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Nachtlicht

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Wohnort: Niederbayern

1

Montag, 23. Juli 2012, 16:07

Paradontitis ist übel.

Hallo erstmal,

war schon gut 5-6 Jahre nicht mehr beim Zahnarzt und bin jetzt 23. Vorher musste ich quasi immer zum Zahnarzt, weil die Termine immer von meiner Mutter ausgemacht wurden. Also habe ich mich dem zwangsweise immer gestellt, aber immer gehasst. Besonders schrecklich empfand ich jedesmal das entfernen des Zahnsteins, weil es dann blutete und immer wieder schmerzte. Bohrungen hatte ich nicht so oft, aber auch das ist nicht gerade angenehm gewesen. Vorallem hatte ich dabei immer Angst, dass meine Zunge da in einen Bohrer oder Schleifer gerät. Wusste nie wohin mit der Zunge.

Demnach war ich erstmal froh nicht mehr zum Zahnarzt zu müssen. Ging auch lange gut so. Karies ist das geringere Problem. Denke, dass ich keine, oder keine gravierenden Löcher habe. Dafür eine Paradontitis, die vorallem an den unteren Schneide- und Eckzähnen immer schlimmer wird und jetzt schon sehr schlimm ist. Da ich sehr Putzfaul bin, und meist nur einmal pro Tag putze, nahm ich mir erstmal vor, dass ich 2-3 mal sehr vorsichtig putze. Aber auch da habe ich Angst vor Schmerzen bei den vorderen unteren Zähnen. An einem Zahn ist das Zahnfleisch schon so weit zurück gegangen, dass es fast nicht mehr möglich ist von Rot nach Weis zu putzen, und es blutet jetzt auch wieder bei jedem Putzen. Ich habe sogar Angst davor, meine Zähne anzusehen, weil ich nichts finden will, was sehr übel aussieht.

Ich weiß, dass da was gemacht werden muss, aber ich habe Angst davor, dass es dann wieder so schmerzen und bluten wird, wie ich es von früher her noch kenne. Zudem lese ich oft, dass das irreversible ist, sich das Zahnfleisch nicht mehr erholen und nachwachsen wird. Was kann man da machen und vorallem wie?

Unter Narkose wäre es kein Problem für mich, wenn vorallem diese eine besonders schlimme Stelle wieder in Ordnung gebracht wird. Den Rest würde ich dann auch ohne wohl ertragen können. Wenn diese eine Stelle wieder in Ordnung ist, würde ich sie evtl auch wieder gründlicher putzen wollen... jetzt will ich da so gar nicht mit der Bürste hin, sonst blutet es und schmerzt ggfs.
Nur ich selbst kann mir da auch nichts leisten, was nicht von der GKV getragen wird. Verdiene selber kein Geld, weil ich noch einer Schule nachgehe und Eltern belasten will ich damit auch nicht. Suche zwar schon nach einer kleinen Nebentätigkeit, um diverse Reparaturen an mir und meinem Auto selber leisten zu können, aber das dauert leider auch noch.

Ich denke, dass man den einen Eckzahn nur noch effektiv mit einer Bindegewebstransplantation wieder in Ordnung bringen kann. Davor graust mir auch. Aber wie sonst ist sowas noch zu beheben? Der Zahn selbst ist noch in Ordnung, auch die Wurzel ist nicht zurückgebildet, soweit ich das sah. Nur wie schon angesprochen, ist es schwierig den noch vernünftig zu putzen...

Wie auch immer, es muss was gemacht werden, ehe es noch schlimmer wird. Auch bei anderen Zähnen tritt Paradontitis auf, nur das bekomme ich immer wieder mit Putzen und Spülungen in den Griff. Wie lange das ausreicht, weiß ich aber auch nicht.

LG
Nachtlicht
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Anneliese

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2

Montag, 23. Juli 2012, 18:22

Hallo Nachtlicht,

zunächst einmal finde ich es wirklich toll, daß Du Dich getraut hast, hier zu schreiben. Das ist schonmal der erste Schritt, viele hier teilen Deine Ängste und haben dieselben oder ähnliche Erfahrungen.

Ich würde Dir raten, zunächst einmal einen ZA aufzusuchen und dann eine Diagnose erstellen zu lassen. Nur der Fachmann kann den Zahnstatus beurteilen und wird dann auch entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten. Sicher ist es noch nicht so schlimm, wie Du befürchtest, aber wenn Du nichts tust....
Mit Spülungen allein ist es leider nicht getan und Du bist doch noch so jung...

Wegen der Kosten mach Dir keine Sorgen, das kann man alles regeln. Was die KK nicht trägt, kann man meist in Raten zahlen, etwas geht immer. Sprich doch auch mal mit Deinen Eltern....

