aber meine doofe Ex-ZÄ hat JEDES Mal was gefunden - was mir im Nachhinnein als merkwürdig vorkommt -> siehe die Geschichte um meinen Weisheitszahn.
Allein die Praxisräumlichkeiten in diesem "schicken" Gelb, und den winzigen überhellen Räumen, und die Bilder von Miró (wer's mag; ich mag Abstraktes nicht so) lassen mich schon unruhig herumrutschen. . .

Chibi AK
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Trish

unregistriert

3

Mittwoch, 4. Juni 2003, 12:09

Hallo

Ich glaube meine Angst kommt daher das mein Zahnarzt von früher (DDR- ZA ) mir meinen Zahn kaputt gemacht hat. Er hat diesen Zahn 7 mal gebohrt immer ohne Betäubung und am Ende war unten rum so zerstört das er total vereitert und entzündet war! Er hat ihn mir gezogen, wieder ohne Betäubung. Ich habe ziemlich stark geblutet und es wollte auch gar nicht wieder aufhören.- Ich glaube ich war sechs oder sieben.

LG Anja

Bitte um Beachtung, editiert von spider
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Chibi AK

unregistriert

4

Mittwoch, 4. Juni 2003, 14:39

*nick* @ Trish

Das klingt ja suuuuuuper... :(
Hoffentlich kannst Du damit mittlerweile besser umgehen... *knuddelchens-schick*

Grüße,

ChIbI aK
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Kermit

unregistriert

5

Sonntag, 20. Juli 2003, 14:07

Hallo,mir gings genauso wie Trish,mir wurde ein backenzahn so mit sechs Jahren auch übel zugerichtet,es war eine Fistel am Zahnfleisch,der Zahn ok,aber weil sie wohl Plan erfüllen mußten(auch DDR) haben sie dran rumgewurstelt,ach is ja eh ein Milchzahn,bla bla.Im *Westen* zehn Jahre später wurde festgestellt,war keiner,mir zwischenzeitlich auch klar,weil er ja nicht rausging.Dabei gabs in der DDR super Zahnärzte,aber eben auch das krasse Gegenteil :rolleyes:
Ich bin hier auch erst zu einem *groberen* ZA,hab dann aber schnell gewechselt,zu einem Doc der vor langer Zeit in den Westen rübergesiedelt war,er hat auch nooch die Einstellung*Stellen sie sich nicht so an* ist aber fix und gut,naja ich wurde schnell zu seinen Assistenten gesteckt,frisch von der Uni und da kam mein AHA Erlebnis:es gibt doch ZA die einem erklären was sie machen und die vorsichtig sind.Hat man wohl in den Lehrplan der Unis aufgenommen.Seit dem habe ich nur noch *Beklemungen* wenn ein Termin ansteht,da es ja nicht so angenehm ist.
Grüße Kermit
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Rabbit

unregistriert

6

Mittwoch, 10. September 2003, 15:20

RE: Herkunft meiner Angst

Ich kann mich sehr genau an die auslösende Situation erinnern. Vorher bin ich zwar nicht mit Begeisterung zum ZA gegangen, hatte aber keine massiven Ängste und hatte z.B. bei der Weisheitszahnentfernung keinerlei Probleme.
Danach musste ich umzugsbedingt zu einer Zahnärztin wechseln, die eigentlich recht verständnsivoll wirkte. Die ersten Behandlungen waren auch okay, bis ich dann einen Backenzahn neu füllen lassen musste.
Ich wies die ZA darauf hin, dass Lokalanaesthesie bei mir häufig nicht wirkt und dass sie mir bitte die Möglichkeit läßt, bei Schmerzen die Behandlung zu unterbrechen.
Nach 2 Spritzen mit jeweils einer halbe Stunde Wartezeit hatte sich immer noch keine betäubende Wirkung eingestellt. Die Ärztin sagte zu mir, ohne mit der äußerst schmerzhaften Behandlung aufzuhören, das wäre medizinisch unmöglich, dass ich da noch Schmerzen hätte und ich solle mich nicht so anstellen. Ausserdem müsse der Zahn eigentlich sowieso abgeschliffen und überkront werden, der wäre ja schon völlig brüchig.
Ist klar, dass ich NICHT zu dieser Dame gegangen bin, um mir den Zahn überkronen zu lassen. Nur leider konnte ich danach auch zu keinem anderen Arzt mehr gehen, weil jedes Vertrauen untergraben war. Immer dieser Verdacht, der/ die spielt mir sowieso nur einen vor und sobald ich im Behandlungsstuhl sitze, die Instrumente im Mund, habe ich keine Kontrolle mehr über die Situation und werde als unglaubwürdig hingestellt. Und das sind zwei Sachen mit denen ich, auch durch andere Erlebnisse, die mit ZA gar nichts zu tun haben, nicht umgehen kann und will.
Im Nachhinein sind mir halt noch so ein paar Schoten mit der ZA eingefallen, an denen ich gesehen habe, dass sie mich überhaupt nicht ernstgenommen hat. Aber da diese nicht schmerzhaft waren, habe ich das nicht so registriert.

