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Brahma

unregistriert

1

Samstag, 30. August 2008, 19:19

Empfindungen bei Verlust von Zähnen

Umfrage

Verlust von Zähnen

6%

Ist mir ziemlich egal, es gibt ja Ersatz (4)

24%

Ist als Ereignis nicht schön, aber macht nichts (17)

34%

Das macht mir Angst und ich versuche es daher unbedingt zu vermeiden (24)

41%

Es bedeutet den Verlust eines meiner Körperteile (29)

Insgesamt 70 Stimmen
Hallo zusammen,

zurzeit bearbeite ich einen Themenbereich im Zusammenhang mit dem Selbstkonzept und Bewusstsein und ich habe eine Frage an Euch. Mich interessieren die Antworten, damit ich mir ein Bild machen kann, ob ich mit meinen Gedanken auf der richtigen Spur bin. Wenn Ihr sie beantwortet, müsst Ihr Euch also keine Sorgen machen, dass irgendwas irgendwo veröffentlicht wird.

Die Frage ist:
Wie fühlt Ihr Euch bei der Vorstellung, einen oder mehrere Zähne zu verlieren?

Es gibt da mehrere Möglichkeiten, an die ich denke, z.B. durch Schäden, durch einen Unfall oder auch das Ziehen von gesunden Zähnen wie so oft bei Weisheitszähnen oder bei Platzmangel. Es geht dabei mehr um den Aspekt, dass der Zahn verloren ist, als die Auswirkungen, die das jeweils hat. Also mehr um die Empfindungen bei dem Gedanken, als um die Erklärungen, die man dazu überlegt.

Es gibt möglicherweise einen Einfluss-Fehler dadurch, dass wir uns gerade in diesem Forum finden, aber ich frage trotzdem Euch, weil ich mit Euch so gut reden kann. ;) Wir können ja auch eine Diskussion draus machen.

Ich bin gespannt auf Antworten.

Viele Grüße,
Brahma

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Brahma« (30. August 2008, 19:22)

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perdita

Team Moderator

Beiträge: 20 384

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Stuttgart

2

Samstag, 30. August 2008, 19:28

Ups, da bin ich ja die Erste. :D

Ich hab 'ne Weile nachdenken müssen, weil es ja - wenn man es oft genug erlebt hat - schon fast so etwas normales darstellt, einen Zahn hergeben zu müssen. Das heißt, man kann sich natürlich dran gewöhnen, die Verlustempfindungen sind nicht mehr so übermächtig.
Dennoch ändert selbst die beste Gewöhnung nichts daran, dass ich mit jedem Zahn eines meiner Körperteile hergebe. Am Anfang hat mir das richtig Angst gemacht. Inzwischen weiß ich, dass ich damit leben kann, und gar nicht schlecht.
Verglichen mit Menschen, die einen Arm oder ein Bein hergeben müssen, fällt ein Zahn ja nicht so ins Gewicht. Eigentlich. Die Prothesen im Mund fallen auch optisch nicht so auf wie an Arm oder Bein.
Ich hab letztens im Fernsehen was über eine beinamputierte Schwimmerin gesehen, die meinte, die einzige Situation, in der sie sich behindert fühlt, ist, wenn sie ihre Prothese ablegen muss bevor sie ins Wasser springt. Die gewöhnen sich also auch dran. Genauso wie jeder hier sich an Zahnprothesen gewöhnt.
Schweife ich ab? Wahrscheinlich. :rolleyes:
Ich weiß es nicht ganz auszudrücken. Ja, ich empfinde es als Verlust eines Körperteils und würde um die Erhaltung eines jeden Zahnes kämpfen solange es geht. Geht es nicht, gewöhne ich mich auch an Ersatz, das geht prima. Aber es ist doch nicht mehr ganz so wie vorher.
Ich hoffe, das reicht dir. ;)

www.zahnarzt-angst-hilfe.de

Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11


"Ohne Angst kann es keinen Mut geben" Christopher Paolini "Eragon"
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ManGo

Team Moderator

Beiträge: 11 312

Geschlecht: Männlich

Wohnort: im richtigen Bayern

3

Samstag, 30. August 2008, 19:42

mir war das sehr lange sehr egal! X(

[Doppler gelöscht von perdita] ;) [ManGo, du hast vergessen, abzustimmen!]

http://www.zahnarzt-angst-hilfe.de


Bitte achtet darauf, dass ihr keine Namen von Behandlern nennt. Näheres hierzu findet Ihr hier unter Punkt 2.11



"Alles ist schwierig bevor es leicht wird."
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Dee

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 20

Geschlecht: Weiblich

4

Samstag, 30. August 2008, 20:52

Zitat

Original von perdita
Ja, ich empfinde es als Verlust eines Körperteils und würde um die Erhaltung eines jeden Zahnes kämpfen solange es geht. Geht es nicht, gewöhne ich mich auch an Ersatz, das geht prima. Aber es ist doch nicht mehr ganz so wie vorher.


Genau so sehe ich das auch, und deshalb ist Zahnziehen für mich auch der totale Horror. Nicht, weil das Ziehen an sich so schlimm wäre, das ist bei mir immer absolut schmerzfrei abgelaufen. Aber es fehlt einfach was, das zu mir gehört.