Du schaffst das schon!!! :streichel:
20.09.2011 Kontaktaufnahme
10.10.: erster Termin nach 15 Jahren, reden, reden reden
14.10:Bestandsaufnahme, Röntgen und Lagebesprechung
7.11 - 05.12.: Ziehen aller Ruinen in drei Terminen
Weihnachtspause :smoker:
05.01.: PZR
17.01.: Termin zum Behandlungsplan
20. + 21.03.: Paradontosebehandlung
28.03.: nochmal 4 Ex und neues Leben mit Provi :D
17. und 18.09.: Abschleifen von 10 Zähnen
25.10.2012: HABE FERTIG :woohoo:
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Nachtlicht

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Wohnort: Niederbayern

3

Dienstag, 24. Juli 2012, 02:18

Danke für die tollen Worte.

Also gut ist es sicher nicht. Gerade beim Zähneputzen stellte ich fest, dass das Blut mehr von oben kommt, als von unten. Also gibts noch mehr Problemstellen, die eben nur nicht schmerzen. Auch die Schleimhäute im oberen Wangenbereich (innere Außebseite) sind gereizt, so dass es leicht brennt, wenn man mit der Zunge drüber fährt. Der ein oder andere Karies wird wohl auch dabei sein, auch wenn da nichts oder nur selten mal was schmerzt..

Nunja, habe jetzt schon mal im Internet nach Zahnärzten recherchiert. Vorallem welche, die auch mit ängstlichen Patienten Erfahrung haben und viel wert auf das Wohlbefinden des Patienten legen. Mein alter Zahnarzt war da immer irgendwie sehr seltsam für mich. Bei dem fand ich auch kein großes Vertrauen, sondern eher nur, dass er eben seinen Job macht. Auch wenn er scherzhafte Äußerungen von sich gab (die ich eher nicht verstand), wollte und möchte ich den auch nicht mehr wieder aufsuchen.

Habe eine Praxis in meiner Nähe gefunden, die mir von der Bewertung und Internetpräsenz her erstmal zusagt. Gleich eine Mail geschrieben, in der ich grob die Probleme schilderte und worauf ich selbst viel Wert lege bei der Behandlung. Schrieb auch, dass eine Terminvereinbahrung auch gleich gemacht werden könnte. Also ich will das jetzt durchziehen, auch wenn ich es lieber noch aufschieben möchte. Aber Aufschieben ist nicht mehr drin, egal was komme.

Zudem versuche ich jetzt auch sehr bewusst zu putzen, 3 mal am Tag, nach einem System, dass empfohlen wird auf diversen Zahnarzt/-gesundheitsseiten. Jetzt auch immer mit Spülung, erstmal 2 mal am Tag, wenn es wieder etwas besser wird, gehe ich auf 1 mal runter, weil 2 mal nicht so gut sein soll. Dafür brauche ich dann zwar auch schon mal 10 Minuten, dafür ist es gründlicher und auch schonender. Brachte diesmal sogar einen schwarzen undefinierbaren Klumpen zwischen den Zähnen raus. Muss mit der Zahnbürste aber noch üben, da die so Interdental-Borsten hat.

Also ich lege jetzt sehr viel wert auf diese Sache. Denn ich bin auch selbst Schuld an der ganzen Problematik jetzt.In Zukunft werde ich das nicht mehr vernachlässigen, denn Gesundheit ist wichtiger als alles andere.

Achja, was mir positives auffiel. Jetzt da ich 3 mal statt nur einmal pro Tag putze, wurden die Zähne schon etwas weisser. Sind zwar immer noch gelb, aber nicht mehr ganz so arg. Und die Entzündungen scheinen etwas weniger intensiv schon zu sein. Also schon allein die intensivere Pflege bringt selbst jetzt oder gerade jetzt kleine Verbesserungen. Dass das aber nicht mehr ausreicht, ist mir sehr bewusst geworden.

Was das Alter anbelangt ist wohl noch mehr zu retten, aber auch in dem Alter kanns schon ganz schön übel werden. Als Kind hatte ich mal einen komplett mit Karies weggefaulten Zahn, der aber auch nicht mehr behandelt oder gezogen wurde, weils nur die Milchzähne waren. Dass das schon nicht bei meinen Zweiten passierte, ist eh irgendwie ein Wunder.

Na gut, jetzt muss ich auf die Diagnose warten und kann nur hoffen, dass nicht allzuviel gemacht werden muss. Denn wenn man dann alles genau weiß, steigert sich die Angst wohl noch etwas an. Dann kommen die schlechten Erinnerungen wieder zurück. :(
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Nachtlicht

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4

Dienstag, 24. Juli 2012, 13:31

Termin steht so gut wie fest.
Am 31.7.12 um 10 Uhr.