Gruß

Rabbit
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DanySahne

unregistriert

7

Dienstag, 16. September 2003, 20:55

RE: Herkunft meiner Angst

Hallo,
Ich weiß noch ziemlich genau wie sich meine Angst entwickelt hat. Eigentlich war ich ein ziemlich unproblematischer Patient als Kind, bin sogar gerne gegangen. ( Kann ich jetzt kaum noch glauben ), bis ich 6 Jahre alt war. Wir waren im Urlaub in Hamburg und ich bekam ziemlich heftige Zahnschmerzen. Also mussten wir folglich einen ZA aufsuchen. Schliesslich fand meine Mutter einen und wir gingen hin. Als ich im Behandlungszimmer war, wurde meine Mutter rausgeschickt und ich mir wurde der rechte hintere Backenzahn gezogen und das ohne Betäubung da der Doc der Ansicht war, Kinder spüren keine Schmerzen. Zu allem Übel brach der Zahn auseinander und er musste den zweigeteilten Zahn einzeln ziehen.
Danach bin ich sehr widerstrebend zu einen ZA gegangen doch ich ging trotzdem wieder.
Als mein alter ZA in Rente gegangen ist, da war ich 11 Jahre, musste ich mir einen neuen suchen. Der hat alle paar Wochen einen Zahn nach dem anderen aufgebohrt, mit der Begründung ich hätte Löcher, obwohl ich davor immer super Zähne hatte und ich sie sehr pflegte.
Das ging eine ganze Weile so und dann bin ich einfach nicht mehr gegangen. Aus lauter Angst er würde munter so weiter machen.
Dann habe ich mich 15 Jahre bei keinem ZA mehr blicken lassen.
Als mein dritter Sohn auf die Welt kam fiel mir eine Plombe aus meinem Zahn und so musste ich mir wieder einen ZA suchen.
Also habe ich mir eine ZÄ gesucht und bin gegangen. Sie hat meinen Zahn gemacht, nur leider hat der sich entzündet und eine schmerzhafte Tortour begann. Also bin ich wieder hin und habe ihr meine Schmerzen geschildert. Sie hat lange Zeit an mit herumgedockert, hat den Zahn aufgebort und hat mir eine Masse reingeschmiert mit dem Hinweis das der Nerv abstirbt und ich 2 tage später wieder kommen sollte da sie mir den Nerv ziehen wollte. Das hat sie dann auch getan und das wieder ohne Betäubung mit der Begründung ich würde nichts spüren. Nur der Nerv war nicht abgestorben und ich bin vor Schmerzen fast an die Decke.
Zwei Tage später hatte ich einen dicken Backen und Schmerzen ohne Ende. Nochmal zu der ZÄ, sie hatte Notdienst! ( War kein anderer da ).
Dann hat sie mir den Zahn gezogen und da stellte sich heraus das der Kiefer unter Eiter stand und sie das nicht bemerkt hatte.
Schliesslich hatte sie mir Tabletten gegeben und ich bin fast 8 Wochen mit Schmerzen durch die Gegend gerannt.
Seitdem war ich bei keinem ZA mehr, da mein Vertrauen auf den Nullpunkt gesunken ist.
Grüße
Dani
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Tessa

