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rainbowms

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1

Montag, 22. August 2005, 10:44

Angst und Kinder

Hallo alle Zusammen!

Weiß nicht so genau, wo ich das jetzt hinschreiben soll, also erst mal hier hin..


Mir schießen da gerade ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich ganz gerne los werden möchte:

Hier im Forum lese ich immer wieder "die Kinder sollen doch meine Angst nicht mitkriegen". Das kann ich ganz gut nachvollziehen, denn schließlich wollen wir unsere Angst ja nicht weitergeben an die Kleinen und Ihnen ein sorgenfreies "ZA-Leben" bescheren.

Und jetzt kommt das ABER! Lernen unsere Kinder dadurch nicht erst recht, dass es nicht gut ist Angst zu haben, dass man keine Angst haben, geschweige denn zeigen darf. Ist es nicht einer dieser Punkte, der uns Angsthasen das Leben so schwer macht? Wir erlauben uns nicht Angst zu haben und schämen uns sogar dafür.

Auch wenn wir noch so sehr versuchen, unseren Kindern irgendetwas zu verbergen, bin ich davon überzeugt, dass sie unbewußt doch alles mitbekommen und ein Kind spürt, wenn ein Elternteil leidet. Damit bringen wir Ihnen doch die Angst vor der Angst erst bei, oder?

Ist es nicht besser, schon seinen Kleinen zu zeigen, dass es absolut in Ordnung ist, Angst zu haben und zu zeigen, dass man lernen kann, damit umzugehen. Geben wir ihnen damit nicht viel mehr Vertrauen in die Hand?

Ich habe meine Angst auch jahrelang verborgen und auch meinen Kindern gegenüber, natürlich haben sie sie trotzdem mitbekommen und jetzt finde ich es einfach Klasse, wie meine Kleine mir Mut macht und beide an mich denken..... wenn sie wissen, dass ich Angst habe.

Damit wissen oder fühlen sie auch, dass ich auch für sie da bin, wenn sie Angst haben, egal vor was.....

Was haltet Ihr davon, fänd ich spannend zu erfahren.

:knuddel:
Liebe Grüße
Marion


22.08.2005 Thema aus Small-talk nach Umfragen verschoben von --Snowflake--

P.S. ich fand das Thema sehr interessant und deswegen zu schade für den Small-Talk ;)
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schlingel

unregistriert

2

Montag, 22. August 2005, 11:13

Hallo Marion,
Deine Überlegung finde ich ganz toll. Habe mir eigentlich noch keine Gedanken dazu gemacht. Bei uns war es einfach so, dass das Thema Zahnarzt gar nicht auf den Tisch kam. Wenn meine beiden Mädels dann aus der Schule einen "gelben Schein" mitbrachten, stand für mich fest, dass ich sie nicht dorthin begleite. :( Ging ja auch nicht. Wie sollte ich mit ihnen locker zum ZA gehen, wo ich doch nicht mal in der Lage bin/war eine ZA-Praxis zu betreten ohne Schweißausbrüche und Magenschmerzen zu kriegen. Ne, diesen Job hatte ich immer für Oma reserviert (als Ausrede immer meine Berufstätigkeit vorgeschoben). ;)
Meine Kinder haben somit nichts von meiner Angst mitbekommen, weil bei mir ja auch nicht ein ZA-Termin anstand. So richtig konnten sie meine ZA-Angst jetzt auch nicht verstehen, denn sie gehen Gott sei Dank durch Omas Hilfe locker zum Zahnarzt. (Woran ich immer noch arbeite).
Was gewesen wäre, wenn ich einen ZA-Termin in ihrer Kindheit gehabt hätte, kann ich nicht sagen. Werde noch weiter über Deine Gedanken nachdenken.