Und die 4 bleibenden Zähne, die ich bis jetzt hergeben musste, waren alle im nicht sichtbaren Bereich. Hat also nichts mit Eitelkeit zu tun. Erklären kann ich mir das selber nicht.
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kellikatze

unregistriert

5

Samstag, 30. August 2008, 21:34

Zahnverlust

Hallo,

mir sind im Zuge einer OP an zwei Zysten drei Backenzähne gezogen worden und ich war schon sehr geschockt darüber. Die Zähne werden im nächsten Jahr ersetzt, aber ich habe plötzlich das Gefühl, ich bin eine alte zahnlose Frau. Bin ein Stück weit selbst schuld, denn ich habe durch meine Phobie die Zahnarzt-Besuche schleifen lassen. Ein komisches Gefühl!

Kellikatze
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Brahma

unregistriert

6

Sonntag, 31. August 2008, 15:48

RE: Zahnverlust

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eue Beiträge. :knuddel:
Da sind noch interessante Aspekte dabei.

Brahma
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Atraxia

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 620

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Nürnberg

7

Sonntag, 31. August 2008, 19:57

Also ich hab damals, als ich mich damit befassen musste, meinen Zahn bald hergeben zu müssen, Rotz und Wasser geheult....sehr übel war das, hab immer gesagt "niemals geb ich einen Zahn her, lieber wart ich, bis er von selber rausfällt, will keine Lücke usw usw".....war da sehr fertig.
Dann musste er raus und seitdem...hmm...ich finde es schade, dass er weg ist, aber ich bin irgendwie glücklich, dass diese blöde Entzündung und das ganze schlechte Gefühl dazu endlich weg ist...wie eine Befreiung irgendwie.

Die Gedanken sind auch weg von damals....ging ja auch nicht anders, hätte gedacht, es würde mich schlimmer treffen.
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MachmirMut

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 2 284

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

8

Mittwoch, 3. September 2008, 23:13

Lange bevor ich wieder einen Fuß in die ZA-Praxis gesetzt hatte, war es mir eigendlich relativ egal. Ich dachte ; alles raus, neue rein..vielleicht gewinnst ja im Lotto..dann alles mit Implantaten fertig..

Im Lotto habe ich nie gewonnen..
Als der Doc dann aber doch sagte wiecile Zähne erziehen muß war es ein echter Tiefschlag..
Soviele auf einmal, und die durch FALSCHE erstzt..
Ich kam mir vor wie meine eigene Oma...falsche Zähne die man raussnimmt..die nachts im Wasserglas schlafen..der Gedanke war schrecklich..

Okay mittlerweile habe ich seit 1 1/2 Jahren meine Teilprothese und es gibt immer noch Zeiten wo ich mich schwer damit tue,
Aber mittlerweile sehe ich es etwas anders..
und wieder liegt ein langer anstrengender Weg vo rmir... :thumbdown:
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Rike

unregistriert

9

Donnerstag, 4. September 2008, 08:09

...hm... also, lange Zeit (im Leben davor, sozusagen ;)), war mir das egal. Ich hätte mir lieber einen Zahn ziehen lassen als einen ZA mit Bohrer an mich ranzulassen. Warum mir das Ziehen weniger Angst gemacht hat? Weil es dafür eine Betäubung gab... für das Bohren, auch bei einer Wurzelbehandlung, nicht... (DDR).
Aber jetzt? Ich würde um jeden Zahn kämpfen, wir haben sooo viel zusammen durchgemacht. Und mittlerweile mögen wir uns ;) Darum wäre es für mich wirklich schlimm, einen hergeben zu müssen.
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spatzi

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Beiträge: 311

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Rheinland-Pfalz

10

Donnerstag, 4. September 2008, 14:15

Das ist das einzige was von meiner ZA-Angst übriggeblieben ist.
Ich habe immer noch Angst, unnötig Zähne zu verlieren.

Sie wachsen nun mal nicht nach...

OK mit dem bisschen Rest-Angst lässt sich aber gut leben, ZÄ sei Dank. :rolleyes:
Lieber den Spatz in der Hand... 8)
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Froschi

Erfahrungspunkte:

Beiträge: 3 792

Wohnort: Baden-Württemberg

11

Samstag, 6. September 2008, 23:46

Ich grübel jetzt schon seit der Eröffnung dieses Threads über deine Frage Brahma. :rolleyes:

Und noch immer bin ich mir nicht im Klaren darüber, was der Verlust eines Zahnes für mich wirklich bedeutet.
Bis jetzt habe ich mich mehr oder weniger unfreiwillig von 5 meiner Zähne verabschieden müssen.
Dies geschah jeweils äußerst pietätlos.
Es ging schnell und unerwartet und Frosch war ja jeweils genug mit den Nachwirkungen beschäftigt. ?(

Nächste Woche isses wieder soweit. Extraktion Nr. 6 steht an. Oder sollte man das eher eine Ausgrabung nennen?
Eine Extraktion mit Exploration und anschließender Exzision? Oder doch eher eine Exaberation eines Zahnes?
Kann man dieses Ding als Körperteil bezeichen oder ist das eher ein parasitärer Fremdkörper? :rolleyes:
Es ist das erste Mal, das das nicht von heut auf morgen oder spontan entschieden wurde. Und dieses Mal geht der Zahn auch nicht ohne Vorgeschichte bzw. längeren Kampf.
Was bedeutet das für einen?
Wie ist es, einen Quadranten ohne Backenzahn zu haben?
Ist es ein Verlust eines Körperteils oder doch eher ein Gewinn an Lebensqualität oder eine Erlösung?
Ich weiß es nicht. Noch nicht....

*abwart*
Keiner ist so verrückt,dass er nicht einen noch Verrückteren findet,der ihn versteht.

F.Nietzsche
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