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Beiträge: 678

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

8

Dienstag, 23. September 2003, 23:58

RE: Herkunft meiner Angst

Hallo,

bei mir haben vor allem die Sprüche der Zahnärzte meine Phobie ausgelöst.
Mein "Lieblingsausspruch" meiner Klammerärztin, die ich besuchte bis ich mit 14 Jahren keine Klammer mehr benötigte: "Das Loch ist sooo klein, da müssen wir gar nicht betäuben!" ("aua" 8o).

Später, als ich todesmutig weitere Zahnärzte ausprobierte, gefiel mir vor allem der Spruch: "Nee, nee, wer war denn da vor mir am Werk?!"
Sehr vertrauenerweckend, vor allem, da ich ohnehin sehr "glücklich" darüber war, die Arbeit eines Zahnarztes in keinster Weise beurteilen zu können... :rolleyes:

Mein Lieblingsspruch bei einer Zahnartzthelferin: "Ich kann gar nicht verstehen, wie man es so weit kommen lassen kann..." ("...und ich kann gar nicht verstehen, wie meine Hand in Ihrem Gesicht gelandet ist!" - habe ich leider nur gedacht... ;) )

Für einen Zahnarzt - bzw. für jeden Arzt - sollte der Beruf Berufung sein und deshalb Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen eine Selbstverständlichkeit!
Wer jedoch das Vergnügen hatte, einige Medizinstudenten an einer Universität kennenzulernen und ihre Gründe für die Ausbildungswahl anzuhören, wundert sich nicht über die vielen Zahnärzte aus der Kategorie "Der kleine Horrorladen" !

Zum Glück bestätigen Ausnahmen aber wie immer die Regel - man muß nur das Glück haben, diese auch zu finden!!!