Liebe Grüße
Schlingel
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spatzi

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Wohnort: Rheinland-Pfalz

3

Montag, 22. August 2005, 12:48

Re: Angst und Kinder

Hallo Marion,
also...Ich finde, dass es einen Unterschied macht, ob die Kinder im Teenyalter (wie deine) oder kleine Zwerge (wie meine) sind. Bei ersteren ist es für mich völlig klar, dass nur Offenheit den Kiddies gegenüber hilft, die eigene Angst mehr oder weniger in den Griff zu bekommen. In dem Alter wissen die eh, dass wir Eltern nur mit Wasser kochen ;)...
Nur-bei meinen Kleinkindern möchte ich (noch) tunlichst vermeiden, dass bei mitbekamen (-bekommen), wie es ihrer Mama (und ICH bin für beide noch DAS Vorbild schlechthin) innendrin bei bestimmten Dingen geht. WIE sollen sie denn lernen, ein (möglichst) angstfreies Leben leben zu können, wenn ihr Dreh-und Angelpunkt ihres Lebens vor Angst nicht mehr klar denken kann.
Ich will jetzt nicht damit sagen, dass es gut sei, wenn sie überhaupt keine Ängste bei wem auch immer mitbekommen...NUR ist es wirklich nötig, dass sie uns in einer solchen psychischen Ausnahmesituation erleben, als was viele von uns die Behandlung beim ZA erleben?
D.H. im Klartext, dass ich es immer davon abhängig machen würde wie alt und wie ängstlich die Kinder sind, bevor ich sie mit bestimmten Dingen belasten würde.
Ich versuche meine Kinder nun, wo ich mit dem Thema ZA zum 1. Mal in meinem Leben lockerer umgehen kann, vorallem meine neu gewonnene Normalität spüren zu lassen.
Ich denke, dass besonders eine frühzeitige Gewöhnung an ZA-Termine als etwas "Normales", ZA-Angst-Karrieren verhindern kann.

Das wären meine Gedanken bei diesem Thema... :rolleyes:

LG spatzi
Lieber den Spatz in der Hand... 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »spatzi« (22. August 2005, 12:50)

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commodore

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4

Montag, 22. August 2005, 20:53

RE: Angst und Kinder

Hallo Marion

Nun muß ich sagen ein sehr interresantes thema,also ich von mir aus kann nur sagen das meine kinder wissen wieviel angst ich vorm za habe, und für mich, immer wieder ein gutes gefühl wenn sie mich trösten,es tut gut, und ich wüßte nich warum ich ihnen nicht meine angst zeigen sollte ,sie wissen davon, aber haben selber keine angst vorm za sie sind 4 und 9 jahre alt, sie möchten mich auch immer begleiten ,aber das mache ich dann doch lieber alleine:]

lg
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Eliehmina

vorher Tanda

Beiträge: 192

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

5

Montag, 22. August 2005, 21:39

RE: Angst und Kinder

Hallo Marion!

Guck mal hier ... da ging es schon einmal um das Thema Angst und Kind (bin jetzt zu faul meine Erfahrung in der Hinsicht "Meine Angst und mein Sohn" nochmal zu tippern :D)

LG
Michaela
Eigentlich seit Mitte 2004 fertig ... eigentlich :rolleyes:
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Hessin

unregistriert

6

Montag, 22. August 2005, 21:59

Hallo

also ich selbst habe noch keine Kinder habe aber Beruflich mit Kids zu tun. Im großen und ganzem denke ich das du recht hast rainbowms jedoch denke ich das man auch individuell schauen sollte ob man gerade die Angst vor dem ZA dazu nutzen sollte.Aber das kommt denke ich auch immer auf die Kinder an und vor allem das Alter. Nicht das wir den Kleinen dadurch noch mehr Angst machen als sie meist eh schon vor Ärzten haben. Ich denke es gibt andere Ängste die eher dazu dienen den Kids zu Zeigen das auch Erwachsene Angst haben.
Also wie gesagt kommt das meiner meinung nach immer individuell auf das Kind an.
Dazu habe ich ein " Gedicht" was vielleicht nicht 100%ig passt jedoch sehr interessant ist. Vorallem zum Thema passt der 7. Punkt.

Zehn Bitten eines Kindes an seine Eltern

1.Verwöhne mich nicht! Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage, ich will nur probieren, wie weit ich gehen kann.
Darum sei nicht ängstlich , im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!
Mir ist diese Handlung lieber, weil ich mich sicherer fühle!

2. Hindere mich daran schlechte Gewohnheiten anzunehmen! Ich muß mich darauf verlassen können, das du sie schon in ihren Ansätzen erkennst.
Weise mich nicht im Beisein anderer Leute zurecht, wenn es sich vermeiden läßt! Ich werde deine Worte viel mehr beachten, wenn du zu mir leise unter vier Augen sprichst.