Also noch eine Woche. Dann wird sich das ganze mal angesehen und ein Behandlungsplan erstellt.
Irgendwie freu ich mich darauf, aber genau so habe ich Angst davor. Aber ich hatte schon vor mehreren Dingen Angst.
Habe also schon Übung mit Angst umzugehen. Also kann mir nichts schlimmes passieren, hoffe ich. ;)
Scham habe ich zwar auch, aber bei einem Arzt sehe ich das lockerer.

Wenn ich dann noch die Arbeitsstelle bekomme und es schaffe mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich sehr viel geschafft.
Dann mache ich wohl auch eine PZR, was sicherlich angebracht ist.

Immer am Ball bleiben, dann wird alles nur besser.. :D
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lili85

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5

Dienstag, 24. Juli 2012, 22:51

Hallo Nachtlicht,

willkommen im Forum. Ich schreib dir morgen mal was. Bin heute leider zu müde. Bis morgen

LG

lili
Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns,

sondern die Meinung, die wir über die Dinge haben.

- Epiktet, 1. Jh. nach Chr. -
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Nachtlicht

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6

Mittwoch, 25. Juli 2012, 02:25

Ich denke, mache kurze Schmerzen gehen auch von der Psyche aus. An bestimmten Stellen, habe/hatte ich immer wieder mal kurz ein Stechen im Zahn. Aber dann ist es plötzlich wieder längere Zeit einfach weg. Jetzt habe ich schon ein paar Bier getrunken und vorher gemütlich noch ein Spiel gespielt. Zahnschmerzen habe ich jetzt gar keine. Vorher war es nur mal gelegentlich ein Stich, vorallem am rechten 2. Schneidezahn.

Meine Zähne scheinen also noch recht in Ordnung zu sein. Ein paar Löcher vielleicht. Eine Wurzelbehandlung brauche ich im besten Falle gar nicht. Wäre schon sehr gut.

Sorgenkind ist nur das Zahnfleisch und allgemein die ganze Schleimhaut. Spüre ständig, wie es sich so teilweise taub, teilweise pelzig anfühlt. Vorallem die linke obere Seite scheint ziemlich entzündet zu sein, weil das ja auch die Backenschleimhaut betrifft, und von dort offensichtlich das Blut immer her kommt beim Putzen. Die Entzündungen unten bei den Frontzähnen lässt wieder stark nach. Ist ein gutes Zeichen, auch wenn dort das Zahnfleisch stark zurück ging im Laufe der letzten 2-3 Jahre.

Neben den Schmerzen, kann ich es gar nicht sehen, wenn ich dann Blut spucke. Wäre also gut, wenn das vor dem Termin mit dem Bluten wieder zurück geht. Das mit dem Bluten kam ja erst seit kurzem. Das ist der Grund, warum ich mir jetzt solche Sorgen im meine Zähne mache. Wäre das nicht gewesen, hätte ich das noch weiter verdrängt, da ich i.d.R. keine starken permanten Schmerzen habe. Habe auch jetzt noch Angst vor dem Zähneputzen. Dann blutet es wieder. Ganze zahnbürste ist dann rötlich, und auch das, was man ausspuckt. Will das nicht sehen. Das erinnert mich stark an die Zahnsteinentfernungen, welche immer leicht schmerzten, und bei welchen es immer blutete.

Mein alter Za riet mir auch zu einer PZR. Konnte mir das aber nicht leisten. Befürchte auch immer mehr jetzt, dass ich diese Stelle auf 400 Basis nicht bekomme. Das wäre ein herber Rückschlag. Wenn das nichts wird, wäre nur eine Regelbehandlung drinnen, und bei dieser werden selbst Zähne gezogen, die man noch retten könnte. Bevor ein Zahn gezogen wird, will ich eben auch wissen, ob man den noch retten kann, wenn man selber dafür noch an Kosten beiträgt. Ist der Zahn einmal weg, ist es für immer, und das ist nicht gut.

Entschuldigt, wenn ich mir darum soviele Gedanken mache. Jetzt, da ich es nicht mehr einfach verdrängen kann, mache ich mir eben Gedanken darum. Sollte mich aber bis zum Termin doch auch etwas ablenken. Weiß jetzt gar nicht mehr, ob bestimmte Zahnschmerzen nur psychisch sind, oder ob da wirklich etwas nicht mehr in Ordnung ist. Bislang igrnorierte ich ja solche kleinen Stiche in den Zähnen.... aber dieses Verdrängungsverhalten ist keine Lösung und wird immer krasser. Trau mich ja nciht mal die Zähne anzusehen, könnte ja ein schwarzes Loch entdecken...
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