Tessa
CARPE DIEM!!!
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Fillina

unregistriert

9

Mittwoch, 24. September 2003, 09:39

Herkunft meiner Angst

Dann will ich wohl auch mal:
So genau weiß ich das eigentlich garnicht. Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind sehr gerne zum ZA gegangen bin. Nach dem Ziehen der Milchzähne (wurde halt eben so gemacht, warum weiß ich nicht???) habe ich auch immer was aus der Kiste raussuchen dürfen :D und das fand ich halt ganz toll. Vor dem Ziehen gabs eine Vereisung - hat man halt nix von gemerkt.
Irgendwann hörte das dann halt auf mit der Vereisung. Die ZÄ (war eine Frau) war wohl der Meinung, ich wäre jetzt alt genug um das so zu machen. Da tats dann weh und das war mein letzter Milchzahn, den ich mir hab ziehen lassen.
Meine Eltern hatten einen eigenen Betrieb und waren immer sehr beschäftigt. Ich kann mich nicht daran erinnern, eine Zahnbürste besessen zu haben oder das jemand mal darauf geachtet hat, ob wir Geschwister uns auch die Zähne putzen. Meine kleine Schwester hatte Zahnpasta mit Erdbeergeschmack. Ich durfte die aber nicht benutzen, weil ich war ja schon älter.
Dann kamen irgendwann mal die Schmerzen, weil die Löcher schon etwas tiefer gingen und meine Eltern machten einen Termin bei dem ZA meines Vaters - leider einer von der alten Garde :evil: Bohren ohne Betäubung ("ist gleich fertig...!") und man sackte im Stuhl immer tiefer, der ZA mit dem Bohrer hinterher. Da meine Eltern keine Zeit hatten, mußte ich auch immer allein hin.
Ich war dann so etwa 10 oder 11 Jahre alt, da hatte ich so starke Schmerzen, dass ich es nicht mehr aushalten konnte und wieder mußte ich zum Schlächter gehen. Da der Zahn inzwischen total unter Eiter stand, half auch keine Betäubung mehr - ich habe an einem Samstag-Nachmittag allein im Behandlungsstuhl gesessen, mit einem total schlecht gelaunten ZA - weil war ja sein Wochenende und er ist nur meinem Vater zuliebe extra für mich gekommen (das durfte ich mir die ganze Zeit anhören!!!) und hat mir eine Betäubungsspritze nach der anderen reingejagt. Als ich dann wieder zu mir kam (hatte wohl einen leichten Kreislaufkollaps) waren meine Eltern da und der ZA tobe und brüllte, ich solle das nächste Mal gefälligst früher kommen und wäre alles meine Schuld und so was.
Aber der Zahn war draußen.
Mit 13 oder 14 habe ich dann mal wieder Schmerzen gehabt und bin mal zu einem anderen ZA gegangen. Die hat dann den Zahn aufgebohrt und eine "Probefüllung" reingemacht, was mir tagelange Schmerzen verursacht hat. Als die Schmerzen endlich aufhörten, hatte ich meinen nächsten Termin - und wieder "Probefüllung - tagelang Schmerzen" das ging dann so 3 oder 4 mal. Beim letzten Mal Probefüllung bin ich aus dem total überfüllten Wartezimmer abgehauen und wurde dort nicht mehr gesehen.
Erst als ich 18 war und mal wieder die totalen Schmerzen hatte, mußte ich (natürlich) wieder zum ZA-Notdienst. Und ich bin fast umgefallen: Da war ein ZA, der hat überhaupt garnicht erst angefangen, sondern mich gefragt, warum ich denn so zittern würde und heulen und ich wäre ja total verkrampft und ich solle doch mal erzählen. Und dann kam wohl alles mal raus. Und der ZA hat nix weiter gemacht, als mir starke Schmerzmittel gegeben und mich für den nächsten Tag nochmal bestellt. Und ich solle ihn anrufen, egal wann, wenn die Schmerzen doch so doll wären, wenn ich meine, er solle ran. Am nächsten Tag war ich dann auch bei ihm und er hat wieder nur erzählt. Von sich, dass er mit 16 total fertige Zähhe hatte, weil er auch nie beim ZA war und er einen total netten ZA gefunden hatte und so beeindruckt war, dass er beschloß, ZA zu werden. Und er kenne sich mit meinen Schmerzen aus, weil ihm ging es ja nicht anders.
Wenn dieser ZA gebohrt hat, hörte er sofort auf, wenn es weh tat und gab Spritzen oder irgendwas zum Betäuben. Ich hatte totales Vertrauen, wir haben uns geduzt und das war total gut. Wir hatten auch die gleichen Hobbys und tauschten und während der Behandlung aus, meine Angst war zwar noch da, aber durch die ruhige Stimme des Arztes wurde auch ich viel ruhiger.
Dieser ZA hat mir dann mein komplettes Gebiss saniert und schick gemacht und nie kam auch nur ein Vorwurf.
Leider ist er dann in Rente gegangen und hat die Praxis geschlossen. Beim Nachfolger war ich dann auch mal - war aber nicht gerade der Kick.
Und das ist nun schon 20 Jahre her - und seitdem bin ich auf der SUche nach einem ZA, der meinem früheren "Retter" wenigstens annährend das Wasser reichen kann. Ich habe wieder eine Angst aufgebaut, dass ich nur dann gehe, wenn Schmerzen da sind. Dann ist es meist zu spät, der Zahn muß gezogen werden.
Leider habe ich bis jetzt immer die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte mein Vertrauen mißbraucht haben, indem z.B. vor 3 Jahren einmal, (als der ZA versuchte, in die Wurzel ein Implantat einzuschrauben und das nicht ging) und dann der Zahn gezogen werden mußte und sich herausstelle, dass die Wurzel nur halb vorhanden war - dieser Wurzelrest auch noch den Sprechstundenhilfen als Anschauungsmaterial vorgelegt wurde (war mir unendlich peinlich, weil die Anmeldung mit den Hilfen vom Wartebereich nicht abgetrennt ist und voll einsehbar ist) und laut herausposaunt wurde, ob sowas schon mal gesehen wurde. Ich bin aus der Praxis gestürmt und wurde dort nicht mehr gesehen. War schon Scheiße.
Und das war mal wieder mein letzter Besuch.