3.Sei nicht fassungslos, wenn ich vielleicht einmal sage: „ Ich hasse dich!“
Ich hasse nicht dich sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.
Doch bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines tuns... Ich muß auch einmal peinliche Erfahrungen machen.

4. Schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zuviel Beachtung! Sie verschaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich benötige. Auch nörgele nicht! Wenn du das tust schütze ich mich dadurch das ich mich taub stelle.

5.Mache keine Versprechungen zu schnell! Bedenke, dass ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechen gebrochen werden. Darum sei nicht wankelmütig. Das macht mich völlig unsicher und lässt mich mein Vertrauen zu dir verlieren.

6. Unterbrich mich nicht wenn ich Fragen stelle! Wenn du das tust wirst du bemerken das ich mich nicht mehr an dich wende, sondern versuche, meine Informationen anderswo zu bekommen.
Und sag nicht meine Ängste seien albern. Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mich beruhigen wenn du versuchst, sie zu begreifen.

7. Versuche nicht immer so zu tun als seist du unfehlbar! Der Schaden ist für mich zu groß, wenn ich herausfinde, das du es doch bist.

8. Vergiß nicht, ich liebe Experimente!! Ich kann ohne sie nicht reif werden- bitte halts aus!

9. Denke nicht immer, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen! Eine ehrliche Entschuldigung erweckt bei mir ein überraschendes Gefühl der Zuneigung. Beachte, wie schnell ich aufwachse. Es muß für dich selbst schwer sein, mit mir Schritt zu halten. Aber bitte, versuchs!!!

10. Vergiß nicht, dass ich ohne eine Menge verständige Liebe nicht gedeihen kann!
Aber das muß ich dir ja hoffentlich nicht sagen!

LG

Hessin
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rainbowms

unregistriert

7

Dienstag, 6. September 2005, 11:28

Hallo Ihr Lieben,

möchte dieses Thema gerne nochmal aus der Versenkung holen.
Hessin: ja genau, ich denke Punkt 7 bringt meinen Gedanken genau auf den Punkt.

Übrigens habe ich meine Kinder (merkwürdigerweise) immer zum ZA begleitet, bis sie alleine gehen WOLLTEN. Es hat mich nie Überwindung gekosten, daneben zu sitzen und ihnen zu sagen, wie klasse sie das hinkriegen und ich war immer da, um festzustellen, ob der ZA auch ordentlich mit ihnen umgeht..... Komischerweise konnte er mit Kindern aber nicht mit mir... na ja.... anderes Thema.

Klar ist es inidviduell, wie jedes Thema was Kinder betrifft, man kann keine Allgemeinaussagen treffen und trotzdem :P (bin manchmal auch hartnäckig) bin ich davon überzeugt, dass es gerade bei Ängsten darum geht, nicht so zu tun als ob es sie nicht gäbe, sondern das Vertrauen aufzubauen, dass man damit nicht alleine ist und es schafft, sie wieder loszuwerden.


Ich drück Euch alle ganz, ganz fest.....
Marion
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Lili

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8

Dienstag, 6. September 2005, 15:47

Also, die Angst.....hmmm

Ich bin immer damit so umgegangen, daß meine Kinder verstehen konnten, warum die Mama "nicht so gut drauf ist", teilweise konnte ich ihnen konkret sagen warum, teilweise reichte es aber auch nur mitzuteilen: es geht mir nicht gut. Als meine beiden noch klein waren (inzwischen sind sie erwachsen) mussten sie diesbezüglich leider ziemlich viel aushalten - aber - jetzt sind sie "wohlgeraten" sie haben keinerlei "Schäden", sie sind sehr verständig andern Menschen und anderen Ängsten gegenüber - sie konnten trotz meiner Ängste gesund aufwachsen!
Ich denke - je nach Alter der Kinder, kann man ihnen klarmachen, daß man eben Angst hat, genauso wie man ihnen klarmachen kann,daß man Ärger hat und daß dieser "Zustand" nichts mit ihnen zu tun hat! Und da denke ich liegt der Knackpunkt - sie müssen wissen, daß sie nicht dafür verantwortlich sind! Aber wie sollen sie das wissen können, wenn wir versuchen zu verheimlichen? Dann machen sie sich eben alleine Gedanken und das sind dann vielleicht die falschen Ergebnisse die sie herausbekommen!? (....die Mama ist komisch - was habe ich angestellt oder falsch gemacht?....) Denn ich denke, "spüren" tun sie auf jeden Fall, daß "etwas nicht stimmt".
Ich hoffe, daß ich meine Gedanken einigermaßen verständlich rüberbringen konnte und natürlich finde ich auch, daß dies ein sehr, sehr interessantes Thema ist!

