Verdrängung
Hallo,
es scheint für die meisten - zumindest diejenigen, die in diesem Forum schreiben - kein Problem zu sein, sich selbst zu seiner Angst zu bekennen. Ich meine: Es sind ja zwei Paar Schuhe, ob ich ein Problem damit habe, mir selbst Angst ein- und auch zuzugestehen und/oder ob ich ein Problem damit habe, diese dann nach außen einem oder mehreren mitzuteilen.
Ich habe nun offensichtlich ein Problem damit, dass ich mir selbst nicht eingestehen will, dass ich eigentlich doch noch immer horrende Angst vorm Zahnarzt habe. Ich hielt mich nämlich eigentlich für "geheilt" und dachte mir - zwischenzeitlich älter geworden und beruflich recht erfolgreich - dass "das mal was von früher" , also so eine Art "Jugendproblem" war. Vor ungefähr 15 Jahren hatte ich wegen meiner Zahnarztangst und der sich daraus ergebenden Zahnarztabstinenz einen wirklichen "Gau" erlebt - Kieferknochenentzündung mit einer beginnenden Blutvergiftung, was mir Krankenhausaufenthalt und ein halbes Jahr lang fast wöchentliche Zahnarztbesuche bescherte. Danach dachte ich eigentlich, Dich bringt jetzt gar nichts mehr aus dem Gleichgewicht...
Nun stelle ich aber leider fest, dass ich - vielleicht auch, weil Wochenende ist und der Berufsalltag da ja nicht so tobt - doch ganz nett Schiss vor einem auf vier Stunden angesetzten Termin am Freitagmorgen habe. Zumal ich nämlich wegen eines Umzugs den Zahnarzt gewechselt habe und dem "Neuen" auch "ganz cool" nichts von meinen wie ich glaubte "früheren" Angstzuständen berichtet habe, als ich das erste Mal zum Beratungsgespräch in der Praxis war. Leider stehen aber jetzt einige Großaktionen an und ich bin nicht mit "nur Kontrolle" davongekommen. Und da ist sie wieder - die Angst.
Hat jemand hier schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht? Und wie würdet Ihr Euch dem Zahnarzt gegenüber verhalten?
Späte Grüße
Fayol