Ich glaub- das wars so.
Fillina
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Cluenna

unregistriert

10

Freitag, 26. September 2003, 11:38

Also meine Angst kam zuerst von einem Arzt, der so ziemlich das Gegenteil von feinfühlig war. Nach der Betäubungsspritze meinte er, wenn es immernoch weh tat, das kann gar nicht sein und machte einfach weiter. (Später hat mir eine andere ZÄ gesagt, dass es immer passieren kann dass man nicht alle betroffenen Nerven erwischt und man nochmal spritzen muss.) Ich bin weg von diesem Schlächter und zu einer anderen Zahnärztin. Die war sichtlich nicht begeistert von dem was ihr Vorgänger mit meinen Zähnen angestellt hat. Sie war sehr lieb und verständnisvoll und ich konnte nach einer Weile sogar ohne Betäubung die meisten Behandlungen ertragen. Sie hat immer erklärt, was sie gerade gemacht und ich brauchte nur die Hand zu heben und bekam eine Pause, wenn ich sie brauchte. Dann hatte ich Probleme mit einer 2 Zahnwurzeln. Also Wurzelspitzenresektion. Der eine Zahn war tot, der andere entzündet. Ich muss dazu sagen, dass ich Asthma habe und keine Luft mehr bekomme, wenn ich mich aufrege. Dieser Chirurg zu dem ich musste war einfach furchtbar. Ich hab ein grünes Laken übergestülpt bekommen wo nur ein Loch für meinen Mund drin war. Dann hat er erstmal seine ganzen Gerätschaften auf meinem Bauch ausgebreitet, die nur so gescheppert haben, weil ich so gezittert hat. Er hat dann gespritzt und bei dem toten Zahn, hab ich auch nix weiter gemerkt. Der entzündete aber hat so weh getan, dass ich total fertig war. Ich hab mich aufgeregt und keine Luft mehr bekommen, aber das hat den Arzt nicht interessiert. Der hat immer weiter gemacht und meinte das wäre doch nicht so schlimm. Ich hab so geheult unter dem verdammten Laken und er hörte einfach nicht auf. Dann wurde ich genäht und musste mich auch noch ne halbe Stunde alleine in eine Ecke setzen und durfte nicht raus ins Wartezimmer wo meine Mutter als moralischer Beistand saß. Er meinte so könne er mich doch nicht rausgehen lassen, ich würde ihm doch alle Patienten verschrecken. Bei dem war ich nicht mal mehr zum Fäden ziehen, das hab ich bei meiner ZÄ machen lassen. Die war auch ganz entsetzt von meinem Bericht über die OP. Kleines Randerlebnis. Als ich dann endlich im Wartezimmer bei meiner Mutter war, kam ein Jugendlicher aus dem Behandlungszimmer gerannt und zur Tür raus. Die Schwester meinte, der wäre jetzt das 3. Mal geflüchtet. Ehrlich gesagt, ich kann ihn gut verstehen. Ich lasse sicher nie wieder ne WSR nur unter örtlicher Betäubung machen.
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margret

unregistriert

11

Freitag, 26. September 2003, 15:32

cluena

hallo cluena
Ich habe gerade deinen beitrag gelesen und bin entsetzt.Das es noch solche ärzte gibt ist unglaublich,wir leben doch nicht mehr im mittelalter.Mir ist es ähnlich bei einer wurzelbehandlung gegangen.der arzt kam nicht so richtig an die wurzel und hat es dann mit roher gewalt gemacht. Zu guter letzt kniete er mit einem bein auf mir,er meinte da müsste ich jetzt durch.Danach war ich 2 jahre bei keinem zahnarzt.Mit neuem mut, sehr viel angst und mit hilfe eines therapeuten bin ich wieder in behandlung bei einer sehr verständnisvollen zahnärztin.Die schlimmen sachen werden jetzt erst mal mit vk gemacht.So langsam versuche ich zu lernen meine angst in den griff zu bekommen. Ich hoffe sehr, dass dir das auch gelingt. :)Ich wünsche dir viel mut.Margret
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*Tanja*

unregistriert

12

Montag, 13. Oktober 2003, 23:02

ich glaube, das hat bei mir viele Gründe die zusammentreffen und diese Angst hervorriefen.