LG
Lili
Ich weiß nicht, ob es besser wird wenn es anders wird.
Ich weiß nur, daß es anders werden muß, wenn es besser werden soll.
3 Implantate, 8 WB's, 19 neue Kronen -überstanden
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Rike

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9

Dienstag, 6. September 2005, 16:40

Was sind wir heute philosophisch ... aber Ihr habt Recht. Ich möchte auf keinen Fall, daß meine Tochter mich auf einen Sockel stellt und ich ihr perfekt und unerreichbar erscheine... schließlich wird sie sich, zumindest hier und da, an mir orientieren und messen - und dafür möchte ich ihr auch ein halbwegs realistisches Bild von mir liefern. Und dann - irgendwelche Ängste in irgendeiner Ausprägung hat wohl jeder, klar, der eine mehr, der andere weniger, aber wenn wir ihnen früh zeigen, wie man damit umgehen kann, daß es keine Schande ist, dann haben sie später doch auch die Möglichkeit, damit umzugehen... sich nicht zu verkriechen... Wenn wir ihnen zeigen, wie sie ihre Zimmer aufräumen sollen, über die Strasse gehen, einkaufen, dann tun wir das, damit sie später alleine zurechtkommen (okay, und damit wir das irgendwann nicht mehr machen müssen 8) )... und genauso wichtig ist es, ihnen zu zeigen, daß man "Selbst-Verständlich" ist und auch sein darf. Denn sie müssen später auch mit sich selbst zurechtkommen. rike

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rike« (6. September 2005, 16:41)

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anton

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10

Mittwoch, 14. September 2005, 19:49

kinder haben eine unglaubliche fähigkeit die Körpersprache gerade der eltern zu lesen. selbst wenn man über seine angst nicht spricht, sobald das thema aktuell ist, werden die schwingungen ausgesandt. für eine angstfreie behandlung der kinder kann es hilfreich sein, wenn die mutter - abhängig vom alter des kindes - nicht unbedingt im behandlungszimmer ist. einfühlsame zahnärzte sind in der lage, einen guten, schnellen kontakt zu dem kind aufzunehmen und spielerisch eine eventuell notwendige behandlung für das kind in eine phantasiereise zu verwandeln. zauberei? - nein, hypnose!
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RonjaRäubertochter

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11

Donnerstag, 15. September 2005, 08:33

hmmm, also ich hab da auch mal mit meinem ehemaligen ZA drüber gesprochen. Und er fand es nicht so prickend, wenn man den Kindern von der ZA-Angst erzählt. Einmal hatte ich meine Kleine (damals 4, heute 17) beim ZA dabei, da flüsterte er mir zu: "wenn die Kleine dabei ist, müssen sie sich schon beherschen *zwinker*"Das hab ich auch gemacht!
Ich glaube auch, dass es ein Unterschied ist, ob das Kind 3 oder 13 ist. Trotzdem hab ich den Kindern damals nix erzählt. Ich hab ja so auch nicht drüber geredet :tongue:. Und meine wenigen nachfolgenden ZA-Termine aus dieser Zeit alleine durchgezogen.
Ich finde, dass die Kinder unbelasteter hingehen. Wenn sie dann auch Angst zeigen, kann man ja sagen: das versteh ich, ich geh da auch immer mit Herzklopfen hin...
Liebe Grüsse
Ronja
Das Leben ist wie ne Schachtel Pralinen, von allem etwas, drei Viertel mag man nicht...und man weiß nie, wo der Schnaps drin ist.
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Eliehmina

vorher Tanda

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Wohnort: Nordrhein-Westfalen

12

Donnerstag, 15. September 2005, 18:26

Hallo!

Ich denke jedes Kind ist da auch anders und man muss auch darauf eingehen! Ich habe meine Angst NICHT vor meinem Sohn (damals 5) verheimlichen können und ausdiesem Grund auch mit ihm darüber geredet. Ich habe ihm aber auch erklärt warum ICH Angst habe und das ICH darauf aufpasse, dass ihm das nicht passiert!!! Mitlerweile darf ich den Raum auch verlassen, wenn er auf dem Stuhl sitzt :]

Ich bin mir auch relativ sicher, dass ein Teil meiner Angst eben daher stammt, dass ich mit meiner Mutter immer zum ZA gegangen bin (so bis ich 10 war) , die, wie ich mitlerweile weiss, auch Angst vor den Behandlungen hat! Diese Unruhe und Verkrampfheit konnte mir gar nicht entgehen. Bist zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht und hatte trotzdem schon Angst!

Zu dem Thema pauschal eine Aussage zu treffen geht m.E. gar nicht!

LG
Michaela
Eigentlich seit Mitte 2004 fertig ... eigentlich :rolleyes:
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spider

Moderator

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Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

13

Donnerstag, 15. September 2005, 19:34

@ Tanda:
Du sprichst mir aus dem Herzen, denn genauso war auch einmal der Beginn meiner "ZA-Angst-Karriere"... :rolleyes:.
Auch ich hatte schon Angst vor dem ZA, noch bevor ich jemals einem solchen persönlich begegnet war - alleine deshalb, weil meine Mutter so große Angst davor hatte. Die niedergedrückte Stimmung im Hause, wenn ein Termin anstand, bekam ich auch als kleines Kind sehr deutlich mit und alleine damit war klar, daß ZA etwas gaaaanz schlimmes sein MUSS !
Und dann hat sie auch noch - ohne dabei müde zu werden... - so einige Schauergeschichten immer wieder und ausführlichst vom Stapel gelassen.. 8o.
Schade (...naja, ist eigentlich nicht das richtige wort dafür...), daß ich dann später auch leider ähnliche Erfahrungen machen mußte.. ;(.

HEUTE kann ich ja irgendwie nachvollziehen, daß meine Mutter DAMALS wohl für sich keine anderen Möglichkeiten hatte, mit ihrer Angst umzugehen...bzw. eher nicht umzugehen...

Ich habe mich sehr gefreut, als ich ihr vor längerer Zeit dann eine mir (durch die eigene Beschäftigung mit der Thematik ) bekannte ZÄ empfehlen konnte, bei der meine Mutter offensichtlich das erste Mal in ihrem Leben erfahren durfte, was angenehme und entspannte ZA-Behandlung bedeutet. :]
War irgendwie doch sehr befriedigend auch für mich gewesen... :D

Ich wünsche allen Kindern, daß ihre Eltern es erfolgreich schaffen, ihnen einen angstfreien Weg zum ZA zu ebnen! :] (...am besten wohl, indem diese ihre eigenen Ängste konsequent besiegen lernen.)

liebe Grüße von
Spider

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, dass etwas anderes
wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
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Pessimist

unregistriert

14

Freitag, 30. September 2005, 10:16

Hallo rainbowms,

gutes Thema, das selbe ging meiner Frau und mir, vor meinem letzten ZA Besuch (Vorgestern), durch den Kopf. Ich hatte panische Angst und wollte gerne meine Frau dabei haben. Also musste unsere Tochter (2 Jahre) auch mit. Gut, die kalten Hände und das Herzrasen kann sie nicht sehen, aber warnehmen kann sie die Angst bestimmt trotzdem.
Wenn eine große Behandlung ansteht, finde ich es trotzdem besser, das Kind bleibt aussen vor, da macht schliesslich schon das Zusehen Angst. 8o
Andererseits ist ein ereignisloser Kontrollbesuch mit Angst vorneweg bestimmt auch beruhigend, wenn das Kind erkennen kann, dass die Angst unbegründet war. Im Alter von zwei Jahren kann unsere Kleine letzteres vermutlich noch nicht erkennen.
Auf jeden Fall kann es nicht gut sein, wenn das Kind beim ersten ZA-Besuch gleich auf dem Behandlungsstuhl landet und den Mund aufmachen soll, damit eine fremde Person darin rumfummelt. So war es jedenfalls bei mir und ich habe keine gute Erinnerung daran.