Ich hab sowohl als Kind als auch als Jugendliche sehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten und ZÄ gemacht. Erst in diesem Jahr habe ich herausgefunden, dass sehr vieles hätte anders und leichter verlaufen können aber aufgrund der Tatsache dass kein Arzt zugeben wollte, nicht gut zu sein und weil die Erforschung der Krankheit noch immer in den Kinderschuhen steckt hab ich nun aufgrund einer schwerwiegenden OP mehrere Einschränkungen, wenn gleich ich mich nicht als behindert fühle. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich vermutlich mit 30 schon den ersten Bandscheibenvorfall hab und wohl nie eine normale Geburt erlben werden kann.
IN diesem Zusammenhang spielen auch Hilflosigkeit, Gefühl von Lähmung, Machtlosigkeit, Kontrollverlust und ein geringes Selbstwertgefühl eine sehr große Rolle bei mir.
Zudem hat meine Mama Angst vor ZÄ und ich hab auch noch mit den posttraumatischen Folgen eines Ereignisses zu kämpfen.
Ich denke, in puncto Psyche gibt sich da vieles die Klinke quasi in die Hand.
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pennylane87

unregistriert

13

Dienstag, 6. April 2004, 18:31

ich finde der auswahlpunkt "ich war einfach faul was die zahhygiene angeht und habe mich mit meinen zahnruinen dann nichtmehr zum arzt getraut" fehlt hier...glaube, dass ist bei sehr vielen der wahre grund :rolleyes:
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schisshaeschen

unregistriert

14

Freitag, 3. September 2004, 21:56

Tja, garnicht so leicht zu beantwortende Frage, aber ich versuchs mal. Aufgabaut wurde meine Zahnarztangst schon in frühsten Kindertagen. Damals gabs noch den Putzi, ein buntes AoK-Männchen, dass immer mit dem Slogan Bürste statt Bohrer warb (ich hoffe, dieses dämliche Männchen treibt nicht noch weiter sein Unwesen in Kinderzimmern). Nicht, dass ihr mich falsch versteht, gute Zahnpflege war und ist mir immer wichtig gewesen, aber ich habe durch entsprechende Vereinfachung und schwarze Pädagogik eine Heidenangst vor Karies und Bohrer entwickelt. Entsprechende Erzählungen anderer, die Horrorgeschichten vom ZA erzählten, taten ihr übriges, hinzu kamen Drohungen wie "wenn du immer so viel Nutella isst, werden dir deine Zähne reihenweise ausfallen"--bitte, droht NIE einem Kind mit dem ZA. Selber habe ich dank guter Zähne nie den Bohrer zu spüren bekommen und damit keine Möglichkeit gehabt, meine kindlichen Angstvorstellungen zu relativieren. Alle Möglichen zahnärztlichen Eingriffe von Zähneziehen über Weisheitszahnentfernung und kieferorthopädischer Behandlung habe ich verhältnismäßig locker überstanden. Und dennoch ist Angst geblieben, vor jeder Kontrolluntersuchung habe ich Schiss und alle möglichen körperlichen Symptome...Hinzu kommt, dass ich aufgrund von Negativerfahrungen mit anderen Ärzten immer Angst habe, an einen Pfuscher zu geraten...Hinzu kommt, dass manche ZÄ mit meiner Angst nicht umgehen können, da sie Angst nur demjenigen zugestehen, der selber schlechte ZAerfahrungen gemacht hat...
das vielleicht merkwürdigst schisshaeschen des Forums
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MachmirMut