cu Pessimist
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anton

unregistriert

15

Freitag, 30. September 2005, 10:44

hallo, die macht der sprache: wenn ich mir vorstelle, daß jemand in meinem mund herumfummelt, würde ich auch das kalte grausen bekommen.

wie wäre es denn alternativ mit folgender formulierung: ein höchst qualifizierter und gleichzeitig wirklich einfühlsamer behandler nimmt auf spielerische art und weise kontakt mit dem kind auf und läßt den besuch auf dem zahnarztstuhl zu einer neuen und spannenden erfahrung werden ...

soll heißen, die art wie wir formulieren prägt unser denken und unsere vorstellung. ändern wir die formulierung, ändert sich das denken und dann auch die erwartungen. probier es doch einmal aus, es funktioniert! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »anton« (30. September 2005, 10:45)

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Chris_C82

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Wohnort: Rheinland-Pfalz

16

Freitag, 30. September 2005, 13:59

@anton Denke ich auch.. Sprache als Medium wird oft unterschätzt. Sprache ist aber nicht nur eine Kommunikationsart, sonder Sprache ist Handlung... Indem ich etwas sage, tue ich etwas... SPrache verändert unsere Wirklichkeit..

Was ich nicht so alles weiß *gg*

MfG

Chris
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." 2. Kor 12,9
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Steffi-Angsthase

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Beiträge: 260

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

17

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 14:16

hallo,

ich möchte meinen Kindern die Angst vor dem Zahnarzt auch nicht weitervererben - und versuche ihnen den ersten Zahnarztbesuch in einer "lockeren" Atmosphere bieten zu können...d.h. dass das dann stattfinden wird, wenn ich demnächst meine neuen Füllungen habe und von daher keine Angst haben muss...
Insofern muss ich ihnen dann in dem Augenblick nichts vormachen.

Zum Thema - "spüren unsere Kinder unsere Angst?"

Definitiv: JA! Anfang des Jahres hatte mein Jüngster im Alter von 5 Wochen eine Hirnblutung und darauf einen Hydrocephalus entwickelt. Ich war mit ihm 4 Wochen auf der Intensivstation und hatte meine Kinder nur sporadisch gesehen. Als es dann auf die OP zuging, in der mein Sohn einen Shunt gelegt bekommen sollte (ein Schlauch vom Kopf in den Bauchraum, damit das Nervenwasser wieder abfliessen kann) war ich sehr nervös.
Wir hatten zu dem Zeitpunkt eine Heilpädagogin an der Seite, die mir den Weg geleitet hatte, was ich meinen Mädels (zu dem Zeitpunkt 3 und 2 Jahre alt) sagen kann und soll und was und wie ich es "verpacken" soll.
Auf jeden Fall fuhr ich zu meinen Töchtern - die mich und meinen Sohn auf der Intensiv nicht besuchen durften und derweil bei der Oma waren - und versuchte "locker" zu sein - und mich über die Mädels zu freuen. Da sagte meine Grosse: "Mama - Du brauchst keine Angst zu haben! Es wird alles wieder gut!" ;(


Das hat mich so zu tränen gerührt und mir die Gewissheit gegeben, daß das wie die Heilpädagogin uns auf den Weg gegeben hat genau richtig war. Denn sie sagte auch, daß wir den Mädels die OP nicht verheimlichen sollen, sondern ihnen sagen sollen, daß der Matthias wieder heil gemacht wird, daß das schwierig ist, und die Mama Sorge um ihn hat...

Meine Grosse hatte übrigens recht: Alles ist wieder gut geworden! Mein Jüngster gedeiht sich trotz seiner Startschwierigkeiten prächtig und ist zeitgerecht entwickelt :]

Nur so als Beispiel - verheimlichen bringt nicht viel...

- edit: sorry für die vielen Fehler - nebenbei laufen hier drei Kids rum und blöken :rolleyes:
Viele Grüße
Steffi-Angsthase

OP mit Extraktion von 5 Zähnen und 3 WSR und Austauschen der Füllungen geschafft (zwei VN-Sitzungen + drei "normale" Sitzungen)
ich glaub aus der "Kür" (Kronen und Brücken) wird allerdings nix mehr ;(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Steffi-Angsthase« (19. Oktober 2006, 14:18)

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