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Beiträge: 2 284

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

15

Donnerstag, 5. Oktober 2006, 18:07

Solange ich denken kann, habe ich Angst vorm ZA.
Meine Ma ist mit uns zu so ne Art "Pferdedoktor" gegangen. Jeder Feldwebel wäre neidisch geworden X(
Bei ihren Behandlungen durften wir immer mit rein- "dann muß ich mich ja zusammennehmen"!
Der Doc war relativ grob, ziemlich ruppig-bin auch nur auf den Stuhl geklettert wenn meine Ma mit im Raum war ( selbst in der Pubertät noch) oder meine Tante die ,war dort ZA-Helferin. Dann sind so tolle Sachen vorgefallen wie viele kennen " stell dich nicht so an, das kann gar nicht weh tun", " ich bin doch gar nicht auf den nerv gekommen".Die beste Aktion war, das ich einen Schlag in Nacken gekriegt habe, weil ich mich geweigert habe nach einer Nerv-Bohr-Aktion den Mund wieder zu öffnen um die Behandlung abzuschliessen.
Einmal hab ich dem Doc auf den Bohrer gebissen damit er von Nerv geht Reaktion: "Das Ding war teuer!Wenn der abbricht" Gut das nächste Mal beiß ich ihm halt auf den Finger. hab ich ihm geantwortet ( war Teenager damals).
Das schreckt doch etwas ab und macht Angst,Panik nur Weg nie wieder hin.
Der nächste Doc war besser. Behandlung war relativ abgenehm, da gab es aber immer die vorwurfsvollen Blicke und Bemerkungen " ein Zahn ist kein Fingernagel- der wächst nicht wieder nach", ein kleines Loch sollte erstmal wachsen um es zu behandeln, usw..Er machte zwar seinen Job, aber ich immer gedacht, das es auch einfühlsamer geht. Irgendwann hatte ich das gefühl ( wenn ich mich mal hingetraut habe) , das das Helferinnenteam sich etwas arrogant und abweisend verhält
mein absolutes Highlight war aber die Frage von Za-Techniker ob ich mir überhaupt die Zähne putzen würde für meine Krone keine passende Farbe finden.
Tja, und nun kämpfe ich mit meinem Gebiss,meiner Za-Angst und der Angst vor dem Verhalten des Praxisteams. Das macht ne Menge aus.
Am liebsten hätte ich es intim- nur der Doc und ich . :D


Ach ja, zu meinem Vor-schreiber:
den Putzi gibt es immer noch. Sogar einen Putzi-Club!
Ich finde und fand ihn schon immer toll, Besonders seine Za-Pasta
fand ich klasse!!!
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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Kira

unregistriert

16

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 17:57

Früher hatte ich absolut keine Angst vorm Zahnarzt, egal ob mir n Zahn gezogen wurde, ein bißchen gebohrt wurde oder mein Lippenbändchen durchgeschnitten wurde.
Aber dann wars einmal so, das ein Backenzahn von mir gezogen werden musste ( Milchzahn) weil der wohl total vereitert war ( ich hate aber keine Schmerzen..) naja, erst hab ich gedacht : ok, krieg ich ne Spritze und das wars dann.
Tja, die Spritze hab ich bekommen, nur hat mein damaliger Zahnarzt den Zahn gezogen, bevor sie gewirkt hat...das waren Schmerzen...unglaublich. Damals war ich glaub ich so 10 Jahre alt. Ich war danach noch beim Zahnarzt, weil ich noch eine Spange trug und regelmäßig hin musste, aber als ich sie mit ca 13 / 14 nicht merh tragen musste wars mit dem Zahnarzt auch vorbei.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kira« (12. Oktober 2006, 17:57)

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Highfidele

unregistriert

17

Freitag, 13. Oktober 2006, 07:56

Hi,

ein bisschen hatte ich Glück, dass sich bei mir nie eine richtig schlimme ZA-Angst manifestiert hat.
Als Kind hatte ich auch komische ZA-Besuche, da wurde auch gebohrt und gebohrt und mit 14 begann der ZA, mir die restlichen Milchzähne zu ziehen. Zum Glück fing meine Mutter da endlich an, nachzudenken, ob das o.k. ist und wir sind zu einem anderen ZA gegangen, um eine zweite Meinung einzuholen. Sinnigerweise waren unter den Milchzähnen keine Bleibenden angelegt und so habe ich heute rechts oben und unten zwischen Dreier und Sechser nur den Fünfer (oder Vierer), der sich mitten rein gesetzt hat. Wollte man die Lücken auffüllen, bräuchte ich jeweils halbe Zähne :D
Sehr merkwürdiger Weise kam mit 18 unter dem Milchzahn unten links auf einmal ein bleibender Zahn. Die Milchzahnruine wurde in Einzelteilen und vielen Splitterchen rausgebastelt und dann begannen 3 Jahre Kieferorthopäden-Odysse. Der Bleibende wollte nämlich mit der äußeren Flanke nach oben rauskrabbeln, dazu noch verdreht. Also zig Variationen von Klammern und Multibändern (in einem engen Kiefer mit zu eng stehenden Zähne ist das Anlegen von Multibändern eine wahre Wonne - sehr geeignet zum Abnehmen, weil die Zähne wahnsinnig schmerzten), bis der Zahn nach drei Jahren halbwegs richtig stand.

Aber das alles ließ mich keine Panik schieben. Ich bin immer brav zum ZA gegangen, er fand ja auch nie was :D.
Die Weißheitszähne, die völlig blöde im Kiefer lagen, habe ich mir allesamt in einer Vollnarkose rausbuddeln lassen. Das waren einmal für 2 Tage Schmerzen, die ich aber nicht als soooooooo schlimm empfand, hätte es mir schlimmer vorgestellt und so ging ich letztlich immer fröhlich zum ZA. Bis das erste Loch (an meinem Sechser oben rechts) gefunden wurde. Bei der Spritze sackte der Kreislauf weg und der ZA selbst hatte menschlich schwer nachgelassen. Seit dem war mir zumindest sehr mulmig.
Als mir seine Art völlig zuwider war, wechselte ich den ZA, ich fühlte mich wieder wohl, aber leider war der fachlich nicht so hip. Als ich dann an meinem besagten Sechser nach einer neuen Füllung arge Probleme bekam und der nette ZA Urlaub hatte, bin ich zu meinem alten ZA zurück. Mit ganz ungutem Gefühl. Die Praxis ist sehr kalt in schwarzweiß eingerichtet, kein Bild kein gar nix. Grusel.
Der ZA hat dann den Sechser wurzelgefüllt und ich hatte danach mehr Schmerzen als jemals zuvor an dem Zahn, also immer wieder hin und letztlich schrie er mich an, ich soll begreifen, dass ich da keine Schmerzen haben könne, das würde ich mir einbilden.
Er war menschlich so mies geworden, dass ich in der Praxis echt Angst entwickelte.
Zum Glück war ich da aber schon wegen Fragen zur Wurzelfüllung auf das Forum hier gestoßen, was mir den Wechsel zu einem anderen ZA erheblich leichter machte. Vor dem ersten Termin beim neuen ZA war mir schon ziemlich schlecht und ich hätte am liebsten abgesagt, aber irgendwas musste ja mit dem Sechser passieren. Also Mut und Vernunft zusammen genommen und hin.
Nach zwei Terminen dort war meine Angst deutlich reduziert und dem Sechser wurde geholfen, der Schrei-ZA hatte einen vierten, noch aktiven, Wurzelkanal übersehen. X(
Ich kann nicht sagen, dass ich heute gerne zum ZA gehe, aber meine Mulmigkeit ist auf einem normalen Level. Aber ich bin guter Hoffnung, dass in der Praxis auch die Mulmigkeit noch verschwindet und ich relaxter zum ZA gehe. Aber im Grunde ist es so schon prima, denn es grummelt nur etwas im Magen, aber die Hände werden weder kalt noch schweißig, wenn ich im Wartezimmer sitze.

Aber ohne dieses Forum hätte ich den ZA wohl nicht so schnell gewechselt und ich glaube, dann hätte ich durch die Erfahrungen richtig Probleme mit der Angst bekommen. So aber konnte die Angstentwicklung rechtzeitig gestoppt werden.

Viele Grüße
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